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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1967-02-01 · 2 (Febrero, 1967) · p. Seite 9

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXIX (1967)
Issue
2 (Febrero, 1967)
Date
1967-02-01
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
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FEBRERO 1967 BOLETIN INFORMATIVO 9 DIE SITZUNG DES AKTIONSKOMMITTEES DER Z, 0. Hajom geht auf die Sitzung des Aktionskommittees der Zionistischen Weltorganisation fein und bedauert, dass diese Sitzung in einem Augenblick stattfinden muss da es keineswegs irgendwelche Alijah gibt. Man muesse dafuer Sorge tragen, die Alijah wieder zu foerdern und zwar die Einwanderung aus den Laendern der freien ALIJAH AU Hazofe glaubt an die Moeglichkeit eines Wunders: naemlich, dass sowjetische Juden tatsaechlich begonnen haben in grossem Um fange Ausreisegesuche zu unterbreiten und dass die sowjetischen Behoerden den Versprechungen Kosyg i n s entsprechend, die Ausreise bewilligen und sich nicht an den Ausreisewilligen raechen werden. Fuer den Fall eines solchen Wunders duerften wir bereits jetzt Vorbereitungen treffen und die Klitah-Politik darauf einrichten, unter Aussparung aller Fehler der Vergangenheit. Schaarim fordert ebenfalls eine Revision der Klitah-Politik und weist dabei auf die Kritik des Sochnuth- Kontrolleurs hin, dessen Bericht kuerzlich veroeffenttlicht worden ist. Auch dieses Blatt weist auf die Moeglichkeit einer Alijah aus der Sowjetunion hin und beruft sich dabei auf Kossygins Pariser Versprechungen. Hajom geht auf das Pro- “Wir haempfen ter Linie, um fuer die Orangen— und Pampelmusenernten eine gesicherte Abnahme zu garantieren—, sucht Israel die Assoziierung an die Europaeische Wirtschaftsgemeinschaft. Fuer die neuen Industrien, die auf jeden Fall geschaffen werden muessen, rechnet man mit einem jaehrlichen Investitutionsbedarf von 600 Millionen D-Mark und man hofft, die Wirtschaft fuer die Anlage europaeischen und amerikanischen Kapitals attraktiv machen zu koennen. Neue Industrien sind auch eine der Voraussetzungen fuer die Beilegung der internen wirtseh a f tl ic h e n Schwierigkeiten. In den zurückliegenden Jahren hatte Israel sein Hauptaugenmerk darauf gerichtet, die grosse Zahl der Einwanderer zu absorbieren. So sind viele Kleinindustrie— und Handwerksbetriebe entstan den, nur um den Menschen Arbeit zu geben oder ihre Bedürfnisse zu befriedigen, ohne irgendwelche Ruecksicht auf Wirtschaftlichkeit. Das ging gut, solange in grossem Umfang Geld in das Land floss. Das geht nicht mehr gut, wenn man gezwungen Ist, Soll und haben in eine vertouenftige Relation zu bringen. Zum erstenmal gibt es Arbeitslose im Land — 35.000 bisher, Die Zahl wird noch Welt, wo noch Reserven dafuer existieren. Noch niemals so erklaert die Zeitung, sei eine Revolution im Zionismus so notwendig gewesen wie gerade jetzt, da man die Alijah foerdern muesse, da sie ja eine Grundlage fuer den Weiteraufbau des Staates darstelle. Lamerchaw fglaugt eben-; RUSSLAND biem der sowjetischen Juden ein, bzw auf die Moeglichkedt, dass die sowjetischen Behoerden den Juden die Moeglichkeit zur unbehinderten Auswande r u n g geben werden Die Erklaerungen des sowjetischen Ministerpraesidenten Kossygin, eine Auswanderung im Sinne der Wiedervereinigung von Familien, sei moeglich lassen einen gewissen Optimismus aufkommen. Ob dieser Optimismus gerechtfertigt ist und ob Kossygin seine Zusagen auch verwirklichen wird, das sind Fragen, auf die nur die Zukunft eine Antwort geben kann. Auf jeden Fall muessten wir mit der Moeglichkeit rechnen, dass die sowjetischen Behoerden auf dem Gebiet der juedischen Auswanderung tatsaechlich eine etwas liberalere Haltung eingnehmen Werden. Unsere und alle juedischen Behoerden muessten sich vorbereiten fuer eine etwaige