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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1966-03-01 · 3 (Marzo, 1966) · p. Seite 8

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXVIII (1966)
Issue
3 (Marzo, 1966)
Date
1966-03-01
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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8 BOLETIN INFORMATIVO MARZO 1966 r GEDANKEN ZWISCHEN ZWEI UND DREI 8. rORISETZUl DIS ALPHABETS Ein taugliches Thema aus dem Tohuwabohu der tausenderlei T-Worte zu formieren und tolerabel das richtige zu treffen, waere eine titanische Tat. Titei, wie z. B.: “Trugbilder und Tatbestaende”, “Tempo Thermometer”, “Ti'aeu m e der Technik”, “Taxierungen, Tarife und Teuerung: terra futura incognita”, “Takt und Taktik”, “Sind Talmi-Talente Trumpf?”, “Ein Toast auf den Taugenichts und Tunichtgut”, “Mit Trommeln undTrompeten” toenen als Topiks in Theorie ausgezeichnet; der Text dazu koenrne — auf u-gebundenem Terrain eine Tragoedie werden. Oer Schreiber will sich nicht dem Tadel der geistigen Traegheit aussetzen, will Sie weder mit trockenen, trivialen Terminologien traktieren, noch trachten, mit transparenten Tricks zu taeuschen. Einen experten Tribut an Theater— und Tanzkunst, an Talent im allgemeinen, traut er (sich, als Total-Laie nicht zu. Was tun? Zurueck zur Tradition, zur 'Tabelle, mit ¡Testjimo1nium aus Judentum, Allgemeinem und Chilenischem, der tapfer bearbeiteten Trilogie, auf die Sie und der triste Schreiber nun schon 'trainiert sind? Diese Tour ist wohl nicht mehr ganz tau frisch, aber eine teuflische Tentation mit einer tollen Menge an trefflichem Material, besonders fuer den juedischen Teil. Die Torah, der Talmud, der Tenach, die Tefilla, der Taliit, die Tefillin,- Tel Aviv, Tiberias das Tote Meer; Tischa B’Av. der Trauer Tag der Tempelzerstoerung, Tischri, der erste in der Monats-Teilung des Jahres, Techum, das 2000-Ellen Gebiet, das den Sabath-Gang limitiert, das traditionelle und Typische Trendel — oder Treidel - Spiel und traut gewordene Namen, die von der Ehren Tribuene des Judentums nicht zu trennen sind. Luis de Torres, Marranne und Tripulant der Columbus'schen Entdeckerflotte, der als erster am 12. Oktober 1492 amerikanische Erde betrat und auch der erste Exporteur des Tabaks wurde,- die Familie Tibbon, die durch iGenerationen 'Uebersetzer arabischer Werke waren; Saul Tschernikowski, talentierter Lieder-Dichter, David Trietsch, tatkraeftiger zionistischer Organisator, der Tuer und Tor der Mas sen-.Einwanderung in |3retz Israel oeffnen wollte, lange vor der Nazi-Tyrannei, als die Tatsache des National- Heimes noch ein Traum war; Leon Trotzky, Kurt Tucholsky, Oskar Tietz, Richard Tauber, Traeger beruehmt gewordener Namen ¡auf total v e r s chiedenen Territorien unserer Epoche und Josef Trumpeldor, hero i Is c h e r Kaempfer in Israels tumultoeser Anfangszeit, nein, all dies kann man nicht toerichterweise unter den Tisch fallen lassen. Es ist mit Traenen und Tragik, mit Trotz und Triumpf zutiefst in unserem tausend]aehrigen Sein verwurzelt und nie zu tilgen. Unsere transzendentale Gechichte war und bleibt unser Talisman gegen teuflischen Tort, unser Testament fuer die Zukunft, der Tempel unseres taeglicben Stolzes. Trennen wir uns vom juedischen Thema und treiben wir ein wenig chilenische Geschichte. Dies Tribus der Tehuelches tu-echtige, teilweise sehr grosse Menschen — Typen, lebten in den Hoehen-Taelern der Kordilleren von Tierra del Fuego. Durch gefundene Tongefaesse und Toepfereien weiss man von der temporaeren Existenz der Tribus der Tayatafes, die schon total exterminiert waren, bevor die Spanier chilenisches Territorium eroberten. Schaedelfunde, die deutliche Zeichen tragen, beweisen, dass sie die Kunst des Trepanierens ausuebten. Vermutlich gingen solche Operationen zum groessten Teil toedlich aus. Der Trajekt der Eroberung Chiles ist mit blutig-roter Tinte geschrieben. Nie hatten sich die kriegs —■ trainierten Spanier traeumen lassen, dass die (fuer ihre Theorien toelpelhaften Indios, wie gehetzte Tiere fuer ihren Freiheits-Trieb kaempfen wuerden. Die Toquis