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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1968-02-01 · 2 (Febrero, 1968) · p. Seite 5

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXX (1968)
Issue
2 (Febrero, 1968)
Date
1968-02-01
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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FEBRERO 1968 BOLETIN INFORMATIVO 5 NACH EINEM DRAMATISCHEN MONAT r MONATSSPIEGEL Sebulon war, der Ueberlieferung zufolge, der seefahrende unter den Soehnen Jakobs. Den Ruhm des Hauses aber mehrte Josef, der zu Fuss nach Aegypten zog. In einem Monat voll dramatischen Geschehens, Januar 1968, scheint sich diese Tatsache aus Geschichte und Legende Israels als Konstante zu bestaetigen, denn: Die Kabelnachrichten kamen aus Nicosia und Kairo, Texas und London, Thule und Seul und Saigon, aber so weitgespannt auch die geographische Distanz zwischen diesen Orten sein mag, so engmaschig ist ihr innerer Zusammenhang. KATASTROPHE ZUR SEE Mit Trauer und Bestuerzung hat Israel und die juedische Welt von diesem zweiten Verlust der israelischen Marine unter der Aegide des UNO- Waffenstillstandes Kenntnis genommen (der erste: Flaggschiff “Elath” im Vorjahre durch von Aegyptern abgefeuerten sowjetrussischen Raketen versenkt) Mit Trauer, weil wiederum 65 junge Menschenleben zu beklagen sind. Mit Bestuerzung, denn diese neuerliche chwaechung des ohnehin schwaechsten Teils der isr a e 1 i sehen Streitkraefte zwingt zu beaengstigendem Ausblick nach zwei Seiten: Ueber Heck: woher kam dies Geschoss? v Ueber Bug: wohin das Steuerrrad jetzt lenken? Wer oder was die “Dakar” fuer immer in die Tiefe zog, ist ein Mysterium und wird es wohl auch bleiben. Der Hypothesen sind viele, als da die folgende unvollkommene Aufzaehlung zeigt: v Unfall in Form eines mechanischen Defekts, •. Sabotage mit Zeitzuendung in der britischen, Werft aus deren Reparatur-Dock das U-Boot kam, veruebt, v Unwetter und Seebeben, die das Mittelmeer peitschten, und von denen das Erdbeben von Sizilien nur ein schwacher Auslaeufer gewesen sein soll, •. Russische Gesch o s s e von aegyptischen Schiffen abgefeuert. •. Russische Gesch o s s e, von russischen Schiffen abgefeuert. Fuer die Unfall-Theorie spricht das Schicksal einer grossen Reihe anderer U- Boote, die unter aehnlichen Umstaenden der Faehigkeit zum Auf tauchen verlustig gingen; dagegen spricht die Tatsache, dass an einem anderen Ende des Mittelmeers das franzoesische U-Boot ‘“Minerve” fast zur gleichen Zeit vom gleichen tragischen Geschick ereilt wurde. Die Argumente, die 'Sich gegen ein zufaelliges Zusammentreffen leicht ins Feld fuehren lassen, naehren zum Teil die ansonsten phantastisch anmutende Hypothese vom Seebeben. Fuer die Moeglichkeit einer Sabotage spricht ihre Greifbarkeit -dagegen die technisch uebertrieben lang anmutende Zeitzuendung. Fuer die Annahme von a ägyptischer Feindeinwirkung spricht die bekannte einseitige Interpretierung, die Kairo dem Feuereinstellbefehl bemisst. Dagegen spricht die 'geringe Kapäzitaet der aegyptischen Flotte, auf hoher See etwas zu leisten, sowie die arabische Sucht, die tatsaechlichen wie die imaginaeren Erfolge an die grosse Glocke zu haengen. Selbst wenn man unterstellte, dass diese Manie durch die Schockwirkung der israelischen Repressalie nach der Versenkung der “Elath” nicht nur halb, sondern ganz geheilt ist, darf man sich zumindest getrost darauf verlassen, dass sie nicht faehig waeren, in der Tradition der Sphynx ueber solch ein Ereignis zu schweigen. Bleiben die Russen? Wer [zu dieser Hypothese neigt, muss sich wiederum sa gen, dass er ihr zuliebe die eines Unfalls nicht haette verwerfen duerfen. Denn wenn gleichzeitige Unfaelle der “Dakar” und der “Minerve” jede Wahrscheinlichkeitsrechnung, derzufolge so etwas einmal in zehn Jahren passiert, mit 3650 zu 1 ausschalten wuerden steht es doch wohl fest, dass die Russen keine