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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1966-07-01 · 7 (Julio, 1966) · p. Seite 12

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXVIII (1966)
Issue
7 (Julio, 1966)
Date
1966-07-01
Page
Seite 12 (sequence 12)
Language
German
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12 BOLETIN INFORMATIVO JULIO 1966 Eine Machtprobe... nen sieh israelische Exporteure muehsam genug gerade Zugang verschafft hatten Unschwer liesse sich diese Schwarte Liste yerlaengern. Im Hinblick auf die aus effektiven Verlusten und unabsehbarem Gewihnaüsfall gehaeuften Schaeden dröhnten zunaeohät die Haifaer Reedereibesitzer damit, ihre Frachtsendungen in anderen Raeien ein— und ausladen au lassen. Die Regierung folgte, wie eingangs schon erwaehnt, mit der Erklaerung, dass sie den Hafen komplett abriegeln werde, falls die Arbeiten nicht in vollem Umfang wiederauf — genommen werden wuerden. EIN ISRAELISCHER STREIK Auf die Streikenden mach ten diese Warnungen zunaechst schon deshalb wenig Eindruck, weil ihnen von den “Vereinigten Hafendiensten’’ als ihrem direkten Arbeitgeber bis herauf zur Tel-Aviver Landesleitung der Histadruth gleichzeitig Schlichtungsvorschlaege gemacht wurden, die ihrem Dreipunkteprogramm von Mal zu Mal Immer naeher kamen. Aber nicht nur deshalb verlegten sie sich aufs Abwarten, sondern auch, weil Bürgermeister Aba Chuschi von Haifa aus die Regierung und dfe Gewerkschaftsfuehrung mit der Feststellung ueberraschte, als sich die Kontroverse um diese drei Punkte immer mehr verwickelte, dass er Verstaendnis fuer den Wunsch der Hafenarbeiter habe, ihre Bezuege gegebenenfalls sogar ueber die prinzipiell von der Histadruth als das Maximum fuer “Mitte 1966” zugestandenen zehn Prozent hinaus zu erhoehen. Seit langen Jahren wacht Herr Chuschi eifersuechtig 'darueber, dass niemand in Tel-Aviv oder Jerusalem ihm von oben in sein “rotes Haifa” hineinredet, wie der Volkmund diese in vielem typische Arbeiterstadt nennt. Das duerfte, statt der Rücksichtnahme auf - vergleichende Lohntabellen. Lebenshaltungskosten u. dgl., des Haifer Stadt- Das Monument, einem gefaellten Baume gleich. Zwanzig Kilometer suedlich von Jerusalem, in den judaeischen Bergen, entsteht eine eindrucksvolle Gedaechtnisstaette fuer Praesident John F. Kennedy, die am 4. Juli, dem amerikanischen Unabhaengigkeitstag, eingeweiht wurde. Hunderte von Amerikanern, gefuehrt von den Mitgliedern der Familie Kennedy und dem Praesidenten des Obersten Gerichtshofes Earl Warren kamen eigens nach Israel, um in Gegenwart des Ministerpraesidenten Levi Eschkol und des amerikanischen Botschafters die Staette der Oeffentlichkeit zu uebergeben. Das Monument, 840 m ueber dem Meeresspiegel gelegen, ist 20 m hoch und an klaren Tagen vom 70 km entfernten Tel Aviv sichtbar. Es hat eine imposante und eigenartige Note, fuer die der israelische Architekt David Resnik in einem Wettbewerb mit dem ersten Preis ausgezeichnet wurde. 51 geschwungene Saeulen umschliessen den Rundbau, der einem gefaellten Baume gleicht, in symbolischer Deutung des so jaeh zum Ende gekommenen Lebens des amerikanischen Praesidenten, der 1963 einem Attentat zum Opfer fiel. Jede der 51 Saeulen traegt das Wappen eines der amerikanischen Staaten, einschliesslich-des Distriktes von Kolumbien. Das Gebaeude selbst wird bis auf eine Buest-e von Kennedy, auf die durch eine Oeffnung im Dach ein Lichtstrahl faellt, leer bleiben. Auf den Waenden wird der Besucher Zitate aus Reden Kennedys lesen koennen. Das