Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XXIX (1967)
- Issue
- 6 (Junio, 1967)
- Date
- 1967-06-01
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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JUNIO 1967 BOLETIN INFORMATIVO f' Ifrionrcnrofahr iintor liras Qocinhtcminlton Von Dr. Abner Nechuschlan 1. DER WELTPOLITISCHE ASPEKT TEL-AVIV, 26. Mai.— Seitdem das aegyptische Oberkommando am 15. Mai, uebrigens dem Tag der israelisehen Unabhaengigkeitsfeiern, damit begonnen hatte, drei oder vier zusaetzliche Divisionen auf die Sinai — Halbinsel zu bringen, auf der in diesem Moment schaetzungsweise 80.000 Mann mit Panzerbrigaden, Kampfflugzeugen usw. massiert sind, hat die unabgebrochene Vielheit lokaler Alarmmeldungen das interesse des In- und Auslandes an diesen Entwicklung staerker gefesselt, als ihre globalpolitischen Hin tergruende und Verflechtungen. Und doch: In New York trat der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen zusammen. Zugleich liess Abd-El- Nasser ihren Generalsekretaer in Kairo 24 Stunden lang antichambrieren, bevor er ihn empfing, nachdem sich Herr U Thant leider vorschnell der Zumutung des aegyptischen Staatschefs gefuegt hatte, die seit 10 Jahren an den israelischen Suedgrenzen stationierte “United Nations Emergency Force’' (UNEF) aufzuloesen. Da dieser “Brandschutz” mit seinen zuletzt insgesamt nur noch 3.400 Mann weder die 190 km. lange Nordgrenze der Sinaihalbinsel noch die der Kuestenzone von Gaza anders als symbolisch bewachen konnte, aendert der Abzug dort zwar nichts an der wirklichen Lage. Anders aber ist es um die schmale Fahrtrinne am suedlichen Ausgang des Golfes von Akaba bestellt. Kaum hatten die Milizionaere U Thants ihre Kuestenstellungen an diesem Engpass und auf seinen zwei Inseln Tiran und Sanapir geraeumt, als ihn Nasser fuer Eilath an der noerdlichen Flanke der Bucht sperrte. Er verschloss sich in Kairo der beschwoerenden Bitte des UN-Generalsekretaers, diese Blockade rueckgaengig zu machen, obwohl er sich fast zur gleichen Stunde einen geharnischten Regierungsprotest der Vereinigten Staaten gegen den flagranten Bruch des internationalen Seerechts ausgesetzt sah. Nicht genug damit, liessen es Aeusserungen des amerikanischen State - Departament und des Foreign Office in London als moeglich erscheinen, dass der Westen notfalls auch militaerisch zugunsten des juedischen Staates intervenieren wuerde, obwohl dieses Geruecht bisher nirgendwo offiziell bestaetigt worden ist. Wieder eine andere Wendung gab General De Gaulle dem international eingeleiteten Gedankenaustausch mit dem Vorschlag, an die Seite oder — er meint, noch besser — an die Stelle der Schlichtungsversuche durch die Vereinten Nationen eine Maechtekonferenz der USA, Englands, Frankreichs und Russlands treten zu lassen. Dass seine Moskauer Freunde diesen Plan im Gegensatz zu den Amerikanern und Englaendern mehr oder weniger ablehnen wuerden, war vorauszusehen gewesen. Als die sowjetrussische Regierung zur Teilnahme an der Konferenz aufgefordert wurde, sprach sie zur Bemaentelung ihres Nein zwar davon, dass sie “auf eigenen Wegen” auch ihrerseits zur Entspannung der Lage im Nahen Osten beitragen werde. Fast gleichzeitig aber warnte sie “die allein zum Konflikt treibende Handvoll kolonialistischer Oel - Monopolisten und das von ihnen beherrschte Israel” mit einer Erklaerung von schneidender Schaerfe vor den Folgen dieser “Aggression”. Nicht allein mit der “vereinten Staerke der arabischen Laender” haetten sie im