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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1968-04-01 · 4 (Abril, 1968) · p. Seite 11

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXX (1968)
Issue
4 (Abril, 1968)
Date
1968-04-01
Page
Seite 11 (sequence 11)
Language
German
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ABRIL 1968 BOLETIN INFORMATIVO 11 GEDANKEN ZWISCHEN ZWEI UND DREI STILL IN DER ECKE sitzt es, fast versteckt und ruehrt sich kaum. Doch ist’s vorhanden, gegenwaertig. Man isst und trinkt, erzaehlt und plaudert, Ein jeder hat was mitzuteilen. Der Wasserfall der Unterhaltung streift kaum den stillen Gast. Hohl bleibt das Herz, sind sie verrauscht, Leer Kopf und Geist; der Magen voll. “ES” hoert erstaunt und unberuehrt das blinde Streifen durch Geplaetscher. “Vietnam?” “Es langweilt schon”. Wer kann’s versteh’n? “Die Negerfrage?” “Indiens Hunger?” (Man nimmt vom Nachtisch gerne noch, denn das Rezept war neu und nicht gespart). “Frau Mueller hat doch neulich, hoert, nur einen einz’gen Gang gereicht! Was sagt Ihr?” “Schaebig!” “Beziehung, glaubt’s, das ist das Wahre! Gesetz? Na schoen, ist hart fuer Andere’ “Mein Sohn und Militaerdienst? Unsinn! Das “Kind” braucht gutes Essen, Ruhe, Pflege, Er koennte nie, mein armer Liebling... Oh nein, das haben wir nicht noetig”! Der Mensch der dunklen Haut schreit endlich auf in Abwehr gegen Unrecht, Quaelerei. Er will nur wuerdig leben duerfen im Schutz des Landes, das er — ruft es ihn — Mit seinem Lebensblut verteidigt. “Ach Unsinn! Gleichheit, Illusorisch’ Ideal! Was sagtest Du, wollt’ Deine Tochter...” Oh, wie abgestanden, eng und dumm ist diese ew’ge, sture Frage! Selbst Juden stellen sie, da sie vergessen, dass auch fuer SIE man sie schon stellte! Hat “Gutes” weisse, “Uebles” dunkle Haut, um es zu einer Norm zu stempeln? Gibt es ein Recht, dazu Partei zu weigern, nur weil es “Gott sei Dank, sowas nicht gibt bei uns?” Gott schuf sie wohl, all diese Arten, Farben, Rassen, damit der stille Gast in seiner Ecke nicht ganz vergessen und verdorre, dass er Dich ruettle und Dich plage, dass er Dich “lebend” halte und Dir sage: dass Du kein Recht, Dich fernzuhalten von Fragen, Noeten und Gewalten, dass Stellung Du zu den Problemen, wie sie auch heissen, hast zu nehmen. Aus den bequemen Sofaecken Muss einmal jener Gast Dich wecken, Geduldig wartend seine Zeit, Wann endlich Du fuer ihn bereit, Wenn er aus Stumpfheit Dich gerissen, Der stille Gast: UNSER GEWISSEN Establecimiento “ ' Meyer S.A.C. 9 Radios RCA Víctor 0 Radiofonógrafos Estereofónicos O Discos £ Televisión Lavadoras - Refrigeradores # Cocinas y Estufas a Gas Licuado # Enceradoras - Jugueras Muebles de Cocina, etc. Créditos: Fono: 384845 — 381775 Moneda 881 - 890 Eigene Fabrikation UNIFORMEN und KITTEL fuer Haus und Buero sowie feine Unterwaesche Morgenroecke — Blusen fuer Damen und junge Maedchen San Antonio 65 Tel. 381900 Repraesentanten - Kollegium AUSZUG AUS Dl PROTOKOLL DLR SITZUNG Der Vorsitzende Dr. Herman Lehmann eroeffnet die- Sizung und erteilt, nach Genehmigung des Protokolls, das Wort dem General-Sekretaer Herrn Kurt Hofmann, der ueber die Taetigkeit des Direktoriums berichtet. Er erwaehnt, dass seit der letzten Sitzung sechs Mitglieder gestorben sind und dass eine Neu-Aufnahme und ein anhaengiges Eintritts-Gesuch vorliegen. Hierauf berichtet Herr Hofmann ueber die verschiedenen Subventionen an Jugend-Organisationen, an den Maccabi, an das Kinderheim der Bene Berith, die Poliklinik, die Aktion zugunsten der Kinder der Carabineros etc. Mit Bezug auf die neue Beitrags-Ordnung stellt er fest, dass diese auf Grund der Beschluesse der letzten Sitzung entsprechend a bgeaendert wurde und dass eine Speziel-Kommission derzeit die verschiedenen Beitrags-Stufen studiert. Herr Hofmann berichtet weiters, dass das Direktorium die Einberufung der naechsten Ordentlichen General- Versammlung fuer den 28. April d. J. beschlossen hat, dass am 1. Dezember wieder ein moderner Jugend- Gottesdienst mit Oneg-Schabbat stattfand, der gut besucht und ein voller Erfolg war und dass auch das Chanuka-Fest fuer die Kinder am 27. Dezember mit guter Beteiligung zufriedenstellend verlau f e n ist. Anschliessend fuehrt Herr Hofmann aus, dass 300 neue Gebetbuecher den