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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1968-04-01 · 4 (Abril, 1968) · p. Seite 12

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXX (1968)
Issue
4 (Abril, 1968)
Date
1968-04-01
Page
Seite 12 (sequence 12)
Language
German
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12 BOLETIN INFORMATIVO ABRIL 1968 f KUNST UND LITERATUR CIN GROSSES KULTURHISTORISCHES WERK James A. Michener: “Die Quelle” (Uebersetzt aus dem Amerikanischen; deutsche Ausgabe beim Droemer Knaur-Verlag, 1966). Mit diesem umfassenden Werke hat Michener, der vor einigen Jahren durch sein Hawai-Buch Beruehmtheit erlangte, einen Roman geschrieben, der, wie kaum ein zweiter in unserer Zeit, die Geschichte des Landes Israel, der vielen Voelker, die es durch zogen, und die innige Verbindung des juedischen Volkes mit seiner historischen Heimat in eine lebendige Beziehung zur Gegenwart, zum jungen Staate Israel und seinen Menschen, bringt. Im Rahmen einer sich auf Jahre hinaus erstreckenden Ausgrabungsarbeit, die einige israelische und amerikanische Archaelogen im Jahre 1964 beginnen auf einem freierfundenen Huegel, der sich “Teil Makor” nennt, was “Die Quelle” bedeutet, wird ein Gang in die Geschichte, zurueck in die 'aelteste Vergangenheit, in graue Vorzeit, angetreten. Es koennte statt dieser ebenso gut eine der vielen anderen an historischen Erinnerungen reichen Staetten sein, in welche die Forscher eindringen, mit all den modernen technischen Mitteln des Ausgrabens, um die Geschichte der Kulturen, der Religionen, des Lebens in den verschiedensten Zeitepochen, darzustellen. Und so dient die harmlos-erzaehlte, huebsche Rahmenhand lung nur dem eigentlichen Ziel, darzustellen, was unter dem Schutte von vielen Jahrtausenden entdeckt werden koennt'ä, was zur modernen Zeit spraeche, wenn einmal freigelegt werden wird, was in einem der aeltesten Teile der Welt, auf einem Gebiete, das drei Weltreligionen heilig ist, verborgen war, aber erst allmaehlich der Erde, den Geheimnissen, die diese birgt, abgerungen werden kann. ZWOELFTAUSEND JAHRE WELTGESCHICHTE Der Autor hat gruendliche Arbeit geleistet. Er versucht, zu erreichen, dass der Leser miterlebt, wie insge samt fuenfzehn Erdschichten blossgelegt werden, von denen eine jede einen ganzen historischen Zeitraum mit vielen Geschehnissen umfasst. Mitunter ist eine Schicht nur sehr duenn, und das Aufgefundene seigt nur einen geringen Ertrag. Doch schon dies genuegt, um daran anzuknuepfen, die zahlreichen Epochen der Landesgeschichte, die insgesamt etwa zwoelf Jahrtausende umfassen, neu erstehen zu lassen. Wir sehen Menschen einer jeden Zeit, wie sie leben und agieren; es ist ein grandioses Gemaelde, das sich vor dem Hintergrund der Weltgeschichte abhebt: Hoehlenj aeger und Wuestennomaden, die Kanaaniter, die noch Baal und Astarte anbeten, die ersten Hebraeer, welche in das Land der goettlichen Verheissung kommen, Aegypter, Babylonier, Assyrer, Byzantiner, Araber. Wir treffen all die alten Voelker an und fuehren im Geiste mit ihnen ihre Kaempfe um die Erhaltung des Daseins. Doch zugleich sind es auch die schweren Religionsstreite, die ihrem Leben das besondere Gepraege geben. Heiden, Christen, Mohammedaner, Juden, sie afle sind mit diesem Lande Palaestina irgendwie auf besondere, oftmals mystische Weise verknuepft. Der Dichter verlegte mit voller Absicht den Schauplatz nach West-Galilaae, in die Naehe der alten Hafenstadt Akko, weil alle von