Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XXVIII (1966)
- Issue
- 1 (Enero, 1966)
- Date
- 1966-01-01
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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ENERO 1966 BOLETIN INFORMATIVO 3 Die Repraesentanz: Ans dem Protokoll der Sitzung vom 4. November 1965 GEORGE Protokoll Das Protokoll der sich Herr Michel auf die Sitzung vom 9. September Taetigkeit von Herrn Kan- 1965 wird verlesen und getor Ostrowiecki, der allgenehmjgt. mein gut gefallen hat. Auf Bericht des Direktoriums die Gottesdienste im Ge- Herr Dr. Reich verliest nachmeindehaus zu sprechen stehenden Direktoriums b ekommend, ist er der Auffasricht, der ohne Debatte gesung, dass auch diese den nehmigt wird: Anwesenden die Erbauung “In dem Zeitraum zwischen gegeben haben, die sie erder letzten Repraesentantenwarten konnten. Er regt an, Versammlung und dieser Zuin Baelde den Almemor umsammenkunft, konnten wir bauen zu lassen, damit im 4 Neuaufnahmen verzeichnen naechsten Jahr der Gottesmussten jedoch auch 7 Todesdienst einen noch wuerdigefaelle beklagen, ren Rahmen haben kann. Das Hauptgewicht der Ge- -. Herr Abraham bezieht meindearbeit hat naturgesich auf die Jugendgottesmaess im abgelaufenen Zeitdienste im Teatro Oriente, raum auf der Vorbereitung die nicht den in sie gesetz- und der Durchfuehrung der ten Erwartungen entspra- Gottesdienste an den Hohen chen, was besonders daher Feiertagen gelegen. Ausserbedauerlich ist, weil eine dem wurde aber die allge aussergewoehnlich grosse meine Verwaltungsarb e, ii t Anzahl von Kindern und Junicht vernachliaeasigt, auch gendlichen zu dieser Zeit andadurch nicht, dass grosse, wesend waren, weit ueber den Rahmen un- Herr Leiser bestaetigt die serer Gemeinschaft hinausge- Worte von Herrn Abraham hende E r e i g nisse in un- und regt ueberdies an, bei serem Jischuw in engstem den Jugendgottesdiensten Zusammenhang mit unserer nur Jugendliche aufzurufen Gemeinde stattfanden, wie um so den spezifischen Chadie Tagung der Lateinamerirakter dieses Gottesdienstes kanischen Exekutive des zu unterstreichen. , Juedislchen Weltkongress Herr Dr. Reich dankt fuer und der 45. Chilenische die hier gemachten Anre- Zionistenkongress. Auch der gungen, die sehr interessant Vaad Hajinuj wird in diesind, und bittet die Mitgliesem Monat seinen alljaehrder der Kultus-Kommission, liehen Kinus abhalten. Die die jetzt das Wort ergriffen SCI hat dazu als Delegierte haben, dieses Thema, das folgende Herren ernannt: zum Aufgabenkreis gerade Roberto Hochmann, Heinz dieser Kommission gehoert, Podbielski, Werner Simonson, dort nochmals vorzubringen, Abraham Stemmer und der damit es alsdann bearbeitet Berichterstatter. Lwird. Was die Frage der Ju- Unsere Gemeinde konnte» gendgottesdienste anbetrifft, vor wenigen Tagen den Be-iso stimmt er voellig mit, such des GrosspifaesidentenHHerrn Leiser ueberein. Zum: der Bene Berith, Herrn Dr.HJugendgottesdienst duerfen William A. Wexler empfan-inur Jugendliche aufgerufen| gen, der anlaesslich der lawerden. teinamerikanischen Konven- > Herr Dr. Sklarz bezieht tion dieser Organisation in sich auf die religioesen Vor- Chile weilte. > Schriften bezueglich des Auf- Bei der Amtsubergabe der* rufens zur Thora. 