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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1967-05-01 · 5 (Mayo, 1967) · p. Seite 10

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXIX (1967)
Issue
5 (Mayo, 1967)
Date
1967-05-01
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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10 BOLETIN INFORMATIVO MAYO 1967 r AUS DER ISRAELISCHEN PRESSE UM DIE TELEVISION Lamerchaw haelt den Beschluss, die allgemeine Television einzufuehren keineswegs verfrueht. Selbst wenn die Knesseth den Regierungsvorschlag ohne Verzoegerung annimmt und alle Vorbereitungen getroffen werden, ohne auf Hindernisse zu stossen, wuerde Israel einer der letzten Staate a in der Welt werden, die das Fernsehen einfuehren. Nur sehr wenige Staaten sind diesbezueglich noch im Rueckstand. Auch hat die oeffentliche Diskussion ueber dieses Themalange genug gedauert. Der Ernst, mit dem die Auseinandersetzung gefuehrt wurde, war durchaus berechtigt, denn das Fernsehen ueberbietel in seiner Beeinflussungskraft auf die. oeffentliche Meinung alle bisher i g e n Massenkommunikationsmittel. Das Positive und das Negative, das seinen Weg durch das TV-Netz und die TV-Empfangsgeraete ins Volk nimmt, haengt aber nicht von seinen technischen Instrumenten ab, sondern vom Geiste derer, die seine Leitung in Haenden haben und dieses Instrument beherrschen. Da aber heute die bereits in so vielen Haeusern befindlichen Fernsehgeraete nur arabische Sendungen zeigen, ist es hoch an der Zeit, den eigenen Sendedienst in Betrieb zu nehmen, um den aus den Nachbarlaendern ausgestreuten Einfluss durch eigene Sendungen zu paralysieren. Hazofeh nimmt gegen die Television Stellung und charakterisiert den diebezueglichen Mehrheitsbeschluss der Regierung als prinzipiell negativ. Die Einfuehrung der Television in einem Jahr oder in zwei Jahren widerspricht der Politik der Daempfung der konsumptiven W i r tschaftsentwicklung. Das Land braucht erzieherische Aufklaerung im traditionell juedischen Geiste, und der wird aller Voraussicht nach dieses Fernsehen nicht dienen. Die Sucht nach Unterhaltung leichten Genres, wie sie sich in den letzten Jahren hier verbreitet hat, ist eine Ursache der gesunkenen Moral. Die Television wird in ihrer tagtaeglichen Praxis zu weiterer Verflachung fuehren, wie das dem Charakter dieses Instrumentes entspricht. Dass die jetzt bereits im Lanle befindlichen 30.000 TV— Geraete nur arabische Sendungen empfangen koennen, denen durch israelische Sendungen nun Konkurrenz gemacht werden soll, ist kein ueberzeugendes Argum ent, denn es wird auch weiterhin den Interessenten an diesen Programmen moeglich sein, die Sendungen aus Kairo und Beirut zu sehen, und die meisten Programme des israelischen Senders werden auch kaum eine Kulturleistung repraesentieren. DER BESUCH SARTRES Al Hamischmar begruesst den Besuch von Jean Paul Sartre im Lande. Sartre interessiert sich sehr um Frieden im Mittleren Osten, und er kam nach Israel, um unser Werk zu sehen und um die Probleme kennen zu lernen. Der Weg zum Frieden mit unseren Nachbarn ist lang, und wir werden jeden Versuch, zum Frieden beizutragen, sicher unterstuetzen. Jedes Gespraech zwischen Arabern und Juden ist wichtig, und vielleicht ist der Besuch Sartres der erste Schritt in Richtung zu einem solchen Gespraech. Kol Haam begruesst Sartre, weil er ein fuehrender Vertreter eines kaempferischen Humanismus bei Beurteilung internationaler Probleme ist. Hoffentlich wird Sartre sich ein Bild von der Lage machen koennen, und wir wuenschen ihm, dass er einen Rat zur Beilegung 5er arabischen-israelischen Probleme geben kann. Hazofe begruesst den Besuch des Philosophen und Schriftstellers Jean Paul Sartre und seiner Kameradin Simone de Beauvoir, die sich in Aegypten davor zurueckgßhalten haben, antiisraelische Erklaerungen abzugeben. Nun ist abzuwarten, wie sich Sartre ueber Israel aeussern wird, nachdem er unser Land persoenlich kennengelernt haben wird. — Die Ablehnung des hebraeischen Schriftstellerverbandes, den antinazistischen deutschen Schriftsteller Guenter Grass zu empfangen, haelt “Hazofe” fuer einen Fehler. Die