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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1965-07-01 · 7 (Julio, 1965) · p. Seite 10

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXVII (1965)
Issue
7 (Julio, 1965)
Date
1965-07-01
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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10 BOLETIN INFORMATIVO JULIO 1965 DIE FLEISSIGSTE OPER DER WELT Dies israelische Oper ist mit ihren elf Vorstellungen verschiedener Opern im November 1964 und 13 im Dezember, mit ihrer Saison von fuenfzig Arbeitswochen im Jahre und nur zwei Wochen Ferien ohne Zweifel die Fleissigste Oper der Welt. Mit ihren vielen Einstudierungen und ihrem abwechslungsreichen Programm ist sie auch die aktivste Oper, leider aber nicht in materieller Hinsicht mit ihrem Budget. Diese so abwechslungsreiche ¡Gestaltung -des Repertoires stellt die Oper natürlicherweise vor schwierige Aufgaben, aber die Zahl der Von MEI'R FAERBER gie ihrer Leiterin, Frau Edis de Philippe, zurueckZufuehren und daneben auch der Hingabe und Einsatzbereitschaft des Personals zu verdanken. Nicht nur die Kritik sondern auch das Publikum ist heute sehr anspruchsvoll und stellt hohe Anforderungen Natuerlicherweise bemueh-t sich -die Opernleitung vor allem, israelische -Solisten zu beschaeftigen. Vorwuerfen, dass sie das nicht tue, haelt die Opernleitung entgegen, dass /beispielsweise jetzt folgende israelische Solisten mitwirken: Die Soprane Judith Lazarovici und Esther Baumwell, der Tenor Adrian potentiellen OpernPesucher ®£ns SÄStoÄ ist in einem Lande mit ins gesamt 2,5 Millionen Seelen eben so beschraenkt, dass viel Abwechslung geboten werden muss, um genuegend viele Leute zu oftmaligem h-emia Smilansky. Auch einige Saenger -aus dem Ausland haben sich bereits so (weit akklimatisiert, dass sie hebraeisch singen. Auf israelische Kuenstler allein kann SCh bereitsWe|enü fl <£S ooernfreudige Interessenten steIIen> denn dies wuerde den die6ihnen1 schon woXekann- Erfordernissen einer so aktite Opern bei Neubesetzung der Hauptrollen mit guten Solisten wiederholt hoeren wollen. Im Rueckblick ueber die sieben Jahre, die die Oper nun schon in ihrem jetzigen Saal spielt, hatte sie eigentlich mit keiner ihrer Aufzehrungen einen Misserfolg zu beklagen, oft aber ausgesprochene Erfolge zu verzeichnen, die sich im Jahre 1964 zu einem Rekordbesuch steigerten. Im Jahre 1962 erzielte die Oner bis zu dreizehn Aufzehrungen im Monat, und (jetzt gelangte sie sogar auf 24 Vorstellungen, was auf Verdoppelung des Besuches > hinweist. In der Saison 1963-64 gab es 250 Vorstellungen mit 300.000 Besuchern. Ein Mitglied der Opernleitung erklaerte mir diese ungeheure Arbeitsintensit a e t nicht nur mit Leistungswillen. sondern auch mit materiellen -Gruenden: Das Personal upd das Ensemble der Oper beziehen fixe Monatsgehaelter. jeder Tag kostet Geld, und jede Vorstellung bringt Einnahmen. Die oeffentliche TJr>+erstue+?ivng Ist fuer eine so grosse Kulturinstitution, die 215 Leute beschaeftigt. von der daher etwa 600 Seelen abhaergig sind, viel zu gering. Die -Unterstuetzungen decken zusammen nur 25 Prozent des Budgets, der Kartenverkauf deckt etwa 50 Prozent des Aufwandes, so dass sich das Defizit auf ein Viertel des Budgets belaeuft und die Oper schwer verschuldet ist- Vor allem muesste eine Konsolidierung der Schulden durchgefuehrt werden damit wenigstens die rueckstaendigen Gehaelter beglichen werden koennen. Dass unter solchen schwierigen materiellen Verhaeltniss e n das kuenstlerische Niveau der ODer gehoben werden konnte, ist in erster Linie auf die unversiegbare Enerven Oper nicht genuegen, und in keinem Lande verzichtet die Oper prinzipiell auf auslaendische Gaeste. “Don Giovanni’’ wurde im Laufe /von sieben Monaten vor 75.000 Zuhoerern gegeben und blieb nach ueber 60 Vorstellungen noch weiter als attraktiv im Repertoire. “Eugen Onegin” hoerten in etwa 30 Vorstellungen bereits 30.000 Leute. Im November und Dezember gab die Ojjer “Aida”, “Rigoletto”, "Traviata”, “Turandot” “Madame Butterfly”, “Tosca”, “Carmen”, "Die (Perlenfischer’', “Eugen Onegin”, “Der Barbier von Sevilla” und "Faust" gewiss