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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1967-05-01 · 5 (Mayo, 1967) · p. Seite 12

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXIX (1967)
Issue
5 (Mayo, 1967)
Date
1967-05-01
Page
Seite 12 (sequence 12)
Language
German
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12 BOLETIN INFORMATIVO MAYO 1967 Hinter^ruende eines Schwarzen... Guenter Grass... ¿eilen Im Besitz von Israelis befaenden, in praxi also der benachbart liegenden Kibbutzim. Aber die Ausarbeitung eines Generalplans zur Feldbestellung der Demilitarisierten Boeden nach diesen Richtlinien liessen sie scheitern, als sich die sogenannte “Gern i s chte israelisch-syrische Waffenstillstands - Kommission’" damit zu befassen begann. Denn sie nahmen den fellachischen Besitzern das Recht, ueber die grundbuchamtlichen Nachweise, die oft durch juedische Enklaven fuehrenden und entsprechend umstrittenen Zugangswege zu ihren Parzellen usw. direkt mit den israelischen Ausschussmitgliedern zu verhandeln. Sie hatten diese frueheren arabischen Palaestinenser genoetigt, pauschale V e r h andlungsvollmacht den Behoerden in Damaskus zu geben, die kein Hehl daraus machten, dass sie diese Gelegenheit zu politischen Forderungen weit ueber das V e rhandlungsthema hinaus ausnutzen wuerden. Daraufhin verliessen die israelischen Delegierten diese Gemischte Kommission im Sommer 1951 demonstrativ und legten sie damit still. Als leichte Ziele der Moerser und schweren Geschuetze auf den Huegelstellungen des Gegners waren die Kibbutzim und ihre Feldbearbeiter den Angriffen der Syrer seitdem ungezaehlte Male ausgesetzt. Zugleich aber beguenstigte man in Damaskus nun die Bildung des “El Fattach”, der “Assifah” und wie diese p a r a m i 1 i taerischen Freischaerlergruppen sich sonst nennen, die ueber die Grenze wieder und wieder zu blutigen Ueberfaellen und zu S p r engstoffanschlaegen infiltrieren, ohne sich von israelischen Aktionen zur Einschuechterung und Vergeltung, die selbstredend nicht ausblieben, davon abhalten zu lasses. EIN NEUER ENTSPANNUNGSVERSUCH Als sich diese Zwischenfaelle voriges Jahr mehr und mehr haeuften, beauftragte Generalsekretaer U Thant den schwedischen General Odd Bull als den Leiter des nahoestlichen Beobachterstabs der UN im Juli, die 1951 abgebrochenen Versuche der “Gemischten Israelisch- Syrischen Waffenstillstandskommission'’ zu einem Einvernehmen ueber die “Demilitarisierten Zonen” zu erneuern. Israelischerseits stimmte man dem Vorschlag U Thants unter zwei Bedingungen zu: 1) Die Syrer haetten waehrend der Dauer dieser Sitzungen fuer eine komplette Unterbrechung der Anschlaege und Attentate des El Fattach usw. zu sorgen, und 2) der seinerzeit von ihnen torpedierte Gedanke eines Feldbestellungplanes in den “Zonen” habe den einzigen Inhalt der Besprechungen in der Kommis sion zu bilden. Nur diese konkrete Frage duerfe auf ihrer Tagesordnung stehen, sonst nichts. Nicht nur der UN-General stellte sich im Einvernehmen mit seiner New Yorker Zentrale auf den gleichen Standpunkt. Auch in Damaskus nahm man die zwei israeli- (Schluss von Seite 11) sehen, Bedingungen formell an, nach zeitraubenden Vorverhandlungen, die Odd Bull waehrend der ganzen zweiten Haelfte des vorigen Jahres immer wieder, und manchmal jede Woche, in die syrische Hauptstadt gefuehrt hatte. Und so trat jene Kommission unter seinem Vorsitz, nach einer Unterbrechung von mehr als anderthalb Jahrzehnten, am 25. Januar dann zu einer ersten “informellen Sitzung” wieder zusammen. Doch draengten die syrischen Bevollma echtigen schon auf der zweiten Sitzung, vier Tage spaeter, auf eine Erweiterung der Tagesordnung. Unzureichend sei, machten sie ploetzlich geltend, das vorher auch von ihnen als einziges Thema bestaetigte Ziel der “Herbeifuehrung eines in der Praxis haltbaren Arrangements ueber Fragen der Bodenbearbeitung, laengs der Demarkierungs-Linie des Waffenstillstands, um den dortigen Farmern und Zivilisten eine friedliche A t mosphaere zu sichern”. Sie forderten General Bull auf, “alle israelischen Ansprueche auf staatliche Souveraenitaet in den drei Zonen als vertragswidrig abzuweisen”. Und sie wiederholten