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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1965-07-01 · 7 (Julio, 1965) · p. Seite 22

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXVII (1965)
Issue
7 (Julio, 1965)
Date
1965-07-01
Page
Seite 22 (sequence 22)
Language
German
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22 BOLETIN INFORMATIVO JULIO 1965 DIE VEREINIGTEN STAATEN... BEIDE HABEN GRUND ZU MISSTRAUEN Auf die Frage, wieviel von den Anklagen und Gegenanklagen genau der Wahrheit entsprechen, meint der Verfasser, dass nur ein detailliertes Studium jedes einzelnen Gegenstandes diese Frage beantworten könne, aber er sagt auch, dass eine Sache klar sei, wenn man alle Mythologie um die Streitfragen beseitige: “Aegypten hat einleuchtende Gründe für sein Misstrauen den Vereinigten Staaten gegenüber, und die Vereinigten Staaten können nicht anders, als Aegypten zu misstrauen. Die Krise des Vertrauens ist real, nicht künstlich, und sie ist der Hauptfaktor, der von beiden Laendern in Betracht gezogen werden muss, wenn sie wünschen, vernünftige herzliche Beziehungen zu ihrem beiderseitigen Vorteil fortzusetzen”. In der Untersuchung der Möglichkeiten für eine Wiederherstellung des Vertrauens gibt Badeau zu dass die Kluft zu gross ist und sich über die Jahre hinaus vertieft hat, als dass sie unmittelbar überbrückt werden könne, Mindestens gelte das für die naechste Zukunft. Beide Parteien müssten verstehen und zugeben, dass die Wiederherstellung des Vertrauens ein langsames Geschaeft sei, und dass kein plötzlicher Wechsel der Aussenpolitik ihn unmittelbar herbeiführen könne. Wenn man .diesen Fakt anerkenne, so bedeute das, dass Differenzen und Zusammenstösse zwischen den Vereinigten Staaten und Aegypten für eine gewisse Zeit andauern werden. Das Problem sei nicht, diese Differenzen wegzuwischen, sondern ihre Kraft, eine vernünftige Beziehung zwischen den beiden Laendern zu bedrohen, einzudaemmen und zu begrenzen. Wörtlich schreibt er: “Beide Seiten müssen vorbereitet sein, gewisse positive Schritte zu unternehmen. Die Aegypter müssten der Tatsache eine grössere Anerkennung zollen, dass das Bild, das sie von sich jn der amerikanischen Oeffentlichkeit erzeugen, weithin ent scheidet, was für die amerikanische Regierung zu tun möglich ist. Die Vereinigten Staaten sind eine Demokratie, was die Aegypter nicht völlig verstehen. Weder der Staatsssekretaer noch der Praesident können eine Politik gegenüber Aegypten stützen (selbst wenn sie im besten Interesse der Vereinigten Staaten liegen sollte), ohne eine gewisse Hilfe zur Schaffung des Klimas einer günstigen öffentlichen Meinung durch Aegypten selbst. Wenn dieses Klima ungünstig ist, so nicht deswegen (wie die Aegypter behaupten), weil die amerikanische Presse von pro-israelischen Interessen kontrolliert wird oder amerikanische Senatoren Gefangene der jüdischen Stimmen sind. Es ist so aufgrund dessen, was die Aegypter selbst tun. Sie können nunmehr verschiedene Dinge tun, die ihre Position zu verbessern in der Lage sind”. “...Wiederum wird die wisse Bereitschaft, Mittel zu amerikanische Haltung erwaegen, durch die das beeinflusst werden von der Waffen-Niveau in seiner ge- Leistungsfaehigkeit, mit der genwaertigen Position eingedie aegyptischen sozialen und froren werden kann, würden wirtschaftlichen Plaene voreine sehr günstige Reaktion waerts gebracht werden. Es in der Welt hervorrufen. sind grosse Veraenderungen Selbst wenn Israel nicht reazum Guten in Aegypten zu gierte oder nicht voll reaverzeichnen, aber zugleich gierte, würde Aegyptens Fühhat in dem Prozess eine grosrerschaft in dieser Hinsicht se Versch wendung von menschlichen und wirtschaftlichen Hilfsmitteln die grosse Masse der Amerikaner in und ausserhalb der Regierung, die nur den Frie- Platz gegriffen. Amerikas den im Mittleren Osten zu wirtschaftliche Hilfe war sehen wünschen, sehr ermubedeutend; aber es ist tigen. schwer, ihre Kontinuitaet zu vertreten, wenn nicht der .. .Es ist ebenso schwer aegyptisohe , Entwicklungsfür die Vereinigten Staaten, prozess begrenzt und auslaenden Argwohn herabzumindische Abenteuer im Interesdern, den sie durch ihre Pose der inneren Entwicklung litik Israel gegenüber erwekabgeblasen werden. Die ken, wie