Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XXIX (1967)
- Issue
- 10 (Octubre, 1967)
- Date
- 1967-10-01
- Page
- Seite 9 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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OCTUBRE 1967 BOLETIN INFORMATIVO 9 DAS NEUE SCHULJAHR AUS DER ISRAELISCHEN PRESSE CHARLES JORDAN UND DIE CSSR Dawar widmet seinen Leitartikel dem neuen Schuljahr und weist daraufhin, dass die Folgen im Rückgang der Geburtenrate sich jetzt zum ers ten Mal bemerkbar machen. Diese bedauernswerte Entwicklung habe zur Schliessung von Klassen geführt. Zugleich solle man aber die nunmehr eingetretene Lage ausnützen, um Verbesserungen im Schulwesen einzuführen. Es bestünde besonders die Moeglichkeit die Groesse der Klassen zu vermindern, sodass weniger Schüler pro Klasse eingeteilt werden. Dies würde zugleich die Moeglichkeit geben das Niveau des Unterrichtes zu heben. Was die Lage in den besetzten Gebieten betrifft, so meint die Zeitung, es haenge jetzt von den Eltern und Lehrern ab, ob die Kinder dieser Gebiete einen normalen Unterricht absolvieren werden. Wenn Eltern und Lehrer um das Wohl der Kinder besorgt sind, koenne man mit der Aufnahme eines normalen Unterrichtes rechnen. Wenn sie jedoch die Kinder ausnützen. um Politik zu betreiben, würde es wahrscheinlich zu Stoerungen im Lehrsystem kommen. Eine besondere Lage bestehe jedoch in den Ostvierteln Jerusalems, die jetzt zum jüdischen Staat gehoeren und in denen wir die normale Eroeffnung der Schulen unter allen Umstaenden bewerkstelligen koennen und müssen. Jerusalem Post meint man solle die Bedeutung der Auseinandersetzungen über die Er'oeiffnung der Schulen in den besetzten Gebieten nicht übertreiben. Es sei gegenwaertig wesentlich wichtiger fü" Verbesserungen des Schulwesens in Israel zu sorgen. Die Zeitung weist daraufhin, dass noch ernste Lücken in unserem Erziehungswesen bestehen, wie z. B. die Tatsache, dass 40 Prozent der Lehrer in den Mittelschulen keine entsprechenden Lehrdiplome besitzen. Lamerchaw sieht in der gegenwaertigen Lage in den Schulen, die auf den Rückgang der Geburtenrate zurückzuführen ist, eine Warnung, die lediglich die Ergebnisse der diesbezüglichen Untersuchung von Prof. Bacchi bestaetigt. Die Regierung müsse jetzt die Empfehlungen dieser Untersuchung, bezüglich einer Foerderung der Geburtenrate, verwirklichen und die Bevoelkerung müsse verstehen, dass dies in unserer jetzigen Lage eine natio nale Notwendigkeit erstrangiger Bedeutung ist. Schaarim ist der Ansicht, dass mehr Bemühungen unternommen werden müssen, um die Geburtenrate zu foerdern, damit für einen Bevoelkerungszuwachs gesorgt sein wird. Wir koennen es uns nicht leisten, angesichts der hohen Geburtenrate unter der arabischen Bevoelkerung, nichts zu tun um unsere eigene Geburtenrate zu foerdern. Haaretz stellt fest, dass Israel schliesslich alles getan hat, was in seinen Kraeften steht, um die Schulen in allen besetzten Gebieten eroeffnen zu lassen und dafür Sorge zu tragen, dass der^ Unterricht reibungslos vor sich geht. Die Zeitung meint, dass wir nun nicht mehr Schuld daran haben, falls die Lehrer und die Eltern das Funktionieren der Schulen verhindern sollten u. daher sollte uns dies auch nicht so furchtbar aufregen. Die Lehrer und die Eltern in diesen Gebieten legen sich eine grosse Verantwortung auf, wenn sie den Unterricht verhindern und damit den Kindern die Ausbildung verzoegern, aber schliesslich