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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1965-09-01 · 9 (Septiembre, 1965) · p. Seite 9

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXVII (1965)
Issue
9 (Septiembre, 1965)
Date
1965-09-01
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
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SEPTIEMBRE 1965 BOLETIN INFORMATIVO 9 TELEVISION AB 1967 JATIR Das Kabinett befasste sich mit der Einführung der allgemeinen Television in Israel. Drei Experten ein Franzose, ein Italiener und ein Schwede haben ein Gutachten im Aufträge des Ministerpraesidenten und des Sendedienstes von “Kol Israel” ausgearbeitet und Ende Juni dem Ministerpraesidenten vorgelegt. Aufgrund dieses Gutachtens regte der Ministerpraesident an, die allgemeine Television in Israel bis 1967 einzuführen. Das Kabinett reargierte positiv auf diesen Vorschlag und beschloss, einen Ausschuss einzusetzen, der nun die wirtschaftlichen, kulturellen u. politischen Aspekte des Projektes zu prüfen hat. Es ist entweder an einen Kabmettsausschuss oder an einen interministeriellen Ausschuss gedacht. Die Empfehlungen dieses Ausschusses müssen dann der Knesset zur Beratung vorgelegt werden, da bisher von der Knesset nur die Einführung der Schul-Television bis 1966 beschlossen wurde. Am 6.3.63 erklaerte der damalige Erziehungsu. Kulturminister Aba Eban, dass keine Erweiterung des Televisionsprogrammes durchgeführt wird ohne ausdrückliche Beratung und Bestaetigung durch die Knesset. (“Canfit”) 10.000 WOHNUNGEN 10.000 Familien, die bisher in Elendsquartieren gewohnt hatten, werden bis Ende 1966 neue Wohnungen beziehen können. Ein grosser Teil von ihnen hat ‘schon neue Wohnungen erhalten. 5.500 Familien werden vom Wohnbauministerium im Rah men der Liquidierung der Elendswohnungen direkt in neue zugeteilte Wohnungen überführt. 4.500 Familien haben es in den Verhandlungen vorgezogen, Entschaedigungen zu nehmen, und diese Familien besorgen sich selbst auf dem freien Markt neue Wohnungen. Gemaess dem neuen Gesetz zur Raeumung von Elendsvierteln wird Anfang September eine besondere “Raeumungsbehörde” geschaffen werden, der Vertreter der Regierung, der Ortsgemeinden, der Gesellschaft “Amidar” und anderer öffentlicher Körperschaften angehören werden. Aufgabe der Behörde wird Raeumung von Elendsvierteln und Neuaufbau dieser Viertel sein. Jeder Inhaber einer Elendswohnung wird Anspruch auf entsprec h e n d e Entschaedigung durch eine neue Wohnung haben. Jeder Einwohner einer Elendswohnung der zur Raeumung aufgefordert wird, wird innerhalb von neun Monaten Einspruch bei der zustaendigen Revisions-Instanz erheben können. Die Raeumungsbehörde ist verpflichtet, dem Kandidaten gleichwertige Wohnbedingungen vorzuschlagen, wenn er mit den Empfehlungen nicht einverstanden ist, so kann er Entschaedigung erwarten. Die Raeumungsbehörde wird mit ihrer Taetigkeit im Oktober beginnen. Praktisch alle Maabaroth werden noch 1965 aufgelost werden. Es gibt heute noch 1000 Familien in Maabaroth und 700 von ihnen werden bis zum Ende des Jahres in anderen Wohnungen untertergebracht werden. SUESSWASSER AB 1972 Aus dem Zwischenbericht über die Rentabilitaet eines atomaren Wasser-Entsalzungswerkes in Israel geht hervor, dass dieses Werk bis 1972 Süsswasser produzieren kann, dessen Preis in direktem Zusammenhang mit den Kosten der Investition stehen wird; zwischen 6,9 Cent per kbm Wasser bei einer Verzinsung der 175 Mill. Dollar-Investition mit 5% und 16,4 cent bei einer Verzinsung mit 10 Prozent. Das Atomwerk soll 200 Megawatt Strom und 118 Mill. kbm Wasser im Jahr produzieren und ist in seiner Grösse einzigartig in der Welt. Es bestehen deshalb keinerlei Erfahrungen auf die man sich stützen könnte. In Kalifornien wird allerdings ein noch grösseres Werk errichtet, das wahrscheinlich noch ein Jahr vor dem israelischen Süsswasser produzieren wird. (“Canfit”) NEUES GASFELD Im Bezirk Barburim, der befindet, zu berechnen, aber zwischen Arad und Dimona die Direktion von “Naphta” liegt, wurde nach einer Bohist der Ansicht, dass dieses rung, die tausend Meter tief Feld geeignet ist, Israel neue ging, von der Gesellschaft und wichtige Energiereserven ••Naphta” ein neues Gasfeld zuzuführen. In Kürze werden entdeckt. weitere Bohrungen auf diesem Felde vorgenommen wer- Bisher ist es noch nicht den. möglich gewesen die Gesamtreserve an Gas, die sich hier (“Canfit”) EXPORT UM 16,6% GESTIEGEN Der Export in den sieben gleichkommt. Monaten des Jahres 1965 be- Der Industrie-Export ist laeuft sich auf 270 Millionen um 11,6%, derjenige von