der verschiedenen Tribus traten mit Mut, Temperament und Tapferkeit dem Tross des Invasor entgegen und truebten den vermeintlich schnellen Triumpfzug. Tucapel und Tureulipe, gefuerchtete Caciques, terrorisierten mit ihrer Kampf- Taktik die technisch viel versierteren Spanier durch Tricks, denen die Spanier in der schwerfaelligen Tan nung ihrer Eisenruestungen tatsaechlich kaum gewachsen waren. Morales musste z. B. 1770 dem Toqui Taipilahquen, 8000 Gold-Taler aus seiner schmalen Tasche und 6000 teure Kuehe gegen einein transitorischen und truegerischen Frieden zah - len. Die Totems der Araukaner sind hoechst interessant Sie vererben sich ueber die Mutter-Tochter Linie und werden auch heute noch ohne jegliche Nachgiebigkeit und Toleranz toternst beachtet. Ehen innerhalb des gleichen Familien - Totems sind absolut Tabu. Dieser breitgesichtige, traege Volksstamm, mit olivenfarbe,nem Teint, tiefliegenden Augen und heute trostloser Temperamentlosigkeit, wurde durch Trunksucht fast total um seine Initiative gebracht. Ihre Teppiche, Trerilencos NATIONALPRODUKT 9% GESTIEGEN Das Nationalprodukt Israels ist vorlaeufigen Berechmungen des Zentralen Statistischen Amtes zufolge 1965 um 9% gegenüber dem Vorjahre gestiegen, waehrend der private Konsum um 8%, der öffentliche hingegen um 13% gestiegen sind. Die Summe lokaler Investitionen ist um 3% zurückgegangen. Gleichzeitig mit der Zunahme des Privatkonsums ist auch eine Erhöhung der Preise für Konsumgueter um 7% eingetreten. Nominell hat die Lohn- und Gehaltserhöhung 17% betragen, der Reallohn erhöhte sich aber weniger infolge der Preiserhöhungen. Die Frischgemüsepreise sind im vorigen Jahre um 16,5%, Milch und Milchprodukte um 10%, Fleisch und Fleischwaren um 9,5%, nichtalkoholische Getraenke um 14% im Preise gestiegen. Kleider und Schuhe wurden um 12%, Möbel um ca. 15%, verschiedene Haushaltsgegenstaende und Industrieprodukte um 7% im Preise erhöht. Waehrend in früheren Jahren bis zu 22% der Einnahmen für Wohnungsausstattung a u s g egeben wurden, sind im letzten Jahre dafür nur noch 8 Prozent der Einnahmen ausgegeben worden. (“Canfit”) GUENSTIGES EXPORT-ERGEBNIS Der zusaetzliche Wert in der Ausfuhr Israels belief sich 1965 auf durchschnittlich 48%, und der Warenexport konnte damit 28 bis 30 Millionen Dollar zur Verringerung des Defizits in der Handels- und Zahlungsbilanz beitragen. Der gesamte Warenexport belief sich 1965 auf 432 Millionen Dollar, was einem Wachstum um 60 Millionen Dollar (16%) gegenüber 1964 entspricht. Ein Drittel des Zuwachses stammt aus der Ausfuhr landwirtschaftlicher Erzeugnisse, waehrend zwei Drittel aus dem industriellen Export kommen. Die Indust r ieausfuhr einschliesslich Diamanten erhöhte sich um 13%, der Industrieexport ohne Diamanten stieg um 14,7% an. Die Kreise des Exportinstituts erklaerten, dass dieser Fortschritt auch im Vergleich mit anderen Laendern betraechtlich ist, zugleich müssen diejenigen Industriezweige genau geprüft werden, in denen Chancen auf Ausweitung der Ausfuhr bestehen, um das nach dem staatlichen Plan angestrebte Ziel von 750 Millionen Dollar Industrieexport im Jahre 1970 zu erreichen. (“Canfit”) CHEMISCHER BETRIEB FUER ARAD Der Ausschuss der Wirbschaftsminister beschloss einen chemischen Grossbetrieb in Arad zu errichten, der Phosphate und andere Chemikalien kombiniert produzieren wird. Der Entwicklungsminister brachte die d ' e s b ezüglichen Vertraege den Ausschussmitgliedern zur Kenntnis und Ratifizierung. Es handelt sich um eine Partnerschaft von halb zu halb zwischen israelischen Faktoren und einer bekannten amerikanischen Gesellschaft, die sich in diesem Zweig spezialisiert. Der Zweck des Betriebes ist, die Phosphat-Vor kommen von Arad für die Produktion von Phosphorsaeure oder verdreifachtes Superphosphat zu verwerten. Als Nebenprodukt würde auch B i calcium-Phosphat hergestellt werden. Die geplanten Produ ktionsmengen sind: 150.000 Tonnen Phosphorsaeure und 40.000 Tonnen Bicalcium-Phosphate pro Jahr. (“Canfit”) PLASTISCHE TREIBHAEUSER (Stirnbaender der Frauen) und Trape 1-ngo-t r o h ue (Zopfbaender), die sie mit Erd Tinkturen