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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1965-04-01 · 4 (Abril, 1965) · p. Seite 11

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXVII (1965)
Issue
4 (Abril, 1965)
Date
1965-04-01
Page
Seite 11 (sequence 11)
Language
German
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ABRIL 1965 BOLETIN INFORMATIVO II ZWISCHENFALL BEI KFAR HESS Hazofe glaubt,' dass das Bombenattentat, das bei Kfar Hess, sieben Kilometer von der Grenze entfernt, begangen wurde, als der erste Angriff von Maennern der Terrororganisation “El Fattach” ausgeführt wurde, die ihr Zentrum in Syrien haben, auch wenn die Aktion diesmal von jordanischem Gebiet ausging. Die Tatsache, dass der Angriff von Jordanien kam, ist auch verstaendlich, denn dieses Land geht jetzt immer mehr zu einer nasseristischen aggressiven Haltung gegenüber Israel über. Dass all-arabische Militaerkommando weiss die Aggressionsgelüste Jordaniens auszunützen, und dieses Land als Angriffsbasis gegen Israel zu benützen weil, dort die besten operativen Einsatzmoeglichkeiten für feindliche Kommandoverbaende bestehen. Im diesem Zusammenhang sei die Bereitschaft der USA zu kritisieren “Jordanien” und auch Saudiarabien, Waffen zu liefern. Durch solche Lieferungen koenne Jordanien nur zu weiteren Abenteuern gegen Israel ermutigt werden. Auf jeden Fall soll der Angriff bei Kfar Hess für uns ein Alarmzeichen sein und beweisen, dass auch unsere Ostgrenze nicht als ruhige und sichere Grenze betrachtet werden kann. Haboker stellt ebenfalls fest, dass die Aktion bei Kfar Hess zweifelsohne von Jordanien aus initiiert war. Der Fall müsse mit aeusserstem Ernst betrachtet werden und koenne auf keinen Fall als ein einfacher belangloser Zwischenfall hingestellt werden. Die Zeitung weist auf die bombastischen Aggressionsplaene der El Fattach- Organisation hin, die auch den jetzigen Angriff unternommen hat. Die arabischen Laender, auf deren Gebieten diese Organisation stationiert ist, und von wo sie ihre Aktionen unternimmt, müssten sich jedoch der Tatsache bewusst sein, dass Israel sie, und nicht nur die ‘El FattaclT'-Organisation, für die Angriffe verantwortlich machen und geven sie reagieren wird. Auch Haaretz betont einerseits, dass der Angriff gegen Kfar Hess von Jordanien aus kam und andererseits, dass er durch Agenten der El Fattach Gruppe ausgeführt wurde. Die israelische Regierung müsse unter allen Umstaenden für die Sicherheit der Grenzdoerfer sorgen und wir sollten der jordanischen Regierung klar machen, dass sie sich in ernste Gefahren begibt, wenn sie nicht für eine Einstellung der moerderischen Angriffe der El Fattach-Maenner sorgt. In diesem Zusammenhang rügt Haaretz die USA wegen ihrer Bereitschaft Waffen an Jordanien zu liefern. Natürlich koenne man Israel auch ohne Tanks nrovozieren, doch sei es wünschenswert wenn män davon absehen würde Tanks an ein Land zu liefern, das sich zu Angriffen und Kommando-Av°ressionen gegen Israel hergibt. Jede weitere Aufrüstung des jordanischen Heeres koenne nur dazu beitragen die Regierung in Amman zu weiteren militaerischen Abenteuern zu ermuntern. Cheruth stellt fest, dass die El Fattach-Organisation schon seit gewisser Zeit Propagandameldung über Aktionen und Siege im Kampf gegen Israel veroeffentlichte Die Oeffentlichkeit in Israel hat diese Erklaerunger als typische orientalische Prahlerei abgetan, doch beweise jetzt der Angriff bei Kfar Hess, dass man die Taetigkeit der El Fattach-Grupipe nicht gaenzlich übersehen darf. Die Attentaeter waren ehemalige Palaestinenser, aber die wirk liehen Verantwortlichen für die El Fattach-Organisation sind die Regierungen der arabischen Laender, die hinter ihr stehen, und in erster Linie Syrien. Diesmal kam der Angriff aber von jordanischem Gebiet und auch dieses Land müsse deshalb wissen. dass es für solche Angriffe mitverantwortlich ist. Die Zeitung betrachtet die Taetigkeit der El Fattach- Organisation als gefaehrlich und ist der