Norden oder Nordosten nach Sueden, nach Aegypten, ziehenden Heere diese Gegend passieren mussten. Immer wurde hier schwer gekaempft, und so lag es nahe, dass Makor, die kleine auf dem Huegel liegende Stadt, stark befestigt wurde; ein jedes Zeitalter fuegte den alten Verteidigungsmau e r n neue Waelle hinzu, und es war ein genialer Baumeister zur Zeit des Koenigs David, der durch ein ganzes System kompliziert angelegter unterirdischer Gaenge und Stollen die lebenspendende Wasserquelle an so verborgener Stelle errichtete, dass durch Jahrhunderte die Stadt unabhaengig von ihren Belageren machte, die Wasserversorgung der Bevoelkerung sicherzuste 1 1 e n vermochte. JUEDISCHE LEBENSFORMEN IN ALTER ZEIT Alle Ereignisse der juedischen Geschichte, die in irgendeiner Beziehung zum Lande Israel stehen, werden der Historie naeherzaehlt in einer Form hoher, man darf schon sagen, vollendeter Erzaehlungskunst. Kein Geschehnis im Heiligen Lande selbst, das nicht den “Teil Makor” seine Bewohner, in die Handlung einbezieht. Doch nicht nur der aeussere Geschichtsablauf wie der Makkabaeeraufstand, die Erhebungen gegen Griechen und Roemer etc., rollt vor dem Leser ab. Es ist in noch hoeherem Masse die juedische Geistes— und Religionsgeschichte, ihre ewige Auseinandersetzung mit anderen Kulturen und Zeitstroemungen, die letztlich das Wesen, den Kern, dieses Buches bestimmt. Vielle i c h t noch nie hat ein nichtjuedischer Schriftsteller, der kein Theologe, kein “Mann vom Fache” ist, juedisches Lebensgesetz, dessen Ausstrahlungen durch Bibel und Talmud, durch den ganzen Reichtum der Traditionsliteratur, so klar und der religioesen Ueberlieferung entsprechend dargestellt wie Michener in seiner “Quelle”. Von den Koenigen der biblischen und nachbiblischen Zeit sowie vom grossen Weisen Rabbi Akiba abgesehen, sowie mit Ausnahme der anderen weltgeschichtlichen Figuren, sind Gestalten und handelnde Personen erfunden; viele Gesetzeslehrer des Judentums, fuehrende Persoenlichkeiten an bestimmten Orten und in bestimmten Zeiten, sind durch andere Namen ersetzt, weil das Werk kein Geschichtsbuch werden sollte, sondern ein grosser historischer Roman, geschrieben fuer den modernen Menschen, denjenigen, der den letzten Quell von Leben, Hoffen und Glauben sucht. Eines der erschuetterndsten Kapitel des Buches ist begreiflicherweise dasjenige, das mit dem ersten Kreuzzug des Jahres 1096 beginnt und das unsaegliche Leid wiedergibt, das jene, urspruenglich religioesgesehene, Bewegung vor allem ueber die Juden, das Heilige Land selbst und viele seiner mohammedani s c h e n, christlichen und heidnischen Einwohner gebracht hatte. Es sind nicht zuletzt christliche Menschen dieses Buches, die zu einer, fast moechte man sagen, vernichtenden Selbstkritik gelangen. Und auch aus diesem Grunde soll man “Die Quelle” lesen und zu verstehen sich bemuehen, da sich mit allem Traurigen, was geschieht, zugleich eine neue Hoffnung fuer die Menschheit anbahnt, der Versuch, aus den Irrtuemem zu lernen und eine neue Menschheit auf der Basis bruederlicher Toleranz erstehen zu lassen. Curl Wilk Guía Textil y Gueril de Chile Edición 1967/68 contiene las direcciones de fabricantes textiles Ind. confección, cuero y de plásticos. E? 40.— Los Serenos 476 Of. 23 Tel. 87765 Arturo dosier e Hijo Automóviles En homenaje al 20° Aniversario del Estado de Israel en su nuevo Loeal ubicado en Alameda 259 Fábrica de Juguetes ERNESTO MEYER y CIA. LTDA. 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