Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XXVIII (1966)
- Issue
- 10 (Octubre, 1966)
- Date
- 1966-10-01
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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i BOLETIN INFORMATIVO OCTUBRE 1966 ERWIAI KRAUSKOPF - VALDIVIA (z. 1.) In der Nacht des Schabbat, des 16. Oktobers, ist Erwin Krauskopf-Valdivia von dieser Weit abberufen worden. Kurz vor Vollendung des 61. Lebensjahres wurde seinem Leben durch eine unheilbare Krankheit ein Ende gesetzt. Zu unserem grossen Bedauern war es uns nicht moeglich, in dieser Stunde des Schmerzes an der Seite seiner Familie in Valdivia zu sein und ein letztes Wort an seinem Grab zu sprechen. Eines der ergreifendsten Lieder unserer Bibel ist das Abschiedslied Davids um seinen Freund Jonathan, Sohn Schauls: “Leid ist es mir um Dich, mein Bruder, warst mir sehr teuer-’. Mit diesen Worten nehmen auch wir Abschied von unserem teuren Erwin Krauskopf. Wir empfinden den Schmerz seiner Lebenskameradin, Frau Trude Krauskopf, seiner Kinder und seines Bruders Viktor Krauskopf und ihrer Familien, die im wahrsten Sinne des Wortes eine Mischpacha - eine Familie - bilden. 1905 in Karbitz in Boehmen geboren, wuchs er in einer Gegend auf, die dem juedischen Volk unserer Zeit viele sehr bewusste nationale Kaempfer fuer die juedische Zukunft geschenkt hat. Als solcher hat er sich bewaehrt. Als er 1939 mit seiner Gattin nach Chile kam, liess er sich in Valdivia nieder und wurde durch die “Confitería Sur” allgemein bekannt. Jahrelang haben er, sein Bruder Viktor und andere die Gemeinde Valdivia im Geiste bester juedischer Tradition gefuehrt und sie vor allem mit stolzem juedischen Nationalbewusstsein erfuellt. Wenn die Gemeinde Valdivia jahrelang ein Stolz des chilenischen Judentums war, verdanken wir dies Maennern dieses Schlages. Was aber an Erwin Krauskopf vor allem so bestechend wirkte, war seine Aufrichtigkeit, die keine Nebenwege und keine Ausfluechte kannte. Wir haben ihm viel fuer seine Einsatzbereitschaft fuer seine Gemeinde Valdivia und fuer die nationalen Aufgaben des juedischen Volkes zu danken. Vor allem aber werden uns seine menschlichen Qualitaeten unvergessen bleiben. Die Gebete an seinem Grabe wurden von seinem so h o chgeschaetzten O n k e i Herrn Jakob Orlik gesprochen und der Praesident der juedischen Gemeinde in Valdivia, Herr Esteban Fried, wuerdigte sein Leben. Begleitet wurde Erwin Krauskopf auf seinem letzten Weg von ganz Valdivia — Juden wie Nichtjuden. Dieser Ausdruck der allgemeinen Wertschaetzung moege den Schmerz der Familie ein wenig lindern helfen. Es war ein kurzes Leben, aber sinnvoll und reich an Inhalt nicht nur fuer die Seinen sondern auch fuer die Gemeinschaft Israels. LOEWENSTEIN 22? Convención de la Educación Judía El Vaad Hajinuj ha iniciate Kinus se contempla la reado los preparativos para el lización de un foro pedagó- 22.o Kirius a realizarse los gico, que contará con la días 2. 5 y 6 de Noviembreparticipación de destacados En la programación de espersoneros de la colectividad. Exposición de Arte Judío en Buenos Aires Invitado por la Sociedad Hebraica Argentina y por ei Servicio Comunitario del Comité Judío se dirigió a Buenos Aires, el Director del Seminario de Arte Judío de la Facultad de Bellas Artes de la Universidad de Chile, pro. fesor Guenter Boehm. El 10 de octubre se abrió en los salones de ia Hebraica, una exposición sobre Arte Ceremonial Judío, organizado por ei Seminario de Arte Judío en combinación con diversas instituciones argentinas, la cual