Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XXVII (1965)
- Issue
- 4 (Abril, 1965)
- Date
- 1965-04-01
- Page
- Seite 13 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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ABRIL 1965 BOLETIN INFORMATIVO 13 Ansatzpunkte des Galilaea-Plans Drei Punkte wurden ausgewaehlt, das Entwicklungsprogramm fuer Galilaea in Gang zu bringen — Biranit nahe der libanesischen Grenze, Jodfat im Herzen Untergalileas, und der Berg Chason, wo die Wege Unter- und Obergalilaeas Zusammentreffen. Am Tage nach der Veroeffentlichung des weitgespannten Programms, gegen Ende des letzten Jahres, erschienen die Vermesser, die Vorarbeiter, die Traktoristen des Keren Kayemet an den drei bezeichneten Stellen. Heute, eine kurze Weile nach Beginn des Werkes,koenncn wir bereits die Zahl der Dunam neugewonnenen Bodens, die Kilometer neuer Strassen die für neue Doerfer vorbereiteten Flaechen errechnen und weitere, im Gang befindliche Arbeiten abschaetzen. BIRANIT Biranit bietet eine wilde, bezaubernde Landsc haft Dichtes Buschwerk verkümmerter Pistazien, Eichen und Lorbeerbaeume bedeckt die Haenge, kahlen Fels wie guten Boden gleicherweise dem Blick verhüllend. Das Dikkicht verbirgt auch die Grenzlinie und man muss die Augen anstrengen, um die weissen Grenzmale zu bemerken. Diese Gegend, heute fast menschenleer-, war zur Zeit des Ersten Tempels dicht mit israelitischen Siedlungen des Stammes Ascher besäet. Koenig Salomon gab eine Reihe von Orten dieser Gegend an Koenig Chiram vor, Tyrus ab, als Dankeszeicnen für dessen Hilfe beim Tempelbau, für den er das Zedernholz lieferte. Alexander Jannai, der groesste der husmonaeischen Herrscher, baute hier eine Wachtfeste auf die der Namen Biranit '(befestigter Platz”) hinwtist, und deren Grundlagen bis heute erhalten sind. Eine wichtige Kreuzfahrerstrasse, von Akko in den Libanon, führte ueber diese Stelle, und es war hier, dass die geschlagene arabische Armee sich aus Galilaea auf libanesisches Gebiet zurückzog, als die “Operation Chiram” im Unabhängigkeitskrieg den israelischen Besitz dieses Gebietes sicherte. Heute hat die Entwicklungs srbeit des KKL bereits tiefgreifende Veraender u ngen im Landschaftsbild hervorgerufen. Die ersten . 5UC0 Dunam Boden sind entsteint, terrassiert und gepfliigtAcht Kilometer Strassen sind fci-- tiggesteilt und geben Zugang zu bisher verschlossenem Gebiet. Der Baugrund für das erste laendliche Zentrum Biranit. sowie für ein nahes Dorf, Sar’it, ist freigelegt, und man trifft Vorbereitungen für eine Reihe von Einkehrstellen fuer Ausflügler. Gegenwaertig stehen weitere 600 Dunam Boden unter Urbarmachung. von denen 500 naechsten Winter mit Obst und Wein bepflanzt werden. Noch 20 Kilometer Strassen sind im Bau, und daneben kleine Feldwege. Wenn die ersten Siedler anlangen, werden sie alles Noetige für Acker bau, Leichtindustrie und andere Wirtschaftszweige vorfinden. JODFAT Jodfat, die berühmte Festungsstadt, die Monate hindurch den roemischen Legionen unter Vespasian im Jüdischen Krieg(63-73 n. Chr.) heldenhaft trotzte, liegt im westlichen Untergalilaea gegenüber dem Azmonberg und beherrscht das im Süden gelegene fruchtbare Beth-Netofa—Tal, durch welches Israels landesweite Wasserlinie verlaeuft. Von den Waehen, Türmen und Haeusern der einst fast uneinnehmbaren