Mannheim
Compact Memory

Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1965-04-01 · 4 (Abril, 1965) · p. Seite 14

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXVII (1965)
Issue
4 (Abril, 1965)
Date
1965-04-01
Page
Seite 14 (sequence 14)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
90% known words query
IRI
…/8553624-8559342-9194621--4476-8559420
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

4 entity mentions

14 ABRIL 1965 BOLETIN INFORMATIVO MIT DER GRENZE LEBEN Von Herbert Freeden (Jerusalem) Die Grenze in Israel ist nicht nur ein geographischer Faktor; sie ist eine Mentalitaet. “Achtung, Grenze” warnen Schilder den Spaziergaenger von Norden nach Sueden. Kinder spielen —ein Ball faellt ins Feindesland. Touristen machen versehentlich ein paar falsche Schritte im Galil oder in Eilath — und sind im Ausland. Die Grenze teilt Jerusalem in zwei Teile. Wo man auch steht — die schmale, langgestreckte Form des Landes bringt es mit sich, dass die Berge die den Blick verschliessen, bereits Teile von Libanon, von Syrien, von Jordanien sind. Entlang der 350 km. langen Grenze liegen Doerfer; die Grenze ist zu einem natürlichen Bestandteil ihres Lebens geworden. In isolierten Gegenden, weit entfernt von Nachbarn oder gar einem staedtischen Zentrum ist es nicht immer leicht, sich dem Rythmus eines Grenzdorfes anzupassen, am Tage Arbeit und Nachts Wache. Es ist ein ’ Unterschied, vom komfortablen King David Hotel auf das ein paar hundert Meter entfernte jordanische Hoheitsgebiet zu schauen oder in der Einsamkeit auf naechtlichem Posten den Spannungen des Unbekannten ausgesetzt zu sein. Kein Wunder, dass in einigen Grenzdoerfern die Bevoelkerung mehrmals wechselte; oder dass manche von ihnen sogar einige Zeit leer oder halbleer standen. Es ist notwendig, die Oedstrecken an;der Grenze zu bevoelkern, die Luecken durch die Errichtung neuer Doerfer zu schliessen. Aber unter den ¡Neueinwanderern der letzten Jahre befanden sich viele in einem Alter, in dem sie sich nach Ruhe und Sicherheit sehnten; so waren kaum genuegend Menschen bereit, die Pflichten von Grenzdoerflern auf sich zu nehmen. Die 1 a n d wirtschaftliche Arbeit mit s o 1 d a t ischen Pflichten an Grenzpunkten zu verbinden, ist bekanntlich die Aufgabe der Nachal-Einheiten der israelischen Armee (Pionierkorps). Waehrend es auf der einen Seite nicht genuegend Siedler fuer die zivilen Grenzdoerfer gibt, machte sich andererseits vor einiger Zeit ein Mangel an Grenzsiedlungen fuer die N a ohal- Gruppen spuerbar. Aus diesem Grunde wurde vor sechs Jahren ein Uebereinkommen z w i sehen dem KKL und den Militaerbehoerden geschlossen, nach dem der KKL an besonders empfindl ichen Punkten Grenzsiedlungen e r r ichtet, die erst zwei bis drei Jahre von Nachal-Jugend bewirtschaftet und dann, wenn der Platz fest basiert ist, zivilen Siedlergruppen uebergeben werden sollen. Bisher sind fuenf solcher Grenzposten errichtet worden. ¡Der erste in einem Gebiet, das bis damals ueberhaupt nicht auf der Landkarte Israels erschien, die einstmalige Basal twueste von Korasim. Wenn man auf der Strasse von Tiberias nach Safed ungefaehr auf dem ersten Drittel des Weges nach Osten abbiegt, kommt man nach Almagor, dem ersten Siedlungs punkt in Korasim. Almagor ist heute mehr i n den Schlagzeilen der Presse als es den Siedlern