se inauguró con una conferencia que el proí. Boehm dictó sobre este tema. También dio varias charlas sebre temas de su especialidad, invitado por el Rabino Marshall T. Meyer, en el Seminario Rabínico Latinoamericano y en el Instituto Superior de Estudios Hebraicos. A su regreso de Buenos Aires, el Proí. Boehm continua rá con sus clases sobre Eí Arte Judío en los Tiempos Bíblicos, correspondientes ai ciclo de cultura hebrea que se desarrolla en la Facultad de Filosofía y Educación de la Universidad de Chile. Este curso forma parte del plan de los alumnos de historia, lenguas clásicas, biblioteco. nomía, periodismo y arqueología. Recepción de AVISOS del BOLETIN INFORMATIVO Los Serenos 476-Of. 23 Catedral altura 1250 -Tel. 87765 Horas de Ofieinas 9-13 y 14*18 —A BUZON I Die Repraesentanz... (Schluss von Seite 3) DAS WAERE UNDEMOKRATISCH Hinsichtlich der Umstellung Ihrer w. Zeitung auf ganz Spanisch wollen wir ebenfalls Herrn Ehrlich vollauf zustimmen und noch darauf hinweisen, dass es auch andere juedische Zeitungen in rein Spanisch gibt z. B. die “Mundo Judio”. welche woechentlich erscheinen und fuer Leute welche perfekt Spanisch sprechen, vollauf genuegt. Ferner gibt es in Ihrer w. Zeitung viele Artikel, seien sie politisch oder weltanschaulich, welche die Jugend garnicht interessieren, dafuer aber die aelteren Leute. Sie werden, wenn Sie die Zeitung auf ganz Spanisch umstellen wuerden keinen einzigen neuen Leser gewinnen, sondern nur viele verbittern, welche dann das Interesse an Ihrer Zeitung verlieren werden. Last not Least sind wir der Ansicht, dass Sie, da Sie immer den demokratischen Charakter Ihrer Zeitung beto nen, auch dann demokratisch handeln muessen, d. h., wenn viele Leute sich fuer eine. Beibehaltung der Zeitung in ihrer jetzigen Form, — teilweise viel mehr als 40% Castillanisch — aussprechen, — Sie dann auch moralisch verpflichtet sind, sich nach dem Wunsche vieler Leser zu richten» und nicht, wie Sie bereits jetzt schon ankuendigen, zuerst der Debatte freien Lauf lassen, und dann doch Ihre vorher geaeusserte Absicht, die Zeitung ganz auf Castillanisch umzustel 1 e n, ausfuehren. Das waere undemokratisch. Wir waeren Ihnen dankbar, wenn Sie diese Zuschrift ebenfalls in Ihrer w. Zeitschrift aufnehmen wuerden. Dr. Louis Paul Wunsch Rose-Margot Wunsch RUECKSICHT FUER DIE JDAHINSCHWINDENDE GENERATION ...Mit grossem Bedauern habe ich davon Kentniss genommen, dass das “Boletin Informativo” mehr u n d mehr und zuletzt vollstaendig auf die spanische Sprache umgestellt werden soll. Obwohl ich volles Verstaendnis dafuer habe, dass unsere Gemeinschaft sich weitgehend den Sitten des Landes und der Sprache anzupassen hat, um nicht ein Fremdkoerper im Gastland zu bleiben, glaube ich nicht im Unrecht zu sein wenn ich mehr Ruecksichtnahme fordere fuer die alte, die dahinschwindende Generation. Wir, die wir auch beim besten Willen nicht erreicht haben, die spanische Sprache zu beherrschen, wir sind ja nicht wie die Jugend hier geboren, nicht hier zur Schule gegangen, waren bei Ankunft bereits alte Menschen mit zerruetteten Nerven, kranken Koerpern, mussten schwere und ungewohnte Arbeiten verrichten, wes halb wir unmoeglich die Sprache erlernen konnten, aber deshalb wollen und koennen wir uns nicht beiseite schieben lassen uno ist ausser negativer Kritik nicht zu holen. Dies beweist nicht zuletzt die beschaemende Tatsache die im Bericht des Direktoriums erwaehnt wird. Was die Modernisierung des Gottesdienstes anbelangt ist es die Meinung des Repraesentanten - Kollegiums, dass man