Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XXIX (1967)
- Issue
- 11 (Noviembre, 1967)
- Date
- 1967-11-01
- Page
- Seite 9 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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NOVIEMBRE 1967 BOLETIN INFORMATIVO 9 DIE INTERNEN VORGAENGE IN AEGYPTEN Haaretz meint, Nasser brauchte nun endlich wirklich Schuldige an dem verlorenen Kriege, er brauchte Menschen, die er vor der Oeffentlichkeit fuer die gewaltige Niederlage verantwortlich machen koennte. Dass er also dazu griff gerade die juengeren Offiziere, die sowieso kritisch eingestellt sind, zu Deschuldigen und an deren Spitze seinen langjaehrigen Stellvertreter, den Marschall Amr, kann keineswegs als so abwegig hingestellt werden. Amr nao nun, durcn seinen Selbstmord, groessere Schwierigkeiten geschaffen, als vorher bereits existiert natten. Die Sowjetzeitungen hatten im uebrigen immer wieder die Schuld dieser Offizierskaste, der Nasser nun die ganze Verantwortung auibuerden will, betont. Dawar ist der Ansicht, dass bei den internen Auseinandersetzungen in Aegypten noch lange nicht das letzte Wort gesprochen worden ist. Es gibt sehr viele Unzufriedene in diesem Lande und besonders die Offiziere zeigen ihre Unzufriedenheit sehr deutlich. Wenn nun die unzufriedenen Offiziere aus dem Jemen mit den Unzufriedenen aus dem Sinai Zusammentreffen werden, kann sehr leicht eine Situation entstehen, bei welcher es zu einer schweren internen Explosion kommen kann. Jedenfalls ist die Lage, in welcher sich Aegypten in diesem Augenblick intern gesehen befindet, keineswegs als einfach zu bezeichnen und es ist durchaus moeglich, dass sie in der Folge zu Umstürzen fuehren kann. Hajom sieht die Moeglichkeit, dass Nasser in der so schwierigen internen Situation, in welcher er sich befindet, auf die Idee kommen kann, durch Kriegsaktionen abzulenken und die Demarkationslinie am Suezkanal wieder in einer Reihe von Zwischenfaellen explodieren zu lassen. Die Zeitung meint, Nasser irre sich, wenn er meinen sollte, dass Israel diese Zwischenfaelle hinnehmen wuerde. Wenn sich das Regi me in Aegypten in Schwierigkeiten befindet, so ist das kineswegs unsere Angelegenheit. Wir werden wachsam sein und keine Ueberfaelle hinnehmen, meint das Blarr dazu. Lamerchaw glaubt, dass es noch viele Gegner Nassers heute in Aegypten gibt, auch wenn alle Anstrengungen gemacht werden, um die Gegner unschaedlich zu machen. Die Zeitung meint, dass die Gegner in allen Schichten zu finden sind, nicht nur allein in der Armee, wenn auch hier heute der Hauptwiderstand gegen den aegyptischen Diktator zu finden ist. Al Hamischmar stellt fest, dass Nasser heute nicht mehr der Allmaechtige ist, der grosse Diktator, dessen Wort widerspruchslos hingenommen wird, der Herrscher seines Landes dem niemand diese Herrschaft streitig macht. Nur durch die Sowjetunterstuetzung ist es ihm noch moeglich, ueberhaupt dort zu sitzen, wo er sich befindet. Die Zeitung meint, dass Nasser durch seinen Groessenwahn alle Fortschrittsplaene und jede fortschrittliche Entwicklung in Aegypten zunichte gemacht hat. Die Aera Nassers war fuer Aegypten schlecht und dadurch ist die Gesamtentwickkmg im Nahen Osten gestoert worden. Das ist etwas, was wir bedauern muessen. Hamodia beschaettigt sich hauptsaechlich mit dem Selbstmord des ehemaligen Stellvertreters Nassers, des Marschall Abdul Hakim Amr, und hegt Zweifel daran, ob es sich wirklich um einen Selbstmord gehandelt habe, Jedenfalls aber musste Amr verschwinden, da er sich nun gegen Nasser gestellt hatte und ja schliesslich viel zu viel wusste, um auch