'Braiesidentschaft der Fede-|- Herr Dr. Reich regt an, die ración Sionista war, in Ver-| Gottesdienste am Jom Kippur ter besonderer Berücksichtigung der in Chile aufg’ewachsenen Jugend fortzufahren”. Dieser Resolution wird einstimmig angenopnmen. Herr Dr. Reich dankt der Repraesentanz fuer diesen Beschluss, der die Kultus — Kommission verpflichtet, in der — von ihm seit Jahren geforderten — Modernisierung des Gottesdienstes unter besonderer Berücksichtigung der Landessprache weiterzugehen. Es ist dies das erste Mal, dass das Repraesentanten - Kollegium einen derartigen Beschluss fasst, und er hofft, dass diese Resolution die erwarteten Fruechte tragen wird. Herr Rosenberg macht darauf aufmerksam, dass die Gemeinde mit der Verlegung des Religions - Unterrichts auf den Freitag Nachmittag mit anschliessendem Besuch des Gottesdienstes gute Erfahrungen gemacht hat. Nun aber wird der Freitag - Abend - Gottesdienst durch saisonbedingte Umstaen d e jedes Mal spaeter abgehalten, sodass die Kinder nicht mehr am Gottesdienst teilnehmen. Er bittet zu erwaegen ,ob dem nicht Abhilfe geschaffen werden koennte. Herr Dr. Reich schlaegt tretung der Gemeinde, der Praesident zugegen. Ende dieses Monats veranstaltet die Centra einen Kongress der Jugend in Montevideo, an dem in Ver tretung der SCI Herr Rabbiner Loewenstein und in Repraesentation des Barcai, Herr Marcos Wisch teilnehmen werden. )Bprichte der Kommisjsionen; Herr Michel informiert das 'R*3praesentanton-Kol(legium ueber die Taetigkeit der Kultus-Kommission, die sich in den vergangene!" Wochen in erster Linie md der Durchfuehrung der Gottesdienste anlaesslich de: Hohen Feiertage befasst hat Anschliessend berichtet e ueber die verschiedenen Gottesdienste und hebt besonders den im 3: Stock des Gemeindehauses hervor, dei gut besucht war und besonders wuerdig und schoen durchgefuehrt wurde. Bezueglich der Gottesdienste im Teatro Oriente wuerdigt er die Mitwirkung der jugendlichen Mitarbeiter Miguel Benger, Claudio Pincm und Marcos Wisch, die in hervorragender Weise be der Thoravorlesung, als Vorbeter und als Schofarblaesei taetig waren. Das Publikun im “Oriente” war ausserordentlich zufrieden und vielt Eltern haben den Wunsch geaeusssert, dass auch ihre Kinder einmal derartige Funktionen ausueben koen nen. Abschliessend bezieht im Oriente etwa 45 Minuten zu unterbrechen, und in dieser Zeitspanne einen Jugendg o 11 esdienst durchzufuehren. Auf diese Weise wuerde der Verlauf des allgemeinen Gottesdienstes nicht durch Einflechtungen gestoert und der Jugendgotte sdienst koennte eine Form erhalten, die den Wuenschen der Jugend entspraeche. Herr Dr. Lehmann begruesst die Debatte, die von dem Interesse der Repraesentanz an der Durchführung der Gottesdienste an den Hohen Feiertagen Zeugnis ablegt. Er weist darauf hin, dass diese Tage eine einmalige Gelegenheit sind, die Gemeindemitglieder zu erfassen. Alsdann benutzt er die Gelegenheit, um seiner Anerkennung der Arbeit der Herren Rabbiner im Rahmen der “Juedisch-Christlichen Zusammenarbeit” Ausdruck zu geben und schlaegt vor, in Zusammenfassung der in dieser Sitzung gemachten Anregungen folgenden Beschluss zu fassen: “a) Das Repraesentanten-Kollegium dankt den Gemeinde — Rabbinern fuer die wuerdige Vertretung unserer