Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XXX (1968)
- Issue
- 5 (Mayo, 1968)
- Date
- 1968-05-01
- Page
- Seite 23 (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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MAYO 1968 23 BOLETIN INFORMATIVO ISRAEL-4000 JAHRE JUNG Mit Freude,, aber auch erfuellt von Sorge und Verant- -wortungsgefuehl, begingen Israel und die juedische Welt den 20. Jahrestag der Unabhaengigkeit. Sind wirklich erst zwei Jahrzehnte vergangen, mag mancher fragen, seit unter schweren Kaempfen mit der feindlich-gesinnten Mandatsregierung von einst und den arabischen Nachbarlaendem der Staat Israel geschaffen wurde? Auf den Freudentaumel jener Zeit folgten schwere Monate und Jahre und zwischen dem vorjaehrigen Jom Haatzmauth und dem diesjaehrigen die bitteren, schmerzlichen, Stunden des 6-Tage-Krieges mit seinen Opfern, aber auch den heroischen Augenblicken, da ganz Jeruschalajim und andeT re den Juden heilige Staetten wiederum in den endguelxigen Besitz Israels uebergingen. Eine wahrhaft revolutionaere Entwicklung ist vor sich gegangen, wenn man diese zwanzig Jahre ueberblickt, und das Aufbautempo nach dem Kriege des vergangenen Jahres verheisst die schoensten Zukunftsaussichten auf wirtschaftlichem Gebiete, sofern es gelingt, mit den Ideen auch neue Menschen, eine verstaerkte Ali ja, dem nach fachkundigen Arbeitskraeften hungernden Lande zuzufuehren. Nicht weniger gross und von weitreichender Bedeu tung sind die geistigen, die wissenschaftlichen und kuestierischen Entwicklungsprojekte, die Plaene fuer verstaerktes Bildungs- und Erziehungswesen, fuer Neubelebung religioeser Daseinsformen, fuer Ausbau jeglicher Art von juedischer und allgemeiner Kultur. Erreichung von sicheren Grenzen, Beseitigung frueherer Gefahren von aussen, Hand in Hand mit der oekonomischen Entwicklung, werden hoffentlich eines nicht zu fernen Tages die Grundlage fuer einen dauernden Frieden fuer die Voelker und Laender des Nahen Ostens bilden koennen. Inzwischen wird das juedische Volk ueberall dort, wo seiner Freiheit keine Hindernisse in den Weg gelegt werden, die hoechsten Anstrengungen machen, um zu den ungeheuren materiellen Lasten Israel beizutragen, nicht zurueckzustehen hinter der Opferbereitschaft des Jahres 1967. In einer seiner Reden des Jahres 1960 sagte der verewigte amerikanische Praesident John F. Kennedy: "Erstmalig sah ich Palaestina im Jahre 1939, damals unter Fremdherrschaft und grossenteils noch Wueste. Um Israel Zangwill zu zitieren: “Das Land ohne Volk erwartete das Volk ohne Land". Im Jahre 1951 reiste ich abermals in das Land am Jordan, um den Staat Israel zu sehen. Die eingetretene Veraenderung war schwer zu fassen, denn in jenen 12 Jahren war eine Nation geboren und eine Wueste erobert worden; ferner hatten die tragischen Opfer des Zweiten Weltkrieges, die Ueberlebenden der Konzentrationslaeger, eine Heimat gefunden. Deshalb meine ich: Der Fortbestand von Israel und seine friedliche Anerkennung durch die anderen Nationen des Nahen Ostens ist von fundamentaler Bedeutung”. Es ist eine Tatsache, dass die Besten in der nichtjuedischen Umwelt, die Israel zum ersten Male sehen und erleben, aus dem Erstaunen nicht herauskommen. Fuer einen Israeli sind naemlich Ausdruecke wie “Heimat, Nation, Vaterland” keine verstaubten Begriffe, die man irgendwo entlehnt hat, weil die Juden auch geistig laengst ein Volk waren, eine Nation, lange, bevor sie einen Staat besassen. Gewisä spielen hierbei die juedisch - religioesen Vorstellungen von Israels “Erwaehlung”, vom Bunde Gottes mit Seinem Volke, eine wesentliche Rolle. Doch dies allein haette vielleicht eine viertausendjaehrige Vergangen heit nicht zum bleibenden Volksbesitz werden lassen. Der andere Faktor, wacher die Schaffung einer Nation beschleunigt haben duerfte, ist das gemeinsame Schicksal, das Bewusstsein, auf Gedeih und Verderb fuer immer zusammenzugehoeren. Die Welt hatte den Juden eine besondere, leiderfuellte Geschichte aufgezwungen, und hierzu kam die