Ansicht, dass eine sofortige Reaktion Israels erforderlich ist. Jede Verspaetunebei einer solchen Reaktion müsse die Gefahr weiterer Angriffe heraufbeschwoeren. DIE PARADE1 AM UNABHAENGIGKEITSTAG Dawar widmet seinen groessten Stadt Israels (Tel- Leitartikel dem Beschluss der Aviv) sprechen, in der ein Regierung über die Militaergetreues Abbild unserer miliparade am Unabhaengigtaerischen Staerke im Rahkeitstag und meint, es gebe men der Parade gegeben wergewichtige Gründe, die für den kann. Diese Erwaegung Abhaltung der Parade in der beeinflusst jedoch nicht TOURISMUS UND ENTWICKLUNG Dawar analysiert die Entwicklung der Touristik nach Israel auf Grund der letzten Konferenzen und Tagungen, die über diese Fragen in Israel stattfanden, angeregt vom Touristikministerium. Die Zeitung stellt fest, dass der Tourist für Israel nicht nur als Botschafter guten Willens von ausserordentlicher Bedeutung ist, sondern auch durch die finanzielle Staerkung die er für das Land darstellt, sehr ernst genommen werden muss. Daher ist der Ausbau aller mit der Touristik verbundenen Belange von grosser Bedeutung für den Staat. HOTEL FUER AMERIKANER IN ASCHKELON Ein gemeinsames Projekt der Sochnuth und der Iria von Aschkelon, demzufolge in der Stadt ein grosses Hotel zur Aufnahme von 250 amerikanischen Pensionaer- Familien errichtet werden soll wurde vom Aschkeloner Stadtrat bestaetigt. Dem Plan zufolge wird Aschkelon der Sochnuth sieben Dunam Boden zwischen Afridar und dem Barnea— Viertel zu diesem Zwecke vermieten. In dem Hotel soll fuer alle Beduerfnisse der Pensionaere Sorge getragen werden .einschliesslich eines Klubsaals Sportplaetzen u. a. m. (“Canfit’’) Anita Horn Fábrica de Delantales - UtvISormes empfiehlt fuer den Schulanfang Schuerzen, Uniformen, Overoles fuer saemtliche Schulen, Spezialiiaet nach Mass Alameda 518 Fono 36122 allein den Beschluss der Regierung, ausserdem sprach die Fürcht vor politischen Verwicklungen mit, die uns angesichts viel schwierigerer Auseinandersetzungen unerwünscht sind. Die Stellung- Jerusalems wird durch diese Entscheidung nicht beeintraechtigt, unsere Position für andere kommende Auseinandersetzungen wird dagegen gestaerkt. Die Entscheidung bedeutet keinen Verzicht auf die Abhaltung künftiger Paraden in Jerusalem, und wir haben auch die Position der Hauptstadt nicht geschwaecht. Die diplomatische Zeremonie, deren Erneuerung beschlossen wurde, wird die Stellung Jerusalems als Hauptstadt unterstreichen, und an ihr werden die Diplomaten teilnehmen, die einer Parade fern geblieben waeren. Sicher waere es angenehmer gewesen, die Militaerparade in der Hauptstadt abzuhalten — ohne Beeintraechtigung anderer Auseinandersetzungen. wenn jedoch solche Auseinandersetzungen uns beschaeftigen, dann müssen wir der Hauptauseinandersetzung den Vorzug vor Nebenproblemen geben. Cheruth kritisiert die Tatsache, dass Israel nochmals beschlossen hat die grosse Militaerparade, die alljaehrlich am Unabhaengigkeitstag stattfindet, wiederum in Tel- Aviv und nicht wie geplant in Jerusalem abzuhalten. Es sei dies ein beschaemender Beschluss. Die Zeitung erklaert sich ueberzeugt, dass Israel sich hierdurch den Wünschen der arabischen Laender fügt, sowie dem Druck den die USA, auf Veranlassung der Araber in dieser Frage auf uns ausüben. ft AUS DER ISRAELISCHEN PRESSE DIE POLITISCHE AUSRICHTUNG DER ISRAEL-PRESSE Regierungskoalition: DAVAR, Histadruth, pro-Mapai; JERUSALEM POST, unabhaengig, pro-Mapai; LAMERC'HAW Achduth-Awoda: t HAZOFE, National-Religioes: OMER, Histadruth. Opposition: CHERUTH, Revisionisten: HAAREZ, unabhaengig, pro-Liberal; HABOKER, Liberal; jAL HAMISCH- MAR, Mapam; KOL HAAM, Kommunisten; SCHEARIM, Poale Agudat Israel; HAMODIA, Agudat Israel. DER BESUCH HARRIMÀNS Haaretz geht auf den Besuch von Averell Harriman, Sonderbe auftragter von Praesident Johnson, in Israel ein und versucht ein Fazit der hier geführten Verhandlungen zu ziehen. Es stehe jetzt eindeutig fest, dass trotz allen Fortschritten, die bei diesen