Angriffsfall zu rechnen, sondern auch mit dem “entschiedenen Widerstand Russlands, dessen Lebensinteressen die Aufrechterhaltung von Sicherheit und Frieden in einem Bezirk erfordert, der direkt (?) an die UdSSR grenzt”. Als Reaktion auf diesen sowjetischen “Friedensapell” wurde in Jerusalemer zustaendigen Kreisen genau so entschieden, wie von Mal zu Mal schon aus frueheren Anlaessen der dieser Stellungnahme zugrunde liegenden These widersprochen, dass sich Israel von nordamerikanischen “Monopolisten” missbrauchen laesst. Es sei dies geradezu die altbekannte “Haltet - den - Dieb” - Taktik, wenn man sich vor Augen halte, welche Schwierigkeiten die Aegypter a 1 s Handlanger des sowjetischen Imperialismus dem Westen machen, um ihn nach Moeglichkeit von den oelreichen Distrikten Suedarabiens, Persiens und des Irak abzuschneiden. Als reines Hirngespinst wird ebenso die Behauptung zurueckgewiesen, dass sich die nordamerikanische Geheimdiplomatie des israelischen Militaers zu einem Ueberfall auf Syrien bedienen wolle, um die linkssozialistischen Ba’ath - Politiker in Damaskus durch ein westlich orientiertes Regime zu ersetzen. Israel lasse seine Stellung zu anderen Laendern vom Gehalt und der Form ihrer staatlichen Struktur unter keinen Umstaenden beeinflussen. II. DER NAHOSTPOLITISCHE ASPEKT Jahrelang hatte sich Abdel-Nasser nach der verheerenler Niederlage seiner Truppe im Sinai - Feldzug, gegen Ende 1956, auf so und so vielen arabischen Gipfelkonferenzen dem Verlangen ue* syrischen Extremisten widersetzt, den Krieg “zur Befreiung Palaestinas” nicht weiter hinauszusehieben. An dieser seiner Weigerung war nicht zuletzt die Union mit Syrien, zu der er sich im Februar 1958 entschlossen hatte, nach noch nicht drei Jahren, im November 1961, wieder zerbrochen, obwohl er Aegypten weiterhin pompoes als “Vereinte Arabische Republik” bezeichnete. Hinzu trat seit laengerem sein militaerisches Engagement im Jemen. Nach zurückhaltender Schaetzung stehen heute dort immerhin 30.000 aegyptische Soldaten gegen die koenigstreuen jemenitischen Staemme und ihre Helfer, saudische Instruktoren und vielleicht auch Truppen, in einem Stellungs- und Bewegungskrieg, der Nasser je laenger desto aussichtsloser scheinen muss. Nach der Strafaktion vom 7. April, die zum Abschluss von 6 syrischen Mig-Flugzeugen und dazu fuehrte, dass der Luftraum ueber Damaskus von israelischen Mirage- Jaegerbombern voruebergehend unbehindert beherrscht wurde, gelang es den Syrern endlich, Nasser von diesem Kurs des Lavierens abzubringen. Um es zu erreichen, setzten sie aeusserst raffiniert auf die Trumpfkarte seines Prestige - Bedürfnisses mit dem Vorwurf, dass er sie in jenen Stunden der Gefahr im Stich gelassen habe. Hoehnisch schlugen aber auch seine geschworenen innerarabischen Feinde in dieselbe Kerbe. Die Jordanier forderten ihn zu Taten statt hinhaltenden Worten in der Ueberlegung auf, weder die politische Gleichschaltung noch gar eine foermliche Besetzung ihres Staates von einem Nasser befuerchten zu muessen, der sich entweder auch in Zukunft passiv verhalten und dadurch entscheidend an “Gesicht ver- (Fortsetzung- Seite 8) .Wer hier Aggrestor Ut, bettimme ich!“ Zelcftnun*: Hlck» («tpydjim DIE WELT) ISRAEL 30 KM ÑAUARIA* kapharnauw AKKÖi See Ge^ejoie'^ I, AIF A NAZARETH ATUT AFUIE CAESAREA^ iORDANitM P6TACH TIQA'A AM AT TEL-AWIWÍ GAN. lYDDA%ÖOi ÍCHOLON ,RAMLE RECHOWOT># MIGDA17 ASCHKEION ASKAlONf* BEER SCHEWA SODOM (SDOM) WÜSTE NECEW Israel im Meer der arabischen Voelker David neben Goliath,