Stadt ist kaum eine Spur verblieben. Auf dem benachbarten Hügel im Norden steht der neue Kibbutz Mizpeh Jodfat, der b e r e i ts schoene Weinberge und Gaer ten von Kern— und Steinobst auf vom KKL angelegten Terrassen bearbeitet. Der Jodfatwald des Fonds erstreckt sich weiter nach Norden und Nordwesten auf das bisher isolierte Kleinbautrndorf Segev hin. An den Haengen und in den Schluchten um den Hügel des historischen Jodfat sind, seit Beginn des neuen Programms, bereits 600 Dunam für Obstpflanzungen und 500 Dunam für andere Zwecke urbargemacht worden, darunter der Grund für den geplanten Bezirksort. Acht Kilometer Fahrstrassen, und zehn Kilometer Neben- und Feidstrassen sind fertiggestellt. BERG CHASON Die Spitze des- Chasonbergs erhebt, sich in der Nordostecke lUntergalilaeas, inmitten eines dramatischen Panoramas, wo das Terrain gegen Osten steil zum Tiberiassee abfaeilt, im Norden das Massiv des Meronbergs aufragt und nach Westen zu die schmalen Hoehenzuege und Talgründe des mittleren Untergalilaea verlaufen. Diese Gegend gehoerte im Altertum dem Stamme Naftali. Zu Zeiten des zweiten Tempels, des Talmud und bis ins spaete Mittelalter, lebten Juden als Bauern in nahen Doerfern, darunter Parod (der Name bedeutet “Wegetrennung’—zwischen Unter- und Obergalilaea) und Beth Chanania. Heute gibt es hier einige drusische, christlich— arabische und moslemische Doerfer, das groesste davon el-Maghar, d. h. “die Hoehlen”, genannt, denn der Berg Chason ist durchsetzt mit tiefen Hoehlen. In. der Gegend ist noch viel Raum für weitere laendliche und halbstaedtische Sied 1 u n g. In energischer Arbeit seit Ende 1963 hat der KKL schon 300 Bunam anbaufaehigen Boden bereitgestellt, und weitere 1.000 Dunam sind in Angriff genommen, von denen der Grossteil für Obstpflanzungen vorgesehen ist. Strassenbau ist hier besonders wichtig. Mehrere bestehende Chausseen werden dadurch zu einem zusammenhaengenden Netz verknüpft, das von allen Seiten Zugang, zu diesem gebirgigen Herzen Galilaeas gewaehren soll. Auch Aufforstung ist im Gange, und bald werden alle Vorbedingungen für die Errichtung des geplanten Siedlugszentrums und der angeschlossenen Doerfer geschaffen sein. (K. K. L. Illustrierte) ANZEIGENSCHLUSS am 30. DER HISTORISCHE 1. APRIL 1925 40 Jahre Hebraeische Universitaet Beruehmte Kuenstler und Architekten haben sich am Bau der Universitaet beteiligt.— Vitreaux von Marc Chagall am Hadassah- Universitaets-Hospital. * : ¡ai} Es ist eine der gewaltigsten und eindrucksvollsten Landschaften der Welt, die der Wueste Juda, des Jordantals und der fernen Berge Moabs ueber denen sich das Amphitheater auf dem Scoptusberge bei Jerusalem erhob, wo sich am 1. April 1925 vor Tausenden von Teilnehmern, darunter auch nichtjuedischen Ehrengäesten, die feierliche Eroeffnung der Hebraeischen Universitaet vollzog. In Begleitung von Dr. Chaim weizmann und Nahum Sokolow, den fuehrenden Persoenlichkeiten der Zionistischen Bewegung, war der damals 77jaehrige Lord James Balfour erschienen, dessen feierliche Deklaration vom 2. November 1917 ueber die Errichtung eines “Jewish National Home’’ in engster Verbindung mit der LTniversitaetsgruendung steht. Und es war ein erhebender Anblick als der damalige Oberrabbiner von Erez Israel, Raw Abraham Jizchak Kuk Hakohen s.A., das “Schehechejanu”, den