Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XXVII (1965)
- Issue
- 9 (Septiembre, 1965)
- Date
- 1965-09-01
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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8 BOLETIN INFORMATIVO SEPTIEMBRE 1965 JRUECKBLENDE NEUE GRENZEN IN LATEIN-AMERIKA Aljer nicht nur auf dem Gebiet . der internationalen Politik versuchte'das'B. I. seine Leser informiert zu halten. Juedische und allgemeine lokale Angelegenheiten werden eingehend behandelt, wie die Berichterstattung ueber das wohl wichtigste lokale Ereignis des abgelaufefen abgeben, wo sich ein friedlicher und bruederlichei Dialog durchfuehren laesst. Das mag ein Traum sein, aber es sind die Traeume die die Geschichte bewegen Athen verfuegte lieber ein winziges Territorium und eine Bevoelkerung, die nie ueber 450.000 Einwohner hinausging. Israel und Judaea, arm, klein und bedraengt von grossen Imperien an seinen Grenzen, haben mehr fuer Praesident Frei und Aussenminister Golda Meir. Freundschaft und Zusammenarbeit nen Jahres zeigt, die Wahl und Amtsuebernahme des Praesidenten Eduardo Frei der, nach dem Vorbild John F. Kennedy’s fuer Lateinamerika “neue Grenz en’’ sucht. In diesem Zusammenhang darf auch die Berichterstattung ueber den Staatsbesuch der Aussenminister von Israel, Golda Meir nicht fehlen, die Chile anlaesslich der Amtsuebernahme durch Praesident Frei besuchte und auch an der Eroeffnungssitzung des. lokalen Zionistenkongresses teilnahm. Schon im Oktober war auf der ersten Seite das Bild des neugewaehlten Praesidenten und eine Begruessung erschienen, ebenso wie auch eine Mitteilung ueber den Besuch von leitenden Persoenlichkeiten der Kollektivitaet beim “Presidente Electo”. Die Novemberausgabe war dem Besuch Golda Meir’s gewidmet, die durch ihre Anwesenheit bei der Amtsuebernahme die Verbundenheit Medinat Israels mit Chile demonstrierte. In einem Bericht ueber das Bankett, dass der neue Staatschef den ausländischen Delegierten gab, wurde ein Auszug aus seiner Rede gebracht in der e? heisst: “Unsere Laender koennen den Roden fuer ein universelles Zusammentrefdie Menschheit geleistet, als maechtige Nationen, die oftmals durch das Gewicht ihrer eigenen Kraft gehemmt waren”. Diese Worte fanden Echo in den Ausfuehrungen von Frau Meir, die auf einer Pressekonferenz e r k 1 aerte: “Die israelische Regierung ist davon ueberzeugt, dass unsere Politik auf den Grundprinzipien der Freundschaft und der Bruederliehkeit allen Voelkern gegenueber beruhen muss, einer Freundschaft die ihren Ausdruck in der praktischen Mitarbeit an der Loesung der uns gemeinsamen Probleme finden muss”. _ Diese praktische Mitarbeit ist bald zu einer Tatsac^" geworden, ueber die wir in der Juli — und August-Ausgabe berichteten. Wir brachten Reportagen ueber die Eroeffnung und Durchfuehrung des ersten Seminars fuer Organisation von Kooperativen das von der chilenischen Regierung und der OE4 gemeinsam fn Macbaii durchgefuehrt wurde. Ein weiterer Beweis der chilenisch - israelischen Freundschaft ist die Verlegung der chilenischen Botschaft in Israel nach Jerusalem, der Hauptstadt des jue- Botschafter Sanchez - Praesident Schazar fuer eine noch engere Freundschaft dischen Staates, wie im April berichtet wurde. JUBILAEEN — KONGRESSE UND BESUCHE Eines wichtigen Gedenktags in unserem kollektiven Leben, dem 25. Jahrestag der Gruendung des “Comité Representativo” konnten wir in einem Leitartikel gedenken, in dem vor allem die Menschen aus dem Kreise der “B’ne Jisroel” gewuerdigt wurden, die sich an den Arbeiten des Comités massgebend beteiligt haben. Der Feier eines weiteren Jubilaeums gewidmet — des 50. Jahrestags des Joint, — war der Inhalt eines im November veroeffentlichten Artikels “Haende uebers Meer” in dem die Arbeit und die Geschichte des Joint gewuerdigt wurde. Auch ueber den Kongress der Centra in Sao Paulo, an dem die SCI durch ihren P r a e s identen. Herrn Dr. Reich und durch Herrn Rab biner Loewenstein vertreten war. wurde ausfuehrlich berichtet. In der Dezember Ausgabe erschien ein Artikel “Neue Wege fuer das lateinamerikanische Judentum” in dem zusammenfassend stand dass “man sich auf dip>=«'~ Tagung der Tatsache bewusst geworden ist, dass die Fptwicklung an einem entscheidenden Punkt angelangt ist. Wenn unsere Gemeinschaften ihren Bestand fuer die Zukunft .sichern wollen muessen sie in weitaus staerkerem Masse den Kontakt der Jusend finden, nicht nur sni achlich, sondern auch geistig”. Von Bedeutung war der Besuch einer Delegation des American Jewish Committees in Santiago, ueber den wir in unserer September Ausgabe schrieben; die Delegierten des AJC die unter anderem auch unser Gemeindehaus besuchten, gaben eine Pressekonferenz, auf der der Praesident