hebraeische Sprache, die, heilig und volkstuemlich zugleich, die Kraft besass, das Mythos oder das Geheimnis, diesem schwerringenden Volke Widerstandskraft zu verleihen. Es war die heilige Sprache der Bibel, die nach Jahrtausenden zu neuem Leben erwachen konnte. Auch hierzu ist eine Aeusserung von John F. Kennedy bemerkenswert: “Prophetentum ist ein Bestandteil der juedischen Tradition, und die zionistische Weltbewegung hat diese fortgesetzt. Sie hat die Traeume leitender Maenner in die Handlungen von Staatsmaennern verwandelt, aus den Hoffnungen des juedischen Volkes Tatsachen des Lebens gemacht”. Wenn die schwersten Gefahren der Gegenwart vermindert oder gar beseitigt sein werden, muss auch an eine Neuformung des religioesgeistigen Lebens gegangen werden. Toleranz und gegenseitiges Verstaendnis muessen verhindern, dass ein Kulturkampf entsteht. Besonders die Zionistische Organisation ist dazu geeignet, das juedische Volk vor dem Zerfall in allzu viele Sondergruppen zu bewahren. Stets, wenn die Existenz des Judentums gefaehrdet schien, waren es Zionssehnsucht und Zionsgedänke, welche zum Leitstern von Juden Volk und Judentum wurden. Deshalb darf man es am 20. Geburtstage Israels aussprechen, dass es der Weltzionismus ist, der entscheidend den Staat Israel mitgeschaffen hatte, der auch in Zukunft der treueste und zuverlaessigste Partner Israels sein wird. CURT WILK DAS ZWEITE GEBOT Für uns bleibt es dasselbe, ob schwarz, ob braun, ob rot: “Ihr sollt nicht fremden Goettem dienen!” lautet das Gebot. Ein Jeder macht einmal als Bürger, Mensch und Waehler, aus tiefster Ueberzeugung, den ihm eignen Fehler. Man kann ihn seinen Kindern nicht ersparen; sie müssen ihn am eignen Leib erfahren; und so erlernt jedwede Gen’ration die ihr wohl zugedachte, bittere Lektion. Die Ironie des Schicksals zeigt, dass wir auf Erden nur Menschen waren, sind und bleiben werden. Noch nie und nimmer hat uns diese Welt eine Versicherungspolize ausgestellt. Doch wir gehn immer wieder auf den Leim: Den Zauberformeln fallen wir anheim. So liess sich früher mancher Jude taufen, um Sicherheit den Seinen zu erkaufen. Doch häufig war das Glück von kurzer Dauer; der Kirche Schergen lagen auf der Lauer. So starben manche den Märtyrertod, und viele trachteten, in ihrer Not, sich Brücken zu der Aussen weit zu schlagen... durch sich als Musterbürger zu betragen; in ihrem Drang, sich zu assimilieren, sich mit der Umwelt zu identifizieren, huldigten sie —als Fremde— nationalen, sogar nationalistischen Idealen. Ein Jude hat, durch jenen Drang getrieben “Wir fahren gegen Engelland” geschrieben. Sein wahres Deutschtum wollte er betonen; wie bitter, war für ihn der Tod der Illusionen! Ebenso tragisch ist das Schicksal jener Brüder, die, der Beweise trotzend, immer wieder im Kommunismus das Allheilmittel sehen, und auch für’s Judentum, im Weltgeschehen. Sie müssen schliesslich, mit Enttaeuschungsqualen für ihre Illusionen schwer bezahlen. Die sogenannten progressiven Mächte, was scheren die sich denn um Menschenrechte! In jenen, uns abhold gesinnten Ländern wird sich wohl künftig auch nichts wesentliches ändern; denn ihre Weltanschauung, die sie mit Stolz verkünden, wird nie den schmalen Weg zum ew’gen Frieden finden. Für uns bleibt es dasselbe, ob schwarz, ob braun, ob rot: “Ihr sollt nicht fremden Göttern dienen!” lautet das Gebot. F. M. 'DE TODO EL MUNDO: PRESCRIPCION DE CRIMENES DE GUERRA HOMENAJE A HEROES DEL GHETTO La XVI Sesión Plenaria del Ejecutivo Sudamericano del Congreso Judío Mundial, reunida a mediados del mes de marzo en Buenos Aires con asistencia de personeros de las comunidades judías del continente, tomó la siguiente Resolución: “Tomando en consideración que el próximo año debe cumplirse, conforme con las leyes actualmente en vigencia de la República Federal Alemana, la prescripción de los crímenes de guerra y contra la humanidad cometidos por los sicarios del régimen nazi y durante el transcurso de la Segunda Guerfa Mundial; Considerando inconcebible que tales