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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1966-10-01 · 10 (Octubre, 1966) · p. Seite 12

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXVIII (1966)
Issue
10 (Octubre, 1966)
Date
1966-10-01
Page
Seite 12 (sequence 12)
Language
German
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12 BOLETIN INFORMATIVO OCTUBRE 1966 DAS NEUE KNESSETH - GEBAEUDE Saemtliche israelischen Tageszeitungen widmeten ihren Leitartikel der Uebersiedlung des Parlamentes in sein neues Heim in Jerusalem. Alle Zeitungen betonten die ausserordentliche Bedeutung dieses Ereignisses. Die Blaetter betonten einstimmig die neue Atmosphaere welche sich bereits aus der viel groesseren Weitlaeufigkeit des Hauses ergeben wird, in welcher die Volksvertreter nunmehr arbeiten koennen. Dieses Haus ist fuer kuenftige Generationen erbaut worden und nicht nur fuer die eine, die es jetzt einweihen wird, erklaerten die Zeitungen. Daher . kann auch nicht die Rede von uebertriebener Pracht sein. Dieses Haus steht fuer lange Zeit und wird Israels Volksvertretung als staendiger Sitz dienen. Der Umzug in das neue Gebaeude soll als Neubeginn auch in der parlamentarischen Arbeit gewertet werden wo man mehr und besser arbeiten wird. Zugleich weisen die Zeitungen darauf hin, dass das neue Haus mit der Spende der Familie Rothschild errichtet wurde, einer Familie, deren Name mit der Renaissance des juedischen Volkes in seinem Lande eng verbunden ist. Daher ist auch keinerlei negative Empfindung mit dieser Spende verbunden, mit der Tatsache, dass das Parlamentsgebaeude durch eine Spende moeglich gemacht wurde. Einige Blaetter verlangten bei dieser Gelegenheit auch die Annahme einer Staatsverfassung, alle aber betonten die ausserordentliche Bedeutung Jerusalems als Hauptstadt des Staates und des Volkes ueberhaupt. Die Zeitungen gingen auch auf die politische Bedeutung ein, welche die Zeremonie der Einweihung dieses Hauses fuer unsere echte demokratische, parlamentarische Republik besitzt. Dutzende von Delegationen aus vielen demokratischen Laend e r n waren nach Jerusalem gekommen, um an diesen Feierlichkeiten teilzunehmen und das ist ausserordentlich zu begruessen. Man kann nur bedauern, dass einige Laender, mit denen Israel korrekte Beziehungen hat, es fuer notwendig erachtet haben, nicht bei diesen Feierlichkeiten vertreten zu sein. Zum Schuss ihrer Betrachtungen erwaehnten die Zeitungen in ihren Leitartikeln die in den 18 Jahren des Bestehens der Knesseth verstorbenen Volksvertreteru. Minister. Einige Zeitungen beschaeftigten sich mit dem Grundgesetz ueber die Regierung, mit dem die Knesseth ihre Taetigkeit im neuen Hause aufnahm und mit der feierlichen Einweihung ■ in Jerusalem. Dawar findet die Behandlung des wichtigen Grundgesetzes als passend fuer die feierliche Stunde des Arbeitsbeginns im neuen Knesseth- Getaaeude. Aber das ¡Gesetz hat darueber hinaus auch einige wichtige Neuerungen die zu begruessen sind: die Regelung der Taetigkeit der Regierung; die Feststellung des Status von Jerusalem als Hauptstadt; die Vorschrift, dass ein Ministerpraesident Mitglied der Knesseth sein muss, sowie die erwuenschte Beschraenkung der Zeit, die nach den Wahlen zur Bildung der Regierung zur Verlegung steht. Haaretz nimmt hingegen Anstoss an einigen Paragraphen d. neuen Gesetzes, insbesondere dem Verbot der Veroeffentlichung von Debatten in der Regierung und in den Ministerausschuessen ohne ausdrueckliche Genehmigung des Ministerpraesidenten bezw, einer von ihm dazu bevollmaechtigten Person. Es ist zu befuerchten, dass die Regierung und die Ministerausschuesse sich hinter eine Mauer von Geheimnistuerei verbergen werden und auf diese Weise auch legitime journalistische Taetigkeit b e e i n t r aechtigen koennen. Hazofeh geht auf die historische Tiefe der Einweihungszeremonie des neuen Knesseth-Gebaeudes ein und kommt zur Schlussfolgerung dass die moralischen Werte des juedischen Volkes fuer alle demokratischen, parlamentarischen und friedliebenden Voelker der Weit ihre Gueltigkeit besitzen. AI Hamischmar beschaeftigt sich mit den Gaesten zur Einweihungsfeier. Die grosse Zahl der Vertreter juedischer Gemeinden und Organisationen aus dem Auslände beweist zwar eindeutig, dass Israel zum neuen Mittelpunkt des juedischen Lebens wurde, demonstriert aber auch, wie gross noch die Zahl der Juden in der Diaspora ist. Unter den auslaendischen Gaesten fehlten Vertreter eines ganzen politischen Blocks und diese Tatsache ist sehr zu bedauern. RELIGIOESE JUGEND - ERZIEHUNG IN ISRAEL Hazofeh bespricht die Tagung der Weltbwegung Misrachi - Hapoel