dieses Ansinnen im ersten Abschnitt eines Fuenfpunkte-Programms, das ferner u. a. davon sprach, einer unbestimmten Zahl (!) von Arabern das Recht zu geben, “unter der Aufsicht der Waffenstillstandskommission i n ihre Laendereien zurueckzukehren”. Um jeden Zweifel daran auszuschliessen, was sie damit in Wirklichkeit meinten, fuegten sie hinzu, es habe klar zu sein, dass dieses Programm “den Rechtsanspruch des palaestinensischen Volkes auf das ihm geraubte Land nicht beeintraechtigt”. Ebenso klar war unter diesen Umstaenden die Weigerrung des Israelis, dem “Gemischten Ausschuss” die Berechtigung zu d e r a r tigen Eroerterungen zu geben. In einer dritten Sitzung, am 2. Februar, hatten sich die Verhandlungen so festgelaufen, dass der Ausschuss danach nicht wieder zusammengetreten ist. Zudem machten die Syrer, auch als diese Sitzungen noch stattfanden, den i s r aelfeindlichen Guerrilla- Kaempfern auch nicht einen Augenblick lang Schwierigkeiten, obwohl sie sich dazu verpflichtet hatten. Es kam foermlich Tag fuer Tag, Nacht um Nacht in den Grenzbezirken Israels zu weite r e n Sprengstoff anschlaegen, zu immer neuem Beschuss der dortigen Siedlungen und Traktoristen - bis der letzte Angriff dieser Art am 7. April zum Grosseinsatz der israelischen Luftwaffe fuehrte. Noch ist ungewiss, ob die Syrer den Weltsicherheitsrat mit diesem ihrem Schwarzen Freitag befassen werden, oder ob der Security Council zu einem Tadelsvotum von den Israelis aufgefordert werden wird, die sich allerdings keiner T a e uschung darueber hingeben duerften, dass das sowjetische Veto auch ihre neue Beschwerde so zum Scheitern verurteilen wuerde, wie ihre frueheren, waehrend all der letzten Jahre. Eben da sich der Sicherheitsrat deshalb nicht als geeignete Instanz zur schiedsrichterlichen Bereinigung solcher Streitfragen und damit zur israelisch-arabischen Befriedung erwiesen hat, scheinen die Amerikaner unter der Hand an Doktor Ralph Bunche appelliert zu haben, der als ehrlicher Makler im Palaestinakonflikt von 1948 rechtens mit dem Nobel-Friedenspreis ausgezeichnet worden war. Die Regierung der Vereinigten Staaten, die dem Jemen-Krieg seit fast 4 Jahren einigermassen hilflos gegenuebersteht, w u e n seht begreiflicherweise, w e nigstens diesen zweiten mitteloestlichen Brandherd niederzutreten. Aber man muss wohl nicht zu den geschworenen Pessimisten gehoeren, um unter den obwaltenden Umstaenden zu bezweifeln, dass Ralph Bunche auch jetzt wieder Erfolg haben wuerde, wenn ihm dieser Auftrag formell erteilt werden sollte... NEUE ENTSALZUNGSANLAGE Der Regierungsausschuss fuer Entsalzung von Meerwasser unter Vorsitz von Philipp Sporn bat das Finanzministerium um Bewilligung von IL 350.000 fuer den Bau einer Entsalzungsanlage nach neuen Prinzipien. Diese Entsalzungsanlage soll fuer die Umwandlung von Wasser mit einer besonderen Art von Salzgehalt geeignet sein. Die Anlage soll in der Arawah gebaut werden und soll taeglich 200 cbm entsalztes Wasser liefern. Philipp Sporn, der der Kommission fuer Entsalzung als Vorsitzender und staendiger Berater zur Verfuegung steht, kam jetzt aus den USA nach Israel. In den Vereinigten Staaten gehoert er dem Direktorium der American Electric Power Company an. (“Canfit”) EXPORT GESTIEGEN Der Export im Maerz 1967 stieg im Vergleich zum Jahr 1966 um zehn Millionen Dollar, auf 62 Millionen Dollar. Ungefaehr zwei Drittel der ausgefuehrten Gueter waren Industrieprodukte und der Rest Zitrusfruechte. 1 Im Laufe des ersten Viertels des laufenden Kalenderjahres, (Januar bis Maerz 1967) belief sich der Export auf 180 Millionen Dollar. Er war um 15% groesser als waehrend der gleichen Zeitspanne des Vorjahres. Die Steigerung des Industrieexports betrug etwas ueber 15%, waehrend der Zitrusexport um ca. 7,5% verglichen mit den ersten drei Monaten des Vorjahres gesteigert werden konnte. (“Canfit”) (Schluss von Seile 11) dass sich Halbwuechsige eine Photographie der Anne Frank in ihr Zimmer haengen und sich dennoch bei Wahlen fuer die NPD entscheiden. “Es habe der Tendenz zu dieser falschen “Verga ngenheitsbewaeltigung” jetzt noch Vorschub geleistet, dass sich der Sozialist Willy Brandt, der charaktervolle p o 1 i t