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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1966-03-01 · 3 (Marzo, 1966) · p. Seite 9

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXVIII (1966)
Issue
3 (Marzo, 1966)
Date
1966-03-01
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
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MARZO 1966 BOLETIN INFORMATIVO 9 PLAKATKUNST IN ISRAEL Von Ayala Gordon Wm Plakat des Regiemngs-Touristen-Bueros (Jean David) Die Plakatkunst ist in Isneue Wege im Verkaufs— rael verhaeltnismaessig neu. und Annoncenwesen oeffnete. Sie begann in den dreissiger Zu ungefaehr der gleichen Jahren, als der Strom von Zeit eroeffnete die Bezalel- Fluechtlingen aus Mitteleu- Kunstschule in Jerusalem ihropa die damals rudimentaere ersten Kurse in Gere Wirtschaft belebte und brauchsgraphik unter Leitung BIB RUi *T I# I? *ÁSj¡ ::&Í: Plakat tuer “Emil und die Detektive” im Habima-Theater des Typographen I. Schechter und unter Aufsicht des bek a nnten Zeichners R. Deutsch —Dayan, dessen Methode der Verwendung hebraeischer Buchstaben in Plakaten, bleibenden Einfluss auf die kommerzielle Kunst Israels haben sollte. In diesen Jahren jedoch — wie auch noch in dem folgenden Jahrzehnt — gab es wenig Chancen fuer einen Plakatzeichner in Israel, dem damaligen Palaestina. Diese Situation aenderte sich schlagartig mit dem Entstehen des Staates Israel. Das stuermische Tempo der Entwicklung, die rapide Bevoelkerungszunahme d u rch die Masseneinwanderung oftmals der heterogensten Elemente, das Entstehen neuer Lebensformen im L a n d e, zwangen die Regierung, die oeffentlichen Institutionen und vor allem die kaufmaennisehen Unternehmen, sich neuer Propagandamethoden —ganz besonders des Plakates— zu bedienen. In dieser Zeit wurden auch die Schifffahrts— und Fluggesellschaften gegruendet, die bis heute die wichtigsten Konsumenten kommerzieller Kunst in Israel sind. Der Lebensstandard stieg, eine Konsumgesellschaft entstand, und es wurden graphische Betriebe gegruendet die in der Lage waren, die schwierigsten Arbeiten durchzufuehren. Hatte sich in den letzten siebzehn Jahren die Einwohnerzahl Israels vervierfacht, verzehnfachte sich in demselben Zeitraum die Anzahl der Plakatkuenstler. Das israelische Plakat ist —gemessen am internationalen Standard— guter Durchschnitt. Grosse Qualitaetsunterschiede, wie man sie haeufig in anderen Laendern, z. B. in Frankreich, findet, sind nicht vorhanden. Zwar gibt es wenige wirklich hervorragende Leistungen, dagegen aber auch nicht viele, die unter ein annehmbares Mittelmass absinken. Besonders hervorstechend sind die ger i n g en Stilschwankungen. Die meisten Zeichner gebrauchen vorwiegend Symbole, und realistische Darstellungen (wie z. B. in den USA) sind seiten. Um den Effekt des Realismus zu erzielen gedient sich der israelische Plakatkuenstler in erster Linie der Kamera (wie z. B. in dem hier abgebildeten ZIM-Plakat), aber dies ist relativ selten. Vielleicht kann das dadurch erklaert werden, dass die meisten Plakate allgemeinen Charakter haben und nicht bestimmte Artikel anbieten. Eine andere Erklaerung waere der Einfluss von Deutsch-Dayan. Er schulte eine ganze Generation israelischer Plakatkuenstler, dieselben, die heute die Mehrheit der im Lande taetigen Propagandakuenstler darstellen. Er selbst kam aus der Schule des deutschen Plakatstils der zwanziger Jahre, mit seiner stilisierten symbolischen Darstellung, der extremen Vereinfachung der Zeichnung, der Klarheit quasi geometrischer Formen und mark anter Farbkontraste. Sein Stil beruecksichtigt die flache Oberflaeche des Plakates, das er als dekorative Einheit auffasste. Gelegentlich wurden einige illusio- V .+ « Wmmm frf Xs ■mm *“ * MBL ÜH ¡■sss WS« fs&gm '; Mm mm mM PP Plakat zum Unabhaengigkeitstag 1961 nistische Elemente hinzugefuegt, seltener humoristische. Dieser Stil, hochintellektuell und aesthetisch, aber kalt, steif und humorlos, bildete die Grundlage auf der (Graphis) die Absolventen der Bezalel- Schule fussten. Nun haben diese jedoch im Laufe der Jahre neue stilistische Anregungen aufgenommen und letztlich kann beobachtet Fortsetzung Seite 10) - Preisgekroentes Plakat bei der ASTA-Konferenz (Reisinger) Bill!Ü!if

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