der Institution, Herr Dr. Morris Abram erklaerte: “....dass die jetzige Reise vor allem informativen Charakter habe, um alsdann ein konkretes Programm der Z u s a mmenarbeit zwischen dem AJC und verschiedenen juedischen Institutionen unseres Kontinents vorzubereiten” Diese Zusammenarbeit hat bereits begonnen. Der Soziologe Dr. Rogovsky hat in Mission des AJC an einem Seminar des C'UJ teilgenommen und ist der Federación Sionista bei Durchfuehrung des Censo behilflich. Ein besonderes Erlebnis war der Besuch von Prof. Fritz Bamberger, der in Mission der Centra den Kontinent bereiste und der in der Gemeinde ueber “Fragen juedi,s'cher Erziehung” zu uns sprach. Unter dem Titel “Jasagen zum Judentum” brachte das B. I. ein Interview mit unserem Besucher und einen Extrakt seines Vortrages, aus dem wir als Quintessenz entnehmen: “...Vielleicht koennte ich alles so zusammenfassen (erklaerte Prof. Bambe'-- ger) : Lernen, erkennen, weitergeben, lernend lehren und alsdann, aus der Erkenn Giis und echtester, eigenster TTeberzeugung heraus, Jasagen zum Judentum” Ein anderer prominenter Besucher unseres Jischuw war Dr. Israel Drar>kin, der wie wir der Oktober-Ausgabe p n t n ehmen fuer die Universitaet Jerusa- Die Hilfe Israels fuer die Opfer der Erdbebenkatastrophe in Chile — 380 Kgs. Antibiötica — traf bereits wenige Tage nach dem Erdbeben auf dem Luftwege in Santiago ein und wurde im Flughafen Cerrillos von Botschafter Dr. Uri Naor,' dem Vertreter des Servicio Nacional de Salud Teuro Mikacic und dem Presse-Attaché der Israel — Botschaft, Frau Mary Senerman, in Empfang genommen. lern unseren Jischuw besuchte. Und, vergessen wir nicht die Vortrag sabende von Herrn Dr. Hardi Swarsensky, Buenos Aires, Heinz Fluegel — Tutzingen, und — last not least — den denkwuerdigen Vortrag S. E., des Kardinals Raül Silva Henriquez in unserem Gemeindehaus. Im Januar 1985 starb Winston Churchill. Der Monatsspiegel des Februar war dem “Mann, der Hitler besiegte” gewidmet. In derselben Ausgabe erschien auch ein Kommentar ueber die Debatten des Zionistischen Weltkongress in Jerusalem, ueber den schon vorher verschiedentlich berichtet worden war. Der Bericht befasste sich hauptsaechlich mit der For derung Nahum Goldmanns, der “... jetzige Kongress solle sich vornehmlich damit beschaeftigen, wie die Erziehung des juedischen Nachwuchses in der Diaspora von Israel aus... gefoerdert werden koenne” Im April finden wir einen Aufruf zur Hilfeleistung anlaesslich des Erdbebens vom 28. Maerz, das die Provinzen Valparaiso- Aconcagua und Coquimbo schwer schlug, einen Aufruf dem die Kollektivitaet beispielhaft nachgekommen ist. Am. 13. Juni starb Martin Buber. Die Juli Ausgabe des B. I. wurde dem Gedenken an diesen “Grosssen hebraeischen Weisen in modernem Gewand” wie ihn ein Artikel bezeichnete, gewidmet, es erschienen Auszuege aus seinem Werk, und ein weiterer Aufsatz “Martin Buber-ein Leben im Dialog” wuerdigte seine philosophische Stellung. Die naechste Ausgabe war dem Andenken Mosche Scharett, — der im Juni verschied, — gewidmet. Wenn wir zu all dem eben erwaehnten, die nicht direkt zeitgebundenen Artikel, die Wirtschafts und die allgemeinen Informationen, die Berichte aus allen Laendern juedischer Existenz, die Sondersektionen wie “Gedanken zwischen 2 und 3”, Gedenkartikel fuer hervorragende juedische Persoenlichkeiten, Berichte ueber Kunst und Literatur, sowie, last but not least, unsere “Voz Infantil” hinzufuegen, glauben wir sagen zu koennen, dass das B. I. im abgelaufenen Jahre im Rahmen seiner Moeglichkeiten dem Leser ein Bild der allgemeinen juedischen Ent wicklung gegeben hat. GENERALVERSAMMLUNG DER SCI Besonders hervorgehoben wurde, wie in jedem Jahr, die Generalversammlung unserer Gemeinde, auf der dieses Jahr Direktorium und Repraesentanten-Kollegium erneuert wurde. Die Zusammensetzung des Direktoriums ist allen unseren Mitgliedern bekannt, sodass wir darueber nicht noch einmal schreiben muessen. wir wollen aber nicht verfehlen aus dem Rechenschaftsbericht des altneuen Praesidenten der SCI, Dr. Hans Reich das herauszuziehen, was er ueber unser Blatt sagte, was uns zu Dank und weiteren Anstrengungen verpflichtet und womit wir diesen Bericht schliessen wollen: Die wichtigste Kulturarbeit unserer Gemeinde wurde auch in diesem Jahre wieder von unserem “Boletín Informativo” geleistet. Wir koennen stolz sein auf unser-Gemeindeblatt, dass allenthalben als das beste Gemeindeblatt Südamerikas angesehen wird”. Tun wir unser moeglichstes, dass bei der naechsten Generalversammlung d i e se Worte wiederholt w e r d en koennen. Neu - Eroeffnung SILVANA Providencia 1376 —Tel. 254873 Inh. Erna de Levy Kinderartikel sowie Wolle zum Stricken “Lanabel” und Plastik-Artikel preiswert und gut.