lieb ist, denn es liegt gegenueber den syrischen Stellungen im Jordapdelta. Nur zu oft werden die Traktoren von Almagor, wenn sie die Felder bearbeiten, die sich bis zum ßee hinziehen, von den Syriern beschossen. Vor einem Jahr mussten zwei seiner jungen Menschen diese Arbeit mit dem Leben bezahlen. Almagor ist inzwischen von der Nachal an die Moschavbewegung uebergeben worden und entwickelt ¡sich langsam zu einem Moschav Schitufi, halbwegs zwischen Kibbutz und Moschav. Der Boden von 12.000 Dunam, der unter der Basaltschicht vom KKL freigelegt wurde, ist schwer und fruchtbar, und seine fruehreifen Tomaten kommen bereits als Spezialitaet auf den Markt. Die ¡Ruinen einer Synagoge aus dem 3. Jahrhundert unserer Zeitrechnung erinnern daran, dass es schon einmal moeglich war, in dieser Gegend erfolgreich zu siedeln. Denn das alte Korasim, das hier stand, war eine b 1 u ehende Schwesterstadt des nicht weit entfernten Capernaum. Der zweite Grenzposten wurde vom KKL auf den Hoehen von Irron errichtet, an der jordanischen Grenze. Das Irrontal oder wie es noch in der ueblichen arabischen Bezeichnung heisst, Wadi Ars, ist der Durchgang von der Kuestenebene zum Emek Jezreel, eine alte Strasse, ueber die schon die roemischen Legionen marschierten und spaeter Karawanen trabten. Die Irronhuegel blieben auch nach der Staatsgruendung mit reichen arabischen Doerfern geschmueckt, die Tabak und Oliven anbauen, und obwohl die jordanische Grenze parallel zu der grossen Chaussee entlanglaeuft, gab es bis vor kurzem hier nicht einen einzigen juedischen S i e dlungspunkt. Erst im Jahre 1902 begann der KKL mit dem Bau der Zugangstrasse zum neuen Grenzposten, Mai Ami. Der Name hat eine doppelte Bedeutung, er heisst “Wasser meines Volkes”, denn Wasser ist in jenem Landstrich teuer, aber er erinnert auch an Miami in Florida, dessen Judenheit die Gelder fuer die ¡Errichtung dieser Siedlung zur Verlegung stellte. Der KKL hat bisher 8.000 Dunam von Steinen und Fels gesaeubert, die von den jungen Nachalleuten bearbeitet werden. Die dritte Grenziedlung liegt Jioch oben auf dem Gilboa, der mit der juedischen Geschichte zutiefst verbunden ist. Auf diesen Bergen fielen Saul und Jonathan im Kampf gegen ,die Philister. “Kein Tau und kein Regen sollen auf Dich kommen, Berg Gilboa”, lamentierte David. Aber der Kampf um den Berg Gilboa hoerte nicht auf bis in die juengste Zeit. Im israelischen Unabhaengigkeitskrieg war er eine heiss umstrittene Stellung und zehn junge Menschen mussten ihr Leben lassen, um diesen Berg zu halten. Er blieb in Israels Terrain, aber praktisch war er bis zum Jahre 1963 unzugaenglich. Erst dann wurde er wirklich befreit — durch eine Strasse, die hinaufgelegt wurde, durch Bewaldung ¡von zweieinhalb Millionen Baeumen und schliesslich durch die Errichtung der Siedlung Maaleh Gilboa. Als dieser Grenzposten vom KKL der Nachal uebergeben wurde, sandte der damalige Premierminister David Ben Gurion eine Botschaft, in der er Koenig Davids Klage eine neue Version gab. “Verkuendet es in Galilaea, und lasst es in den Strassen von Aschkalon wissen, dass juedische Jugend den Gilboaberg besiedelt hat”. Zwei! weitere Nachal-Posten sind im vergangenen Winter entstanden, davon einer in Galilaea, an der libanesischen Grenze-Biranic Auch die Gegend von ¡Biranit hat Kaempfe gesehen. Hier stand einmal eine Festung des Hasmonaeerkoenigs Alexander Janai, und hier war die Staette entscheidender Kaempfe um die Befreiung Galilaeas in Israels Unabhaengigkeitskrieg. Nach dem Plan soll Biranit das Zentrum des ¡ganzen Distrikts werden. 