es auf der anderen wirtschaftlichen Bedingun- Seite für die U.A.R. ist, in gen in Aegypten sind nicht der gleichen Situation das so schlecht, wie manche Misstrauen zu beseitigen, auslaendischen Beobachter ^ber der Versuch muss gemeinen, aber sie sind be- ^cht werden, wenn Ameritraechthch schlechter, als ^as Interessen in der arabizugebeng Wennhder Amerika11 schen Welt nicht unnötiger" zugeben, wenn der Amerika j beiden sollen. Die Vereiner veranlasst werden soll, ni ten staaten _ wie die U. weiter bei der Erneuerung * _ h b gewisse Verdes aegyptischen Systems zu Jflfchtungen in d°er arabischhelfen, muss ihm mehr VerfsraeiiSChen Situation, von trauen zu diesem Vorhaben denen sie nicht zurücktreten gegeben werden. DAS SCHWIERIGE PROBLEM ISRAEL Aber es bleibt das schwierige Problem Israel, das eine wollen. Diese umschliessen sowohl die Anerkennung Israels als eines souveraenen Staates und als eines staendigen Mitglieds der internationalen Gemeinschaft der Nationen als auch eine Unfortgesetzte und sich stets terstützung für die Zusamverschlimmernde Spannung menarbeit mit den Vereinten m den Beziehungen zwischen Nati0nen in der Behandlung von Fragen, die sich aus dem a r a b isch-israelischen Konflikt ergeben. Die Araber müssen diese den Vereinigten Staaten und der U.A.R. hervorruft. Die Amerikaner können von Aegypten nicht erwarten, dass es seine grundlegende Hai- Uprnf1ipbtlins.pn verstehen tung in dieser Frage aendert, J wie die Amerikaner dies tun müssen. erwarten kann, dass die Vereinigten Staaten ihre Hal- Es ist notwendig, sowohl im Kongress wie in Teilen des dem. AÍSaesgeffbntÜíerscWeallgemeinen Publikums, klar ueni. Auer ec gmu machen) dass die ameridene Dmge, die Aegypten k n „ iSi,v,Ptl VAmfiiohtune-en tun kann, um die Situation zu erleichtern und so Vertrauen in Amerika zu schaffen, besonders in nichtzionik a n ischen Verpflichtungen gegenüber Israel begrenzt sind. Unsere Verpflichtungen basieren nicht auf der Ansuchen Kreisen Eines dienähme, dass in jedem Fall Ser mehr «Ine stens sollten verantwortliche Wortführer der Regierung mehr Vorsicht üben sowohl hinsichtlich des Platzes als auch in Bezug auf den Inhalt ihrer Reden. Es war ein unglücklicher Umstand, dass Praesident Johnsons erste politische Aeusserung über den Mittleren Osten vor einer Organisation gemacht wurde, die sich mit Israel identifiziert, gerade so wie es unmöglich gewesen waere, wenn er sie vor einer proarabischen Gruppe getan haette. Es würde gleichefmassen günstig wirken, wenn a m e r ikanische politische Entscheidungen, die Israel betreffen, ausserhalb der Wahlkampagnen g e t roff en werden könnten, um ihren Charakter als bedachte Schritte zu unterstreichen, die den amerikanischen nationalen Interessen dienen, und um sie nicht als Wahltaktiken erscheinen zu lassen”. NOTWENDIGKEIT GEGENSEITIGER KOOPERATION Der Verfasser kommt zu dem Schluss, dass beide Staaten, die USA und Aegypten, einander brauchen und dass ihre realistischen nationalen Interessen vernünftige kooperative Beziehungen erfordern. Das sei auch der Grund, warum es trotz aller Krisen nie einen Bruch zwischen den beiden Laendern gegeben habe. Er schreibt: “Trotz Argwohn, Zusammenstössen und Differenzen in der Politik, haben die Vereinigten Staaten und die Vereinigte Arabische Republik gemeinsame Interessen, auf denen eine vernünftige Kooperation aufgebaut werden kann. Aegypten wünscht sich in Unabhaengigkeit zu entwickeln, ohne ein westlicher oder ein Sowjet-Satellit zu werden. Gleicherweise sind die Vereinigten Staaten, die nunmehr die Unvermeidlichkeit (und oft die Nützlichkeit) der neutralistischen Position so mancher Laender anerkennen, daran interessiert. Aegypten unabhaengig zu sehen. A e g y pten wünscht ein besseres, stabileres soziales System mit einer Steigerung des Lebensstandards für die Massen des Niltales. Hier wiederum begegnen sich die Interessen Aegyptens mit denen der Vereinigten Staaten; ein stabiles Aegypten wird von den Vereinigten Staaten sehr gewünscht, denn eine Katastrophe dort würde Rückwirkungen auf die gesamte arabische Welt haben. Um die wirtschaftliche Situation zu verbessern, braucht Aegypten ununterbrochene Bindungen mit dem Westen; selbst wenn die Russland- Beziehung noch so sehr intensiviert