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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1965-05-01 · 5 (Mayo, 1965) · p. Seite 5

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXVII (1965)
Issue
5 (Mayo, 1965)
Date
1965-05-01
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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MAYO 1965 BOLETIN INFORMATIVO 5 BAUEN FUER DIE ZUKUNFT GEimSAMMLlG DIR GEMEINDE Am 25. April 1965 fand die diesjaehrige Ordentliche Generalversammlung der SCI ‘\B'ne Jisroel” statt, in deren Verlauf das Repraesentanten-Kollegium fuer die Amtsperiode 1965-1967 gewaehlt wurde. Vor Eintritt in die Tagesordnung verlas der praesident, Dr. Hans Reich, die Liste der im abgelaufenen Geschaeftsjahr verstorbenen Mitglieder der Gemeinde, zu deren Ehren die Anwesenden sich von ihren Plaetzen erhoben. Auf Verlesung des Protokoll der Generalversammlung vom 21. April 1964 wurde verzichtet und dieses einstimmig als angenommen erklaert. Anschliessend ernannte die Versammlung die Herren Alwin Brady, Kurt Ermann und Otto Gruenberg, um das Protokoll der Generalversammlung zu unterzeichnen. Die Punkte 5,7 und 8 der Tagesordnung vorwegnehmend, waehlte die Generalversammlung einstimmig die Herren Dr. Alfons Budwig, Dr. Werner Laskowitz und Dr. Willy Rosenbusch als Mitglieder des Wahlvorstands. Zu Rechnungspruefern wurden einstimmig die Herren Alfredo Feldmann und Pablo Ohnstein gewaehlt, und folgende Herren als Mitglieder des Ehrengerichts: I. INSTANZ ARBEIT FUER JUEDISCHE FONDS Auch im vergangenen Jahre galt ein grosser Teil unserer Taetigkeit der Arbeit fuer die juedischen Fonds, wie Keren Hajessod und Keren Kajemeth. Wir sind mit Recht ausserordentlich zufrieden mit den Ergebnissen dieser Arbeit, die auch allenthalben anerkannt worden sind. Als aeusseres Zeichen der Anerkennung wurde einigen Mitarbeitern der SCI der Escudo der Medinath Israel verliehen und von Herrn Botschafter Dr. Uri Naor, mit dem unsere Gemeinde ausserordentlich freundschaftliche Beziehungen unterhaelt, ueberreicht, Es handelt sich um die Herren Alfredo Berliner, Adolfo Ebstein, Kurt A. Hofmann, Bernhard Katz, Fritz Leiser, Walter Levy, Heinz Podbielski, Kurt Ungar und den Berichterstatter. GAESTE UNSERER GEMEINDE Wir hatten die Freude, im vergangenen Gfcschaeftsj ähre Herrn Pinchas Shamir, den suedamerikan ischen Vertreter der Sochnuth, bei uns begruessen zu duerfen, der in einer Sitzung des Repraesentanten Kollegi ums ausserordentlich interessante und aufschlussreiche Auszehrungen ueber die Wirtschaftslage Israels machte. Ausserdem stattete der Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Chile, Herr Gottfried von Nostiz kurz nach seinem Amtsantritt dem Praesidenten der Gemeinde einen Antrittsbesuch ab, der einige Zeit darauf erwidert wurde. Beide Besuche gaben Anlass zu einem laengeren sehr interessanten Meinungsaustausch. Vor einigen Monaten weilte eine Delegation des American Jewish Committee unter Leitung seines Praesidenten Morris Abram in Santiago. Unsere Gemeinde gehoerte zru den wenigen Institutionen, die von dieser Delegation besucht wurden. Sie wurde vom Direktorium empfangen, besichtigte unser Gemeindehaus und aeusserte