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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1967-10-01 · 10 (Octubre, 1967) · p. Seite 5

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXIX (1967)
Issue
10 (Octubre, 1967)
Date
1967-10-01
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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OCTUBRE 1967 BOLETIN INFORMATIVO 5 KLEINE STEINCHEN AUS EINEM BUNTEN MOSAIK Die Mittelos1>-Krise ist keine Sensation mehr. Man ist fast versucht zu behaupten: sie Ist keine Krise mehr. An Stelle des Status quo ante ist ein Status quo novo getreten. Die Araber sind zwar mit letzterem schrecklich unzufrieden, aber sie waren es ja vorher auch. Sonst haetten nicht sie die “Konfrontation provoziert”, wie dies selbst U Thant, im besten Diplomaten-Kauderwelsch, nicht umhin konnte einzugestehen. Der neue Status quo bedeutet zwar keinen Frieden, aber gab es denn vorher welchen? Was nach den ersten Stunden oder Tagen des weltpolitischen und militaerischen Erdbebens im Juni als unhaltbare Situation erschien, dauert nun schon Wochen und Monate. Warum also nicht Jahre? Was man im Juli, im August, im September als Zwang verspuerte, die Lage unter dem Gesichtspunkt der Dringlichkeit zu analysieren, weicht einer gewissen Beschaulichkeit. Warum immer nur die wichtigsten Steine zusammenfuegen? Es gibt auch Momente, in denen man mit den vielen bunten kleinen Steinchen, die allmorgendlich mit der Tageszeitung auf den Fruehstueckstisch kullern, ein wenig spielen darf, damit ein jeder versucht, sich sein Mosaik selbst zusammenzustellen. Solch ein Moment scheint jetzt gekommen und dies sind ein paar Steinchen: SIE Im Grundton der arabischen Reden nach Khartoum klingt die Warnung vor der Gefahr eines neuen Krieges und die Forderung an die ONU, ihr vorzubeugen, indem sie Israel zum Rueckzug zwingt. Dass die Partitur die Zustimmung des Kreml hat, ergibt sich ohne weiteres aus der Tatsache, dass Gromyko, die Jugoslawen, sowie alle sowjetischen und “blockfreien” Vasallen in die gleiche Melodie einstimmen. Das Schlagzeug spielt Nasser mit schweren Geschuetzen am Suez-Kanal, um die Sitzung der Vollversammlung “einzuheizen” und zu beweisen, dass der gegenwaertige Zustand unhaltbar sei. Und die Rueckkehr zum alten Zustand? Dazu: WIR Einige Hoehepunkte der Eban-Rede in New York: .. .Von Israel zu verlangen, dass es sich in die geeignetste Position fuer den naechsten arabischen Angriff begibt, heisst nicht nur die internationale Moral zu verletzen. Es verletzt auch die internationale Klugheit. .. .Die Spannung zwischen Israel und seinen arabischen Nachbarn, die sich im Juni entlud, war zum grossen Teil das Werk der Sowjets. Herr Gromyko hat in seiner Rede in der Tat behauptet, es waere das beste Mittel, um Frieden schliessen zu koennen, wenn man die Bedingungen wieder herstellen wuerde, die den Krieg ausgeloest haben. .. .Keine Erklaerung oder Garantie von aussen, keine Berufung auf die Prinzipien der Charter, keine Empfehlung oder Deklaration internationaler Koerperschaften ist imstande, die souveraene Verantwortlichkeit der inter- Y TITO Y TITO Este Tito de ahora no nos va a sacar de Jerusalén. LO MERECIAN Los Sirios reorganizaron su Gobierno. Cambiaron a casi todos los Ministros. Pero conservaron al Ministro de Relaciones. Se llama MARKHOS. Nomen est Ornen. Les resulta inolvidable. Y además, lo merecían. HIJO DE PUTAENDO A raíz de la muerte de George Lincoln Rockwell alguien recordó la farsa de los nazis criollos, cuando afirmaron que había pasado por Chile. En realidad se había hecho pasar por Rockwell el dirigente nazi de Putaendo(*), Francisco Madrid. Algunos periodistas qué habían conocido por fotografías de prensa las cretinas facciones del Führer norteamericano, creyeron ver cierto parecido y casi tragaron el anzueJp. Otros, más desconfiados, advirtieron el engaño por el mal inglés que habla el Hijo de Putaendo. EN ALEMAN Soeldner-Hauptling Schramm moechte