Mannheim
Compact Memory

Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1967-02-01 · 2 (Febrero, 1967) · p. Seite 4

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXIX (1967)
Issue
2 (Febrero, 1967)
Date
1967-02-01
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/8553624-8559960-9195057--5060-8559982
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

1 4 BOLETIN INFORMATIVO FEBRERO 1967 W. I. z. o. ■ LOLA ROESLER Noch kann das Bewusstsein es nicht fassen, dass sie nicht mehr unter uns weilt und es schmerzt, ihr, die so gerne gelebt hat, einen Nachruf zu halten. Doch darf der Hingang einer Frau wie Lola Roesler nicht in stummer Trauer abgetan werden, denn die Trauer aller verlangt nach einem Ausdruck und nach einer letzten Wuerdigung dieser ungewoehnlichen Persoenlichkeit. Was war der Kernpunkt ihres Wesens ¿Charakterstaerke? Gerechtigkeitssinn? Aufrichtigkeit und Korrektheit? Tuechtigkeit? Alle diese Eigenschaften zusammen ergaben ihr Charakterbild, dabei war sie von einer Unkompliziertheit und Natürlichkeit, wie sie nur der haben kann, der sein Leben nach den Gesetzen seiner Natur lebt: Das war naemlich ihr Charakteristikum, das Wesentliche an ihr; sie war ein Mensch aus einem Guss, immer sich selbst treu, nicht nach rechts und links blickend, um die Anerkennung der Mitmenschen zu suchen, sondern nur das tuend, was ihr richtig erschien. Sie war kein Mensch von Kompromissen und sie stellte an die in ihrer Umgebung gewisse Ansprueche, doch hoehere noch stellte sie an sich selbst. Kein Mensch von Halbheiten, wuenschte sie alles zur Perfektion zu fuehren. Bis zum letzten Tag ihres bewussten Lebens hat sie geistig an sich gearbeitet, fuer alles war ihr Interesse rege und keine Moeglichkeit liess sie Vorbeigehen, ihr Wissen zu erweitern, sei es auf dem Gebiete von Musik, Literatur, Psychologie, schlechthin auf allen Gebieten. Ihre Interessen waren vielseitig und ihre Aufnahmefaehigkeit erstaun lieh. Es gab fuer Lola Roesler keine Altersgrenzen, ihre Vitaiitaet und Energie waren unerschoepflich. Nurder Tod, der so grausam und so frueh kam, konnte diesen Geist brechen. In zwei Bahnen verlief Lola Roeslers Leben, die eine war ihre Familie, die andere der Zionismus. Mit ihrem starken Organisationstalent verstand sie es, beiden voll und ganz gerecht zu werden. Nie griff eines stoerend in das Gebiet des anderen ueber. Sie war eine gute Gattin, Mutter und Grossmutter und hatte dabei mehr als genug Zeit, Interesse und Faehigkeit, die Sache Palaestinas, die Sache Israels zu ihrer Sache zu machen. Von frueh- CISROCO - LIGA DE Die allgemeine Teuerung veranlasst uns, eine Erhoehung der bisherigen Beitraege vorzunehmen, die von den Direktorien einstimmig beschlossen wurde. Wir bitten freundlichst davon Kenntnis £u nehmen, dass der Beitrag ab 1. Januar 1967 fuer CISROCO E 8,— Altersheim 5.— Liga de Damas 2,50 monatlich betraegt. Wie immer, glauben wir auch dieses Mal, dass Sie Verstaendnis fuer diese unsere Situation haben werden, una dass wir als Wohlfahrtsorganisationen mit Ihrer Hilfe und Mitarbeit nach wie vor rechnen koennen. Das Comité des Altersheims Liga de Damas Israelitas “Caridad” CISROCO Comité Israelita de Socorros ester Jugend an bis zu ihrem Ende gab es fuer Lola Roesler nur ein Ideal und eine Pflicht: zionistische Arbeit. Und ganz selbstverstaendlich ergab es sich, dass WIZO das Feld ihrer Taetigkeit wurde. Ihren Aufbau und ihre besten,. ihre Glanzjahre, hat Wizo ihr zu verdanken. Welch eine Fuehrerin, welch eine Mitarbeiterin war siel Vielseitig in ihren Faehigkeiten von grossem Format, wie fuer praktische Arbeit, ebenso