sich ausserordentlich freundlich ueber die Arbeit unserer Gemeinde. DER JISCHUW UND WIR Mit grossem Interesse verfolgen wir weiterhin die Arbeit unserer Schwestergemeinden in der Provinz. Wir stehen ihnen jederzeit mit Material, insbesondere den Predigten unserer Herren Rabbiner fuer die Hohen Feiertage zur Verfuegung. Die Gemeinde Valdivia wurde im Laufe des vergangenen Geschaeftsjahres von Herrn Rabbiner Lubliner besucht, der dort wertvolle Kulturarbeit geleistet hat. Im vergangenen Jahre haben die drei uns besonders nahestehenden Organisationen A. T. I., Logen und Wizo den groessten Teil ihrer Veranstaltungen kultur e 11 e r und sozialer Art in unserem Hause abgehalten und auch wir haben uns bemueht, ihnen den Aufenthalt bei uns so angenehm wie moeglich zu machet!. Abgesehen hiervon haben wir unseren Saal einer Anzahl von Organisationen des hiesigen Jischuw gern fuer besondere Veranstaltungen zur Verfuegung gestellt. So fanden bei uns die Arbeitssitzungen des letzten Zionistenkon grosses statt, dessen Schlussitzung, und das zu Ehren von Herrn Botschafter Dr. Naor von der Federación Sionista veranstaltete Bankett. Ausserdem wurde bei uns der Festakt abgehalten, den die Bomba Israel anlaesslich ihres. 10. Jubilaeums unter starker Beteiligung der anderen Feuerwehrkompanieen veranstaltete. Zwei juedische politische Parteien konnten wir in . unserem Hause begruessen, die allgemeinen Zionisten anlaesslich ihres Kinus und die Revisionisten, denen wir unser Haus zu einer Gedenkfeier fuer Wladimir Jabotinsky zur Verfuegung stellten. Weiterhin war uns die Durchfuehrung des ofiziellen Festgottesdienstes der Kollektivitaet anlaesslich des Jom Haazmaut uebertragen worden. Ebenso wie in den vergangenen Jahren arbeiteten wir in den beiden Dachorganisationen unseres Jischuw, der Federación Sionista und im Comité Representativo aktiv mit. In der Federación Sionista war Herr Kurt Loebel, Mitglied des Direktoriums der Gemeinde, bis November 1964 Generalsekretaer. Vor kurzem hat Herr Kurt Ungar das verantwortungsvolle Amt des Schatzmeisters uebernommen, und ausserdem sind eine Anzahl Gemeindemitglieder ,als Direktoren bezw. Subdirektoren verschiedener Departamentos taetig, waehrend dem Comité Representativo Herr Kurt Hofmann als Beisitzer und ich als Vize-Praesident angehoeren. Dem Direktorium des Vaad Hajinuj, dem wir wie immer die groesste uns moegliche Unterstuetzung angedeihen lasse ,n gehoeren ebenfalls eine stattliche Anzahl unserer Mitglieder als Direktoren bezw. Subdirektoren an. Von ganz besonderer Herzlichkeit sind unsere Beziehungen zur Jevra Kedischa. Ich moechte nicht verfehlen, unserem Freunde, ihrem Vize-Praesidenten Herrn Daniel Rachmuth, fuer die Ueberaus freundschaftliche Art und Weise zu danken, in der er uns immer in den Verhandlungen. die wir fuer unsere Mitglieder in fuer sie so schweren Stunden fuehren muessen, entgegengetreten ist und fuer das Verstaendnis des er uns immer entgegengebracht hat. Ich hoffe, dass wir auch im kommenden Geschaeftsjahre mit Herrn Rachmuth in der gleichen freundschaftlichen Weise Zusammenarbeiten werden wie bisher. EIN VORBILD FUER DIE KOLLEKTIVITAET Meine Freunde: In den Geschaeftsbericht des