Jagd auf De Gaulles Flotte machen, die sich gerade jetzt so wacker darauf ruestet, Krieg gegen ‘jeden” moeglichen Feind zu fuehren. Also die “Minerve” durch Unfall und die “Dakar” durch Feindeinwirkung? Der Schoss des Meeres birgt ein Geheimnis mehr... AUSBLICK UEBER BUG Wie dem aber sei, kann der Verlust der “Dakar” ein Warnungssignal sein, das den is raelischen Generalstab -und nicht nur den israelischenveranlasst, die gewaltigen strategischen Umwaelzungen, die sich vor aller Augen auf den Weltmeeren vollziehen, in Rechnung zu ziehen: * Die U.d.S.S.R. ist heute mit 35 oder mehr Kriegsschiffen die zweite Seemacht im Mittelmeer, nach der 6. Flotte der U.S.A. * Der Kreml hat den Traum der Zaren verwirklicht und verfuegt ueber eigene Kriegshaefen in Port Said und Alexandrien, sowie ueber kurz oder lang in Mers el Kebir. * Saemtliche NATO-Verbin dungslinien im Mittelmeer sind durch diese Tatsache heute exponiert und fuer einen Ernstfall zumindest gefaehrdet. * England refft seine Flagge im Roten Meer, im Persischen Golf und im Indischen Ozean. * Ueberbeanspruchung in Ostasien, fiskalische Belastung und zahllose andere Bremsen politischer und strategischer Natur veranlassen das State - Department zu erklaeren, man “habe keine Plaene dort einzuruecken, wo die britischen Truppen abziehen”. * Die Verteidigung “ihres gemeinsamen Erbes und der Zivilisation ihrer Voelker” (Praeambel zum NATO-Pakt) ueberlaesst der Westen daher in jener Weltgegend fuers erste solch bewaehrten Freunden wie dem Koenig von Saudi-Arabien, dem Scheich von Kuweit und dem Schah von Iran. Die weltgeschich 11 i c h e Wucht dieser Tatsachen duerfte Israel wohl oder uebel veranlassen, unbeschadet der Antwort auf das Raetsel der “Dakar” das Steuerrad so herumzuwerfen, “als ob” es die Russen gewesen waeren. Das hiesse: * Das Mittelmeer als “rotes Meer” zu betrachten und die Missionen der Marine dorr, auf das zur Kuestenverteidigung notwendige Minimum einzuschraenken. * Solange wie moeglich zu verhindern, dass auch das Rote Meer ein rotes Meer wird. DIE SCHLUESSEL ZUR SCHLEUSE Die Gebrauchsanweisung zu diesem ehrgeizigen und vitalen strategischen Unternehmen nimmt sich grotesk einfach aus. Der Suez-Kanal ist die Schleuse vom roten Mittelmeer zum oberen Roten Meer und von den beiden Schluesseln zur Schleuse befindet sich einer, der oestliche, in israelischer Hand. Vor einem Monat verwendeten die westlichen Schluesselbesitzer in Kairo die Absicht, die Angeln zu lockern. Sie seien bereit, so verwendeten sie gnaedigst, die 15 im Bittersee. rostenden Schiffe frei zu baggern. Implizit Hessen sie durchblicken, israelischer Zustimmung tue dazu nicht Not. Gunnar Jarring, der UNO - Vermittler, hielt sich an die Tatsachen und holte sie trotzdem ein Israel erteilte sie, aber klar bedingt: * Die Schiffe duerfen nur nach Sueden freigelotst werden, * Die Baggerarbeiten beinhalten keine Erlaubnis fuer aegyptische Schiffahrt im Kanal, * Unter dem Deckmantel der Operation duerfen keinerlei militaerische Bewegungen vorgenommen werden, * Israel behaelt sich sein Mitbestimmungsrecht ueber den Kanal vor. Worauf die Aegypter, in all ihrer gottgesegneten Daemlichkeit, prompt nach Norden lotsten, heitere Kaehne in den Kanal bugsierten, bestueckte Einheiten zur Schau stellten und urbi et orbi die Realitaet vom israelischen Ko-Dominium hinwegproklamierten . Weite r e Fehlgriffe unterdessen sie wahrscheinlich nur mangels Gelegenheit und Phantasie. An ihrem Ziel, “einen Zwischenfall zu provozieren, der das seefahrende Gewissen der Menschheit gegen die stoerende Anwesenheit der Israelis an den Ufern dieser Verkehrsstrasse aufwuehlen koennte” (B.I. Januar 1968), schossen sie weit vorbei. Nicht die Minderheit mit Gewissen, nicht die Mehrheit ohne fuehlte sich beruehrt, geschweige denn auf gewuehlt. Dazu ging alles viel zu unvermittelt und plump vor sich. Und schmollend erklaerte Nasser - Freund Mohammed