traditionellen Z e i t s eg e rv sprach. Damals praegte der hebraeische Dichter Chaim Nachman Bialik das Wort das juedische Volk sei sich selbst treu geblieben, indem es “einen Eid der Treue gegenueber dem Reiche des Geistes und des Geistigen” abgelegt habe. Es mussten viele Schwierigkeiten ueberwunden werden, seit der junge Dr. Weizmann auf dem Zionistenkongresse von 1901 die Schaffung einer Hebraeischen Universitaet gefordert hatte. Dann folgte der Kongressbeschluss von 1913, dessen Realisierung der Weltkrieg verhindert hatte, und endlich der 24. Juli 1918, da, waehrend noch der Schlachtenlaerm von der nahen tuerkisch-britischen Front herueberdrang, der Grundstein zu den ersten Gebaeuden gelegt werden konnte. Selbst nach der feierlichen Weihestunde von 1925 gab es noch Zweifler, denn die materiellen Sorgen waren uebergross, und zu ihnen gesellten sich die ideellen, wird man in der wiedererweckten hebraeischen Sprache alle wissenschaftlichen B e d i ngungen erfuellen koennen? Werden genuegend Dozenten und Studierende zur Verlegung stehen? In den verflossenen vier Jahrzehnten hat die Universitaet von Jerusalem durch ihre Leistungen alle Fragen beantwortet und sich zu einer Institution entwickelt, die in der Welt des Geistes sehr ernst genommen wird. Und wenn auch die Gebaeude auf dem Scopusberge seit Jahren nicht mehr zugaenglich sind, und auch nicht mehr das schoene David Wolffsohn- Haus, das einst die Nationalbibliothek beherbergte, wenn, nach jahrelangem Provisorium, in Givat-Ram ein neuer Campus, ein grossangelegtes Universitaetszentrum mit allen dazugehoerigen neuzeitlichen Einrichtungen aufgebaut wurde, so ist die wissenschaftliche Aktivitaet niemals unterbrochen worden, haben die notwendigen aeusseren Veraenderungen keinerlei nachteiligen Einfluss gehabt. Heute umfasst der Lehrbetrieb sechs Fakultaeten und fuenf angeschlossene Hoehere Schulen. Mehr als 8000 Studenten, darunter nicht wenige arabische und afrikanische, bilden die Hoererschaft und das Dozentenkollegium weist etwa 1200 ordentliche Professoren und Dozenten auf. Das Jahresbudget hat sich auf fast 20 Millionen israelische Pfund erhoeht, wovon 60% von der Regierung Israels aufgebracht werden. Der Rest bedarf der freiwilligen Spenden innerhalb der Weltjudenheit. Vor fuenfzehn Jahren, zur 25-Jahresfeier, sandte Prof. Weizmann s.A. eine Botschaft an die Universitaet, in der es hiess: “Eine grosse Zukunft erwartet die Hebraeische Universitaet, wenn der Staat Israel und das juedische Volk ueberall in der Welt den Ideen treu bleiben, von denen die Schoepfer der Universitaet inspiriert waren”. Befreit von fremden Fesseln, unbegrenzt in den Moeglichkeiten, die Vergangenheit von Land und Volk zu erforschen, stellt die Hebraeische Universitaet die Kroenung des gesamten Erziehungswerkes dar. Sie hat die Aufgabe zu erfuellen, durch voellig — uneingeschraenkte Freiheit von Lehre und Forschung einen sehr wichtigen Beitrag zur Menschheitskultur zu leisten. Curt Wilk Wir suchen Erstklassige Buerokraft und erbitten schriftliche Bewerbungen, die streng vertraulich behandelt werden von Damen und Herren, die die spanische und deutsche Sprache in Wort und Schrift perfekt beherrschen, Erfahrung in Bueroarbeiten haben und sich befaehigt fuehlen, Vertrauensposten auszufuellen. S.C.I. "B'ne Jisroel" Casilla 2487