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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1966-05-01 · 5 (Mayo, 1966) · p. Seite 4

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXVIII (1966)
Issue
5 (Mayo, 1966)
Date
1966-05-01
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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4 BOLETIN INFORMATIVO MAYO 1966 GENERALVERSAMMLUNG 1966 Am 24. Ap:ril 1966 fand die die diesjaenrige Generalversammlung der Gemeinde statt. Da um 9 Ulhr die statutenmaessig erforderliche Anzahl von Mitgliedern nicht anwesend war, eroeffnete Herr Dr. Reich die Versammlung um 10.30 Uhr in zweiter Sitzung, nachdem er festgestellt hatte, dass die Einladungen ordnungsgemaess publiziert wurden. Auf Verlesung des Protokolls der vergangenen Generalversammlung wird verzichtet und die Herren Martin Kiwi, Leo Simonson und Sulim Wärter werden bestimmt, das Protokoll der dies jaehrigen Generalversammlung zu unterschreiben Anschliessend verliest Herr Dr. Reich die Liste der im vergangenen Geschaeftsjahr verstorbenen Mitglieder der Gemeinde, zu deren Ehren die Anwesenden sich von ihren Plaetzen erheben. Nach der Totenehrung erteilt der Praesident seinen Rechenschaftsbericht fuer das Geschaeftsjahr 1965-1986 (Siehe: Wir haben Vertrauen). EHER KASSENBERICHT Unmittelbar nach den Worten des Presidenten ergreift der Schatzmeister der Gemeinde, Herr Alfredo Berliner das Wort zum Bericht ueber die Finanzlage der “B’ ne Jisroel”. Herr Berliner bezieht sich auf die Auszehrungen des Presidenten in sei n e m Geschaeftsberichc ueber die schwierige wirtschaftliche Situation der Gemeinde und faehrt fort: “Das vergangene Geschaeftsjahr haben wir, laut meinem Finanzbericht vor der Generalversammlung von 25. April 1965 mit einem ausgeglichenen Etat begonnen. Wie in jedem Jahr hat sich das Direktorium auch im vergangenen mit grossen finanziellen Problemen zu beschaeftigen gehabt. Grossen Anforderungen auf verschiedenen Gebieten mussten wir kurzfristig gerecht werden, die leider zum Teil in unserem Etat nicht vorgesehen waren. Wenn es uns trotzdem gelungen ist, allen diesen Anforderungen gerecht zu werden, so verdanken wir das, ' ' n Éfcnl,. wie immer der Grosszuegigkeit einer nicht unbetraechtlichen Zahl unserer Mitglieder, die durch grosszuegige Spenden und freiwillige Erhoehung ihrer Beitraege uns dazu verholfen haben. Allen diesen Mitgliedern spreche ich von dieser Stelle unseren besonderen Dank aus. Nachdem in den letzten Monaten des vergangenen Jahres die Lebenshaltungskosten auf allen Gebieten zu steigen begonnen haben, waren wir uns, trotz groesster Sparsamkeit, darueber klar, mit den in dem Etat vorgesehenen Beitraegen fuer die Monate bis zur Generalversammlung, nicht auszukommen. ohne unsere Finanzlage ernstlich zu gefaehrden. Unsere Finanzkommission, welche sich mit dieser Situation zu befassen hatte, gab nach Pruefung der Sachlage dem Antrag des Direktoriums auf Erhoehung der Beitraege ab 1. Januar 1966 um E<? 3. statt, der auch vom Kepraesentanten Kollegium einstimmig bewilligt wurde Bei Aufstellung des neuen Etats, der in der vergangenen Woche in unserem Gemeindebureau auslag. mussten wir leider feststellen, dass wir keinesfalls mit der Erhoehung von E? 3. bi<= Ende des Jahres auskommen werden, ohne, in die groessten Schwierigkeiten zu kommen und unsere Finanzlage zu gefaehren. Unbedingt notwendige Reparaturen die zur Erhaltung unseres Hauses unumgaenglich sind mussten durchgefuehrt werden. Diese Reparaturen betragen ueber E? 20.000. Unsere Jugendarbeit, die wir fuer