Hamisrachi, welche sich mit den Problemen religioes - juedischer Jugenderziehung zu befassen hat. Die Zeitung kommt zu dem Ergebnis, dass es wohl kaum zu vermeiden sein wird eine eigene religioese Campagne durchzufuehren, um allen Zwecken des relikioesen Jugenderziehun g swerkes dienen zu koennen Auch das relikioese Siedlungswerk muss gestaerkt werden. Zu diesem Zweck muesse man sich mit Rabbinern und Synagogengemeinden in Verbin düng setzen und mit ihnen ein Aktionsprogramm ausarbeiten. Schaarim versucht die Probleme der Alijah aus der freien Welt einer Analyse zu unterziehen und bedauert in diesem Zusammenhang sehr dass man, bei den Besprechungen mit den jue —- dischen Fuehrern aus den freien Laendern, die zur Knesseth—Einweihung hier waren, nicht auch Vertreter des religioesen Judentums zugezogen hat. Nur durch die religioese Judenheit, die von ihr organisierte Alijah und durch ihr Erziehungswerk kann davon gesprochen werden, dass die Zukunft des Judentums in einer einleuchtenden Form als gesichert gelten darf, erklaert die Zeitung. Daher sollte man in weit staerkerer Weise als bisher darauf achten, bei solchen Beratungen und Planungen auch die Repraesentanten der Religioesen an den Besprechungen zu beteiligen. MONEDA 1037 Huérfanos 740 — Teléfono 380250 (Frente al Teatro Rex) Compre sus Pantalones y Chaquetones conjuntos para la Playa. Precios directo de Fábrica AUS DER ISRAELISCHEN PRESSE I Politische Ausrichtung der israelischen Presse Aaf Seiten der Regierungskoalition: DAWAR (Organ der Histadruth, pro Maarach —Mapai plus Achduth Avodah—), JERUSALEM POST (unabhaengig, pro Mapai), LAMERCHAW (Achduth Avodah), AL HAMISCHAR (Mapam), HAZOFEH (Religioes- Nationale Partei), SCHAARIM (Poalej Agudath Israel), HAMODIA (Agudath Israel), HAARETZ (buergerlich liberal, unabhaengig). Auf Seiten der Opposition: HAJOM (pro Gachal —Parteiblock Cheruth-Liberale—), MAARIW (unabhaengig, nach rechts, zu Cheruth tendierend), JE- DIOTH ACHARONOTH (unabhaengig, nach rechts, zu Cheruth tendierend), KOL HAAM (Kommunisten). DIE ERMORDUNG VERWOERDS Jerusalem Post stellt fest, dass unabhaengig vom wahren Motiv des Mordes, die Welt diese Tat als einen Protest gegen die Apartheid- Politik Verwoerds auffassen wird. Dabei ist keineswegs damit zu rechnen, dass die Nachfolger Verwoerds, die seit Jahren die Rassentrennung und die Ueberlegenheit d. weissen Rasse predigen ihren Weg und ihre Politik nun aendern werden. Hazofeh weist insbesondere auf die Situation der starken juedischen Minor itaet in Suedafrika hin, die seit Jahren ein Opfer der Rassenspannungen zwi sehen Weissen und Farbigen darstelle. Gerade diese Situation der südafrikanischen Juden beweise die Abnormalitaet der juedischen Existenz in der Diaspora. Kol Haam stelt fest, dass das Ende der haesslichen Apartheidpolitik Suedafrikas nicht zu verhindern sei, wenngleich die Nachfolger Verwoerds sie zu retten versuchen werden. Der Mord an Verwoerd stellt einen Beweis dafuer dar, dass in diktatorischen Systemen mit einer Politik der Ungerechtigkeit, derartige Taten unvermeidlich sind. Dawar weist darauf hin, dass auch in unserer Zeit geistig gestoerte Personen oder solche, die zu Gewaltmitteln greifen, politische VERMIETE Fuer einige Monate moebl. Wohnung oder Zimmer m/o Moebel in bester Lage Providencia mit Telefon. Anfragen Tel. 251114 Umwaelzungen ersten .Ranges mittels eines Attentates herbeifuehren koennen. Die Juden in Suedafrika muessten jetzt Einkehr halten und sich fragen, ob nicht die Stunde zur Einwanderung nach Israel gekommen ist. Al Hamischmar geht auf die “juedischen Folgen” dieses Falles ein. Die Juden in der Welt atmeten auf, als sie hoerten, dass der Taeter kein Jude war. Die 100.000 Juden Suedafrikas le b e n fuer den Moment ein Leben der Bequemlichkeit, aber sie sollten auf Grund unserer historischen Erfahrun gen wissen, dass Umwaelzungen und Krisen in erster Linie die juedischen Gemeinschaften beeintraechtigen koennen. Haaretz meint, dass auch die schaerfste Kritik an der Politik der Apartheid nichts an der Schwere des Verbrechens aendern kann. Viele Afrikaner werden sich ueber die Trauer der Weissen ueber die Ermordung Verwoerds freuen, aber die Regierungen des befreiten Afrika. sollten anders reagieren. Was V e r w o erd geschah, kann auch afrikanischen Fuehrern angetan werden, und im Zeitalter von Revolutionen und Gegenrevolutionen ist kein politischer Fuehrer vor Ermordung sicher. Maschmenslickerei Arbeite feine Tisch-und Bettwaesohe. Muster in grosser Auswahl Evelyn Levy Rio Jachal 1446 Telefon 371859 Anruf von 10-1 Uhr ANZEIGENSCHLUSS am 31.

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