seres gocen de ese beneficio, escapando al condigno castigo que sus inenarrables crímenes merecen y que ello contribuirá al fortalecimiento de las fuerzas nazis en el mundo; La Sesión Plenaria lanza un llamado a las autoridades competentes de ese país a fin de que decreten la imprescriptíbilidad de los crímenes de guerra y contra ía humanidad cometidos antes y durante el transcurso de la Segunda Guerra Mundial”. Esta resolución fue transcrita al Gobierno de la República Federal Alemana por medio de una nota que el Comité Representativo de la Colectividad Israelita de Chile entregó al Embajador alemán en Santiago. LA CONFRATERNIDAD JUDEO-CRISTIANA Este organismo que se dedica al mejoramiento de las relaciones entre judíos, católicos y protestantes bajo la Presidencia del señor Robert Lévy, Secretario General del Comité Representativo, ha desempeñado últimamente diversas actividades dentro de su campo de acción en nuestra capital. El día 29 de Abril, en el local de Maccabi, participó en la Jornada de Paz y Reconstrucción al rendirse homenaje a la memoria de Martin Luther King, bajo los auspicios del Movimiento de Reconciliación y No-Violencia de Chile que dirige el Pastor Samuel Valette. El domingo, 5 de Mayo se llevó a efecto la triple bendición por funcionarios religiosos de la Confraternidad, del Policlínico de Primeros Auxilios “Anita Albala de Lévy”, donado a la Ciudad-Jardín Lo Prado por el Consejo Chileno de Mujeres Judías. Asimismo, para el 15 de este mes estaba programa una conferencia del Rabino señor Egon Loewenstein en la III Jornada Nacional de Ecumenismo de Chile, y una charla del ex Embajador de Chile en Israel don Manuel Sánchez sobre “Judíos y Cristianos en la Mediná”. WASHINGTON (OJI).— El Congreso de la Unión Norteamericana aprobó por unanimidad una resolución de solidaridad con el pueblo judío al rendir homenaje a los héroes del Levantamiento del Ghetto de Varsovia. El Congreso de los EUA, reza la resolución, “reconoce y toma nota de la significación mundial del Levantamiento del Ghetto de Varsovia como una reafirmación de la resolución indestructible de luchar por la libertad contra la opresión...” A continuación, “el Congreso de los EUA se solidariza en la conmemoración, el 25 de abril, del XXV aniversario del Levantamiento del Ghetto de Varsovia contra las fuerzas de ocupación nazis (a las que se opusieron) los judíos sitiados y numéricamente arrollados del Ghetto”. Según datos incompletos recabados por la oficina de información del Congreso Judío Mundial, se han efectuado grandes actos públicos en todas las principales comunidades israelitas del país en homenaje a los mártires y héroes del Ghetto y en todas partes se destacó, como algo increíble, la nueva campaña antisemita del régimen comunista en Polonia que ha cobrado fuerza precisamente en el vigésimoquinto aniversario del Levantamiento del Ghetto de Varsovia. Entre los numerosos actos efectuados en N. York, se ha destacado el del Times Square, oficialmente nombrado el 25 de abril “Plaza del Ghetto de Varsovia”, con participación de 55 grandes instituciones, incluso el Congreso Judío Mundial. El Dr. Joachim Prinz, presidente de su Consejo Directivo fue uno de los oradores en ese acto que atrajo a miles de personas y en el que tomó parte oficialmente el Gobierno Municipal de Nueva York. OFRECEN PASAJES A INMIGRANTES QUITO, Ecuador (OJI).— La Asociación de Beneficencia Israelita de esta capital, organismo afiliado al Congreso Judío Mundial en nombre de toda la comunidad, se ha dirigido al Presidente de Polonia y a la Comisión de Derechos Humanos de las Naciones Unidas ofreciendo “pagar los pasajes a todos los judíos que deseen emigrar incondicionalmente de Polonia”. El acuerdo respectivo fue tomado por unanimidad de votos de la directiva de la Asociación. En su memorándum a la ONU, la Asociación ecuatoriana pide ayuda “para que el Gobierno polaco facilite la inmigración judía”. Copias de los memoriales respectivos fueron enviadas al Congreso Judío Mundial.