Praesidenten unserer Gemeinde gehoert unbedingt auch ein Wort ueber den Cisroco. Der Cisroco ist nach wie vor der Mittelpunkt der humanitaeren Bestrebungen unseres gesamten Jischuw. Er unterstuetzt noch immer eine grosse Anzahl juedischer Menschen, besonders in Faellen von Krankheit und sonstigen Schwierigkeiten. Ein grosser Teil der Schuetzlingen des Cisroco gehoert ande ren Sektoren unserer Kollektivitaet an. muss aber vom Cisroco unterstuetzt werden, da es eben im ganzen chilenischen Jischuw keine gleichartige Institution gibt. Die besondere Fuersorge des Cisroco gilt unseren aelteren Bruedern und Schwestern. Sein Altersheim in der Strasse Maimi hat auch anderen aehnlichen Unternehmen zum Vorbild gedient. Nur wer wie wir Gelegenheit hat, Tag fuer Tag in engstem Kontakt mit dem Cisroco zu stehen, weiss, was dort in aller Stille geleistet wird und kann den Wert dieser Arbeit in ihrem ganzen Umfange ermessen und wuerdigen. Der Leitung des Cisroco und des Altersheims meine Freunde, gebuehrt unser aller Dank fuer ihre stille und unauffaellige Arbeit, verbunden mit dem Wunsche, dass die Maenner, die . seit vielen Jahren an der Spitze dieser beiden Organisationen stehen, noch recht lange in der Lage sein moegen, ihre Arbeit im Interesse unserer kranken und alten Mitmenschen mit dem gleichen Enthusiasmus und der gleichen T a t k r aft durchzuf uehren wie sie das bisher getan haben. In diesem Zusammenhänge moechte ich Sie, meine Damen und Herren, wie alljaehrlich auch heute daran erinnern, dass unsere Gemeinde einen Fonds fuer verschaemte Arme hat, der lediglich von freiwilligen Spenden erhalten wird. Dieser Fonds ermoeglicht es uns solche Brueder und Schwestern zu unterstuetzen, die ohne eigenes Verschulden in eine unvorhergesehene Notlage geraten sind, und die sich scheuen, die Hilfe einer W o h lf ahrtsorganisation in Anspruch zu nehmen. Wir haben als juedische Gemeinde die unbedingte Pflicht, dort nach bestem Koennen zu helfen, wo unsere Hilfe gebraucht wird, ohne zu fragen und sogar auch ohne gerufen zu werden. Ich bitte Sie, auch in dem nunmehr beginnenden Geschaeftsjahr an diesen Fonds zu denken und uns dadurch die Mittel zu verschaffen, dieser unserer juedischen Pflicht, wie bisher nachkommen zu koennen. IM STROM JUEDISCHEN LEBENS Unsere Gemeinde ist Mitglied der Centra, des Consejo Mundial de Sinagogas und des Leo Baeck Instituts. Wir fassen diese Mitgliedschaft nicht nur als eine nominelle auf, sondern bemuehen uns staendig, mit diesen Organisationen Kontakt zu behalten und mit ihnen zusammenzuarbeiten. Das trifft vor allem auf die Centra zu, die Vereinigung der Gemeinden mitteleuropaeischen Ursprungs in Lateinamerika. Im abgela ufenen Geschaeftsjahre nahm ich zusammen mit Herrn Rabbiner Loewenstein an dem 5. kontinentalen Kongress der Centra in Sao Paulo teil, bei der ich zum Mitglied des Direktoriums und die Herren Rabbiner Loewenstein und Kurt Hofmann zu Mitgliedern der Exekutive gewaehlt wurden. Weiterhin war ich, wie schon erwaehnt, auf einer Sitzung des Direktoriums in Buenos Aires am 23. und 24. Maerz dieses Jahres anwesend. Herr Rabbiner Loewenstein hat uns auch bei der Einweihung des fuer das Rabbinerseminar bestimmten Hauses