Mannheim
Compact Memory

Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1965-11-01 · 11 (Noviembre, 1965) · p. Seite 6

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXVII (1965)
Issue
11 (Noviembre, 1965)
Date
1965-11-01
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
88% known words query
IRI
…/8553624-8559342-9194682--4671-8559608
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

6 BOLETIN INFORMATIVO NOVIEMBRE 1963 Nach Redaktionsschluss DIE ERKLAERUNG DES... In den Parlamentswahlen in Israel erhielt die Liste der Mapai (Regierung) 44 der 120 Sitze der Knesset, womit sie die erste relative Mehrheit errang. Die Liste der Rufi unter Leitung von David Ben Gurion, konnte 10 Sitze erringen. Der Block Cheruth und Liberale behielt die 27 Sitze die er in der vorigen Knesset innehatte und ist damit d i e staerkste Oppositionsgruppe. Del Religioese Block verlor 3 Sitze und die Kommunisten einen von den 4 Sitzen der vorigen Knesset. In unserer nechsten Ausgabe werden wir einen ausi'uehrlichen Bericht unseres Israel-Korrespondenten, Dr. Abner Nechushtan ueber die Wahlen bringen. Willens und die Bestaetigung der eigenen Werte des Judentums. In der nunmehr endgueltig angenommenen Fassung, deren offizieller Text im Moment, da diese Zeilen geschrieben werden, noch nicht vor liegt, ist davon die Rede, dass “zwar die juedische Obrigkeit und die ihr Gefolgschaft leistenden Juden den Tod Christi forderten, jedoch das, was Christus bei seiner Passion widerfuhr, nicht ausnahmslos allen damals lebenden Juden und auch nicht den Juden von heute zugeschrieben werden darf’. An einer anderen Stelle der gleichen Erklaerung verurteilen die Kirchenvaeter den Antisemitismus im allgemeinen, allerdings ohne ihn zu verdammen, da die Verdammung weiter eine lediglich der Haeresie gegenueber zu beziehende Stellungnahme bleiben soll. vtü ¡ sólo caldo MAGGI da tan buen sabor a sus r; ft?"* :*%**£• A su marido.,, a sus hijos... a toda su familia, le encantarán sus guisos, sopas, salsas, pastas, arroz, etc., preparados con Caldo MAGGI, porque el sabor exquisito que les da el Caldo MAGGI, satisface hasta el paladar más exigente. Caldo de Gallina MAGGI, tiene todo lo que una experta cocinera utiliza para preparar sabrosos y sustanciosos caldos: pollos tiernos, gordos y seleccionados, verduras frescas y es- ¡ pedas de insuperable calidad. " ' SE COCINA Y SE COME MEJOR CON MAGGL7. LA MARCA ORIGINAL dUI¿A Es ist klar, dass die approbierte Erklaerung weit von den_ urspruenglichen Absichten* von dem Geist des verstorbenen Papstes entfernt ist. Aehnliches kann an anderen Schemata beobachtet werden, beispielsweise a n dem der Gewissensfreiheit, wo das Recht eines , jeden Menschen auf freie Wahl und Ausuebung seiner Religion zugestanden wird, jedoch mit einem Zusatz, der den alten Anspruch der katholischen Kirche auf den Besitz der 'alleinigen Wahrheit erneut zu erhaerten versucht. Im Lichte dieser “zwar” und “jedoch” dieser “wenn” und ‘’aber’’ und gemessen an dem anspruchsvollen Massstab der lauteren Absichten des Papstes Johannes moegen die nunmehr endgueltig redigierten Erklaerungen enttaeuschend anmuten. Es gibt .—jedoch und aber— eine Menge guter Gruende, mit solcher Enttaeuschung zurueckzuhalten. Dass der endgueltige Text noch nicht offiziell vorliegt, ist einer: unsere Herren Rabbiner taten sehr gut daran, in ihrem Interview “El Mercurio” gegenüber mit Hinweis darauf einstweilen jeden Kommentar zu verweigern. Schliesslich wird in theologischen Disputationen seit altersher jedes Wort auf die Waagschale gelegt und das Oekumenische Konzil hat bisher die offizielle Fassung nicht komplett bekanntgegeben. Einer der wesentlichen Gruende ist aber, dass man menschliche Taten nicht an den maximal abgesteckten Zielen messen soll: es ist meistens enttaeus c h e n d. Warum nicht besser davon ausgehen, welchen Fort-. Kircne —trotz Aller Einschritt die neue Haltung der schraenkungen— an ihrer bisherigen Einstellung gemessen darstellt?! Wenn die blut— und traenenreichen Folgen des Fluchs, der Luege vom “Gottesmord”, der inquisitorischen Verfolgung so tragisch waren, wie wir dies wissen und wie dies in dem Gebets—Projekt des verstorbenen Papstes beschrieben ist, dann stelt schon eine einfache Ablehnun des Antisemitismus einen unleugbaren Fortschritt dar. Ferner gilt es zu bedenken, ’Hass eine —selbst eingeschraenktep o sitive “Judenerklaerung” dem fortschrittlichen Teil des Klerus, der im Konzil eine klare Mehrheit unter Beweis stellte, ein Instrument in die Hand gibt, im Sinne der menschlichen verstaendigung zu wirken. Auf den Gebrauch, der von der . Erklaerung gemacht werden wird, muss es ankommen. Ihn gilt es abzuwarten. So erklaerte Prof. Elio Toaff, Oberrabiner von Italien, sehr richtig es sei ueberhaupt zweifelhaft, ob es Aufgabe der Juden sei, ueber das Dokument des Konzils zu urteilen. Ein endgueltiges Urteil koenne man erst zu den Taten, die hiernach folgen, abgeben. In anderen Worten, denen eines ihrer Apostel: ‘‘An ihren Fruechten sollt ihr sie erkennen”. , ATSCHEKA

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.