Alijah aus der USRR zu sorgen, fuer den Fall, das eine solche sich verwirklichen wird. ¿egen... (Schluss von Seite 6) anwachsen, wenn man rationalisiert, Kleinbetriebe zusammenlegt oder aufloest und ganze Industriezweige stillegt. Es muessen neue Arbeitsstaetten ge schaffen werden, die zugleich produktiver sind als viele der frueheren. Die Israelis glauben, dass, so wie ihre Landwirtschaft schon heute beispielgebend ist ,auch neu zu entwickelnde Industrien fuer Staaten mit aehnlichen wirtschaftlichen und personellen Voraussetzungen vorbildlich werden koennten. Wer die modernen Laboratorien des Landes bereist, und erlebt, wie die Erkenntnisse der Wissenschaftler schon nach wenigen Wochen in der Praxis angewandt werden,- wer sieht, wie ,etwa in Ashdod am Mittelmeer, Staedte und Industriezentren dem Sand und dem Meer abgerungen werden wer sich mit den jungen Arbeitern und Wissenschaftlern oder den Buergermeistern der Staedte oder gar mit einem Mann wie Ben Gurion unterhaelt, der verspuert den Elan dieses Landes. “Ich denke nicht nur an die Sicherung der Grenze, wenn ich Ihnen sage: Wii schaffen es!” So sprach der israelische Oberst als er sich nach dem Besuch in Tel Kazir verabschiedete. (“DIE WELT”) falls, dass nur eine Alijah aus der freien Welt in Frage kommt, wenn wir die Einwanderung wieder forcieren wollen. Allerdings gehoert dazu, dass wir den Cleh, wenn er im Lande eingetroffen ist, auch richtig behandeln, denn von den ersten Eindruecken, die ein Mensch dann hier im Lande sammelt, haengt meistens seine ganze Position dem- Lande und seinem kuenftigen Dasein gegenueber ab. Daher ist es zu begruessen, dass sich das Aktionskommittee mit dieser Frage beschaeftigt, aber man sollte nicht nur debattieren, sondern auch mindestens dafuer Sorge tragen, dass praktische Wege zur Realisierung gefunden werden. Hazofe wendet sich schaerfstens gegen den Vorschlag des Praesidenten der ZO, Dr. Nahum Goldmann, die Parteien innerhalb der Zionistisch-enn. Weltorganisation abzuschaffen. Es ist vielmehr notwendig, so meint die Zeitung, dem Zionismus wieder seine Grundlage, die auf der Erloesung des juedischen Volkes aus Exil und Leben in der Fremde besteht, zurueckzugeben und auf diese Weise zu versuchen, Ueberbrueckungen z u schaffen und die Bewegung wirklich neu zu beleben. Die Zeitung glaubt nicht daran, dass durch die Abschaffung der Parteien im zionistischen Rahmen eine positivere Arbeit der zionistischen Gremien gewaehrleistet werden koennte, im Gegenteil, sind es wohl die Parteien, die noch solche Arbeit stuetzen und leisten. AI Hamischmar ruft die zionistische Organisation auf zu Taten ueberzugehen und so der Bewegung ihr Ansehen wieder zu geben. Die Hauptaufgabe ist die Erziehung der Jugend, und man sollte nicht die ganze Energie auf dem organisatorischen Gebiet verschwenden. Der geistigen Erneuerung sollte alle Aufmerksamkeit zugewendet werden. Die Jerusalem Post ruft die ZO auf, sich auf einige wichtige Aufgaben zu konzentrieren, um der juedischen Jugend in der Diaspora hebraeische Erziehung zu geben und das nationale Bewusstsein in ihr zu vertiefen. Dawar stelit fest, dass gaebe es im Augenblick keine Zionistische Organisa t i o n oder gaebe es sie nicht mehr man sie sofort gruenden muesste. Die Zeitung wendet sich schaerfstens gegen die Ansicht, dass die Zeit des Zionismus vorbei sei und verlangt die Wiedererweckung dieser Bewegung nicht nur in der Golah, wo man sie heute noetiger braucht, als je zuvor, sondern auch im Staate selbst, wo sie der Jugend wieder chaluzisches Gefuehl einfloessen koennte. Omer widmet sich den Diskussionen im zion i s t ischen AC und meint, eine Erneuerung der ZO waere nur durch Ausrichtung auf die zentrale Aufgabe — naemlich Foerderung der Alijah aus den Laendern des Wohlstandes — denkbar, AUS DER ISRAELISCHEN PRESSE l 1 Bl 30. JAHRESTAG DES ERSTEN