in diesem Sinne mit groesster Vorsicht Vorgehen muss. Es ist sehr leicht, etwas zu zerstoeren aber sehr schwer etwas neu aufzubauen, insbesondere, da kein Beweis dafuer besteht, dass ein groesserer Teil unserer Mitglieder ein entsprechendes Beduerfnis habe und gewillt waere alsdann regelmaessig die Synagoge zu besuchen. Herr Hochmann nimmt, in seiner Eigenschaft als einer dieser “Zweiten Generation”, zu den in der Debatte gemachten Ausfuehr u n g e n Stellung. Er bedauert den Pessimismus, der aus den Worten der Herren Repraesentanten spuerbar ist und weist darauf hin, dass die SCI die einzige Organisation in Chile ist, die dank ihrer organisationellen Form und des geistigen Inhalts, den sie repraesentiert der Jugend das bieten kann was sie sucht. Seine Person, der er kem Jude aus dem deutschen Kulturkreis ist, ist ein Zeichen dafuer. Die Jugend ist unbewusst reiigoes, auch wenn diese Religiositaet noch Undefiniert ist. An der Gemeinde ist es, diesem unbewussten Drang durch intensive Kulturarbeit Ausdruck zu verleihen. Es wird schwer sein und Opfer kosten und auch die Ergebnisse werden spaerlich sein. Aber wenn nur eine, zwei oder zehn Seelen gerettet werden, ist ein unabsehbarer Beitrag zm Erhaltung des juedischen Lebens in Chile geleistet worden. Was den Gottesdienst anbetrifft, so ist er, wenngleich persoenlich der konservativen Richtung angehoerend, der Auffassung, dass eine vorsichtige Modernisierung angebracht waere. Notwendig dabei aber bleibe, nichts zu uebereilen und sich jeden Schritt gruendliehst zu ueberlegen um nicht mehr zu zerstoeren, als je wieder aufgebaut werden kann. Herr Munter begruesst die Worte von Herrn Hochmann, denen er sich grundsaetzlich anschliesst. Die Raeume sind vorhanden, das kulturelle Beduerfnis der Jugend ist da, worauf warten wir? In Verschiedenes teilt Herr Dr. Reich mit, dass am kommenden Montag d i e Steinsetzung fuer den verstorbenen Kantor der Ge meinde, Herrn Oskar Ruschin stattfindet und bitter um Beteiligung der Herren Repraesentanten. Herr Simonson bezieht sich auf die finanzielle Situation des Vaad Hajinuj und bittet um Beteiligung der Herren Mitglieder des Repraesentanten- Kollegiums an der Aktion der Beca Anne Frank. wollen nicht, dass uns das Boletín” weggenommen oder gar entfremdet wird. Es ist bitter genug fuer uns, wenn wir auf Versammlungen und Festlichkeiten bein a h e Fremde sind und nicht mehr voll teilhaben koennen am Geschehenden. Mehr noch, Ich moechte Ihnen die Idee eines garnicht so alten aber verstaendnisvolien Bekannten Vorbringen, oder vielmehr wissen lassen, der anregte evtl, das Spanische fuer uns Alte in Deutsch nachzudrucken, damit waere der Jugend und den Alten geholfen, denn wir haben ebenfalls sehr grosses Interesse an allen grossen und kleinen Geschehnissen in der Welt und hauptsaechlich in unserem Lande, Israel. Ich verabschiede mich mit der nochmaligen Bitte: werft uns nicht zum Alten Eisen. Mit Schalom Senta Blank ,.N. B. Seit Juni 1941 bin ich zahlendes Mitglied bei der Gemeinde und glaube ein Anrecht auf ein Boletín in Deutsch geschrieben zu haben. SUCHANZEIGE Die Konsulatsabteilung der Botschaft der deutschen Bundesrepublik sucht in einer Wiedergutmachungssache die Anschrift des Herrn Mosche-Eugen Kornhauser, der von Tel-Aviv nach Chile eingewandert sein soll. Zweckdienliche Angaben bitten wir direkt an die Konsulatsabteilung Aktenzeichen RK V 2 SK 10241, zu richten. Cocktails-Banquetes Recepciones be¡ Hochze'ten, Geburtstagen, Barmizwahs, etc. Werner Spiegel Irarraxaval 1232 Neues TeleEon 494300