Gemeinschaft in den Besprechungen der “Juedisch-Christichen Zusammenarbeit”. “b) Das Rie.praesentantert-Kolltegium bittet die Kultus - Kommission, in der zeitgemaessen Erneuerung des Gottesdienstes unvor, zwischen dem Religionsunterricht und dem regulae- [ren Gottesdienst, Jugendgot- .tesdienste zu veranstalten. Er «wird in diesem Sinne mit den Herren Rabbinern sprechen. Herr Loebel nimmt das (Wort mit der Vorbemerkung, ldass er wenig vertraut mit der Materie sei. Es sind hier viele Kritiken an den Gottesdiensten laut geworden, Bemerkungen, dass die Gemeinde zu wenig oder nicht das Richtige taete. Diese Situation erinnert an die der juedischen Schule, wo auch dasselbe geruegt wird. Tatsache aber ist, dass man von der Schule, wie auch von der Gemeinde nichts Unmoegliches verlangen noch erwarten darf. Alle diese Institutionen koennen nur einen Rahmen, nur eine Arbeitsmoeglichkeit fuer diejenigen geben, die wirklich interessiert sind. Aufgabe, dieses Interesse zu wecken und zu erhalten ,ist die der Eltern ,und wenn diese versagen, kann weder die juedische Schule noch die Gemeinde noch irgendeine andere Institution etwas erreichen und Vorwuerfe sind voellig sinnlos. Herr Dr. Reich nimmt abschliessend zum Th e m a “Kultus-Kommission'’ Stellung und teilt mit, dass am Simchat - Torah Herr Martin Michel als Chosen Bereschit und Herr Leo de Jong als Chosen Maftir fungiert haben. Am vergangenen Sonntag hat das Kultus-Essen mit reger Beteiligung und gutem Erfolg stattgefunden. Was das “Chor — Essen” anbetrifft, hat das Direktorium beschlossen, dieses als Auftakt fuer die neue Chorarbeit am Anfang des naechsten Jahres zu veranstalten. Er wird sich in diesem Sinne auch noch mit den Herren, die den Chor, leiten, in Verbindung setzen, benutzt aber schon jetzt die Gelegenheit, um Herrn Rosenberg, der den gemischten, Per Luftpost erreicht uns bei Redaktionsschluss die traurige Nachricht vom Ableben des Chefredakteurs des “AUFBAU”, Dr. Manfred George, im Alter von 72 Jahren. Dr. George war Zeit seines Lebens von Beruf Journalist gewesen und hatte sich' bereits in jungen Jahren, in der Weimarer Republik, einen Namen als hervorragender Reporter sowohl in Gerichtssaelen wie fuer Theater und Kunst gemacht. Er war als staendiger Mitarbeiter bei der sehr anspruchsvollen “Vossischen Zeitung” taetig wie auch Schriftleiter der “Berliner Abendpost., Bereits 1933 wanderte er nach Prag aus, wo er begann, sich im Rahmen seines Berufs juedischen Fragen zuzuwenden. Er arbeitete dort mit zionistischen Journalisten wie Felix Weltsch und Dr. Hans Lichtwitz ■—heute als Dr. Uri Naor Botschafter Israels in Chile— zusammen. Ein Jahr vor Ausbruch des Krieges verliess er Europa und liess sich in New York Rieder. Dort uebernahm er die Leitung der damals sehr kleinen und unbedeutenden Zeitschrift, die dank seiner Energie, Weitblick und aussergewoehnlichen j ournalistischen Faehigkeiten zu dem werden sollte, was man nur als sein Lebenswerk bezeichnen kann, den “AUFBAU”. Er machte den “AUFBAU” zu dem Blatt der juedischen Immigration in den Vereinigten Staaten, zu einem Bindeglied der gesamten in der Welt verstreuten deutschsprachigen Judenheit und zu einem Fuersprecher ihrer Belange. Obwohl diese eigenartige und in mancher Hinsicht