Jerusalem Post sieht in den Aeusserungen, die Sartre am Ende seines Besuches in Israel machte, praktisch eine Billigung zionistischer Er kenntnisse. Sartre wurde deswegen von den juedischen Links - Intellektuellen in Frankreich angegriffen, die sich in jeder Beziehung als Franzosen ansehen und vom Zionismus nichts wissen wollen. Das nimmt den Aeusserungen von Sartre nichts von ihrem Gewicht. DIE AUSLIEFERUNG STANGLS Dawar meint, es wuerde beschaemend sein, wenn Brasilien die Auslieferung des Kriegsverbrechers Sta n g 1 s ablehnen wuerde. Die Berufung auf Verjaehrung wuerde nicht als Beachten des Gesetzes: sondern als Missachtung der Prinzipien der Gerechtigkeit anzusehen sein. GUAM YATIR - EIN NEUES WALDZENTRUM Von Herbert Freeden — Jerusalem Die schwarzen Zelte der Beduinen, verschlissen und zerzaust, stehen da wie immer, aber neben ihnen parken Jeeps und Station-Wagon. Die Karawanenstrasso von Beerschewa und Hebron, die einst Abraham wanderte, ist vom Sand der judaeischen Wueste verweht. Aber fast parallel zu ihr, nordwestlich von der Chaussee Beerschewa - Arad abzweigend, fuehrt eine 17 km lange neue Strasse fast bis an die jordanische Grenze. Sie endet mit einer dramatischen Ueberraschung: vor den Toren einer Foersterwarte, auf einem 600 Meter hohen Huegel, gegenueber dem jordanischen Dorf Samua und seiner zerstoerten Polizeistation. Dieser Teil der judaeischen Wueste, der ein Areal von 200.000 Dunam entlang den Hebron - Bergen an der jordanischen Grenze umfasst, heisst Yatir. Das Buch Josua erwaehnt seinen Namen. Nur zwei Staetten — Tel Yatir und Khirbet Amin — zeugen von einstiger Besiedlung. Auch in biblischen Zeiten konnten Menschen hier nicht wohnen. Nach dem Regen des Winters blueht die Wueste, der kalkhaltige Boden ist mit einem Teppich von Gruen ueberzogen. Die Herden der Beduinen laben sich an einem koestlichen Menu. Aber es ist ein kurzer Fruehling. Bald werden die Blumen und Graeser absterben und einem ewigen Gelb Platz machen. Es gibt keine Wasserquellen, und die jaehrliche Niederschlagsmenge von 200 — 300 mm ist zu gering auch fuer primitive Landwirtschaft. Dass sie fuer Bewaldung genuegt, wenn man nachhilft und das Regenwasser sammelt, war die Idee von Joseph Weitz, der jahrelang die Entwicklungsarbeiten des Keren Kajemeth leitete. Und tatsaechlich wird hier der groesste Teil des Waldes gepflanzt, der einmal 15 Millionen Baeume zaehlen soll. Damit sich die Setzlinge an das Klima und an den Boden gewoehnen, wurden an Ort und Stelle Baumschulen auf einer Flaeche von 72 Dunam angelegt, die die jungen Pflanzen mit Holzverschlaegen vor den Winden schuetzen. Bisher sind hier 630.000 Baeume gepflanzt worden, davon mehr als die Haelfte in dieser Pflanzungssaison. Alle Vorbereitungen sind getroffen worden, um im naechsten Jahr die Zahl auf eineinhalb Millionen Baeume zu bringen. Die meisten der Baeume sind Kiefern. Experimente mit Mandelbaeumen und mit Edelpistazien sind gemacht worden, aber es ist noch zu frueh, ihr Ergebnis festzustellen. Mit der Einfuehrung der Edelpistazie in Israel hat der K.K.L. bereits vor sechs Jahren begonnen; was sich heute bereits sagen laesst ist lediglich, dass sie in Israel gedeihen kann. Jetzt liegt das Hauptproblem darin, zu erreichen, dass der Baum volle Frucht traegt, denn in den ersten Versuchen erzeugten die Baeume in der Mehrzahl nur leere Schoten, die keine Nuesse enthielten. Die Foersterwarte, 35 km von Hebron und 65 km von Jerusalem ist das Nervenzentrum des gesamten Projektes. Sie ist ein imposanter Gebaeudekomplex, aus schwerem Stein gehauen, mit Innenhoefen und Aussichtsturm. Zu ebener Erde befinden sich Kueche, Speisesaal und die Werkstaetten, in den oberen Etagen Schlaf — und Wohnraeume. Der Turm, von dem aus man einen weiten Ausblick auf die judaeische Wueste und die Hebronberge hat, ist von einer Menorah geschmueckt. Ungefaehr 25 Forstarbeiter haben hier ihre Wohnstaette aufgeschlagen, darunter zwei Familien — eine mit einem 10 Monate alten Baby. “Ein bisschen einsam ist es schon”, meint Abraham, der fuer die Wirtschaftsverwaltung verantwortlich ist. “aber wir haben hier alles was man braucht. Essen, Unterkunft, gute