würde, kann der Sowjet-Block nicht das leisten, was die aegyptische Wirtschaft braucht. Und alle a u slaendischen kulturellen, und technischen Traditionen Aegyptens weisen nach der westlichen Welt. In ihnen fühlen sich die Aegypter zuhause. Um diese westliche Beziehung sicher zu machen, sowohl in ihren wirtschaftlichen als in ihren kulturellen Aspekten, braucht Aegypten gute Beziehungen zu den Vereinigten Staaten. Solange die Vereinigten Staaten vitale Interessen in arabischen Laendern haben und die Vereinigte Arabische Republik eine Rolle des Einflusses und der Führung spielt, können die zwei Laender nicht anders, als miteinander Geschaefte zu machen. Die Frage ist, ob sie genügend reif, klarsehend und geduldig sind, um graduell eine übereinstimmende und gegenseitig fruchtbare Beziehung aufzubauen”. (“M. B.”) ZITRUSERNTE 1963-64 sen ais seine Worte. Die ae gyptische Politik gegenüber Israel waehrend der letzten Jahre war tatsaechlich ermutigend gemaessigt. Nassers öffentliche Absage an aggressive militaerische Aktionen als eine Antwort auf irgendein anderer Staat im Mittleren Osten) das auserwaehlte Instrument der Vereinigten Staaten in ihrer Politik gegenüber diesem Gebiet. Die grundlegende Erwaegung muss stets die sein: was dient den amerikani- Israels Benutzung des Jorgchen Interessen im Mittie dan-Wassers ist ein Beispiel. Das Unglück ist, dass Reden ren Osten. Und dies muss so sein ohne Rücksicht auf die helfende oder schaedigende Wirkung, die in Israel oder in der U.A.R. ausgelöst wird. konform gehen mit der Po litik des Staatsoberhauptes. Der Konflikt mit Israel wird unnötigerweise bei jeder Ge- Dieses Prinzip wird in den legenheit herangezogen und politischen Kreisen in Washvage Wort-Attacken gegenüington anerkannt und beeinber Israel werden im Konflusst im allgemeinen die gress und vom amerikani- Handlungen. Die Schwierigschen Publikum allzu wörtkeit liegt in der sensitiven lieh genommen. heimischen politischen Situa- Noch bedeutsamer würden tion. Man fühlt oft, dass Isgewisse Schritte der U.A.R. rael und seine Protagonisten hinsichtlich einer Erleichtedurch offizielle Kundgebunrung des Wettrüstens mit Isgen befriedigt werden müsrael sein. Es ist die Uebersen, ohne dass damit ein zeugung der Amerikaner, Wechsel in der amerikanidass dies getan werden kann, sehen Politik vollzogen wird, ohne die grundlegende Si- Man erwartet zu viel, wenn che rheit der Vereinigten man annimmt, dass alle Po- Arabischen Republik zu geiitiker der Versuchung widerfaehrden. Die Annahme instehen könnten, Israel in iht e rnationaler Bürgschaften re Wahlkampagnen einzubehinsichtlich der Entwicklung ziehen als ein stimmenwerder Atomkraft und eine gebendes Mittel, aber minde- Waehrend der vorjaehrigen schlechten Zitrussaison beliefen sich die Einkünfte aus der Zitrusernte auf IL 115 Millionen, — 18% der Einnahmen aus der Landwirtschaft oder 1,7% aus dem Nationaleinkommen in Israel. Dies ergibt sich aus Berechnungen des Statistischen Zentralamtes der Regierung. Es handelt sich um Nettoeinnahmen, die sich nach Abzug der Regiekosten für Rohmaterialien und Dienstleistungen im Zitruszweig ergeben, welche für die Saison 1963-64 87 Millionen IL betrugen. Die Bearbeitung eines Dunam von Zitruspflanzungen kostete durchschnittlich 215 IL. Diese Summe setzt sich in der Hauptsache aus folgenden Ausgaben zusammen: Arbeitslöhne — 115 IL (53%), Wasser — 32 IL (15%), Düngemittel, Insektenvertilgungsmittel, organischer Dünger, maschinelles Pflügen etc. — je 10-12 IL (5%) und unvorhergesehene Ausgaben — 22 IL (10%). Die Ausgaben für die Verpackung einer Orangenkiste beliefen sich ungefaehr auf 4,64 EL. Im Laufe der Saison 1963-64 wurden ca. 273.000 Dunam fruchttragender Zitrusplantagen bearbeitet. Die Ernte ist gegenueber dem Vorjahr um 21 Prozent gestiegen und hat 68,5 Millionen Dollar eingebracht. In der lezten Saison gab es keine Naturschaeden was den Export gefoerdert hat. In der kommenden Saison werden Versuche gemacht werden, neue Exportmaerkte wie in Kanada und Ostasien zu erobern, und den Export nach Frankreich zu vergroessern. (“Canfit”) FLEISCHEREI LOS CONQUISTADORES BIETET IHNEN AN Rindfleisch und weisses Kalbfleisch erstklassiger •Qualitaet. 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