sich aus dem Kongo zurueckziehen. Er will Junggeselle bleiben und fuerchtet, im Kampf eine Schramme abzubekommen. METAMORFOSIS ULBRICHT. LBRICHT. LRICHT. HITLER. También es en alemán. LRIHT. LERIHT. CARTELERA TEATRAL LAS ETAPAS DE NUESTRO AMOR... (Gamalia Nasser, Sheisal Feisal). POR UNOS DOLARES MAS... (Sultán de Kuweit). UN REY POR INCONVENIENCIA... (Hussein ibn Talal). LOS TITERES DE HORACIO... (Walter Ulbricht). TRES TRISTES TIGRES... (Sukarno, Nkrumah, Ben Bella.) JOSELITO VAGABUNDO... (Svetozar Vukmanovic). EL REHEN... (Moise Tshombe). TROPICALISSIMA... (La Compañía de Khartoum). ESE ANIMAL EXTRAÑO... (Andrei Gromyko). O Thante (*) Putaendo, Provincia de Aconcagua. essierten Regierungen zu ersetzen. .. .Was sie von Israel wuenschen, kommt nationalem Selbstmord gleich. Es gibt aber kein Prinzip, demzufolge nationaler Selbstmord eine internationale Verpflichtung darstellen koennte. Und mit einem Fuss im Flugzeug: .. .Wenn die Araber in der ONU eine Resolution einbringen, dass die Erde nicht rund sondern flach ist, so haben sie auch ein Minimum von 40 Stimmen sicher. DIE ONU Eines der nicht permanenten Mitglieder des Sicherheitsrates, das dieses Jahr ausscheiden wird, ist Mali. Das ist an sich kein erschuetterndes Ereignis. Es steht aber so gut wie fest, dass an seine Stelle Algerien treten Wird. Algerien! Ein Land, dessen Regierungschef an der Macht ist, weil er seinen besten Freund und Vorgaenger eliminiert hat (was nichts mit der Tatsache zu tun hat, dass der Vorgaenger an der Macht war, weil er seinerseits seine Freunde eliminiert hatte). Ein Land, das sich in Kriegszustand mit einem anderen Mitgliedsstaat der ONU befindet, dessen und seiner Bevoelkerung Ausrottung ganz offen als wichtigstes seiner Ziele proklamiert, den Feuereinstellbefehl des Sicherheitsrats vom Monat Juni mit Spott und Hohn ignorierte. Ein solches Land soll das hoechste Gremium zur Wahrung des Weltfriedens integrieren! Unter allen arabischen Boecken war kein wuesterer zu finden, um im Garten des Friedens zu toben. Der traurige Prozess der Prostituierung der ONU im Dienste von Grossmaechten und Scheinmaechten, von Gruppen und Grueppchen, nimmt immer schamlosere Formen an. ENGLAND Haelt Aussenminister George Brown es fuer seine Aufgabe, auf das augenblickliche Niveau internationaler “Moral” herabzusteigen? Manchmal macht es den Eindruck. So, wenn er wiederholt fordert, die israelischen Truppen moechten sich “wenigstens” vom Suez-Kanal zurueckziehen, damit Nasser diesen wieder fuer die Schiffahrt (“wenigstens” fuer die britische?) oeffnen kann. Niemand hindert Nasser daran, den Suez-Kanal wieder fuer die Schiffahrt —allerdings aller Nationen, einschliesslich Israels— zu oeffnen. Wenn er es nicht tut, dann geschieht dies nur, weil er sich noch nicht an die Idee gewoehnen kann oder will, dass er nicht mehr die Macht hat, Israel das gleiche Recht auf freie Schiffahrt, das alle Nationen der Erde haben, verweigern zu koennen. Der Missbrauch, den er von dieser Macht ausuebte, solange er sie hatte, war einer der Gruende des Krieges. George Brown weiss das. Aber was ihn am Frieden interessiert, ist die britische Portion. Darum schlaegt er vor, den Frieden zu teilen. England, als Stifter dieses wunderschoenen geteil t e n Friedens, schneidet sich dann MONATSSPIEGEL seinen Happen ab. Die anderen werden schon sehen, wo sie bleiben. Und Israel, mit seinen Truppen 50 oder 100 km vom Kanal entfernt, haette das Nachsehen. Immerhin, nachdem sein genialer Vorschlag vom Winde verweht war wie so viele der end— und sinnlosen Reden in der Vollversammlung, richtete er eine Warnung an Nasser: “Wenn der Suez-Kanal noch lange gesperrt ist, wird er seine Bedeutung fuer den Welthandel vielleicht fuer immer einbuessen”. Und damit Aegypten weitgehend die seine fuer die Weltpolitik, haette er hinzufuegen koennen. SANKTIONEN Die Sowjet-Union wuerde sich gerne an Sanktionen gegen Israel beteiligen, erklaerte freundlicherweise Herr Gromyko, wenn