Luft und das Gefuehl, Pionierarbeit zu leisten”. Er war lange in der K.K.L. - Baumschule in Plugot beschaeftigt und hatte sich freiwillig fuer diese neue Aufgabe gemeldet. Waehrend der ersten Uebergangszeit faehrt noch ein Teil der Leute ueber den Ein in Jerusalem veroeffentlichter Jahresplan sieht eine Investition von zwei [Milliarden IL zum Ausbau des Verkehrsnetzes Israels zu Land, See und in der Luft bis 1972 vor. Auch waehrend der vergangenen fünf Jahre hat die Investition zum Ausbau des Verkehrs die gleiche Summe betragen, doch ist die interne Verteilung im neuen Fünfjahresplan anders gestaltet. Verkehrsminister Mosche Carmel, der dies mitteilte, erkiaerte, dass der Anteil der Investitionen für den Binnenverkehr diesmal 82%, verglichen mit 60% in den fünf vergangenen Jahren, ausmacht. Die Investitionen für das Flugwesen betragen 8% statt 7% wie früher. Hingegen soll weniger als ein Fünftel der im vergangenen Fünf jahresplan angesetzten Summe für den Ausbau der Schiffahrt und der Haefen verausgabt werden: 190 Millionen IL statt 700 Millionen IL. Der neue Fünf jahresplan, unterstrich Carmel, beruhe auf realen Daten und müsse daher “ernstgenommen'’ werden. Dem Plane nach wird die Zahl derPrivatautosalljaehrlich um 14%, von 93.000 im Jahre 1967 auf 170.000 im Jahre 1972 ansteigen. Gleichzeitig werden sich die oeffentlichen Verkehrsmittel jaehrlich um 3,5 Prozent vermehren. 70—80% der Bevoelkerung werden oeffentliche Verkehrsmittel benutzen und zu diesem Zwecke sollen mehr als 2000 neue Autobusse zum Einsatz gelangen. Der Verkehr in den grossen Staedten wird über eine Anzahl neuer Brücken entlang vier und sechsspuriger Autobahnen führen, wie z. B. zwischen Schabbath zu ihren Familien nach Arad oder Beerscheba. aber bald, so hofft man, wird Yatir ihnen voellig zum Heime werden. Das Wasser wurde bisher aus Arad in Tankwagen geschafft. Das soll nun anders werden. In einer Zisterne unter dem Gebaeude aus dem Felsen gehauen, ist Platz fuer 500. Kubikmeter Wasser —. genug fuer den Hausbedarf der Bewohner. Fuer die Bewaesserung der Baumschule sind zwei Stauteiche angelegt worden, mit Fassungsvermoegen von je 2.500 und 3.500 Kubikmeter. Verstreut ueber ein weites Gebiet sind 28 sogenannte “Limans” - kleine Staubecken fuer Regenwasser, mit dem man den empfindlicheren Baumarten zu helfen plant. 1964 ist hier der erste Spatenstich gemacht worden. Heute kann man bereits ueber 5 km Wege durch junge Waelder fahren. Wenn man sieht, wie es aus der Wueste spriesst und waechst, glaubt man auch daran, dass die Foersterwarte einmal zu einem Dorf erweitert werden wird, in dem etwa 200 Familien von Forstarbeitern leben sollen. Tel-Aviv, Ramat Gan und Givatajim. In Jerusalem wird eine alternative Stadt- Einfahrt die allzu enge Jaffastrasse entlasten. Das Flugfeld Sde Dov wird nach Fertigstellung der Zufahrtchaussee zwischen Tel- Aviv und Lod liquidiert werden und der internationale Flughafen Lod wird dann auch der Binnenluftfahrt dienen. “El-Al“ will innerhalb dieser fünf Jahre einen weiteren Boeing erstehen, und zwar entweder ein Riesenpassagierflugzeug des Typs Boeing 747, das 500 Passagiere befoerdern kann, oder eine Boeing-Maschine des Typs 707-320 B oder C (letzteres ist für zusaetzliche Frachten -Befoeirderung geeignet). Ausserdem hat sich „El-Al” eine Option für den Erwerb von zwei Ueberschallflugzeugen des Typs Boeing 2707 gesichert, die im Jahre 1974 in Verkehr genommen werden sollen. Die Frage, ob das Verkehrsministerium seine Plaene für die Anschaffung neuer Flugzeuge solange aufschieben werde, bis der Kukia-Ausschuss seinen Befund, ob Charterfiüge zugelassen werden sollen, veroeff entlieht hat beantwortete der Minister bejahend. Carmel ist dafür, dass die Regierung an der bisherigen Politik des Charterflugverbots festhalten solle. Nur das Gesamtkabinett koenne diese Politik revidieren. Wenn die diesbezügliche bisherige Politik nicht jedem Minister passe, sei dies nicht zu aendern. Er — Carmel — koennte zehn Themen aufzaehien, in denen er mit dem Kabinett nicht übereinstimme'. (“Canfit”) Erweiterung des Verkehrswesen

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