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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1967-02-01 · 2 (Febrero, 1967) · p. Seite 3

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXIX (1967)
Issue
2 (Febrero, 1967)
Date
1967-02-01
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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FEBRERO 1967 BOLETIN INFORMATIVO 3 SERVICIO RELIGIOSO Schabbat, Schabbat, Schabbat, Februar Adar Rischon 25. 15. Sidra; Ki Tissa 2. Buch Moses: 30,11 34,35 1.. Buch Moses: 18,1 39 Maerz 4. 11. Sonntag, Montag, Schabbat, 22. Sidra: Wajakhel 2. Buch Moses: 35,1 — 38,20 1. Koenige: 7,40 — 50 29. Sidra: Pekude — Schekalim Neumondsweihe 2. Buch Moses: 38,21 — 40,38; 30,11 — 16 2. Buch Koenige: 12,1 - 17 12. 30. 1. Tag Rosch Chodesch Adar Schern 13. 1. 2. Tag Rosqh Chodesch 18. 6. Sidra: Wajikra 3. Buch Moses: 1,1 — 5,26 Jesaias: 43,21 — 44,23 Sonn, und staatl. Wochentags Schabbat Rosch Chodesch (13. Maerz) MORG ENGOTTESDIENSTE Feiertage ABENDGOTTESDIENSTE Wochentags .alltaeglich Freitag, 24. Februar Freitag, 3. Maerz Freitag, 10. Maerz Freitag, 17. Maerz Schabbat! Mincha Ausgang 8.00 Uhr 7.30 Uhr 9.00 Uhr 7.15 Uhr 19.3t) Uhr 19.00 Uhr 19.00 Unr 18.45 Uhr 18.45 Uhr 25.2 19.00 20.00 4.3 19.00 19.53 11.3 18.45 119.43 18.3 18.30 19.31 LEHRVORTRAEGE Ab Maerz, nach dem Schabbat-Morgengottesdienst, Lehrvortraege unserer Herren Rabbiner. FRIEDHOF Der Friedhof ist am Schabbat und am Rosch Chodesch (12. und 13. Maerz) geschlossen. Fuer die uns anlaesslieh des Pinscheidens unserer unvergesslichen Gattin, Mutter Schwiegermutter und Grossmutter LOLA R. de ROSLER in so ueberaus grossem Masse erwiesene Anteilnahme, sprechen wir auf diesem Wege Alien unseren herzlichen Dank aus. ARTURO ROSLER MARGOT ROSLER THOMAS und SONIA ROSLER 4 ENKELKINDER Januar 1967 Fuer die mir anlaesslieh des Ablebens meiner geliebten Frau ERNA SALINGER erwiesene Anteilnahme sage ich allen Verwandten, Freunden und so zahlreichen nahestehenden Bekannten meinen aufrichtigen Dank. FEDERICO SALINGER L. Fuer die so ueberaus zahlreichen Beweise herzlicher Anteilnahme ¡beim Hinscheiden meiner innigstgeliebteü Frau, unserer geliebten Mutter, Schwiegermutter und Grossmutter JULIA WOLFF sagen wir allen Freunden und Bekannten unseren aufrichtigen Dank. RICHARD WOLFF LUIS und HANNA HES geb. WOLFF Vina dei Mar, Januar 1967 Dr. Naor ueber das neue Buch Rabbiner Friedlaender “Los Héroes Olvidados”: TREUE ZUR EIGENEN IDENTITAET Botschafter Dr. Uri Naor veranstaltete am 18. Januar 1967 einen Empfang anlaesslich des Erscheinens des neuen Buches Rabbiner Guenter Friedlaenders ueber die Marannen in Suedamerifca “Los Héroes Olvidados" (Verlag Nascimento, Santiago), an dem zahlreiche Schriftsteller und Literaturkritiker, fuehrende Persoenlichkeiten der juedischen Gemeinschaft Chiles und eine grosse Delegation der juedischen Gemeinde in Valparaiso unter Fuehrung ihres Presidenten Salomon Grossmann teilnahmen. Die “B’ne Jisroel” war durch ihren Praesidenten Dr. Hans Reich die Rabbiner Manfred Lubliner und Egon Loewenstein und die Herren Hans Kaufmann und Hans Engel vertreten. Botschafter Dr. Naor hielt bei dieser Gelegenheit folgende Ansprache: Der Anlass fuer unser heutiges -so angenehmes Beisammensein ist etwas ungewoehnlich in der langen Reihe der diplomatischen Empfaenge - aber ich habe das Beduerfnis, meine Freude zum Ausdruck zu bringen ueber das Erscheinen eines Buches. In der Welt des Geistes ist das Erscheinen eines Buches heute keine besondere Angelegenheit mehr. Es erscheinen so viele Buecher, dass selbst ein fleissiger Leser oft ganz verwirrt ist von der Vielfalt und dem quantitativen Ausmass der Buchproduktion. Wer nicht erst warten will, bis ein Buch zum Bestseller wird, bis es von der literarischen Mode anerkannt wird hat es heute garnicht leicht herauszufinden, was ueberhaupt lessenswert ist. Bei dem Buch, dass ich zu Beginn meiner Rede erwaehnte, war es mir jedoch viel leichter. Ich kenne nicht nur seinen Autor, Herrn Rabbiner Guenter Friedlaender und bin stolz darauf, dass uns eine wahre Freundschaft miteinander verbindet, sondern ich sah auch im Verlaufe der vergangenen Jahre, aus einer sehr respektierenden Distanz, wie das Buch entstand, wie sich der Autor auf die Beschaffung des Rohmaterials seiner historischen Forschungen konzentrierte, wie gross seine Freude war, wenn er eine neue Quelle aufstoeberte und er um einen weiteren Schritt vorwaerts kam. Der Leser, der nicht selbst Schriftsteller oder zumindest Journalist ist, hat in der Regel keine Ahnung, wieviel Arbeit in der Vorbereitung, Komposition und Durchfuehrung eines literarischen Planes steckt, als dessen letztes