dieses Land dem Beschluss der ONU weiter zuwiderhandelt und sich nicht aus Jerusalem zurueckzieht. Was stoert eigentlich die Kommunisten so besonders in der Angelegenheit Jerusalem? Dass ihnen die Heiligkeit der Stadt besonders am Herzen liegt, darf man im Hinblick auf ihre nie voll gewuerdigte Fuersorge fuer religioese Belange getrost unterstellen. Das kann aber nicht alles erklaeren. Eine wichtigere Rolle spielt bestimmt der fuer sie gefaehrliche Praezedenzfall der Wiedervereinigung einer geteilten Hauptstadt, des Niederreissens einer Mauer. Der Gedanke, dass an einem neuen 17. Juni 1953 die Bevoelkerung einer anderen Hauptstadt und anderen Landes ihre historische Chance so nutzen koennte, wie dies die Israelis taten, laesst sie erschauern. Aber 1953 lebte die Welt noch in der Narkose von Muenchen, von Yalta, von Teheran, von Postdam und wo sonst noch “Gipfeltreffen” stattgefunden hatten, bei denen Grossmaechte sich anmassten, ueber Leben und Tod der kleinen Laender und Voelker zu entscheiden. Und die russischen Tanks “operierten” die narkotisierten Menschen von Berlin und von Budapest in aller Seelenruhe und Natuerlichkeit und amputierten ihnen die Organe der Selbstbestimmung. Das ist fuer die roten Chirurgen der schrecklichste Schock: Israel hat im Juni das Bett des Prokrustes zertruemmert und den kleinen Staaten gezeigt, wie man sich vom Diktat der Riesen, vom Diktat der Diktatoren, befreien kann. Jedenfalls, wenn Nichterfuellung von ONU-Beschluessen zu Sanktionen fuehren sollten, wird Israel in der Frage Jerusalem solche zu erwarten haben. Am praktischsten und gerechtesten sollte es sein, wenn es die gleichen waeren, die von der ONU gegen Aegypten verhaengt wurden, weil es den Beschluss vom 1. September 1951 betreffs freier Schiffahrt im Suez-Kanal nicht befolgte. Und dann kann Herr Gromyko baden gehen. Im East River. Oder im Suez-Kanal. BOYKOTT Die gebraeuchlichste Form von Sanktionen ist Boykott. Den uebt die Sowjet-Union ehedem schon aus, in zweifacher Hinsicht. Einmal durch glatten Bruch aller wirtschaftlichen Vertraege mit Israel. Zum Glueck ging nur ca. 3% des israelischen Aussenhand eis nach dem kommunistischen Osten. Eine Warnung fuer Chile, wenn man sich vorstellt, was geschehen waere, wenn der Prozentsatz ein Vielfaches dargestellt haette, so wie dies Herrn Mäximo Pacheco, dem augenblicklichen Botschafter in Moskau, vorschwebt. Die Kommunisten benutzen den Handel kaltbluetig als politisches Erpresungsinstrument. Wenn eine chilenische Firma oder gar der Staat Streit mit Siemens oder Olivetti oder British Motors hat, dann hat er Streit mit Siemens oder Olivetti oder British Motors. Das Lebens geht aber weiter. Geraet man aber in Konflikt mit “Machinexport” oder mit “Deutscher Innen— und Aussenhandel”, dann laeuft man Gefahr, abgewuergt zu werden. Der andere Boykott betrifft die heute noch hilflosen Juden in Russland und Satellitenstaaten. Mit aller Grausamkeit der totalitaeren Staaten, auf allen Gebieten: der Verwaltung, Universitaeten, Wirtschaft, Politik, Partei, Presse, Kultur. A propos Kultur: nach Santiago kommen ab und zu russische Veranstaltungen, um Stimmung zu machen und Geld. Meistens mieten sie das Teatro Caupolicän. Auch tschechische Filme laufen. HUSSEIN Im Juli bezeichnete “TIME” Miniaturkoenig Hussein als den “am wenigsten unvernünftigen Araber”. Von dieser Vorstellung muss man sich befreien. Nichts von dtm, was ser tut, rechtfertigt die geringste Sympathie fuer ihn; nichts von dem, was er ist, macht ihn zu einem unentbehrlichen Gespraeclispartner. In den Neuen Gebieten schuert er und hetzt zum Widerstand auf. Die Fluechtlinge sind fuer ihn nach wie vor keine Menschen, sondern politisches Druckmittel. In den Hauptstaedten der Welt hausiert er mit der einzigen Ware, die er noch hat: dem Mitleid mit dem von ihm selbst verschuldeten Unglueck seines Volkes. Vorlaeufig letzte Station: Moskau. (Fortsetzung Seite 29)

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