konnten wir kaum mehr tun, als alle Vorbereitungen dafür treffen, den Unterricht pünktlich und reibungslos stattfinden zu lassen. Das haben wir getan. Al Hamisehmar weist ebenfalls auf die bedeutsame Rolle hin, welche die Schule im Gesamtrahmen der nationalen Entwicklung besitzt und verlangt daher allen Unterrichtsproblemen, in Israel und in den bestzten Gebieten, allergroesste Aufmerksamkeit zuzuwenden. Dawar meint, die tschechoslowakische Regierung habe im Falle Charles Jordan nur zwei Alternativen; sie muss entweder dafür sorgen, dass die Mörder Jordans bestraft werden, also in Wirklichkeit ihre eigenen Werkzeuge, ihre Beamten bestrafen, oder aber sie muss es auf sich nehmen, dass die ganze Menschheit sie als mit diesem Mord befleckt ansieht. Bisher ist nicht klar, zu welcher d.beiden Möglichkeiten die tschechoslowakische Regierung neigen wird. Hajom macht eindeutig und unmissverständlich die Sicherheitsorgane der Tschechoslowakei für den Mord an Charles Jordan verantwortlich und verlangt von der Welt, die dementsprechenden Konsequenzen zu ziehen. Lamerchaw erklärt, die Tschechoslowakei sei durch diesen Mord mit einem sehr hässlichen Fleck auf ihrem äusseren und inneren Gewände beschmutzt. Es wird den Behörden dieses Landes nun sehr schwer sein, diesen Fleck wieder wegzubringen und der Welt zu beweisen, dass nicht wieder eine stalinistische Richtung in der CSSR begonnen hat. Omer sieht noch keinen Beweis an irgendwelchen Schuldsprüchen gegen irgendjemanden in dem Falle des Todes von Charles Jordan, meint aber ebenfalls, dass der Name der Tschechoslowakei durch diesen Fall ausserordentlich gelitten habe. DIE ZIONISTISCHE ORGANISATION DER BESUCH MNACKOS Hajom nimmt die 70. Wiederkehr des Datums des ersten Zionistischen Weltkongresses zum Anlass, um eine heftige Attacke auf den Presidenten der Zionistischen Weltorganisation, Dr. Nachum Goldmann, zu richten. Die Zeitung stellt fest, dass Dr. Goldmann, bei einem Interview, welches er in Suedafrika dem Korrespondenten der franzoesischen Nachrichtenagentur gegeben hatte, der Frage nach dem heutigen Status Jerusalems auswich, indem er erklaerte, Aussenpolitik werde ausschliesslich von der israelischen Regierung gemacht. Das Blatt meint, Goldmann haette hierbei, wie jeder Jude, mit aller Energie auf die innere Bindung jedes Juden und des Volkes wie des Staates mit dem ganzen Jerusalem hinweisen müssen und niemals mit einer diplomatischen Antwort ausweichen dürfen. Dawar richtet ebenfalls, aus Anlass des siebzigsten Jahrestages des ersten Zionistenkongresses, Angriffe auf die' heutige zionistische Führung. Die Zeitung stellt fest, dass wir die Juden der ganzen Welt brauchen, wie sich ja soeben erst deutlich erwiesen hat. Selbst wenn ihre Regierungen gegen Israel eingestellt sind, stützen die Juden den jüdischen Staat, meint die Zeitung und sie verlangt für die Zionistische Bewegung eine neue Führung und einen neuen Geist, da man auch hierbei Menschen an die Spitze setzen müsse, die bereit sind, ihren Zionismus durch die Alijah zu verwicklichen und damit in des Wortes wahrer Bedeutung zum Vorbild zu werden. Lamerchaw meint, dass Inhalt und Bedeutung der Zionistischen Bewegung keineswegs vorbei oder überholt seien. Immer wieder erweist es sich, dass man diese Organisation brauche und es ist daher unsere Pflicht, alles zu tun, um die Zionistische Weltorganisation zu stützen und auszubauen. Hazofe verlangt grundlegende Aenderungen im