Ergebnis dann ein Buch in unsere Haende geraet oder nicht geraet. Hier jedoch war ich Augen- STERBEFAELLE Zwischen dem 29. Januar und dem 24. Februar bitten wir unsere Mitglieder, sich in Sterbefaellen mit Herrn Alfredo Berliner, Tel. 36143 — 255290, in Verbindung zu setzen. zeuge eines literarischen Schaffensprozesses und ich wollte durch die heutige Zusammenkunft ein wenig die Freude teilen, die Rabbiner Friedlaender, wie jeder ernste Autor spuerte, als er endlich das erste Exemplar seines neuen Buches in den Haenden hielt. Aber an diesem Buche war ich noch aus einem anderen Grunde besonders interessiert. Es fuehrt naemlich tief in die Problematik eines der aufregendsten, stolzesten und - um die volle Wahrheit zu sagen - auch eines sehr enttaeuschenden Kapitel der Geschichte meines Volkes. Das Kapitel der Marannen, der Juden aus Spanien und Portugal, die unter allen Bedingungen, bis zur Lebensgefahr und Gefaehrdung ihrer eigenen Familien - was bei Juden noch schwerer wiegt warn. Der Leser, der nicht als die Gefaehrdung des eigenen Lebens - entschlossen waren, ihrem Glauben und ihrem Volke die Treue zu halten, - diesses Kapitel ist wohl eines der erhebendsten auch in der Geschichte der menschlichen Martyrologie. Treue zu einer Idee, zu einer Gemeinschaft, zu kulturellen und seelischen Werten, die sich unter so fuerchterlichen Bedingungen bewaehrt, war zu allen Zeiten der Geschichte eine Mangelware. Wenn man solche “Vergessene Helden” der Vergessenheit entreisst, wie es Guenter Friedlaender in seinem Buche tut, dann ist das, meines Erachtens nach, mehr als eine blosse literarische oder historische Arbeit. Ich bin ueberzeugt, dass dieses so sachlich - kuehl aber mit einem leidenschaftlichen Herzen geschriebene Buch, nicht nur mit grossem Interesse gelesen, sondern auch manche in ihm vertretene These Diskussionen ausloesen wird. Man kann einem Buch nichts Besseres wuenschen als Bewegung rings um seine Lektuere. Fuer den modernen juedischen Leser hat das Buch jedoch noch eine besondere aktuelle Note. Es erinnert ihn daran, wie gross und wie schrecklich der Aderlass gewesen ist, dem unser Volk im Lauf seiner langen Geschichte fast pausenlos ausgesetzt war, wie viele und w'e wertvolle Menschen wir dadurch im Laufe der Zeit verloren haben. Wir sind auf unserer langen Wanderung durch die Geschichte nicht nur einem Hitler begegnet, sondern einer ganzen Anzahl Hitler, die alle das eine Ziel gemeinsam hatten: uns aus der Geschichte auszuloeschen. Der letzte von ihnen, den wir alie in dieser oder jener Form erlebten, war in besonders versessener und barbarischer Form darauf bedacht, dieses Ziel zu erreichen. Aber auch die Moeglichkeiten der dunkelsten Kraefte der Geschichte sind begrenzt - begrenzt vor allem durch eine Eigenschaft, die die Helden des Buches Rabbiner Friedlaenders in einem so herrlichen Masse gezeigt haben: durch die Kraft der Treue zur eigenen Identitaet. Sie haben zwar nicht durchhalten koennen, ebenso wie die Millionen Opfer der modernen antijuedischen Barbarei. Aber sie haben die Flamme zu bewahren versucht - und die Flamme wurde, trotz ihrem tragischen Schicksal, am Leben erhalten. Das scheint mir nicht nur ein ergreifendes Kapitel in der Geschichte meines Volkes zu sein, sondern auch ein leuchtendes Vorbild fuer alle anderen Gemeinschaften von Menschen, die die Menschheit mit Kulturwerten bereichert haben und die in sich die Kraft spueren. diesen Weg in der ihnen adaequaten Form weiter zu gehen . Das war wohl auch das Motiv, das den Verleger Carlos Nascimento dazu bewog, das Buch “Los Héroes Olvidados” in seinem so sehr geachteten Verlage ■ herauszubringen. Ich moechte ihm dazu aus vollem Herzen danken und meinem Freunde Friedlaender und seiner Gemahlin, die ihm bei der Arbeit - wie bei all seinen Arbeiten - eine wertvolle Hilfe war, auch in diesem Rahmen herzlichst zum Erscheinen des Buches gratulieren! URSULA J1AS (z.l.) Nach schwerer, standhaft ertragener Krankheit verschied am 28. Januar unsere langjaehrige Mitarbeiterin, Frau Ursula Jonas. Wir verlieren mit ihr eine Heldin des Alltags, eine Frau, die in jahrelanger aufopfernder und treuer Arbeit ihr Bestes fuer unsere Gemeinschaft gegeben hat. Mit ihr geht ein Mensch von uns, der die Erfuellung des Lebens in der Hingabe und der rastlosen Taetigkeit fuer ihre Familie undden grossen Kreis ihrer Freunde fand. Wir werden ihr stets ein ehrendes Gedaechtnis bewahren. SCI “B’NE JISROEL’’ Herzlichen Dank Allen, die mir ihre wirkliche Anteilnahme beim Hinscheiden meines guten, unvergesslichen Mannes BENNO FISCHER FÄLIKMANN ausgedrueckt haben. HILDE FISCHER geb. GLASER

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