Hassanein Heykal, der Kanal bleibe nun ein fuer allemal gesperrt, bis der Mittelost-Konflikt geloest sei. Im gleichen Zusammenhang leugnete er, dass Aegypten ein russischer Vasall sei. Zum ersten Mal seit Langer Zeit ist in diesem politischen Koran ein wahres Woertchen: Moskau kann von diesem neuerlichen Geniestreich seines aegyptischen Verbuendeten keineswegs sonderlich entzueckt sein. Bleibt doch * Das Rote Meer und der Persische Meerbusen weiter fern, * Die Nachschub-Wasserstrasse hach Vietnam weiter ausgedehnt, , * Die rote Mittelmeerflotte pro Rubel nur fuenfzig Kopeken wert, dagen Osten abgeriegelt. Die Nachrichten im Januar kamen aus Nicosia und Kairo, Texas und London Thule und Seul und Saigon, aber so weitgespannt auch die geographische Distanz zwischen diesen Orten sein mäf, so engmaschig ist ihr innerer Zusammenhang. Und eine Weltgegend gibt es, wo die Maschen am engsten geknuepft sind, da wo heute der Kampf ums Ueberleben unseres kleinen Volkes sich mit dem Ringen der Giganten vermengt, wo die Verkehrswege zu Wasser, zu Lande und zur Luft sich ueberschneiden wie die Spuren der Karawanen zu Zelten von Sebulon und Josef. ATSCHEKA. BATI - THANTERIAS DIPLOMACIA Después de. entrevistarse con él en la NU, Levl Eshkol, se refirió en términos muy encomiásticos a la personalidad de U Thant. ¡Los extremos a que puede llevar la diplomacia! VISITA So anuncia que en su crucero-instrucción del presente año, el buque escuela "Esmeralda” visitará un puerto ruso. Lo que se ignora todavía es si va a ser Port Said o Alejandría. TRANSJORDANIA En 1950 Transjordania cambió su nombre por el de Jordania. Ya sería oportuno que vuelva a llamarse Transjordania. COMPRENSION MUTUA Dicen que Johnson pidió a Eshkol comprensión para la escalación en el Lejano Oriente. Y que Eshkol le pidió a Johnson comprensión para la eshkolación en el Cercano Oriente. ARTE De Gaulle va al Louvre, acompañado por su Ministro de Cultura. “Este es un Manet”, dice el General, mostrando un cuadro. “No, Presidente, corrige el Ministro, “es un Rouault”. En la sala siguiente, el General trata de rehabilitarse: “Este es un Seurat”. “No, Presidente”, enseña el Ministro, “ es un Matisse”. “Pero éste”, gruñe el General, ya algo irritado, “éste es un Picasso”. “No, Presidente”, leí susurra el Ministro, "con su perdón: ¡es*un espejo!". JUSTICIA A los jóvenes poetas procesados en Moscú, el acusador les reprochó inclinación a la Dolce Vita. Pidió penas da cárcel y campo de concentración para que conozcan lo que es la Bolche Vita. O Thante * Das Unterseeboot “Dakar” (Hai) versank im Mittelmeer, suedlich von Zypern, unter mysterioesen Umstaenden. * Israelisches Fussvolk aber vereitelte am Suez-Kanal den aegyptischen Versuch, die Ausfahrt der 15 im Juni 1967 festgefahrenen Schiffe zu militaerischen und politischen Zwecken zu missbraachen. Die anderen Ereignisse betrafen: * Die Beziehungen zwischen U. S. A. und Israel: zu Beginn des Jahres (besuchte Premier-Minister Levi Eschkol den Praesidenten Johnson auf seiner Farm in Texas. Die herzliche Atmosphaere und offenbar weitgehende Uebereinstimmung liess den einzigen Lichtstrahl zwischen den sich zusammenballenden Gewitterwolken erblicken. * Eine weitere Etappe im Rueckzug von dem, was Gross-Britannien einst war, auf das, was Mini-Britannien heute ist: die Liquidierung der Stuetzpunkte oestlich von Suez. * Den Absturz einer “fliegenden Festung” der U.S.A.A.F. samt Wasserstoffbomben-Ladung ueber Groenland. * Das amerikanische Nachrichtenschiff “Pueblo”, das von Nordkoreanem in internationalen -so Washington- oder in koreanischen Gewaessern -so im Chor aller kommunistischen Hauptstaedtegekapert wurde. * Eine neue Phase im Vietnam-Konflikt, wo die erwartete Offensive der Nordvietnamesen an der Landesgrenze von einem allgemeinen Aufstand des Vietcong in den Staedten praeludiert wurde.

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