Gemeindemitgliedern zur Verfuegung stehen und erwaehnt, dass die Herren Rabbiner Lubliner und Loewenstein bei der Einweihung des neuen Gebaeudes der Asistencia Publica und bei der Weihnachsbotschaft in Radio und Fernsehen, beziehungsweise, interveniert haben. Weiters gibt er bekannt, dass in der Zionistischen Feoderation ein neuer Vorstand unter dem Vorsitz von Herrn Enrique Alcalay gebildet wird und dass der Kongress der suedamerikanischen Gemeind e n fuer Juni oder Juli d. J. geplant ist. Herr Hofmann berichtet weiters ueber die Begünstigungen, die das neue Aliä-Gesetz fuer Einwanderer vorsieht, durch das ein Ansteigen der Alia erwartet wird, und ueber den 25. Jahrestag der Rebellion in Warschauer Ghetto, der mit grossen Kundgebungen in der ganzen Welt begangen werden wird. Hierauf spricht Herr Leiser ueber die Arbeit der Kommissionen und betont die Notwendigkeit einer Verstaerkung ihrer Arbeiten. Ueber dieses Thema ergibt sich eine Debatte, in welcher Herr Baron. die Vereinigung der Kommissionen Jugend und Zweite Generation anregt. Es wird beschlossen, von den Berichterstattern genaue Angaben ueber die Arbeiten der verschiedenen Kommissionen anzufordern. Herr Arie Baron erklaert, dass bei den letzten Gottesdiensten fuer die reifere Jugend auch viele Jugendliche anderer Gemeinden anwesend waren, weshalb er anregt, mit deren Leitern in Verbindung zu treten, um gemeinschaftliche Gottesdienste zu veranstalten. Hiedurch koennte auch eine groessere Zusammenarbeit auf anderen Gebieten eingeleitet werden. Herr Kurt Hofmann erklaert ergaenzend, dass der Vorstand an der Zusammenarbeit der Kollektivitaet sehr interessiert sei und dass VOM 4. MÄR 1968 in dieser Richtung schon verschiedene Schritte unternommen wurden. Der Schatzmeister Herr Alfred Berliner berichtet hierauf ueber die Eingaenge und Ausgaben an den Hohen Feiertagen und gibt naehere Einzelheiten ueber die Unterstuetzungen bekannt, die aus Anlass der Hohen Feiertage insbesondere an Jugendorganisationen gewaehrt wurden. Auf Vertan gen mehrerer Sitzungs - Teilnehmer berichtet er ueber Einzelfragen, wonach die Rechnungslegung des Schatzmeisters genehmigt wird. Zum Punkt Verschiedenes informiert Herr Rabbiner Loewenstein, dass er an dem jaehrlichen Abendessen der Confraternidad Judeo-Cristiana am 16. Dezember teilgenommen hat, in der _ Seine Eminenz Kardenal Raúl Silva Henriquez sich speziell an die Juden wandte. Die Veranstaltung verlief im Geiste wirklicher Verbrue d e r u n g und war ein grosser Erfolg. Weiters berichtet er ueber das Chanuka-Fest vom 27. Dezember, das auf gut juedische Weise verlaufen ist und hebt hervor, dass die Kinder des Kinderheimes Bene Berith mit der Leiterin Inés Will teilgenommen haben. Schliesslich kuendigt der Herr Rabbiner an, dass er im Februar das Ferienlager der Centra in Piriapolis, Uruguay, leiten wird. Mit Bezug auf die Verfuegbarkeit der neuen Gebetbuecher schlaegt er vor, eine Vereinheitlichung der Gebetbuecher fuer die Feiertage vorzunehmen und die alten Ausgaben nunmehr durch die neuen Buecher zu ersetzen. Schluss der Sitzung um 23,25 Uhr. nueva ¿HALETE ERNESTO NATHAN H. y Cía. Ltda. Feine Lederhandtaschen Lederwar en-Geschenkartikel Koffer und Reiseartikel Handschuhe Portal Fernández Concha 912 Ecke Estado FABRICA DL PANTALONES TINOS Isac Blechman MORANDE 542, OF. 3 "DIE BEGEGNUNG" WAECHST Mehr als 400 Mitglieder haben sich bisher in der israelisc h e n Landesorganisation “Die Begegnung” gemeldet, die unter der Initiative des israelischen Journalisten Martin Bielski ins Leben gerufen wurde und jetzt einen Vorstand gewaehlt hat. Gruppen haben sich bereits in Jerusalem, Beersheba, Naharia und Natania gebildet. Jedes Mitglied hat bisher 10 Israel- Pfund als Eintragungsgebühr bezahlt, um die Arbeit auch materiell zu unterstützen. Die deutschen Gruppen, die nach Israel kommen, werden von der “Begegnung” betreut. Bei einem der “Freitag-Mittagessen”, die die Gesellschaft in Tel Aviv veranstaltet, haben bereits Botschafter Dr. Pauls und der Pressereferent der Botschaft, Dr. Limmer, gesprochen . Taeglich, so sagt Martin Bielski, meldeten sich neue Mitglieder. Im Juni 1968 soll eine erste Jugendgruppe der “Begegnung” nach Deutschland reisen. 00

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