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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1966-07-01 · 7 (Julio, 1966) · p. Seite 19

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXVIII (1966)
Issue
7 (Julio, 1966)
Date
1966-07-01
Page
Seite 19 (sequence 19)
Language
German
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JULIO 1966 BOLETIN INFORMATIVO 19 Dr. Reich nach Deutschland In der Sitzung des Repraesencanten-Kollegiums der Gemeinde vom 16. Juni verabschiedete Herr Hof mann den Praesidenten der Gemeinde, Herrn Dr. Reich, der einer Einladung der Bundesrepublik Deutschland folgend, fuer einige Wochen nach der BRD reist. Herr Dr. Reich wird im Verlaufe seines Besuches juedische Institutionen in den wichtigsten Staedten der Bundesrepublik besuchen. (0HUN1DAD ISRAELI» DE VALPARAISO JISKOR . Es war der 2. Tag Schawuot. Die Seelenfeier begann in der grossen und halbfertigen Synagoge zu Viña del Mar. 33 Menschen gedachten ihrer Lieben, die nicht m°hr bei ihnen sein konnten. Wir lasen in unseren Machsorim ueber den Menschen, der vom Weibe geboren, kurz an Tagen und reich des' Kummers, wie eine Blume spross und welkte, der wie ein Schatten floh und nicht bleiben durfte... Traurig war unser Rabbiner und traurig war das kleine Haeuflein derjenigen, die sich erinnern wollten, derjenigen, die die Toten ehren wollten durch den Kaddisch, den Kaddisch des Nichtvergessens fuer unsere Maertyrer, fuer unsere Grosseltern, Eltern und Kinder. Unser Kaddisch ist ein Denkmal, das' nicht der Zahn der Zeit, nicht die Unbill des Wetters, nicht die Frevlerhand des Feindes, sondern nur WIR SELBST zerstoeren koennen. Wir selbst zerschneiden das Band, das uns mit unseren Vorfahren verbindet. Leere Baenke gaehnten uns an. Keiner, der bereits m diesem schoenen und gastfreien Lande geborenen Juden, wollte sich s'einer Vorfahren erinnern. Aber auch deren Vaeter verspuerten nicht mehr das Beduerfnis, in Gedanken bei den Seelen ihrer Eltern und Grosseltern zu verweilen. Ein gerechter Zorn ueberkam unseren Gemeinderabbiner als er zum Almemor schritt. “Man muss den Mut haben, unbequem sein zu koennen, wenn es not tut", sprach er. Und er zeigte auf unseren provisorischen Aron —ha—Kodesch und er wollte unbequem sein, als er uns sagte, dass fuer alles Geld da sei, fuer Television, fuer Feste, fuer Bankette, doch dass fuer unsere heiligen Tocahrollen die Mittel nich' Viña del Mav Vom 1. September. 1. Dezember vermiete Einzelzimmer m. Brivatbad incl. Frueh stueck fuer E° 13 pius 6 u. 10% Doppelzimmer m. Privatbad E° 11. pro Person plus Prozente. Mittagessen 4.50, u. 10%. lOnces je nach Bestellung Gasheizung, auch im neuen gemuetl. Es3-Aufenthaltsraum Helene Misch 1 Poniente 239 — Tel. 882146 in Santiago, Tel. 370663 . WARUM reichen um endlich den aermlichen Holzschrank abzuschaffen, um einem wuerdigen Torahschrein Platz zu machen. Wenn wir nicht jetzt erwachen, dann koennen w'r fuer immer weiter schlafen Wenn wir nicht den Mut haben, auch mal ueber etwas Unbequemes zu sprechen AUCH UNSEREN < KINDER GEGENUEBER, dann werden wir zur Chewra Kadischa unserer Gemeinde, zu Totengraeber unserer Tradition und wir selbst helfen mit, unsere neue Synagoge zu einem Museum zu machen, zu ei npm stummen Denkmal, an einer Staette, wo juedisches Leben pulsierte. Wenn wir nicht den Mut aufbringen UNBEQUEM ZU WERDEN' Wir muessen unseren Kindern zeigen, dass die juedische Lehre kein Strafgesetzbuch ist, auch kein Opium fuers Volk, sondern ein Weg zur Selbstaendigkeit des Denkens, zum Untersuchen und zum Lernen, vom Wissen der Vergangenheit, zur Erforschung der Gegenwart. Jeder Einzelne von uns ist aufgerufen, zu arbeiten gegen das Unrecht und fuer das Recht, gegen