eine der notwendigsten und gutangelegtesten Investitionen fuer die Zukunft unserer Gemeinschaft halten, ist ohne die entsprechenden Mittel unrnoeglich durchzufuehren. Durch das Engagement unseres' Kantors erhoehte sich natuerlich unser Etat v* eiter. Vaad Haiinuj, und Cisroco, beides Institutionen, d i e dringend unserer Hilfe beduerfen, erhalten Subventionen, die leider nicht in der Hoehe moeglich sind, die der Wichtigkeit dieser Institutionen entspricht. U ns er e Funktionaere und Beamten erhielten nur die Erhoehung auf Grund der gesetzlichen Bestimmungen. Aus dem Bericht unseres Praesidenten und aus meinen Ausfuehrungen haben Sie entnommen, welch grosse fi nanzielle Anforderungen dem Direktorium und der Repraesentanz obliegen. Um diese Aufgaben durchzufuehren, muss ich Sie bitten, uns die Mittel dafuer zu Verlegung zu stellen. Ich stelle hiermit den Antrag, die Beitraege ab 1. Mai 1966 auf E9 20. zu erhoehen. Vorstand Finanzkommission und Repraesentanten— Kollegium haben nach eingehender Pruefung diesen Vorschlag einstimmig akzeptiert. Der Vorstand der Gemeinde hat fernerhin den Beschluss gefasst, Kommissionen zu ernennen, die an diejenigen unserer Mitglieder herantreten sollen, die "ich in einer besonders guten wirtschaftlichen Situation befinden, um so zu erreichen, dass die Beitragslast in Zukunft in ernoehtem Masse von diesen Preisen getragen wird”. Mit einem Wort des Dankes an seine Kollegen und Mitarbeiter und der Verlesung des Berichtes der Buchpruefer, der Herren Alfredo Feldmann und Pablo Ohnstein, die die Buecher der SCI “B’ne Jisroel” an Hand zahlreicher Stichproben geprueft und in Ordnung befunden haben, schliesst Herr Berliner seine Ausfuehrungen. GENERALDEBATTE Nach den Worten von Herrn B e r 1 iner eroeffnet Herr Dr. Reich die Generaldebatte. Herr Manfred Klein erklaert zu den Ausfuehrungen von Herrn Berliner, das er sich zwar den Notwendigkeiten, finanzielle Aufwendungen zu machen nicht verschliesse, er aber doch darauf hinweisen moechte, dass es angebracht waere wenn die Gemeinde, wie jeder Haushalt, ihre Ausgaben nach den Einnahmen richten taete und nicht Ausgaben vorsieht, fuer die erst einen Finanzierung gesucht werden muss. Er haelt eine Erhoehung von E9 12. auf E9 r •. \\s I V- 13^ MARCOS para cuadros y fotos — nuestra especialidad desde hace más de 30 años. Cuadros Origínalos en óleo y acuarela — temas chilenos REPRODUCCIONES de los grandes maestros, clásicos y modernos Juan Suter Tenderini 85 Providencia 2309 esq. Moma* Moneda 728 fono 393411 »1 20. fuer zu hoch. Zum Rechenschaftsbericht des Praesidenten Stellung nehmend fuehrt Herr Klein aus, dass er der Ansicht sei, dass das Problem der zweiten Generation nicht richtig behandelt wurde. Die Menschen zwischen 25 und 40 Jahren als eine Gruppe zu behandeln ist falsch, da es sich hier um eine Schicht handelt die z. Teil noch in Europa geboren und erzogen wurde, zum anderen um hier Aufgewachsene, deren ganze Haltung unci Ausrichtung voellig voneinander verschieden ist. Herr Dr. Juan Jacusiel ergreift anschliessend das Wort um des im vergangenen Geschaeftsjtahre v e/r s torben Kantor Oscar Ruschin za gedenken, dessen Taetigkeit und wertvolle charakterliche Eigenschaften er mit bewegten Worten schildert. Alsdann wendet er sich an Herrn Klein und erklaert, dass er (Herr Klein) bedauerlicherweise anscheinend sich nicht die Muehe genommen hat, den in der Gemeinde ausliegenden Finanzbericht zu studieren, der auf die meisten seiner Probleme Auskunft gibt. Aus dem Finanzbericht, der bedauerlicherweise, wie ihm vom Bureau bestaetigt