Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XXVII (1965)
- Issue
- 7 (Julio, 1965)
- Date
- 1965-07-01
- Page
- Seite 23 (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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JULIO 1965 BOLETIN INFORMATIVO 23 KAIRO MUSS DEVISEN SPAREN Mit weitreichenden Kuer- Bungein von Devisen-Ausgaben bereitet sich die aegyptische Regierung auf das Ende der umfangreichen (amerikanischen jLebensmittelhilfe Ende Juli vor. Durch Einsparungen will Kairo die notwendigen Devisen fuer Weizen- und Lebensmitteikaeufe in Hoehe von mindestens 50 Mill. Dollar im Jahr bereitstellen. Der im Juli beginnende zweite Fuenfjahresplan wird auf sieben Jahre gestreckt; auch an Ruestungsausgaben muss gespart werden. Vor allem ist jetzt fraglich, ob die Entwicklung eines aegyptischen Usoerschaii-Jaegers in Heluan fortgesetzt wird, da das gesamte Material und die Maschinen hierzu aus dem Westen eingefuehrt werden muessen. Bei der Verlesung des neuen Budgets 1965-66 sind vom Finanzminister Kaissuny die Devisen-Schwierigkeiten und der hohe Geldbedarf fuer die Staatswirtschaft offen zugegeben worden. Das Budget sieht Ausgaben von 1859 Mrd. Pfund vor. Da die Aufrufe zum Sparen ergebnislos blieben, hat die Regierung durch einen Arbeiter-Kongress eine radikale Kuerzung der bisher laut gepriesenen “sozialistischen Errungensc h a ften” verkuenden lassen. Die Arbeiter haben beschlossen, in den naechsten zwei Jahren keinerlei wirtschaftliche Forderungen zu stellen, keine bezahlten Ueberstunden mehr zu leisten und im Monat eine’'. Arbeitstag ohne Bezahlung zu arbeiten. Fuer fuenf Jahre haben die Arbeiter ausserdem “freiwillig” auf dje Haelfte ihres Gewinnanteils in den staatlichen Betrieben verzichtet, soweit diese Betriebe ueberhaupt noch Gewinne abwerfen. Die eingesparten Summen sollen angeblich fuer Sozialleistungen des Staates oder zum Zwangssparen verw endet werden. Durch diese Mittel hofft die Regierung den Geldumlauf einzudaemmen und die Inflation zu stoppen. In den Zeitungen arbeitet die staatliche Propaganda allerdings mit bekannten Schlagworten wie: “Die Schlacht der sozialistischen Bewaehrung” oder “Staerkung des sozialistischen Bewusstseins”, Trotzdem ist die Stimmung in der bisher bevorrechtigten Arbe i t e rschaft und Wirtschaftsbuerokratie weiter gesunken. (“Die Welt”) ARER TROTZDEM, ODER VIELLEICHT DESWEGEN KANONEN STATT BUTTER Blumenausstell u ng In Gegenwart zahlreicher Journalisten und geladener Gaeste wurde auf der landw i rtschaftlichen Versuchsstation im Nationalpark in Ramat Gan eine Ausstellung eröffnet, die eine Woche dauerte. Besonderen Eindruck machte die Ausstel- 1 u n g exotischer Pflanzen Prachtvoll sind die sog. Hirschgeweih-Pflanzen (Platycerium Alcicome), verschiedene Ananaspflanzen (Bromellads) und die Bilbergia “Phantasia”. Des weiteren sah man die einzigen im Lande gezüchteten Exemplare der Onoclea sensibils und riesige Philadendron und Monstera deliciosa, Die Ausstellung war vor allem für Blumenliebhaber, aber auch für Studenten und Schüler von Interesse. (“Canfit”) HANDELSVERTRAG MIT UNGARN In Jerusalem wurde der Handelsvertrag zwischen Ungarn und Israel erneuert. Der gegenwaertige Vertrag sieht einen Warenaustausch in einem Umfange von insgesamt 16 Millionen Dollar vor, um drei Millionen Dollar mehr als im Vorjahr. Das Abkommen wurde von Handels und Industrieminister Chaim Zadok und dem ungarischen Botschafter unterzeichnet. In seiner Begrüssungsansprache erklaerte der Minister, Ungarn sei das erste Land gewesen, dass mit Israel einen Handelsvertrag abgeschlossen hat. (“Canfit”) 11.400 FERNSEH—APPARATE Einer Mitteilung des Statistischen Zentralamtes der Regierung zufolge wurden im Laufe des Jahres 1964 insgesamt 11.400 neue Fernsehgeraete nach Israel importiert, verglichen mit nur 2.000 im vorhergegangenen Jahre. Die Haelfte dieser 11.400 Geraete trafen zwischen Oktober und Dezember 1964 im Lande ein. Im Laufe der zwei Jahre 1962-64 aeusserte sich die Steigerung des Lebensstandards vornehmlich in Anschaffungen von Privatautos, Fernsehgeraeten, Waschmaschinen und Klimaanlagen. Zwischen 1962 und 1963 stieg der Realwert der erworbenen Privatautos um 67%, verglichen mit einer Steigerung von nur 28% waehrend der Zeitspanne 1963/64. Die relative Verlangsamung in der Steigerung der Autokaeufe ist auf die im letzten Drittel des Jahres 1964 erfolgte Steigerung der Abgaben auf Importautos zurückzuführen. Im Jahre 1964 wurden für den lokalen Absatzmarkt 73.000 Radios einschliesslich Transistorgeraete, geliefert, doch auch diese Menge war relativ geringer als im Jahre 1963. Demgegenüber stieg der Erwerb von Tonbandgeraeten durc hschnittlich um 30% pro Jahr und die Zahl der im Jahre 1964 auf den Markt gebrachten Tonbandgeraete belief sich auf 13.700 Zwischen 1962 und 1963 verdoppelte sich die Zahl der in Privatwohnungen und Büroraeumen angebrachten Kühlanlagen und auch die Zahl der installierten Sonnentieizungskessel stieg um 70%. 28.000 Wasch maschinen wurden 1962-64 erworben, im Jahre 1964 allein um 37% mehr als im vorhergegangenen Jahre. (“Canfit”) PROF. ROTTENSTREICH REKTOR DER UNIVERSITAET Der Senat der Hebraeischen Universitaet in Jerusalem waehlte Prof. Nathan Rottenstreich zum Rektor. Prof. Rottenstreich ist Professor für Philosophie und wird als Rektor Nachfolger von Prof. Rakach, der in den letzten vier Jahren an der Spitze der U n i v e r sitaet stand. Prof. Rottenstreich wird sein Rektorat im September antreten. Ausserhalb des akademischen Kreises wurde er als einer der Führer der Min Hajessod-Gruppe um Pinchas Lavon bekannt. Im vergangenen Monat organisierte Prof. Rottenstreich den internationalen Philosophenkongress in Jerusalem. (“Canfit”) f'fè, # Waehrend der Friseur dem aegyptischen Landarbeiter auf dem Trittbrett eines vorsintflutlichen Wagen die Haare schneidet, kuendet im Hintergrund das Modell eines ¡Raketengeschosses, dass Aegypten es vorzieht, Millionen fuer Ruestung auszugeben, statt , seiner Bevoelkerung einen menschenwuerdigen Lebensstandard zu ermoeglichen. (Photo: Nat. Geographie Magazine) ENDLICH KÖNNEN SIE LÄNGER SCHLAFEN! Lufthansa fliegt später ab MONTAGS ABFLUG 9.00 UHR. FREITAGS ABFLUG 10.00 UHR © Lufthansa