Gedaechtnismal steht in einem Wald von fuenf Millionen Baeumen, die vom Juedischen Nationalfonds mit Hilfe der amerikanischen Judenheit gepflanzt werden. Der “John F. Kennedy Friedenswaid” waechst auf historischem Grund: hier hatten vor 2.000 Jahren die Juden unter Fuehrung von Bar Kochba den Kampf um die Freiheit gegen die Besetzung durch die roemischen Legionen gefuehrt. "Welches Werk koennte dauerhafter sein, als einen grossen Wald in Jerusalem zu pflanzen. Ihre Kinder und Kindeskinder, wenn sie Israel besuchen, werden darin ihr Monument sehen”, hatte Kennedy im Jahre 1960 gesagt. Er wusste damals nicht, dass er von seinem eigenen Denkmal sprach. Herbert Freeden vaters wirklicher Grund fuer diesen Ueberraschungsangriff auf die von ortsfremden Instanzen gegen “seine” Hafenarbeiter geschaffene Front gewesen sein. Noch israelischer wurde das Gepraege dieses Verlangsamungs-Streiksals fuer -die Hafenarbeiter nicht nur ihr Buergermeister zur Wahrung seiner Praerogative als “Herr im Haus” eintrat, sondern auch der langjaehrige fruehere Cheffeekretaer des Haifaer Histadruth - Beirats, spaetere Minister und jetzige Parlamentsabgeordnete Joseph Almogi. Dahingestellt bleibe es auch in seinem Falle, ob er ihnen den Ruecken steifte, weil er —sachlich—- von der Berechtigung ihrer Forderungen ueberzeugt war. Aber seit er im vorigen Jahr die sozialdemokratische Mapai, die Regierungspartei par excellence, verlassen und sich der von David Ben Gurion gegruendeten “Liste der Arbeiter Israels” angeschlossen hat, liegt er wie diese ganze vom “Al-ten” gefuehrte Gruppe der Mapai-Austrittler in dauernder Fehde mit seinen ehemaligen Parteifreunden, ob sie nun das grosse Wort in der Regierungskoalition fuehren, oder in den Fuehrungs-Ausschuessen der Landesgewerkschaft. Gestern noch regierungstreu bis in die Knochen, rennt er heute als Oppositioneller, wie er im Buche steht, bei jeder Gelegenheit wider sie an. “OHNE SIEGER UND BESIEGTE” Dass es nach sechseinhalb Wochen im Haifaer Hafen nun zur , Beilegung dieses schweren Konflikts kam, ist vor allem das Verdienst des d o r tigen Buergermeisters; dessen Interventionen bei der Regierung und der Histadruth wohl auch deshalb schliesslich Erfolg h a b en, weil er der Mapai im Gegensatz zum Exminister Almogi treu geblieben ist. - Nach all dem gewerkschafts-technischen, lokalpatriotischen und parteipolitischen Tauziehen konnte es schlechterdings nur ein “Frieden ohne Sieger und Besiegte” werden. Das jedenfalls ist die offizielle Lesart. Beide Teile legen Wert auf die Feststellung, dass sie ihr Ziel erreicht haben: Regierung und Landesgewerkschaft, weil das Abkommen besagte zehn Prozent als “Hoechstgrenze” der Neustaffelung wie der Verbesserung von Grundloehnen und Teuerungszulagen vorsieht, und die Hafenarbeiter, weil nach dem gleichen Abkommen indessen eine Kommission mit der Aufgabe eingesetzt wurde, ueber eben diese Dinge “nach freiem Ermessen” zu entscheiden —. unter Umstaenden also ohne den Blick auf die Prozentklausel! Und schon behaupten gute Kenner der Verhaeltnisse, dass die Aufbesserung im Schnitt an die 10 bis 18 Prozent ausmachen werde. Die Arbeiter werden sich mit weniger schwerlich zufrieden geben. Wie sehr sie davon durchdrungen sind, die Machtprobe erfolgreich durchgestanden zu haben, gab einer ihrer Vertreter mit den selbstbewussten Worten zu erkennen: “Sollte die Kommission,. die unsere Forderungen zu pruefen hat, zu Ergebnissen gelangen, die wir ablehnen, werden wir unseren Kampf wiederaufnehmen”. Aus der israelischen Presse DIE WIRTSCHAFTS - POLITIK Al Hamischmar polemisiert gegen die Minister, die der Meinung sind, dass man die Politik der Verlangsamung in unserer Wirtschaft fortsetzen muesste, obwohl mit ihr negative Erscheinungen wie Einschraenkung der Produktion und Teuerung verbunden sind Diese Politik hat die grundlegenden Probleme unserer Wirtschaft nicht loesen koennen, wie Einschraenkung des oeffentliehen Verbrauchs und Eindaemmung der Teuerung. Die Regierung will nicht einsehen dass diese Politik sehr unerwuenschte Kettenreaktionen in der Wirtschaft haben und dass die jetzige Arbeitslosigkeit die gesamte Beschaeftigungslage erschuettern kann. Wir muessten eine neue Wirtschaftspolitik betreiben, bei der der Export auf Grund u m fassender Planung gefoerdert wird. Dawar stellt fest, dass unsere Wirtschaftspolitik in den naechsten Wochen vor schwersten Pruefungen steht, insbesondere im Zusammenhang mit der Frage einer Teuerungszulage im Juli. Das Blatt aeussert sich davon ueberzeugt, dass die Zahlung der Teuerungszulage zu einem Zusammenbruch der Wirtschaft und zu - einer Situation fuehren wuerde, in der nurmehr ueberaus drastische Massnahmen Abhilfe zu schaffen imstande waeren. Deshalb spricht sich der Leitartikler fuer den Vorschlag aus, statt der Teuerungszulage eine erhoehte Altersrente und Unterstuetzungen fuer kinderreiche Familien durch die Nationalversicherung zu zahlen. Hajom meint, der Bericht der Experten des Internationalen Waehrungsfonds ueber die Wirtschaftslage Israels habe nichts Neues beinhaltet, sondern zumeist nur wiederholt, was bereits frueher Experten des Finanzministeriums und der Bank Israel festgestellt haben. Deshalb waere es angebracht auslaendische Experten einzuladen, unsere Wirtschaftslage vollkom men selbstaendig zu uejberpruefen, ohne dass sie angewiesen waeren auf Informationen hiesiger Beamten. Omer begruesst das Abkommen ueber die Wiederaufnahme der Arbeit in den Aschkeloner Ulin - Werken und erblickt in diesem ein Beispiel fuer andere aehnliche Faelle. Das Abkommen garantiert die Aufrechterhaltung der Menschenreserven des Betriebes und weist erneut auf die Notwendigkeit fuer. Jugendliche hin, Fachkenntnisse zu erwerben, die sich auch in Zeiten wirtschaftlicher Rueckschlaege als ueberaus nuetzlich erweisen. Darueber hinaus wurde in Aschkelon die Solidaritaet der Arbeiterschaft demonstriert indem sich diese bereit erklaerte eine voruebergehende Zeit hindurch nur vier Tage in der Woche zu arbeiten, u m Massenentlassungen zu verhindern. Hazofeh sieht in dem Verlangsamungsstreik im Haifaer Hafen nur das Resultat der inneren Unstimmigkeiten im Maarach. Das Blatt findet es unverstaendlich. weshalb d e r Verkehrsminister bisher keine entsprechenden Massnahmen ergriffen hatte, um die reibungslose Funktionierung des Hafens zu gewaehrleisten und fordert, dass der Staat die Sache in die Haende nehme, statt sie den Maarach-Funktionaeren zur Behandlung zu ueberlassen. Lamerchaw weist daraufhin, dass die jetzige Wirtschaftskrise zu Schwierigkeiten bei der Aufnahme und Absorbierung von neuen Olim, d. h. auch zu einer Beeintraechtigung der Aiijah fuehren muss. Die Regierung und die Histadruth koennten und muessten deshalb m’t aller Schaerfe eingreifen, um eine weitere Verschlechterung der Lage zu unterbinden, damit Faelle wie in Aschdod und Dimona nicht mehr passieren koennen. SAN ANTONIO FONO 31238 SANTIAGO RUDI JELEN Feme Goldschmiede Arbeiten Moderne Aenderungen Uhren Reparaturen Staendige Auswahl von Schmucksachen Edif. 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