weiterhin als Nasser-Gsgner auch, noch am Leben bleiben zu koennen, meint die Zeitung. Kol Haam weist darauf hin, dass Amrs Fall noch nicht das Ende der Entwicklungen in Aegypten bedeutet. Die Zeitung meint, interne Erschuetterungen seien die Angelegenheit Aegyptens u. gehen uns nichts an. Dennoch sind in Aegypten demokratische Kraefte vorhanden, die die Regierung uebernehmen koennten. DER KAMPF GEGEN DEN TERROR Haaretz meint, der Terror in den besetzten Gebieten, der dann auf israelisches Territorium uebergreift, da die Terrorgruppen in all diesen Gebieten operieren, muesse mit aller Schaerfe bekaempft werden. Es ist voellig klar, dass diese Sabotage und Terrortaetigkeit von Syrien ausgeht und auch von dort her dirigiert wird. Wir werden die arabische Bevoelkerung der besetzten Gebiete ohne Schwierigkeit dafuer gewinnen koennen, mit Israel und seinen Behoerden zusammenzuarbeiten, wenn wir die Terroristen mit aller Kraft bekaempfen und die Bevoelkerung verstehen lernt, dass es sich nicht lohnt, die Saboteure zu unterstuetzen. Hajom tritt dafuer ein, gegen die Terroristen die Todesstrafe in Anwendung zu bringen, da sich dann die Dinge viel leichter entscheiden lassen wuerden. In Judaea und in Schomron stehen wir heute vor Erscheinungen des Terrors, die nicht geduldet werden koennen. Das bedeutet Kriegszustand und dem Genfer Abkommen gemaess ist hierbei die Todesstrafe absolut zulaessig. Es ist also nicht einzusehen, warum wir darauf verzichten sollen, sie einzusetzen, wenn dies fuer die Sicherheit unserer Buerger notwendig ist. Hazofe glaubt auch dass man alle scharfen Mittel, einschliesslich dar Verhaengung der Todesstrafe, einsetzen muesse, um den Terror der Araber, der vor Damaskus aus gelenkt wird, zu brechen, Israel ist weder Vietnam noch Algerien und die Araber irren sich, wenn sie meinen, dass sie auf diese Weise Erfolg haben koennen, meint das Blatt. Hamodia verlangt sogar die Einfuehrung der Todesstrafe mit absoluter Sicherheit. Die Zeitung ist der Ueberzeugung, dass dies als Abschreckung fuer viele arabische Jugendliche dienen koennte, die jetzt glauben, arabische Nationalhelden spielen zu koennen, da ja die schlimmste Strafe, die ihnen zugedacht werden kann, die Gefaengnisstrafe ist, auch wenn es sich um ein paar Jahre mehr handeln sollte. Das Blatt befuerwortet auch die Durchfuehrung von Kollektivstrafen gegen ganze Gemeinschaften, da dies angesichts der bekannten arabischen Mentalitaet, seinen Eindruck nicht verfehle und man wohl damit rechnen darf, dass wir auf diese Weise zu Ruhe und Ordnung kommen werden. FORTSCHREITENDE NORMALISIERUNG ‘‘Haarez” fuehrt aus, dass der Erfolg der Politik einer Besserung der Beziehungen zu den Einwohnern der befreiten Gebiete in erster Linie der Geduld, dem Verstaendnis und dem unbeirrbar guten Willen der Militaerverwaltung und des Militaers selbst zu verdanken ist. Alle waren sich von vornherein darueber klar, dass Israel und seine juedische Bevoelkerung weder Hassgefuehle noch Rachegelueste gegenueber diesen ihren jetzigen Mitbuergern hegen, sondern nur den Weg zu besserem Verstaendnis und ruhigem Zusammenleben zu bahnen haben. “Lamerchaw” betont, dass selbst U Thants Beauftragter Thalmann in seinem Berichte ueber die Situation zugeben musste, dass die Lage in Jerusalem ruhig ist und dass zwischen den Behoerden u. der Bevoelkerung des oestlichen Teils Jerusalems ein gutes Verhaeltnis hergestellt werden konnte. “Hazofe” hingegen hat an Thalmanns Bericht auszusetzen, dass in ihm die Besserung der Lage der arabischen Bevoelkerung, die Hebung des Lebenshaltungsniveaus als Ergebnis des Regimewechsels