4.000 Dunam sind bereits urbargemacht und die jungen Siedler werden die ersten zwei Jahre voll zu tun haben, um den Boden produktiv zu machen. Zugangstrassen und Waelder tun weiterhin das ihre, um hier ein bluehendes landwirtschaftliches Zentrum zu schaffen. Die 5. Nachal-Siedlung liegt im Land der Hasmonaeer, im Modiin-Gebiet. Terrasen, tausende Jahre alt, zeugen davon, dass dieser Boden einmal bewirtschaftet worden ist und Fruechte gab. Heute äst er mit Steinen besäet und es gibt nicht genuegend Quellen. Ein Staudamm fuer Regenwasser soll Bew a e sserung ermoeglichen. Vorlaeufig sind 1.000 Dunam Boden urbargemacht ¡worden, genug um dem Grenzposten Mevo Modiim die erste Grundlage zu geben. Aber wie in allen Grenziedlungen koennen oekonomische Erwaegungen allein nicht entscheidend sein. Das Bestreben, jede Ecke des Landes zu nutzen, geht Hand in. Hand mit der Planung fuer Sicherheit. Die Nachal-Gruppe in Mevo Modiim besteht aus Mitgliedern der orthodoxen Esra - JugendBewegung. Zuerst war es, im Gegensatz zu anderen Nachal-Siedlungen nicht erlaubt Maedchen aufzunehmen, aber einige der Siedler sind verheiratet und durften jetzt ihre Frauen nachkommen lassen. Das vom KKL gelegte Strassennetz, das auch zu den an der Grenze liegenden Makkabaeergraebern fuehrt, hat dieses Gebiet erschlossen. Nach dem Plan, den der KKL dem 26. Zionistenkongress vorgelegt ¡hat, werden bis zum Jahre 1969 fuenf weitere solcher Grenzposten errichtet werden, einer an der syrischen Grenze, einer an der libanesischen und drei an der Grenze mit Jordan. Wie bisher werden auch diese Grenzsiedlungen von Nachal-Gruppen uebernommen, bis sie auf eigenen Fuessen stehen koennen. Darueber hinaus wird der KKL das Land fuer drei Grenzpunkte im Negev Urbarmachen, einen an der aegyptischen Grenze, und zwei in der Arawa, an der jordanischen Grenze. Dieses Programm macht die Vorbereitung von 20.000 Dunam notwendig, die Anlage von 130 km Strassen, die ILegung von Wasserleitungsroehren und natuerlich den Bau von Haeusern. Von Anfang an ist gedacht, den Siedlern einen angemessenen Lebensstandard zu geben und ¡die Bedingungen zu schaffen, dass diese Vorposten nach wenigen Jahren ‘permanente Doerfer werden. I EIKE BESSERE FORM DER GELDANLAGE IN j GENOSSENSCHAFTLICHEN FONDS DER USA Der “North American Investment Fund” ist ein Genossenschafts-Fond, der von einer auserlesenen Gruppe genossenschaftlicher Fonds der Vereinigten Staaten von Nordamerika gebildet und voellig konsolidiert ist und seinen Investitionisten IN VIERTEL — JAHRESRATEN Í BEDEUTENDER STAATLICHER NUTZEN, SCHNELLER EINTAUSCH IN GELDBETRAEGEN, BESTE GELEGENHEIT FUER KAPITALS GEWINNUNG Nettopreis des Aktivs der Aktie Vor einem .Tahr US$ 9,13 Zur Zeit USS 10.02 SCHREIBEN SIE UNS und erbitten ein Gratisexemplar des Prospektes des Modell-Fonds der Konto-Eroeffnung und den letzten vierteljaehrlichen Finanzbericht. NORTH AMERICA INVESTMENT FUND N.V. Bolam House, 3rd Floor P.O. Box 3000, Nassau, Bahamas Name. (bitte in Blockschrift schreiben) Anschrift. (bitte in Blockschrift schreiben)

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.