faerben, sind, neben dem silbernen Tand (Tupo-Brustschmuck; Traripel-Halskette), die sie trefflich herzustellen verstehen, die traurigen Reste ihrer traditionellen Kunstfertigkeit. Ihre religioese Tendenz ist - taub fuer jegliche Aufklaerung — aberglaeubisch geblieben. An Ton Ton (espíritu de la tierral richtet sich ihr taegliches Gebet; er wird besonders theatralisch bei einem “Tuncahuin” (Bestattung) angerufen und mit eigenartigen Taenzen umworben. Rachsuechtige Araukanerstaemmlinge toben sich noch heutzutage in trueben Verhexungen aus, die kleinmuetige Geister mit Terror erfuellen koennen. (Der Schreiber musste effektiv aus diesem, kaum als triftig anzuerkennenden Grund, vor dem faelligen Termin, einen Haus- Trampel entlassensie ma;- te nachts Krankheits— und Todes-Tafeln, schmuggelte irgend einen eigenai u.g¿n Trank in den Tee, taetowierte die Fotografie ihrer Kolleginnen. Waehrend sie tagsueber ihre Taetigkeit mit dem tugendhaftesten Gesicht ausuebte. Siedlungsnamen a la Talca (Donner), Talcahuano (Donner vom Himmel), Traiguén (Wasserfall), Tongoy (Wiederholter Laerm des arbeitenden Hammers), Taltal (schnarrender Vogelruf), Tiltil (voellige Erdkahlheit), Tinguirririca (Magerer und erfro r e n e r Fuchs), Tabo (Haus der Hexen und boesen Geister) sind reinsten araukanischen Ursprungs. (Fortsetzung folgt). K.g Wohl den wenigsten der Kaeufer der herrlichsten Rosen, Supergerbera oder der bunten Anemonen in den elegante sten Blumengeschaeften in Zürich, Paris oder London wird es wohl zu Bewusstsein gekommen sein, dass diese Blumen 24 Stunden vorher noch in den plastischen Treibhaeusern auf den F e 1 d e rn Israels gepflückt, oder geschnitten worden waren. Riesenflaechen sind heute mit Frühgemuesen unter Plastikschutz bestellt, und der grösste Teil der so gewonnenen Gemüse kommt zum Export, der in einem sicheren Ansteigen begriffen ist und heute bereits über IL 15 Millionen in Devisen einbringt. Die Landwirtschaft ist heute revolutioniert und gleicht einem Industriebetrieb, wie etwa die grossen Rosenzüchtereien, und die übrigen in Plastiktreibhaeusern, oder unter Plastikhüllen herangezüchteten Produkte. “Wir müssen lernen Spezialitaeten zu züchten unter Ausnützung unseres Klimas. Auf diese Weise können wir auf den Weltmaerkten, besonders den europaeischen Maerkten mit unseren Produkten erscheinen, wenn solche noch nirgends anderswo, selbst nicht in den teuersten Treibhaeusern zur Reife gebracht werden können”. Dies erklaerte der Generaldirektor des Landwirtschaftsministeriums Amiad Pressevertretern auf einer Rundfahrt durch Scharon, wo sich zahlreiche derartige plastische Treibhaeuser befinden. Das Landwirtschaftsministerium zusammen mit den Bauern selbst arbeitet eifrig an der Züchtung neuer Sorten, die immer bessere Ergebnisse mit sich bringen. Wir glauben, dass die moderne Landwirtschaft Israels rein wirtschaftlich gesehen der wichtigste Zweig unserer Wirtschaft wird und sich in seinen Ergebnissen und besonders auch seinem Export mit der Industrie wird messen können. Schon heute wird pro Arbeitskraft dreimal so viel produziert, wie früher, wobei wir Boden und Wasser in höchster Weise ausnützen können. Das Landwirtschaftsministerium hat ein umfassendes Programm für die landwirtschaftliche Entwicklung in den naechsten fünf Jahren und Wissenschaftler, wie Instruktoren leeen in enger Zusammenarbeit mit (i°n Landwirten die Basis für die Erreichung dieses Zieles, erklaerten die Snrecher des Landwirtschaf tsministejinm s. (“Canfit”) ELEKTRONENHIRN FUER UNIVERSITAET Die Tel Aviver Universitaet Unterzeichnete einen Kaufvertrag in Höhe von etwa drei Millionen IL für em e i e k t rnnenhirn. Der Computer wird zu Anfang des naechsten akademischen Jahres aktionsfaehig sein. Er akkumuliert in seinem “Gedaechtnis” 33.000 “Worte” und hat eine Auffassungsges c h w i ndigkeit von 60.000 “Buchstaben” in der Sekunde. ist imstande pro Sekunde 350.000 Ziffern zu addieren und etwa 200 Anordnungen zu liefern. Er mnltiuliziert zwei zehnstellige Zahlen in einer 20 millionstel Sekunde. (“Canfit”)

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