Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XXVIII (1966)
- Issue
- 6 (Junio, 1966)
- Date
- 1966-06-01
- Page
- Seite 26 (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
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26 BOLETIN INFORMATIVO JUNIO 1966 EBAN NACH WARSCHAU Al Hamischmar kommentiert die Reise des Aussenministers Eban nach Warschau und bringt sie mit der selbst a e n d i geren israelischen Aussenpolitik der letzten Zeit in Zusammenhang. Das Blatt hofft, dass die Polen die Tatsache zu würdigen wissen, dass Israel die Oder-Neisse- Grenze mitten in den Wirtschaftsverhandlungen mit Bonn erneut bajahte und weist auf die Erklaerung des Praesidenten der Z. O., Dr. Goldmann hin derzufolge der Weg zum Frieden über Moskau führe. Rein geographisch fuehrt jedoch der Weg nach Moskau über Warschau. Lam erchaw beschaeftigt sich mit der Boschafterkonferenz Israels in der polnischen Hauptstadt und kommt zu dem Schluss, dass dieses Ereignis für die Beziehungen zwischen dem juedischen Staat und den Ostblocklaendern von ausschlaggebender Bedeutung sein kann. In Warschau kann es Gespraeche zwischen unserem Aussenminister und den Repraesentanten der Ostblocklaender geben, zugleich aber weist schon, die Tatsache, dass diese Konferenz ueberhaupt in Warschau stattfindet, in sehr weitem Masse auf Verbesserung der Beziehungen zwischen Israel und den Laendern des Ostblocks bin, Die Sowjetunion ist schliesslich, erklaert das Blatt, heute ein sehr bedeutsamer Faktor auch im Mittleren Osten geworden und es ist unsere Pflicht diese Tatsache zur Kenntnis zu nehmen und auch entsprechend einzukalkulieren. Hazofeh hofft, dass durch den Besuch Abba Ebans in Warschau eine neue Phase der Beziehungen Israels zur Welt des Ostblocks anbrechen wird. Zumindest muss ja festgestellt werden, dass hier eine Wendung vorhanden ist, meint das Blatt, da man bei früheren Gelegenheiten nicht einmal einem Minister erlaubt hatte, zu einer Messe nach Polen zu kommen. Man müsse zwar abwarten und ein Urteil erst faellen, wenn man einen besseren Ueberblick haben wird, aber immerhin zeigt sich hier ein Silberstreifen der nicht übersehen werden kann. Shaarim betont, dass die Araber zumindest aus diesem Bes uche des israelischen Aussenministers in Polen die Konsequenz ziehen dürfen, der Kommunismus u. die von ihm beherrschten Laender seien nicht zwangslaeufig und für alle Zeiten als die natürlichen Verbündeten der Araber anzusehen und bereits darin liegt eine sehr wichtige Wendung, die man keineswegs genngschaetzen darf. DER BERICHT DES STAATSKONTROLLEURS Haaretz stellt fest, dass im Grunde der Staatskontrolleur jedes Jahr dieselben Maengel feststellt und aufzeichnet, sodass man kaum von einer Spannung reden kann, die dem B e r ichte vorausgeht. Dennoch aber ist es sehr zu begrüssen, dass diese Kontrolle durchgeführt wird und dass man sie dann veröffentlicht, da es sich hierbei jedenfalls um eine jaehrlich w i e derkehrende Mahnung handelt und das Prinzip, das hinter dem Ganzen steht, ausserordentlich bedeutsam ist. Dawar sieht in der Institution des Amtes des Staatskontrolleurs eine ausserordentlich positive Einrichtung, die nur in wirklichen Demokratien vorhanden sein kann und freut sich daher über diesen Beweis demokratischer Gestaltung, .den wir durch die Einführung dieser Einrichtung gegeben haben. Das Blatt glaubt, dass es den Regierungsaemtern möglich ist, alles, was der Staatskontrolleur an Kritik in seinem Berichte anzeigt, zu veraendern. Lamerchaw meint, es gebe zwei Aspekte, die bei diesem Berichte des Staatskontrolleurs wiederum auffallen, der eine ist die Flut von Klagen, welche das Publikum ueber die s t a atliche Verwaltung hat und die man nur ausserordentlich bedauern kann und der andere liegt darin, dass die Qualitaet unserer Verwaltung so schlecht ist, dass dies ebenfalls sehr bedauert werden muss. Es ist unbedingt notwendig, dass wir die Leistungsfaehigkeit unserer Administration so heraufsetzen dass sie der in den zivilisierten Staaten entspricht, meint die Zeitung. Hajom ist der Ansicht, dass trotz aller Kritik des Staatskontrolleurs, die ja nun ‘bereits zum 16. Male, Jahr für Jahr geaeussert worden ist, sieh im Grunde nichts aendern wird, da man, um etwas zu veraendern, einen Wechsel des ganzen Systems herbeiführen müsste und damit ja schliesslich nicht gerechnet werden kann. Die Zeitung bemaengelt eä aber auch, dass