begabt fuer kulturelles unermued lieh, aufopfernd, immer zur Stelle. Wieviele Veranstaltungen hat sie auf Kosten ihrer Gesundheit durchgefuehrt, in schlaflosen Naechten Probleme geloest, immer wieder neue Moeglichkeiten gefunden, den Erfolg der Wizo-Arbeit zu erhoehen. Nie hat sie nach Dank verlangt, ihr war es Belohnung genug, wenn unser Hilfswerk fuer Israel gute Resultate hatte. Eitelkeit war ihr fern, Lob nur etwas Herzwaermendes. Mit ihrer Klugheit war sie eine weise Beraterin der Juengeren und der weniger Faehigen. Ihr Urteilsvermoegen befaeh-igte sie, Menschen richtig zu bewerten und jede an den geeigneten Arbeitsplatz zu stellen. Ausgeglichen und ueber allen Situationen stehend, schaltete sie immer das Persoenliche zum Wohle der Sache aus. Mit ihrer Ruhe brachte sie Ordnung in die verwirrteste Lage, schlichtend und ausgleichend regelte sie Meinungsverschiedenheiten. Fuer sie gab es nur ein Prinzip: Gerechtigkeit, und eine Methode: saubere, geradlinige Arbeit. Nicht nur die jungen Frauen blicken voll Bewunderung zu ihr auf. Gibt es m der gesamten Kollektivitaet einen, der nicht mit hoechster Achtung und Anerkennung den Namen Lola Roesler ausspricht? Und viele, die in ihr in frueheren Jahren nur den korrekten Menschen, die begabte Frau geschaetzt hatten, fanden sich bei naeherem Kontakt einer erhoehten menschlic h e n Waerme g'egenueber, wie wenn Lola Roesler ein gesteigertes Beduerfnis nach Anim Dezember vergangenen Jahres besuchten ¡fünf massgebliche israelische Paedagogen —Dr. Schaul Levin, Direktor des staedtischen Schul— und Kulturamtes der Stadt Tel Aviv; Schmuei Hirschfeld, stellv. Director des staedtischen Schul— und Kulturamtes der Stadt Ramat Gan; Jakob Ben-Josef, Direktor einer staedtischen Mittelschule in Tel Aviv; Eliahu Ben-Jehuda, Direktor einer Elementarschule in Natanja; Dr. Pinchas Rosenblüth, Direktor der Jandwirtnaeherung Freundschaft, Gemeinschaft empfunden haette. Sie war eine treue, hilfsbereite Freundin, volli Interesse am Leben anderer. Dieses persoenliche Wachsen war die letzte Kroenung ihres Lebens, die letzte Stufe einer Entwicklung, an der sie Zeit ihres Lebens gearbeitet hat. Und nun ist sie von uns gegangen. Die Selbstdisziplin, die ihr ganzes Leben durchzogen hatte, verliess sie auch nicht in der schweren Krankheit, in den qualvollsten Stunden. Keine Klage:, kein Wort der Verzweiflung kam in den vielen Wochen des Leidens ueber ihre Lippen, weil sie den Ihrigen den Kummer nicht noch vergroessern wollte. Was uns bleibt, ist ihr Gedenken. Wir sind erfuellt von masslosem Schmerz, aber auch von Stolz, dass wir sie so viele Jahre mitten unter uns haben durften. Praesidentinnen werden kommen und Praesidentinnen werden gehen, aber eine zweite Lola Roesler wird es nicht geben. Wir neigen uns vor ihrem Gedenken und versprechen, dass wir die Aufgabe, die neben ihrer Familie ihr Lebensinhalt war, weiterzufuehren versuchen werden. Das soll unser Tribut an das Gedenken an eine geliebte, verehrte Freundin und Mitarbeiterin sein, unser Tribut an Lola Roesler, die fuer immer in unseren Herzen weiterleben wird. EINLADUNG .Hiermit lade ich die Mitglieder des Comité Israelite de Socorros ‘'CISROCO’* zu einer Ordentlichen Generalversammlung fuer Sonntag den 19. Maerz 1967 vormittags 10 Uhr in den Versammlungssaal Av. Portugal 810, auf Grund der von der Regierung genehmigten Satzungen ein. TAGESORDNUNG 1) Verwaltungsbericht 2) Kassenbericht 3) Neuwahl a) des Direktoriums b) der Kassenpruefer 4) Verschiedenes Falls zu der vorstehend festgesetzten Zeit nicht mindestens (50% der ¡Mitglieder anwesend sind, findet die Sitzung eine