Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XXIX (1967)
- Issue
- 10 (Octubre, 1967)
- Date
- 1967-10-01
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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8 BOLETIN INFORMATIVO OCTUBRE 1967 Ein Vierteljahr nach dem Krieg... schnitten, um arabische Aggressionen in den letzten 20 Jahren immer wieder geradezu herauszufordern. MEHR ALS EINE MILLION “NEUER BUERGER” Als der Krieg begann, befanden sich im “Westufer- Distrikt”, unter jordanischer Herrschaft, unter 650.000 bis 710.000 Arabern 435.000 Pälaestinafl uechtlinge des Jahres 1948; von ihnen gingen dann etwa 100.000 ostwaerts ueber den Jordan, waehrend bisher nur ein kleiner Teil davon, an die 15.000, in ihre Doerfer und in die Laeger der UNRWA zurueckgekehrt ist, der UN. Agentur fuer diese Refugees. Im Gazastreifen leben 330.000 bis 380.000 Araber, von denen die UNRWA 240.000 bis 270.000 versorgt. Dazu kommen noch ca 130.000 Araber, zum Teil Beduinen, auf der Sinai-Halbinsel. Alles in Allem setzt sich die israelische Bevoelkerung heute schaetzungsweise -aus 2 1/2 Millionen Arabern zusammen, wenn man die besetzten Landesteile und das oestlicho Jerusalem einschliesst. Dass sich die okkupierten Gebiete bei Lichte besehen staatspolitisch zumeist im Schwebezustand befin den, erklaert einen nicht unbe. traechtlichen Teil der Probleme, mit denen sich die israelisc h e n Verwaltungsbehoerden dort auseinanderzusetzen haben. Es stellt ihre Geschicklichkeit, den common sense des Generalstabschefs Rabin in ein ausgesprochen guenstiges Licht, dass es nur zu verhaeltnismaessig wenig Zwischenfaellen gekommen ist. Schiessllch muss man bedenken; bedeutende Gruppen der “neuen Buerger” des juedischen Staats-mehr als eine Million! - waren sich vor allem in den Intelligenzlerschichten dessen bewusst, wie sehr sie nun dem Dilemma “doppelter Loyalitaet” ausgesetzt sind. Da die Dinge wie gesagt in der Schwebe sind, glauben sie bei einer Wiederkehr der fruehren Regime, des aegyptischen, jordanischen, syrischen, mit Massregelungen fuer den Fall rechnen zu muessen, dass sie heute “mit den Juden kooperieren”. Als die Aegypter 1957, nach dem Sinai-Feldzug, in den Kuestenstreifen von Gaza zurueckkehrten, bestand ihre erste Amtshandlung darin, den Bürgermeister der Stadt Ga. za als Kollaborateur aufzuhaengen - er hatte im Interesse seiner Buerger nichts als seine Pflicht getan. Das ist begreiflicherweise die schwierige menschliche Situation nicht weniger Buergermeister und Notabein im Westufer . Distrikt. Man muss sich unter solchen Umstaenden geradezu wundern, wie selten es bisher zu Widerstandsvers u c h e n gekommen ist - so zu einem offenbar von Amman aus inspirierten 24 - stuendigen Kaufieutestreik im oestlichen Jerusalem (eine zweite, ebenso von den Jordaniern lancierte Streikparole wurde von den Gewerbetr e i b e n d e n schon nicht mehr befolgt) . und zu gewissen Unruhen in der von Aegyptern bewohnten Stadt Arisch im Sueden des Gazastreifens. Nach einigem Hin und Her mit der auf ihre religioese Sonderstellung bedachten moslemischen Geistlichkeit in Jerusalem, der Heiligen Stadt, liessen sich auch diese Streitfragen dort wie in Betiehem beseitigen, und z. B. auch in Hebron, mit der nach uralter Ueberlieferung von allen Glaubensbekenntnissen verehrten Begraebnis. staette der biblischen Erzvaeter. Wirklich befriedigend konnten dagegen andere typische Uebergangsprobleme noch nicht geloest werden, wie die Angleichung der oertlichen Rechtssprechung an die israelische, unter Einschluss der Verpflichtung moslemischer Richter, und beispielsweise auch das Schulwesen in den besetzten Bezirken. Dazu gehoert die. Bereitschaft der arabischen Lehrer, und Eltern, zum Verzicht auf die israelfeindlichen, ja antisemitischen Elemente des Unterrichts mit den Schulbuechern voran. Hinzu tritt schliesslich die fast unuebersehbare Vielfalt wirtschaftlicher Fragen in jenen Landesteilen; von der Umstellung auf das Israel- Pfund als einziger legaler Waehrung und dem Preis. Gefaelle zwischen ihnen und dem “alten Israel” bis zur Vermarktung ihrer landwirtschaftlichen Produktion, die ihrer bisherigen Absatzmaerkte besonders in Transjordanien verlustig gegangen ist. Ein Ausgleich wurde schon jetzt durch den Verkauf der Obsternte des “Westufers” an die in Westeuropa stationierten amerikanischen Truppen erfolgreich in Angriff genommen. Nicht zuletzt gehorert in diesen Zusammenhang, es versteht sich, aber auch eine Loesung des arab i s c h e n Fluechtlingsproblems, auf die die Welt mit Recht wartet. Die Regierung Eschkol hat in wiederholten Erklaerungen Wert auf die Feststellung gelegt, dass Israel rueckhaltlos bereit ist, “im Rahmen einer internationalen und regionalen Regelung” aktiv an dieser Loesung teilzunehmen. Kurz, ausserordentlich vieles ist noch unentschieden, wie es hier an einigen Beispielen skizziert wurde. Nicht von den Juden haengt es ab, ob es unentschieden bleiben und sich dann am Ende wieder einmal der Erfahrungs satz bestaetigen wird, dass nichts so definitiv ist wie das Provisorium, oder ob es zu einer einvernehmlichen Entscheidung kommen wird, an der sie, die Juden, weit staerker als daran interessiert sein muessen, dass sich die Fakten der Gebietsbesetzung nach dem bekannten Wort des Philosophen Hegel “legalisieren”. Von den Ara. bern wird es abhaengen, und von der Einsicht der grossen Maechte und der United Nations, dass der Nahe Osten, den der Blitzrieg und Blitzsieg der Israelis von Grund auf umgestaltet hat, ohne ihren Staat nicht zu denken ist. KAUFMANN 40 Jahre, langjaehriger Chef-Vertreter bekannter nationalen Industrie mit vorzueglichen Beziehungen zu Industrie und Handel. Erfahrung in Importgeschaeften und Auslandsvertretungen. Sprachkenntnise: Deutsch, Englisch, und Spanisch. SUCHT entsprechenden Wirkungskreis in groesseren Unternehmen. Anschriften erbebeten unter Chifre: EXITO Clasificador 567, Santiago PARIS y EUROPA con' LA CROIX DU SUD” -PARIS-1 —MADRID—i con dos escalas con tres escalas todos los viernes todos los miércoles ■ Europa y el. Cercano Oriente, desde Orly, con inmejorables conexiones a 52 ciudades, gracias a la extensa red Caravelle de Air France. ■Y, en breve, música, televisión y cine en todos los Boeing do Air France. à votre AIR FRANGE LA RED AEREA MAS EXTENSA DEL MUNDO service *-K