man zwar die Maengel aufdeckt, die bei uns enstehen, dass man aber nicht die Verantwortlichen nennt und zur Verantwortung zieht, dann erst haette diese Kritik den richtigen Sinn. Al Hamischmar beklagt die vielen Maengel, die Jahr für Jahr immer vom Staatskontrolleur gefunden werden und gibt der Ansicht Ausdruck, dass diese Funde den guten Namen des Staates Israel in sehr empfindlichem Masse stören. Es ist bedauerlich, meint das Blatt, dass unsere Verwaltung so schlecht ist, wie sie zu sein scheint und es muss alles getan werden, um sie so bald wie nur möglich zu verbessern. Hazofeh kritisie r t das schlechte und tiefe Niveau unserer Admini stration, welches stets von neuem in dem Berichte des Staatskontrolleurs in jedem Jahre zum Ausdruck kommt. Es ist also nicht genug, die Dinge nur auszubessern, meint die Zeitung, man müsste vielleicht eine grundlegende Aenderung so mancher Systeme durchführen, um eine Verbesserung zu erreichen. UHREN j REPARATUREN Garantie — Eccnomie SALO SPIEGEL Pesaje Agustín Edwards 1078 RELOJES JOYAS Teléfono 87925 WEN VERTRETER (IN) fuer das Boletín Informativo fuer Valparaíso und Viña gesucht Zuschriften an: Boletín Informativo Clasificador 567 — Stgo. - ich mon cA ist DIE Marke Ihres Regenmantels Vulkanisierte Gabardine, Nylonseide — federleicht fuer Kinder, Damen und Herren. Victor Krauskopf & Co. Ltda. Fono 54183 San Diego 1817 Zweigfabrik in Valdivia: Caupolicän 474 — Fono 2473 AUS DER ISRAELISCH PRESSE Politische Ausrichtung der israelischen Presse Auf Seiten der Regierungskoalition: DAWAR (Organ der Histadruth, pro Maarach —Mapai plus Achduth Avodah—-), JERUSALEM POST (unabhaengig, pro Mapai), LAMERCHAW (Achduth Avodah), AL HAMISCHMAR (Mapam), HAZOFEH (Religioes- Nationale Partei), SCHAARIM (Poalej Agudath Israel), HAMODIA (Agudath Israel), HAARETZ (bürgerlich liberal, unabhaengig-). Auf Seiten der Opposition: HAJOM (pro Gachal —Parteiblock Cheruth-Liberale—), MAARIW (unabhaengig, nach rechts, zu Cheruth tendierend), JE- DIOTH ÄCHARONOTH (unabhaengig, nach rechts, zu Cheruth tendierend), KOL HAAM (Kommunisten;. NACH DEM ADENAUER - BESUCH Haaretz resümiert den Besuch Dr. Adenauers im Lande und stellt fest, dass das israelische Volk keine lautstarken Ermahnungen benötigt, die Opfer des Nazismus nicht zu vergessen. Das Volk liess die Demonstranten gegen Adenauers Besuch demonstrieren, hielt sich ihnen aber fern, weil es verstanden hatte, dass dem Gast ein höflicher Empfang beschieden sein muss. Die Beziehungen zwischen Juden und Deutschen bleiben auch nach dem Besuch kompliziert. Die Zeiten haben sich zwar geaendert —man muss nur die Demonstrationen gegen Adenauer mti denen der C'heruth-Partei gegen die Reparationen vor 14 Jahren vergleichen, um das zu erkennen. Doch die Deutschen sollen sich keinen Illusionen hergeben: die Vergangenheit wird stets mit uns sein und beide Völker werden den Weg in die Zukunft zu suchen haben, ohne diese zu ignprieren. Das ist eine schwere und komplizierte Aufgabe, der wir nicht gerecht werden können, wenn der eine stets auf die Vergangenheit allein, der andere aber nur auf die Zukunft hinweisen wird. Lamerchaw meint, der Besuch Dr. Adenauers in Israel war überflüssig, unerwünscht und erfolgte zum falschen Zeitpunkt. Das Blatt übt Kritik an der Tatsache, dass dem Gast ein halboffizieller Fmpfang bereitet wurde und die Gastgeber mehr taten, als unbedingt notwendig war. Aber auch nach dem Besuch Dr. Adenauers müssen wir der Worte des Ministerpraesidenten Eschkol gedenken, dass die israelisch-deutschen Beziehungen nicht konventionell sind und Deutschland immer wieder beweisen müsse, dass es Anspruch hat in die Voelkergemeinschaft zurückzukehren. Kol Haam setzt sich im Leitartikel kritisch mit dem Besuch des ehemaligen deutschen Bundeskanzlers auseinander. Am Schluss diesses Besuches zeigte sich, dass Adenauer wohl der Gast der Regierung Israels, jedoch nicht der Gast unseres Volkes war. Nach Meinung von “Kol Haam’’ ist die grosse Mehrzahl der Bevölkerung gegen die Politik der Verbrüderung mit Bonn und sie brachte dies durch ihre Haltung anlaesslich des Aden a u e r-Besuchs zum Ausdruck. TRASPASO OFICINA pleno ¡centro, 2 piso, edificio moderno, ascensores, aprox. 60 n-2, entrega inmediata, arriendo bajísimo. Teléfono 375817 Recepción de AVISOS del BOLETIN INFORMATIVO Los Serenos 476-Of. 23 Catedral altura 1250-Tel. 87765 Horas de Oficina 9-13 y 14*18