Besprechungen erzielt wurden, noch ernste Meinungsverschiedenheiten zwischen Israel und den USA bestehen. Der Frieden und die Stabilitaet im Nahen Osten würden jedoch weitgehend von der Haltung der USA abhaengen. Die Stabilitaet in unserem Raum kann nur gesichert werden, wenn die USA für die Aufrechterhaltung des militaerischen Gleichgewichtes sorgen werden und wenn sie sich unter keinen Umstaenden irgendwelchen Erpressungs oder Druck-Manöver der Araber unterwerfen werden. Lamerchaw ist der Ansicht, dass die Hoffnungen, die Israel an den Besuch von Harriman im Lande geknüft hatte, weitgehend enttaeuscht wurden und wir nicht die Zusagen und Versprechungen erhalten haben, die wir vom Beauftragten des amerikanischen Praesidenten erwarteten. Auf jeden Fall solle man dieser Lage nicht gleichgültig und untaetig zusehen, denn die jetzt neu eintretenden Spannungen würden nicht nyr die friedliche Entwicklung des Landes, sondern auch seine Sicherheit ernstlich gefaehrden. Es sei deshalb erforderlich, dass Israel auf jede weitere Verschaerfung der Situation rasch reagiert, bevor es für eine solche Reaktion zu spaet werden wird. (Die Zeitung drueckt jedoch zugleich die Hoffnung aus, dass die USA den Ernst der Lage Verstehen und unseren Forderungen Rechnung tragen werden. Dies beziehe sich sowohl auf die erforderlichen Waffenlieferungen an Israel, wie auch auf Billigung und Unterstützung der israelischen Ansichten in der Frage der geplanten Ableitung der Jordan-Quellen durch die arabibischen Staaten. Jerusalem Post ist der Ansicht, Israel könne nicht erwarten, dass die USA unseren Standpunkt genau verstehen und billigen werden. Genauso wenig aber kann man in Washington damit rechnen, dass Israel sich gaenzlich mit der Haltung der USA identifiziert. Die Politik im Nahen Osten verlaeuft nicht entlang den selben Prinzipien, als die Aussenpolitik in der ganzen Welt, Waehrend es sich in den Beziehungen zwischen Ost und West gezeigt hat, dass eine Geheimpolitik, auf diplomatischem Wege, wichtige Fortschritte anbahnen kann, sei eine solche in unserem Raum nicht möglich. Prestige spiele eine grosse Rolle bei den arabischen Völkern, und deshalb könne eine Politik, von der die Oeffentlichkeit nichts sieht, und die sich hinter den Kulissen abspielt; kaum erfolgreich sein. Dawar ist der Ansicht, das sich Israel schliesslich an die Macht wenden musste, die immer schon im Ernstfälle Israel zur Seite stand und wohl auch stehen wird, naemlich die Vereinigten Staaten. Die Zeitung stellt fest, dass Harriman hier die Auffassungen Israels kennenlernte, wodurch er dieselbe Blickrichtung bekommen konnte, wie sie Israel hat. Dadurch wird nun wohl auch der Unterschied in den Auffassungen über mehrere Punkte überbrückt werden können, da man in Washington verstehen wird, wie Israel die Lage betrachtet und von weichen Gesichtspunkt aus man dann eben die Konsequenzen zienen will. Haboker stellt fest, dass der Grundgedanke, welcher bei den Verhandlungen mit Har riman zum Ausdruck kam, gut und richtig ist, dass aber die Durchführung aller dieser Plaene, so wie sie die Vereinigten Staaten denken, nicht einfach sein kann. Man muss in den USA einsehen lernen, dass die Abschreckungswaffen, die Israel haben will, um seine Sicherheit zu gewaehrleisten, schliesslich keine Angriffswaffen in dem Sinne darstellen, wie all jene Waffen, welche die Araber seit vielen J a h ren unaufhörlich aus dem Ostblock als Unterstützung erhalten. Hamodia dagegen sieht die Aussichten auf Grund der Gespraeche, die der Sonderbotschafter des Praesidenten Johnson, Averell Harriman, in Israel geführt hat, sehr pessimistisch an und ist keineswegs der Meinung, dass von einem Fortschritt die Rede sein kann. Die Zeitung weist darauf hin, dass Harr iman im Grund wahrend seines Aufenthaltes in Israel nur gehört, aber kaum gesprochen habe, also die Meinungen Israels erforschte, ohne sich bisher in irgendeiner Weise für die USA festzulegen.

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