Dollar gegenüber 231,5 Mil- Zitrusprodukten um 33,1 Prolionen Dollar in der gleichen zent gestiegen. Periode des Vorjahres, was eines Steigerung um 16,6% (“Canfit”) Ein neues Entwicklun^szentrum Von Herbert Freeden Vor zehn Jahren war es Lachisch. Vor sechs Jahren Adullam. Vor drei Jahren Arad. Jetzt wird ein neues Gebiet in Israel erschlossen, wie jene damals, praktisch Niemandsland. Seinen Namen wird man sich merken muessen: Jatir, ein Areal von 200.000 Dunam, an der alten Karawanenstrasse von Beer Scheba nach Hebron, den Weg den Abraham wanderte. Man kann die Spuren dieser historischen Karawanenstrasse noch erkennen — aber sie fuehren nirgendswohin. Denn Hebron ist in Jordanien und das ganze Gebiet ist Grenze geworden — unbebaut, unbevoelkert, nur hier und da ist die gelbbraune Oede von den schwarzen Zelten der Beduinen unterbrochen. Sie scheinen hier nicht von den kuemmerlichen Erzeugnissen ihrer Herde zu leben. Man sagt, dass sie dieses leere Grenzland vorziehen, um mit ihren tr ans jordanischen Nachbarn umso ungestörter Schmuggel treiben zu können. '»íí<4í?v.‘. mm Der alte Karawanenweg Abrahams ist gesperrt. Aber eine neue Strasse wird durch diese Wueste gelegt, zu einem Punkt 30 km. von Hebron und 65 km. von Jerusalem, einem 600 m. hohen Huegel, der der aeusserste israelische Vorposten in dieser menschenleeren Oede werden soll. Unser Jeep bleibt stecken und muss von einem der Traktoren, die beim Strassenbau arbeiten, herausgeholt werden. .Die Strasse zweigt westlich von der Chaussee nach Arad ab und zieht sich 17 km. nördlich fast bis zur Grenze. Dort, an ihrem aeussersten Ende, entsteht das neue Jatir, ein Försterdof, ein künftiges Zentrum für grosse Bewaldungsplaene. Der Plan ist, hier den grössten Wald Israels anzulegen, der 17 Millionen Baeume umfassen soll. Noch sind dort keine Wasserquellen gefunden worden und die spaerliche Regenmenge von 250 — 300 mm. reicht nur für eine dünne Vegetation. An der alten Karawanenstrasse Und doch... eine Fata-Morgana? Eben war man noch in der Wueste und plötzlich tauchen umfriedete Terrassen auf und das Gruen junger Baeume... und zwei Teiche. Das Regenwasser wurde in Staubecken gesammelt; der eine Teich enthaelt 2.500 Kubikmeter, der andere 3.500 Kubikmeter Wasser. Die experimentelle Baumschule des K.K.L. laeuft bereits auf vollen Touren. Auf einem Gebiet von 27 Dunam hat man Setzlinge von Kiefern, Zypressen und Eukalyptus angepflanzt, die spaeter auf die benachbarten Huegel umgesetzt werden sollen. Vorerst sind sie auf den mit Holzverschlaegen vorgesehenen Terrassen geschuetzt und werden aus den zwei Stauteichen bewaessert. Man haette auch Setzlinge aus den anderen Baumschulen herbringen können, aber auf diese Weise brauchen SilllipiSüPiilwi Die Vorhut der Zivilisation. sich die jungen Pflanzen nicht an das oertliche Klima und veraenderte Bodenverhaeltnisse umzugewoehnen. Ue'ber hundert Menschen aus Arad und Dimona arbeiten hier, und das erste feste Gebaeude, das errichtet wird, soll die Bueros und ei nen Speisesaal enthalten. Bald hofft man, genuegend Wohn — und Schlafraeume zu schaffen, damit die Forstarbeiter nicht mehr zweimal taeglich den langen Weg zu und von ihrer Arbeitsstaette zuruecklegen müssen. Erst im Herbst 1964 wurde mit dem ersten Spatenstich begonnen. Heute sind bereits 100.000 Baeume gepflanzt, darunter auch Edel-Pistazien, die, wie man hofft, gut gedeihen werden. Der Plan sieht vor, in den ersten Jahren je eine Viertel Million Baeume zu pflanzen, und dann das Teippo zu beschleunigen, dass in spaetestens 10 Jahren 100.000 Dunam bewaldet sind. Jatir ist ein schwieriges Projekt — geologisch, weil der kalkhaltige Boden nicht ergiebig genug für die Landwirtschaft ist, aber docn noch geeignet für Waldbaeume, die wenig Wasser brauchen; psychologisch, weil die dort arbeitenden Menschen isoliert sind; wirtschaftlich, weil die Entfernung von den staedtischen Zentren vorerst jede Rentabilitaet ausschliesst. Dennoch hat sich der Keren Kajemet dazu entschlossen — vom Bau der Strasse angefangen, bis zur Wassergewinnung und der schliesslichen Errichtung des Försterdorfes. Denn alle diese Schwierigkeiten müssen in Kauf genommen werden. Wenn man auf dem Huegel steht, inmitten der neuen Terrassen und jungen Setzlinge, sieht man mit blossem Auge nur wenige Kilometer entfernt, eine jordanische Polizeistation, die gewaltig wie eine Festung über einen Berg hervorragt. Dann versteht man, warum dieser Teil des Landes nicht wild und leer bleiben darf — und dass die Baeume die friedliche Vorhut der Zivilisation sind.

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