IP0K0NZERTES Sechs Tageszeitungen widmen ihren Leitartikel dem ersten Konzert des Philharmonischen Orchesters, das von Boris Hubermann gegründet, damals unter der Stabfuehrung von Arturo Toscanini spielte. Alle beglueckwuenschten das Orchester zu den Erfolgen, die es seit damals errungen hat. Hajom stellt fest, welchen Stolz und welche: Freude damals, vor dreissig Jahren, alle empfanden, als das Orchester sein erstes Konzert gab. Alle Grossen der Welt, die mit Musik etwas zu tun haben, kommen heute zum Israel Philharmonie Orchestra und arbeiten mit diesem Orchester, das ja heute zu einem der besten der Welt gehoert. Daher ist es unser aufrichtiges Empfinden, wenn wir dem Orchester unsere besten Wuensche und unsere Gra- Gratulationen zum Tage seines ersten Konzertes senden. Dawar analysiert die Entwicklung des Orchesters in diesen dreissig Jahren, die seit seinem ersten Konzert vergangen sind und erklaert stolz, dass das IPO heute eines der grossen Orchester der Welt darsteRt, eine Tatsache, die international anerkannt wird. Darin liegt eine weit groessere Bedeutung, als man vielleicht auf den ersten Blick annehmen wuerde, erklaert das Blatt. Lamerchaw schildert den langen Weg der Entwicklung des Orchesters, seit es sein erstes Konzert vor dreissig Jahren absolviert hat. Das Orchester, so sagt die Zeitung, ist engstens mit der israelischen Geschichte verbunden, ja einige historische Meilensteine unserer Entwicklung haben mit dem Orchester zu tun. Allerdings uebt die Zeitung auch Kritik an den heutigen Arbeitsmethoden der Verwaltung und wendet sich gegen das OSTDEUTSCHLAND Dawar nimmt zu Erklaerungen des ostdeutschen Repraesentanten Walter Ulbricht Stellung, der zum ersten Male mit ziemlicher Klarheit zugegeben hatte, dass es in der Verwaltung der sogenannten Deutschen Demokratischen Repub 1 i k Nazis gaebe, oder jedenfalls Menschen, die frueher Nazis gewesen waren. Die Zeitung betont, dass Ostdeusch- Abonnementssystem, durch welches immer dieselben Menschen nur die Konzerte besuchen, auch gegen die Starentwicklung bei der Suche nach Solisten und das Fehlen eines festen Dirigenten fuer das Orchester, bemaengelt die Zeitung. Man muesste einen jungen, vielleicht sogar noch unbekannten Dirigenten suchen und ihm hier die Moeglichkeit geben, zu beweisen, was er zu leisten imstande ist. Al Hamischmar haelt das Orchester fuer einen Botschafter guten Willens fuer Israel ueberall auf der Welt. Sowohl fuer die nicht-jue dische Welt ist das IPO von grosser Bedeutung als Botschafter des Staates Israel und als kuenstlerische Institution von besonders hohem Range. Man kann nur der Hoffnung Ausdruck geben, meint die Zeitung, dass bald die Zeit kommen wird, da das IPO auch in der Sowjetunion spielen und damit den Ring geschlossen haben wird. Hazofe erklaert diesen 30. Jahrestag seit dem ersten Konzert unseres Philharmonischen Orchesters fuer einen grossen Tag, den man richtig ejnschaetzen sollte. Das Orchester war damals eine der wichtigsten Gründungen, auch im nationalen Sinne und diesen Sinn hat es bis zum heutigen Tage unveraendert beibehalten. Kol Haam begruesst ebenfalls das IPO zum 30. Jahrestag des ersten Konzertes und stellt fest, dass durch seine kuenstlerische Leistung viele Freunde fuer Israel gewonnen worden sind. Fuer Frieden und Voelkerverstaendnis hat dieses Orchester geworben und auch viel fuer die Kulturbeziehungen zwischen Israel und der USSR getan. Man kann hoffen, dass es dabei noch mehr zu tun imstande sein wird. UND SEINE NAZIS land bisher jeder Verantwortung fuer die Vergangenheit aus dem Wege gegangen ist und auch ln Bezug auf Israel eine feindliche Stellung einehme, in dem Versuch, sich ausschliesslich fuer die Araber zu engagieren und deren Position so weit wie nur moeglich mit allen Mitteln zu staerken.

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