vertreten. Dieses Rabbinerseminar, in dem junge Leute, die auf diesem Kontinent geboren wurden, auf ihren kuenftigen Beruf vorbereitet werden, wird von uns ln jeder Weise gefoerdert. Das Rabbiner-Seminar tritt jetzt in sein 4. Studienjahr mit ueber 20 Schuelern, (Schluss Seite 6) Praesident Beisitzer Praesident Beisitzer Praesident Beisitzer Praesident Beisitzer Herr Dr. Hans Reich Herr Adolfo Ebstein Herr Alfred Berliner Herr Kurt A. Hofmann Herr Martin Michel Herr Dr. Fdo. O. Friedmann Herr Rodolfo Pincus Herr Dr. Germán Lehmann Herr Bernardo Katz Herr Dr. Benno Kiwi Herr Adolfo Schnitzer Herr Dr. Werner Apt Herr Rodolfo Bachner Herr Walter Levy Herr Dr. Juan Bab Herr Dr. Wilhelm Steinberg Herr Walter Loewe Herr Dr. Werner Rubens Herr Dr. Willy Rosenbusch Herr Dr. Hans Jacusiel Herr Dr. Werner Laskbwitz Herr Dr. Alfons Budwig Herr Bruno Lichtenstein Herr Alfred Feldmann Herr Dr. Ernst Reichmann Herr Arturo Roesler Herr Dr. Max Rafael Herr Ludwig Windmueller Herr Enrique Nussbaum. Herr Federico Leiser Herr Joaquin Rosenberg Herr Kurt Loebel Herr Kurt Abraham Herr Juan Will Herr Werner Simonson Herr Heinz Podbielski Herr Justin Stem Herr José Kohn Herr Dr. Max Sklarz Herr Emanuel Herzberg Herr Enrique Amster Herr Gerardo Guthmann Herr Ernesto Munter Herr Carlos Doernberg Nach Verlesung der Liste dankte Herr Dr. Rosenbusch den Anwesenden fuer das von ihnen bewiesene Interesse und schloss die Generalversammlung. ERSATZMAENNER Alsdann verlas der Praesident der Gemeinde, Dr. Hans Reich seinen Rechenschaftsbericht, der ebenso wie |der Kassenbericht des |Schatzmeisters, Herr Alfred Berliner, stark applaudiert wurde. In der Generaldebatte nahmen die Herren Manfred Klein, Joaquín Rosenberg, Erwin Spicker, Hermann Herz, Max Ehrlich, Rabbiner Manfred Lubiner, Federico Leiser und Harry Goldmann das Wort und machten interessante und wertvolle Anregungen zu Fragen des Gottesdienstes, der Jugenderziehung und des Boletín Informativo. Auch das Problem des Antisemitismus und seiner Bekaempfung wurde behandelt. Dem Antrag von Herrn Luis Simonson, auf Entlastung des Direktoriums und Erteilung eines Dankesvotums fuer die im abgelaufenen Geschaeftsjahr geleistete Arbeit kam die Versammlung einstimmig und durch Akklamation nach. Zu Antraege und Verschiedenes ergriff alsdann Herr Dr. Reich das Wort, um die Anwesenden zur Gedenkfeier fuer die Opfer des Aufstandes im Warschauer Ghetto und zu einem von der Bene Berith Martin Buber veranstalteten Vortrag des Herrn Julio Bazán, Jefe del Departamento de Planificación de la Consejería de Promoción Popular de la Presidencia de la Repiública einzuladen. Anschliessend bezog er sich auf die Taetigkeit der Tahara-Kommission und bat die Mitglieder der Gemeinde, sich an dieser heiligen Arbeit zu beteiligen. Unmittelbar danach uebergab das scheidende Direktorium den Vorsitz der Versammlung an den Wahlvorstand, dessen Praesident, Herr Dr. Willy Rosenbusch, den Wahlakt fuer eroeffnet erklaert. Nach Auszaehlung der Stimmen, wurden folgende Herren als Repraesentanten, (bezw. Ersatz-Repraesentanten proklamiert: REPRAESENTANTEN II. INSTANZ ERSATZMAENNER ERSATZ-REPRAESENT ANTEN

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