das Unglueck und fuer die Verbesserung der Lebensbedingungen unserer Mitmenschen, gegen das moralisch Boese und fuer die Verbesserung der Welt. Wir koennen ja unserer Jugend soviel geben, was sie vergeblich woanders suchen. So mancher von uns hat auch gesucht und erst gefunden, als er suchte, wo er glaubte es niemals finden zu koennen: IN DEN QUELLEN SEI¬ NES JUDENTUMS. Drum sollen wir nicht weinen in unserer Seelenfeier, sondern Mut schoepfen, um zu tun was SIE getan haetten, die es leider nicht mehr tun koennen! Herr, gib uns die Kraft gute Buerger, gute Juden und vor allem GUTE ELTERN zu sein! Erich Kaufmann MICI MGLNAR Residencial — Restauranl Europaeische Kueche NEU RENOVIERT Zimmer m. Bad, mit o. ohne Pensión, auch im Departamentohaus Monte Cario. VIÑA DEL MAR Avda. Libertad 325 Fono 882634 Neue Grenzsiedlung, am ‘4 Arabischen Dreieck” Ob es sich um eine "schmale Taille” handelt oder um einen “duennen Hals” haengt davon ata, wie man die Geographie Israels anatomisch betrachtet. Gemeint ist damit der enge Landstreifen im Zentrum des Landes zwischen der See bei Nathania im Westen und der jordanischen Grenze im Osten, nicht mehr als 20 km breit. Sei je war das im Sommer ausgetrocknete Flussbett des Alexander, der gerade hier vom Osten her an das Mittelmeer fuehrt, HEIER HES (s A.) r'QUIEN A LOS SCJYOS SE PARE'CE, HONRA MERECE”! EHRE GEBUEHRT, DEM DER ZU DEN SEINEN HAELT! Und das' hat Meier Hes stets getan, denn er war ein guter, hilfsbereiter Mensch, fuer den das “JUDESEIN” niemals ein “DAZUGEZWUN- GENSEIN” bedeutete. Nun hat er uns fuer immer verlassen. Er war einer von den Wenigen, die uns jederzeit mit einer schnurrigen Anekdote erfreuen konnten, aus einer Welt, die nur noch in der Erinnerung derjenigen lebt, die sich aus ihrem gewaltsamen Untergang zu retten vermocht haben. Und ein ganz kleines Stueckchen dieser Welt konnte man stets im Haus'e Hes finden. Wer erinnert sich nicht der “RESIDENCIAL MEIER HES”, oben, auf dem Cerro Alegre, wo man die neuste "COPUCHA” hoeren, wo die Jugend ihr Heim hatte, der Vorstand seine Sitzungen halten, die Gemeinde “LERNEN”, die Herren Rabbiner essen und wohnen die Verlobten ihre Sude haben und die Trauernden ihren KADDISCH sagen konnten? Sein Haus war nicht nur eine Gaststaette, sondern ein wirkliches Zuhause, sein Name war ein Begriff von Juedischkeit und Juedischsein in der ganzen Provinz. Viele Jahre gehoerte Meier Hes dem Vorstande der Gemeinde an und er brachte aus seiner frueheren Heimat mit, was uns in Chile so sehr fehlte: Den frommen Glauben des aufrichtigen Juden der deutschen Kleinstadt. Treu stand ihm seine Frau Johanna stets zur Seite und schwere Zeiten hat sie mitgemacht, denn sie ist so, wie unsere Weisen die Frau preisen: “SIE DENKT AUF DEN FORTSCHRITT DES HAU¬ SES UND ISST NICHT DAS BROT DER TRAEGHEIT- BEKANNT IST IHR MANN IN DEN TOREN, ER TAGT MIT DEN WELSEN DER STADT”. Bekannt war Meier Hes und unvergesslich wird er bleiben, denn er war so, wie die Menschen waren, die wir von Kindheit an gekannt. Moege der Geist Gottes an ihm Freude haben, weil seine Mitmenschen stets nur Freude an ihm und mit ihm hatten! Von Herbert Freeden (Jerusalem) eine Versuchung fuer feindliche Inkursionen, und wo er aus den Bergen ins offene Tal tritt, liegt auf einem Huegel “Hurvat Darda”, die "Ruine der Dornen”, Reste einer Festung aus der Kreuzfahrerzeit. Schon damals war ihre strategische Bedeutung offensichtlich. Dieser Tage ist dort an der jordanischen Grenze, gegenueber dem “Arabischen Dreieck” — Tulkarm, Jenin und Nablus — eine neue juedis’che Siedlung entstanden — “Tsur Natan”, sc genannt nach Simon Natan aus Passate, New York, dessen Spende an den Keren Kajemeth die Erschliessung dieses