Stunde spaeter, d. h. um 11 Uhr vormittags in denselben Raeumen mit der Zahl der anwesenden Mitglieder statt. (Art. 18 der Satzungen). Ein Exemplar der Satzungen liegt ab heute in den Bueroraeumen des Comité Israelita de Socorros “CISROCO”, Avda. Portugal 810, taeglich von 10 — 11 Uhr zur Einsichtnahme aus. Santiago, 10, Februar 1967 Der Praesident des Comité Israelita de Socorros ‘'CISROCO" Bruno Lichtenstein CITACION Por la presente cito a los socios Cooperadores del Comité Israelita de Socorros ‘'CISROCO’' a Ia Asamblea General Ordinaria que tendrá lugar el dia Domingo 19 de Marzo de 1967 a las 10 horas en primera citación en él local de Av. Portugal 810, de esta ciudad, de acuerdo a los Estatutos aprobados por el Supremo Gobierno. TABLA: 1) Memoria de Administración. 2) Informe de Tesorería 3) Elecciones a) del Directorio b) de los Revisadores de Cuentas 4) Varios El quórum para sesionar es el 20% de los socios, y si este quórum no se reuniera a la hora fijada, la Asamblea sesionará con el número de socios que asista una hora más tarde, o sea, a las 11 horas A. M. en el mismo lugar (Art. 18 de los Estatutos). Comunico a Ud. que un ejemplar de los estatutos está desde hoy a su disposición en la oficina del Comité Israelita de Socorros “CISROCO” en la Avda. Portugal 810, diariamente de 10 a 11 horas. Encarecemos su asistencia á la Junta General. Santiago, 10 de Febrero de 1967. El Presidente del Comité Israelita de Socorros "CISROCO" Bruno Lichtenstein verbessert schaftlichen Schule Mikwe Jisrael — auf Einladung der bayerischen Landeshauptstadt München und der Bunde s z entrale für; politische Bildung in Bonn die Bundesrepublik Deutschland, um sich mit deutschen Paedagogen über Fragen |der Behandlung jüdischer Probleme in deutschen Schulbüchern zu unterhalten. Wie Herr Dr. Schaul Levin nach einem zehntaegjgen Aufenthalt ln München in einer Pressekonferenz in Bonn erklaerte, will man in einer gemischten d e u tsch-israelischen Kommission erreichen, dass die Geschichte des Judentums breiter und umfangreicher in den deutschen Geschichts — und Geographiebüchern behandelt wird. Diese Kommission soll gemeinsam entsprechende Texte für die deutschen Schulbücher erarbeiten, und, wie Herr Dr. Levin auf die Frage eines Journalisten (erklaerte, sich auch mit der Darstellung der Bundesrepublik Deutschland in i s r a elischen Schulbüchern befassen. Die israelische Paedagogengruppe begann ihre Untersuchung zunaechst in Münchner Schulen und im Gespraech mit Münchner Schulexperten. Dort hatten sie mit 800 Oberschülern und Studenten sprechen jkönnen und waren beeindruckt von dem Niveau der Münchner Oberschüler und von den Sympathien, die man Israel spontan entgegenbringt. * Die israelischen Paedagogen waren nach ihrem Aufenthalt in München aber der Meinung, dass der deutschen Jugend keine ausreichenden , Informationen über Israel zur Verfügung stünden. Kritik wurde auch daran geübt, dass im G e s c h i chtsunterricht der grosse Anteil des Judentums am europaeischen Geistesleben nicht deutlich genug aufgezeigt [werde. Die Kulturhoheit der Laender in der Bund esrepublik erschwere generelle Ueberlegungen ln dieser Richtung, deshalb soll über die bayerischen Staedte begonnen werden, diese ¡Probleme zu klaeren. Auch mit dem Bundesministerium für Familien— und Jugendfragen in Bonn führten die israelischen Gaeste , Besprechungen. 1 (Deutschland Berichte) Anzeigen fuer das Boletín Informativo Los Serenos 476 Of. 22-23 (Catedral Hohe 1250) VDN 9-1 U. 2-6 TéL 87765 vom 16. Februar bis 4. Maerz geschlossen 1139 5348

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.