ein umfangreiches Programm. Das Haus hat zwar nur 970 Plaetze, aber es gibt in Jerusalem und Haifa auch Vorstellungen in groesseren Saelen, und daraus ergibt sich, dass der Durch schnittsbesuch pro Vorstellung groesser ist als der telaviver Saal an Publikum fasst. Erfreulich ist, dass die Zahl der jugendlichen Onernbesucher staendig zunimmt. Im Jahre 1963 haben etwa 40.000 Jugendliche, Schueler von ungefaehr 300 Schulen, die Oper besucht. Von Sondervorstellungen fuer Schueler ist man abgekommen, weil man die Jugend gewoehnen will, regulaere Opernabende zu , besuchen, was erzieherischer ist. Ausser in Haifa und Jerusalem gab es Vorstellungen in Klriat Bialik, Kfar, Ata Naharia und Beer Schewa. AI lein in Haifa werden jaehrlich mindestens 15 Aufzehrungen veranstaltet, : obwohl die Stadt sich an den hohen Kosten nur mit 500 IL als Beitrag zum Jahresbudget beteiligt. In der israelischen Oper nehmen Solisten , maximal an zehn Vorstellungen im Monat teil. Gaeste verlangen meist, i oefter eingesetzt zu werden. Momentan sind an der Oper 16 Solisten beschaeftigt, was im Vergleich mit /anderen Opern eine relativ sehr geringe Zahl ist. Bei einem so reichen Repertoire muessten eigentlich hundert Solisten zur Verfügung stehen. Die Mailaender “Scala” hat im Laufe einer Saison etwa 300 Solisten. Unter den beruebmten Saengern des Auslandes besteht grosses Zteresse an Einladungen nach Israel, und taeglich laufen Bewerbungen fuer Gastspiele aus aller Welt ein. Seit langem .bemueht sich Edis de Philippe um den Bau eines modernen Opernhau ses, denn , das jetzige Gebaeude entspricht den Anforderungen nicht, weder den Wuenschen des Publikums, dem ,vor allem ein entsprechendes Foyer und ein Buffet— und Rauch-Salon fehlt, noch den Erfordernissen des grossen Ensembles mit Orchester, Ballett, Solisten und Chor. Auch die Buehne ist viel zu klein. Im neuen Hause soll die Buehne mit allem, was dazu gehoert doppelt so gross ,sein wie der Zuschauerraum. Zur Finanzierung der Errichtung des Opernhauses werden Maezene gesucht. , Israelische Original-Opern wurden bisher nur zwei gehoert. Die erste war vor Jahren “Dan ■ der Waechter” ("Dan Haschomer”) und die zweite “Alexandra die Hasmonaeerin” von Ahron Aschman und Awidom. “Alexandra” hat 50 Aufzehrungen erreicht, kann also relativ als Erfolg angesehen werden. Das Einstudieren einer neuen Oper kostet nicht nur viel Energie, sondern es ist auch sehr riskant, denn es erfordert vor allem eine Investition von zehntausenden IL. Trotzdem wuerde 'die Oper das Wagnis auf sich nehmen wieder ein israelisches Originalstueck aufzu fuehren, wenn ein geeignetes und erfolgversprechendes Werk angeboten wuerde. Leider gibt es kein entsprechendes Angebot. Auch manche auslaendische Opern, die hier aufgefuehrt wurden, waren in gewisser Hinsicht recht riskant und haben schliesslich doch Erfolg gehabt so beispielsweise “Don Pasquale" “Kiss me Kate”, “Turandot”, “Die Perlenfischer” und zuletzt "Eugen Onegin”. Nicht jedes Opernhaus wagt sich an solche Aufzehrungen heran. - Das Ballett, das unter Mangel an Taenzern und Taenzerinnen und natuerlich an Geldmitteln leidet, hofft man, weiter auf- und ausbauen zu koennen. Fuer eine Oper braucht man neben Fachkenntnis und Energie auch einige “G”s, naemlich Glauben, Glueck, Geduld, Geschicklichkeit, Gefuehl, vor allem aber Geld, viel Geld. Bis auf letzteres scheint .in Israels Oper alles vorhanden zu sein. “Semana Israelita” TRICOLAN Dr. lázaro Zürich sportliche sowie elegante 1/ nfnrmarm Stricksachen vemario; fuer Damen und Herren, z.Z.grosse Auswahl in zwei 1 und dreiteiligen Kleidern. Perros — Gatos Raulf 634 (Diez de Julio Hoehe 343) Fonoc 499863 Dr. Max Sklarz Innere Medizin Beschneidungen Merced 250, 5. Stock Dep A (Fahrstuhl) Sprechstunden 4 1)8-6 Fono 392090 (Telephon, Anmeldung erwuenscht) DR. HO MAX Cirugía General Consulta: Av. Bustamante 32, Of. 32 Tel. 490778 Llamadas Nocturnas de Urgencia Residencia Tel. 482010 Dra. CLARA K. de LIEBMANN (Medicina Interna) KajM X Los Serenos 475 Dep. 501 — Fono 69046 Horas de atención: tat. Sábado: 11 a 12. Residencia: Fono IHM DBA. 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