Platzes ermoeglichte. Eine Gruppe von “Nachal”, dem Pionier -Siedlerkorps der israelischen Armee ist bereits eingezogen. “Tsur Natan” ist der 6. Nachalposten, den der Keren Kajemeth in Zusammenarbeit mit der Israelischen Verteidigungsarmee waehrend der letzten fuenf Jahre aufgestellt hat. Es begann im November 1961 “Almagor”, im Korazimgebiet an der syrischen Grenze, dessen Errichtung durch den KKL in Grossbritannien finanziert wurde, der auch einer anderen Grenzsiedlung “Biranit” auf die Beine half. "Modem” und “Maaleh Hagilboa” wurden mit Hilfe der lateinamerikanischen Judenheiten gegruendet und “Me Ami” war ein Projekt des JNF in Florida. Mit “Tsur Natan” ist die erste 5 - Jahres - Phase beendet. Nach dem Plan duerften in den naeohsten fuenf Jahren weitere sechs solcher Grenzsiedlungen errichtet werden — drei an der 558 km langen jordanischen Grenze (davon eine in Adorajim und zwei in der Arava), je eine an der libanesischen und syrischen Grenze, und eine gegenueber der Sinaiwueste: Gabi, Offizier der Gadna Gruppe, die jetzt den neuen Platz uebernommen hat, zeigte nach Osten. Dort, jenseits der jordanischen Grenze gibt es gruene Strecken. Orangenplantagen und Felder. Rings um uns herum ist aber nur .Steingeroeil und staubige Erde. Dann drehte er sich um und deutete nach Westen; "Sehen Sie dort die Haeuser” Das ist Tira, ein arabisches Dorf in Israel, 6 km von uns entfernt. Bisher war Tira der erste Grenzort gegenueber Jordanien. Jetzt sind wir der Grenze 6 km naeher gerueckt — wir haben Terrain gewonnen ohne einen Schuss zu feuern”. Der einzige juedische Ort in dieser Gegend war viele Jahre hindurch der 8 km entfernte Kibbutz Eyai. Man darf aber nicht vergessen, dass' die jordanische Stadt Kalylia, mit blossem Auge erkennbar, sogar naeher liegt. Die neue Siedlung, auf einem Huegel ueber dem Alexanderfluss, bringt in die merkwuerdige Atmosphaere des ganzen Grenzabschnittes einen neuen Faktor, eine Barrikade gegen Infiltranten und Saboteure. Wie immer sind Strassen der Schuessel zur Entwicklung. Bisher hat dar Keren Kajemet 20 km Strassen angelegt, unter ihnen zwei Wege von je drei Kilometer nach “Tsur Natan”, und eine Verbindung mit dem Kibbutz Eyal. 8.000 Dunam werden der Siedlung einmal zur Verfuegung s'tehen, wenn die Landgewinnungsarbeiten beendet sind, davon 2.000 Dunam fuer Ackerbau, und 5.000 Dunam fuer Weide und Wald. Weitere 1.000 Dunam sind fuer die Pflanzung einer Orangenplantage vorgesehen. Bisher wurden 500 Dunam urbargemacht, das Etrombett ausgerichtet- und weitere 200 Dunam fuer den Platz der eigentlichen Siedlung nivelliert. In diesem Jahr sollen noch weitere 400 Dunam gewonnen werden. “Tsur Natan” hat vorlaeufig kein eigenes Wasser, obwohl es Untergrundwasser gibt. Bis die Bohrungen beginnen, wird Wasser in kleinen Mengen vom Kibbutz Eyal heruebergepumpt, aber nur fuer die pers'oenlichen Beduerfnisse der Siedler. Die Zementhaeuser stehen schon, schmuck und sauber, mit einem Essaal, einem Klubzimmer mit Zeitschriften, und den ueblichen Wohnraeumen. Auch eine Kueche mit modernster Einrichtung ist schon fertig, nur der elektrische Strom laesst noch auf sich warten. Die gegenwaertige Nachalgruppe besteht aus Mitgliedern des Kibbutz Meuchad und wird nur die ersten sechs Monate dort arbeiten. Dann soll die neue Siedlung von der Jugendbewegung Betar uebernommen werden. Eines nicht so fernen Tages, sc hoffen sie, werden sie hier nicht mehr in einem halb— militaerischen Grenzposten leben, sondern als friedliche Farmer in einem Moschaw — “Tsur Natan”. GOLDEN AGE CLUB Geburtstagsfeier mit Once und Darbietungen Montag, den 1. August um 1/2 5 Uhr in den Raeumen Av. Portugal 810

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