i s che Emigrant von gestern, koalitionspolitisch mit dem “alten Nationalsozialisten’" K i esinger ausgesoehnt habe, der als B u n deskanzler “untragbar” sei. Ueberdies nehme noch der “schlechterdings nicht gesellschaftsfaehige” F r anz Joseph Strauss an dieser Koalition teil. Umso mehr sei “konstruktive U n r u he” jedes Deutschen oberste Bürgerpflicht geworden. “Die ominoese Vokabel Nestbeschmutzer ist neuerdings in die deutsche Sprache eingegangen” stellte der Politiker Grass im Resume seiner zweimal gehaltenen “Rede ueber die Gewoehnung” fest. Er wisse, dass man ihn in Deutschland so beschimpfen werde, wenn diese Rede dort bekannt werden wird. Sei’s darum! VERFAENGLICHE FRAGEN MITUNTER Mit dem Blick auf Israel stellte er aber auch seinen Gastgebern gewisse Fragen, “verfaengliche Fragen mitunter” nach einem Wort Heinrich Heines. Sofort nach seiner Ankunft, noch auf dem Flugplatz, und spaeter als Hausgast des Jerusalemer Bürgermeisters Th. Kollek bemaengelte er es beispielsweise, dass man sich allzu freundschaftlich - Millionenspende hin, Millionenspende her - mit dem Verleger Axel Springer eingelassen habe, der die truebsten Instinkte weite Lesermassen in seinen Zeitungen aufputsche. Auch die Beziehungen zwischen David Ben Gurion und Konrad Adenauer nahm Grass unter die Lupe seiner Kritik. Ben Gurion haette keine solche “Altmaennerfreundschaft” mit dem Chef, ja Intimus desselben Hans Globke eingehen sollen, “der sich als Kommentator der Nuernber g e r Rassengesetze aktiv an der Vorbereitung der Massenmorde beteiligt hat”. Guenter Grass scheint geradezu einen Globke - Komplex zu haben; immer wieder rieb er sich an dem frueheren Staatssekretaer. Herrn Kollek vertraute er an: “Mein einziger, obwohl schwacher Trost besteht darin, dass dieser Mann in den Euthanasieprozessen jetzt wieder vor die Gerichte gezerrt wird.”. Den Aufbauleistungen des Staates Israel zollte Herr Grass uneingeschraenkte Bewunderung. Ironisch widersprach er Studenten, die m seinem - deutschen - Nonkonformismus gleichsam eine Rechtfertigung f n er ü^s suchten, was sie als aufruehrerisch gestimmte Jn gend mit Recht oder Unrecht In den hiesigen Verhältnissen aussetzen. Dennoch ge faellt ihm manches an oer alten israelischen Generation fast ebenso wenig wie an den Eltern der deutschen Jugend, daraus macht er kein Hehl, Dagegen trat er wieder und wieder fuer gegensehige Besuche und andere Kontakte zwischen jungen deutschen und den Sabres ein, ihren hiesigen Altersgenossen Aber ¡gelegentlich warf er in die sen\ Zusammenhang - vielleicht bn Scherz, vielleicht to Ernst - die Frage auf, ob der “notorische Nationalismus” der israelischen Jugend ihre gleichaltrigen deutschen Gaeste nicht an die faschi Seiden Nationaldemokraten erinnern koenne. Sinnvou IS solche Begegnungen auf jeden Fall nur, wenn sie von beiden Seiten ernst gemeint und . ,er^f werdem, statt aus ®ee: schmus” wie dem abgestarv denen Gemeinplatz von der Brüderlichkeit zu besdehem Guenter Grass es m * Gespraech mit der Feu ntstin des Ha’Aretz, der fuehrenden hebraeisehen Tages zeitung, dass die im vorigen rÄÄr: se” wie so viel anderes dem Zerstoerungswerk Hit 1 e r s t Phpns darunter, so die Theater - Kunst - Musikkn- S” Doch hoffe.er zuversichtlich, dass .sich dies dvmbiose in “zwei, drei Ge S& 'Sja, er sei davon sogar ueber zeugt, fuegte er hinzu ... dass de? schwaermende nuechternen Denker Guenter Grass davontrug, der yer Snreratknd'’S? S?lg«w> ■“SS“ SMS; Salt hier, »nd i??1?»“- een zwischen den zwei Lae dein und Voelkern machen will Aber duerfte es sich, leider hoechstwahrscheinausmalt. LANDWIRTSCHAFTSEXPORT Im Laufe des Rechnungsten 30 Millionen Dollar jahres 1967/68 ist mit einem durch die Ausfuhr von Ge- Export landwirtschaftlicher muese- und Obstkonserven Produkte in Hoehe von 155 erzielt werden. Millionen Dollar zu rechnen. Von diesem Betrag duerf- (“Canfit”) NACHFRAGE FUER TELEFONE Nach einer zeitweiligen Stockung in der Nachfrage um Anschluesse neuer Telefone ist die Zahl der Reflektanten um das Dreifache gestiegen. Dies ist ein Ergebnis der neuen Zahlungserleichterungen fuer Telefoninstallationen. (“Canfit”)

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