e i n zigartige Wochenschrift sich an so verschiedene Gruppen von Lesern wandte wie beispielsweise den juedischen Einwanderer, der eine rasche Einordnung in seine neue Heimat suchte, oder den deutschstaemmigen Antinazi, der in seinen Zeilen einen im Schiffbruch geretteten Anker der Demokratie sah, war er seit eh und je aus einem Guss, ganz wie sein unbestrittener spiritus rector: allen fortschrittlichen Sachen zugewandt, in der besten demokratisch-liberalen Tradition des deutschen Judentums. Das hohe Niveau seiner Artikel, die manchmal in einer einzigen Ausgabe innenpolitische, aussenpoiitische, kulturelle und wissenschaftliche Themen mit gleicher Meisterschaft behandelten, erreichte und instruierte ueber ein Vierteljahrhundert lang eine nach vielen Tausenden zaehlende Leserschaft in der ganzen Welt. Von den zahlreichen prominenten Mitarbeitern, die es sich zur Ehre anrechneten, im ‘AUFBAU” zu schreiben, seien nur Thomas Mann und Albert Schweitzer oder Nahum Goldman und Ben Gurion genannt, um einen Begriff von der Bedeutung zu vermitteln, zu der er seine Zeitschrift emporzutragen verstand. Im Jahre 1963 weilte er im Auftrag der “Centra” zu einem kurzen Besuch in Chile, der den Mitgliedern unserer Gemeinde Gelegenheit gab, ihn persoenlich kennen zu lernen. Sein Andenken wird in unserer Mitte, ebenso wie ueberall, wo Juden aus Mitteleuropa sich im Geiste ihres nolitischen und kulturellen Erbes mit den Problemen unserer Zeit auseinandersetzen, stets in hoechster Ehre gehalten werden. H. K und an den Feiertagen den Herren - Chor leitete, wie auch Herrn Walter Schueftan, der an den Hohen Feiertagen den Damen - Chor im Oriente dirigierte, besonders zu danken. Herr Simonson berichtet ueber die Taetigkeit der Jugend - Kommission. Diese Kommission hat sich in ihrer letzten Sitzung hauptsaechlich mit Probleme des Barcai befasst. Herr Dr. Reich informiert ueber die Taetigkeit der Kommission der zweiten Generation. Am Mittwoch den 10. November wird ein Vortrag von Herrn Professor Rogovsky (Buenos Aires) stattfinden, der die Daten der ersten Zusammenkunft der jungen Ehepaare, an der er teilnahm, sozial-psychologisch ausgewertet hat, und sich in seinem Referat darauf beziehen wird. Colecta 5726 Das Repraesentanten-Kollegium schreitet nunmehr zur Wahl des Leiters der Colecta 5726. Herr Ebstein schlaegt als einzige geeignete Persoen lichkeit Herrn Dr. Reich vor Nach eingehender Debatte beschliesst das Repraesentanten-Kollegium einstimmig, Herrn Dr. Reich zu bitten, das Amt des Leiters der Co iecta 5726 zu uebernehmen. Herr Dr. Reich erklaert sich dazu bereit. Herr Dr. Lehmann dankt Herrn Dr. Reich dafuer, das:; er sich bereit gefunden hat, abermals als Leiter der Co lecta zu fungieren. BFJTRAGSERHOEHUNG Das Repraesentanten-Kollegium der S.C.I. “B’ne Jisroel” hat auf der Sitzung vom 6. Januar 1966, einstimmig folgenden Beschluss gefasst: 1) Der Mitgliedsbeitrag wird ab 1. Januar 1966 auf E? 15.— erhoeht. 2) Um Zahlung der prozentuellen Erhoehung werden auch diejenigen Mitglieder gebeten, die bisher freiwillig einen hoeheren Beitrag als den jeweiligen Mindestbeitrag gezahlt haben. 3) Begruendete Antraege auf Ermaessigung oder Erlass der Beitragserhoehung sollen wohlwollende Berücksichtigung finden. 7970