in den befreiten Gebieten, nicht ausreichend gewuerdigt wurde. “Omer” bespricht die unterschiedlichen, in der oeffentlichen Diskussion aufgetauchten Vorschlaege ueber die Zunkunft der befreiten Gebiete und gelangt zu dem Schluss, dass wir einen wirklichen Frieden mit den Nachbarlaendern und ein friedlich - freundschaftliches Zusammenleben mit unserer arabischen Minoritaet erreichen koennen, wenn sich keine aeussere Faktoren stoerend einmischen. AUS DER ISRAELISCHEN PRESSE ODD BULL UND DER SUEZKANAL Lamerchaw warnt davor, allzu nachgiebig zu sein, auch wenn es sich um anscheinend einleuchtende Vorschla ege handelt. Die Zeitung fuehrt als Beispiel die Bemuehungen des General Odd Bull am Suezkanal an und behauptet, der General arbeite, auch wenn er dies garnicht beabsichtigt, mit seinen verschiedenartigen Vorschlaegen am ERSTES FLUGZEUG (Lod, hz) — Das erste, gaenzlich in Israel gebaute, zivile Transportflugzeug wird in etwa 12 Monaten seine Versuchsfluege durchfuehren und mit einer laufenden Produktion wird anschliessend gerechnet. Das neue Flugzeug “Arava” hat eine Reihe von bedeutenden technischen Vorteilen, die ihm wahrscheinlich guenstige Absatznaerkte eroeffnen werden. Es wird auf kurzen, auch rauhen Rollfeldern landen, bzw. aufsteigen koennen und kann 20 Passagiere, oder zwei Tonnen Last, auf Entfernungen von 1500 Kilometern befoerdern. Die Maschinen, die sich wahrscheinlich nicht nur in den USA, sondern auch in den Entwicklungslaendern absetzen lassen, sollen ca. 300.00 Dollar pro Einheit kosten. Fuer die Produktionsvorbereitungen sind etwa 24 Millionen IL notwendig. Kanal fuer die Aegypter. Das Ende dieser Vorschlaege koennte so aussehen, dass Israel seine Truppen vom Kanal zurueckzieheri solle, und UNO-Truppen ihn uebernehmen, damit der Suezkanal wieder befahren werde. Dem duerfen wir unter garkeinen Umstaenden zusti m m e n, meint das Blatt dazu. "MADE IN ISRAEL" Die Produktions und Verkaufs - Aussichten wurden noch wesentlich durch den Beschluss Von “Bedek” gefoerdert, ein anderes Flugzeug, den “Jet-Commander” zu bauen, nachdem Israel die Fabrik dieser Maschine aufgekauft hatte. Zugleich wird die bisher fuer den “Jet Commander" taetige Vermarktungsgesellschaft nun auch im Dienst von “Bedek” stehen und ausser diesem Flugzeug auch den Verkauf der “Arava’-Maschinen uebernehmen. Durch die neuen Produktionsplaene von Bedek wird die jetzige Belegschaft von 5000 Arbeitern um 1000 weitere, im Laufe des kommenden Jahres, vergroessert werden und ein Teil der neuen Produktionsanlagen wird wahrscheinlich im Sueden des Landes entstehen. SINKENDES AUSSEN-HANDELSDEFIZIT Januar Dis August 1967 belief sich das Aussenhandelsdefizit auf 121 Millionen Dollar, gegenueber 227 Millionen Dollar in der gleichen Zeitspanne des Jahres 1966. Dieser Rueckgang des Defizits ist vornehmlich auf verringerte Einfuhr zuruecxzufuehren. Der Netto-Import betrug in der Berichtszeit 471 Millionen Dollar gegenueber 557 Millionen Dollar im Jahre zuvor, da um 93 Millionen Dollar weniger fuer Erwerb von Schiffen und Flugzeugen ausgegeben wurde. Der Netto-Export nahm von 329 auf 349 Millionen Dollar zu. ARBEITSLOSENZIFFER GESUNKEN Die Arbeitslosenziffer, einschliesslich Jugendli eher, ging von 29,014 auf 28,790, zurueck. Die Zahl der bei Notstandsarbeiten beschaeftigten Arbeitslosen betrug 15.000 gegen 17.700 in der Vorwoche. Die Zahl der erwachsenen Arbeitslosen belief sich auf 10.671 (8.894 in der vorangehenden Woche). Unter den Arbeitslosen befanden sich 620 Akademiker, davon 120 Ingenieure. CORTINAJES Cubrecamas — Alfombras — Cojines Bilbao 936 - Teléf. 251475