Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XXIX (1967)
- Issue
- 3 (Marzo, 1967)
- Date
- 1967-03-01
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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6 BOLETIN INFORMATIVO MARZO 1967 W. I. z. o AMALEK IN JEDER GENERATION Wir bitten unsere Chaweroth und Freunde, an der am Dienstag den 28. Maerz, um 17.30 im Gemeindehaus stattfindenden Gedenkfeier fuer Frau Lola Roesler zahlreich tedlzunehmen. PROGRAMM Grupo Emunah Lunes 20 de Marzo. 16.30 horas. Lunes 10 de Abril. 16.30 horas. Grupo Anne Frank. Lunes 6 de Marzo. 16.30 horas. Grupo Calonioth Lunes 20 de Marzo. 16.30 horas. Gruppe Ahawah Montag, 13. Maerz. 17 Uhr. Dienstag, 4. Abril 17 Uhr. Gruppe Henrietta Szold Donnerstag, 16. Maerz. 17 Uhr. Gruppe Golda Meir. Montag, 13. Maerz. 20.30 Uhr. Gruppe Vera Weizmann Montag, 20. Maerz 17 Uhr. Gruppe Hanna Meisel El Problema de los negros en los EE. UU. Señor Bernardo Naschelski (En casa de do¬ ña Ruth Rebolledo). Desfile de modas. De vuelta de las vacaciones Bienvenidas después de las vacaciones. Elección del directorio. Auftakt zum neuen Arbeitsjahr - im Hause von Frau Margot Kreisberg. Ahawah feiert ihr zehnjaehriges Bestehen im Garten von Frau Henny Heumann. Alle Gruppen sind herzlichst eingeladen. Politischer Ueberblick. Frau Rosie Rubens, Frau Clara Weintraub. Neue Bilder aus Israel. Frau Katinka Reis. Eroeffnung des neuen Arbeitsjahres. Laut telefonischer Benachrichtigung. Hizo Centro Henrietta Szold bittet alie Freunde zu einer Gedenkslnnde fuer Frau Lola Roesler Dienstag 28 Maerz 1967 um 17.30 Uhr im Gemeindehaus Portugal 810 ■—H1..P imiw .. ESCURA REPUBLICA DE ISRAEL Como en años anteriores, el Comité de Damas cooperadoras de la Escuela República de Israel realizara una venta de ropa usada a Beneficio de las Obras Sociales de la Escuela. Rogamos a todos nuestros amigos hacer llegar sus donativos de ropa en desuso a las siguientes direcciones: Señora Susi de Boehm, San Pascual 841, Fono 282795. Señora Mina de Pincus, R. Wagner 2266, Fono 272138. Señora Cira de Goren, Pío X 2323, Dep. 22, Fono 40979. Señora Lilo de Hirsch, Ana Luisa Prat 1025, Fono 492703 El Comité de Damas Cooperadoras de la Escuela República de Israel agradece su cooperación. “Krieg fuehrt der Ewige gegen Amalek von Generation zu Generation” (2. Buch Moses, Kap. 17, Vers 16) In einer sogenannten ‘‘Kerowa”, einer liturgischen Einschaltung fuer den Schabbat, der Purim vorangeht, wird eine Geschichte Amaleks dargestellt. Der Verfasser jener religioesen Dichtung — es duerfte sich um Eleasar ben Kalir handeln, einen Meister der fruehmittelalterlichen synagogalen Poesie — zeigt an einer Reihe von Beispielen den Charakter der Angriffe, die Amalek und seine Epigonen im Kampfe gegen Israel anwandten. Immer dann, wenn das juedisehe Volkk mit Leiden ueberhaeuft war, ist Amalek oder derjenige Volksstamm, welcher dessen Erbe' angetreten hatte, zur Stelle gewesen, um das vorhandene Unglueck zu vermehren. Und so, wie einst die Amalekiter nach dem Auszug Israels aus Mizrajim die “ermatteten Nachzuegler, Greise, Frauen und Kinder” ueberfielen und abschlachteten, so hat dieser Erbfeind spaeterhin eine Treulosigkeit der anderen folgen lassen. Er stand an den Grenzen, um Fluechtlinge abzufangen, die sich aus dem Herrschaftsgebiete Nebukadnezars, des babylonischen Koenigs, retten wollten. Und deshalb ist es von untergeordneter Bedeutung, ob es historisch erwiesen sei oder nicht, dass Haman, der grosse Judenvertilger in Persien, vom Amalekiterkoenig Agag abstammt. Seine Gedanken und Methoden lassen sich gewiss in diejenigen Amaleks einreihen. Das Sich-Erinnern an Amalek und das Nichtvergessen sollen an das, was uns Juden von ihm angetan worden war, gehoert zu den unabdingbaren Forderungen des Judentums, und Purim kann weder verstanden noch g e f e i ert werden, wenn diese Mahnungen ausser Acht gelassen werden. Mochten Juden des 19. Jahrhunderts in Westeuropa und Amerika Purim und seinen historischen Hintergrund als etwas betrachtet haben, “was sich heutzutage nicht wiederholen koennte”, so duerfte die juedisehe Geschichte der letzten fuenf Jahrzehnte uns darueber be- Fábrica de Pasteles "CONDI" Pasteles y tortas Irarrázaval 2368 Teléfono 44586 » t X - V CÍA.LTPA. Kunstgewerbliche Handweberei I Wollkleider — Jackenkleider — Roecke — Ponchos fuer 1' Damen und Kinder — Stolas — Tischwaesche aus DUNOVA und Leinen — Cortes fuer Kleider und Roecke, etc. Santiago Viña del Mar Temuco « Sta. Elena 2251 Quinta 274 M. Montt 850 » Providencia 2507 Local 109 lÁfa/uaMue ufekdt lehrt haben, dass Amalek in jeder Geheration denkbar ist, und