Aufbau und der Tätigkeit der Zionistischen Organisation und geht vor allem ebenfalls darauf ein, dass die Führer der Organisation Beispiel geben müssten, indem sie ihre Alijah nach Israel durchführen. Man kann nicht nur ideologische Predigten dessen, was man vertritt, für sich selbst durchfüh r e n, meint das Blat zu dieser Frage. Omer stellt die Frage, wie weit wir die Solidarität der Juden der Welt, die in der Zionistischen Organisati o n weitgeh e n d zusammengeschlossen sind, für die Ziele und die Erhaltung des Staates Israel benutzen können und verlangt, zur Stützung dieser Solidarität, die für uns sehr bedeutsam ist, alles zu tun, was in unseren Kräften steht. DIE KONFERENZ VON RECH0W0TH Lamerchaw weist darauf hin, dass Israel bereit sei sein Wissen und seine Erfahrungen auf dem Gebiet des Gesundheitswesens mit anderen Nationen zu teilen. Wenn es Frieden zwischen Israel und den Aräbern geben würde, könnten alle nahöstlichen Staaten an diesem Wissen und diesen Erfahrungen teilhaben, was der Gesundheit und dem Wohlstand der Menschen dieses Gebietes dienlich wäre. Al Hamnischmar unterstreicht die Tatsache, dass auch solche Länder, d i e während der letzten nahöstlichen Krise gegen Israel Stellung genommen hatten, oder zumindest Israels Kampf teilnahmslos verfolgten, an der Konferenz von Rechowoth teilnehmen. Dies beweist nur, dass dringende Probleme wichtiger sind als Politik und dass Völker bereit sind, einen Trennungsstrien zwischen Politik und konstruktiven Aufgaben zu ziehen. Hazofeh zählt die Möglichkeiten Israels auf, beispielgebend und helfend auf dem Gebiete das das Thema der diesjährigen Rechowoth-Konferenz darstellt, zu wirken, wie etwa die Ausbildung von medizinischen Teams zu bestimmten Aufgaben, oder die Vermittlung des Wissens, welches sich Israel bei der Bewegung aus dem Dorfe in die Stadt erworben hatte, einer Bewegung, die jetzt in den Entwicklungsländern im Gange ist. Dawar äussert die Ueberzeugung, dass die Konferenz von Rechowoth Anlass zu neuen wissenschaftlichen Forschungen und medizinischen Taten bieten wird. Ower sieht in der Tatsache, dass die Konferenz so kurz nach dem Sechstage-Krieg einberufen wurde, einen Beweis für die Dringlichkeit des behandelten Themas. Lamerchaw meint, dass die Stimme Mnackos die Stimme eines einzelnen mutigen Kämpfers ist, der im Interesse der Wahrheit auftritt und nicht schweigen kann. Das Auftreten gegen die antijüdische und antiisraelische Politik der CSSR ist für die Tschechoslowakei vielleicht wichtiger als für Israel. Al Hamisehmar bringt Hochachtung für den Gast zum Ausdruck, der sich offen von der Linie der Prager Regierung distanzierte, noch bevor er nach Israel kam und das gleiche in Israel selbst tat. Die umfassende Erklärung Mnackos über die Beziehung der CSSR gegenüber Israel ist eine flammende Anklage gegen die Machthaber in Prag und indirekt auch gegen die Sowjetunion. SOCIEDAD FILANTROPICA CITACION Bll B'RITH Cítase a los socios a Asamblea General Ordinaria para; el día Miércoles, 15 de Noviembre de 1967 a las 20.30 horas en primera citación y a las 21 horas en segunda citación en el Hogar de la Sociedad, Av. Vicuña Mackenna 179. TABLA 1.— Memoria del Presidente. 2 — Informe y Cuenta del Tesorero. 3.— Elección del Nuevo Directorio. 4— Elección del Tribunal de Honor. 5. — Elección de Revisores de Cuentas 6, — Varios. Santiago, Octubre de 1967. Heinz Podbielski P. Federico Schnsll F. "Secretario Presidente