wurde, nur von einem einzigen, nae hmlich von ihm selbst, eingesehen wurde, gehen die Notwendigkeiten der Gemeinde hervor, aus denen sich zwangslaeufig auch die Finanzierungsprobleme ergeben. Nach eingehender Erklaerung de.? Finanzgebahrens von Koerpersehaften des Oeffentlichen Rechtes, wie Gemeinden, Stadtverwaltungen, ja sogar Staaten, die bestimmte unabdingbare Aufgaben zum Wohle des Ganzen haben, die finanziert werden muessen, beweist er an Hand der Ziffern des Etats, dass die vorgesehenen Ausgaben sich um 43%, die Einnahmen um 52% erhoeht haben. wras, in Anbetracht des Defizits der Vorjahres und der Preissteigerung absolut akzeptable u n d begreifliche Ziffern sind. Er weist darauf hm, dass diese Kalkulation bis Dezember 1966 gemacht ist, einem Zeitraum, fuer den die Regierung, vom 1.1.1966 ab eine Preissteigerung von löte erwartet. Diese, summiert zu der Preissteigerung des Jahres 1965, (Der vorjaehrige Etat wurde Anfang des Jahres 1965 aufgestellt) um 25,9% ergibt ebenfalls 40.9%, was also in Praxi dem offiziellen Preissteigerungsindex entspricht. Ebenfalls wendet er sich gegen die Annahme, der Beitrag waere von E? 12. auf E9 20. erhoeht worden. Im. Vergleich zum Jahresbetrag 1965 (E9 144). ist der Beitrag 1966 (E9 220) um 40%, gestiegen, liegt also unter den von der Regierung errechneten 40.9% vom 1.1. 1965 bis 31.12.1966. Der Beitrag ist also fuer 1965 bei Kalkulation des Monatsdurchschnitts E9 18.30. Herr Martin David bezieht sich auf die Zustaende auf dem Friedhorf in Conchali und bittet die Gemeindeleitung dafuer Sorge zu tragen, dass der Friedhof in wuerdiger und angemessener Weise gepflegt und verwaltet wird. Herr Dr. Reich nimmt zu den Worten der Debatte— Redner Stellung. Zu den von Herrn Klein aufgeworfenen Kassenfragen will er nichts weiter sagen, nachdem dies von Herrn Dr. Jacusel in so brillanter Form getan wurde. Was das Problem der “Zweiten Generation” betrifft, so ist er selbstverstacnlich einer Meinung mit Herrn Klein, dass die in Europa erzogenen und die hier geborenen Elemente verschiedene Problemen haben. Die Grundfrage aber ist es, zu allererst einmal zu wissen, was eigentlich verlangt wird und von wen. Ohne diese Grundlage ist keine Arbeit moeglich. Auf die Worte von Herrn David eingehend betont Herr Dr. Reich dass die Gemeinde verschiedentlich mit der Kehilla Ashkenazi diese Fragen eroertert hat, und dass begründete Aussichten bestehen, dass diese Probleme in absehbarer Zeit eine befriedigende Loesung finden werden. Alsdann wird auf Antrag von Herrn Dr. Jacusiel dem Direktorium Entlastung erteilt. Antraege Der Antrag des Direktoriums auf Erhoehung der Beitrage (Siehe: Beitragserhoehung) wird einstimmig angenommen. Verschiedenes Zu “Verschiedenes” nahmen die Herren Manfred Klein und Martin David das Wort, die sich zu Fragen des Gottesdienstes, der Anschaffung von Oebetbu.echern und der Taetigkeit des Kantors aeussern. Herr Klein bittet das Direktorium die Anschaffung einer Lautsprecheranlage zu studieren, was, wie ihm Herr Dr. Reich erklaert, in der augenblicklichen finanziellen Situation der SCI nicht moeglich sei, ohne eine neuerliche Erhoehung der Beitraege. Nach einem Aufruf des Ehrenmitgliedes der Gemeinde Herrn Hugo Schueftan zur Beteiligung an den Arbeiten der Tahara—Komission, dem sich Herr Dr. Reich voll und ganz anschliesst, wird die General-Versammlung um 12 Uhr geschlossen. ■ i;.*-'-xj I v v*' INSTRUMENTOS DE MEDICION TEMPERATURA - PRESION HUMEDAD LECHNER Y CIA. LTDA. LOS SERENOS 476 0F. 22 TEL. 87765

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