dass die modernen Judengegner vor nichts zurueckschrecken, um ihr Ziel, die Vernichtung der juedischen Existenzen, zu erreichen. So ging die Nazibewegung, unser erbitterster Feind, vom ersten Tage an den Weg des geringsten Widerstandes, ueber Schwache und Hilflose hinweg, um an Diejenigen heranzukommen, die sich in anderen Laendern in Sicherheit waehnten. Der totale Vernichtungswille, ganz im Sinne der Amalekiter von einst, stand im vorhinein fest, und es war nur eine Frage von Zeit und aeusseren Bedingungen, wann er zur Ausfuehrung gelangen sollte. Um das Jahr 1938 duerften auch Juden, die am weitesten entfernt von unserem Leben standen, begriffen haben, was Amalek und Haman, der neue Haman des 20. Jahrhunderts, bedeuten. Nur hatten bis dahin viele unserer Menschen sich zu wenig mit j u e d ischer Geschichte befasst, nicht verstanden, dass unendlich viel aus ihr gelernt werden kann und soll. U. a. lehrt die juedisehe Vergangenheit, dass die Erinnerung an die juedisehe Tragoedie in Persien, die sich, dank goettlieher Hilfe, schliesslich in einem Triumph des Rechtes verwandelte, niemals aus dem Gedaeehtnis u n s e r er Menschen schwinden duerfte. Wer heute Megillat Esther, unsere Purimerzaehlung, auf sich wirken laesst, begreift, dass hier lebendige Wirklichkeit zu uns spricht, dass die Wahrheiten dieser biblischen Schrift, bleibende sind, und dass unsere Feinde ganz ihre Hoffnungen aufgeben werden. Nur ein um den Staat Israel und die Bibel geeintes juedisches Volk wird die Kraft aufbringen, den in jeder Generation sich erhebenden Judenfeinden entgegenzutreten. Dies ist die grosse Mahnung von Purim fuer jede Zeit. Curt Wilk. Prof. ROBERT OPPENHEIMER z, 1 Am 19. Februar verschied in Princeton Professor Robert Oppenheimer im Alter von 63 Jahren. Oppenheimer, Sohn deutsch-juedischer Einwanderer war ein Pionier auf dem Gebiet der Quanten- und der Relativitaetstheorie und war veranwortlicher Leiter des Forschungsteams, dessen Arbeiten zur Entwicklung der Atombombe fuehrte. Der Verantwortung des Wissenschaftlers voll bewusst, kaempfte er gegen die Tendenzen, die Nuklearwaffen immer weiter zu entwickeln und den freien Strom wissenschaftlicher Informationen aus sicherheitspolitischen Gruenden zu unterbinden. Diese Haltung trug ihm die erbitterte Feindschaft reiaktionaerer Kreise in den USA zu, die ihn 1954 zum Ruecktritt von seinem Posten als erster wissenschaftlicher Ber ater der Kommission fuer Atom- Energie zwangen. Seit dieser Zeit war er am Princeton Institute for Advanced Studies taetig. 1962 war Prof. Oppenheimer in Santiago und unser “Boletín informativo” hatte damals Gelegenheit, ihn im Nahmen einer Pressekonferenz zu interviewen. Eine dort gemachte Aeusserung moechten wir heute und hier Wiedergaben, als Vermaechtnis dieses aussergewoehnlichen Menschen: “...Es besteht die Gefahi, dass der Wissenschaftler infolge der immer staerker werdenden Spezialisierung, bedingt durch die immer groesser werdende Masse des Wissens, den Kontakt mit dem Mitmenschen, die gemeinsame Sprache mit ihm verlieren kann. Um diese Gefahr der Isolierung der Wissenschaft von der Menschheit und der Trennung unter den Menschen zu Dannen, gibt es nur ein Mittel: Wir muessen wieder lernen, miteinander zu sprechen und wir muessen wieder lernen zu hoeren”. CHURCHILL - WALD BEI NAZARETH Am 6. April wird auf den Huegeln von Nazareth der Winston Chur chill-Wald in Gegenwart von Randolph und Mary Churchill —Sohn und Tochter des verstorbenen britischen Staatsmanns— und zweier Enkelkinder eingeweiht. Eine grosse Delegation aus England sowie der britische Botschafter und der israelische Aussenminister werden dem Festakt beiwohnen. Der Wald von 300.000 Baeumen, Kiefern und Zypressen, wird mit Hilfe der britischen Judenheit durch den Juedischen Nationalfonds gepflanzt. Das Zentrum des Monuments, unterhalb eines natuerlichen Amphitheaters bildet eine etwa 900 qm. grosse halb elliptische Plattform, an deren Kopf sich ueber einen tiefen Abgrund eine sieben Meter hohe Basaltwand erhebt., mit einem Reliefportrait von Churchill, vom englischen Bildhauer Oscar Nemon geschaffen. Churchill war zwar als Maler bekannt, hat sich aber nur einmal als Bildhauer versucht als er den Kopf von Oscar Nemon in Lehm modellierte. Dass derselbe Kuenstler jetzt Churchills Portrait in Stein auf den Bergen von Nazareth verewigt, ist eine historische Pikanterie. Der Kesalotberg, auf dem der Churchill-Wald angepflanzt wird, ist neben dem bekannteren Tabor- Berg gelegen. Wie aus Funden von einem menschlichen Skelett und von Werkzeugen hervorgeht, wurden diese Berge schon in der Steinzeit bewohnt. H.F.