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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1965-04-01 · 4 (Abril, 1965) · p. Seite 8

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXVII (1965)
Issue
4 (Abril, 1965)
Date
1965-04-01
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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8 BOLETIN INFORMATIVO ABRIL 1965 DIE MISION BIRRENBACH BEGRIFFE, WORTE, PHRASEN (Fortsetzung von Seite 7) die wirtschaftlichen Interestag war er oft auf Ausgleich sen des mit ihm verbündeabgestellt; er hat zur SPD nen Unternehmens. Sein Angute Beziehungen, vor allem sehen beruht, abgesehen von zum Abgeordneten Fritz Erseiner umfassenden Bildung 1er. Dr. Birrenbach gilt im und Intelligenz, denn auch uebrigen als eine sehr zuvor allem auf seiner Uneirueckhaltende und sensible gennuetzigkeit. Im Bundes- Persoenlichkelt. NASSERS ARABISCHE EINHEIT... UND WAS DAHINTERSTECKT 120% aller abgegebenen Stimmen hat noch nicht einmal sein Vorgaenger und Vorbild aus Braunau zusammenbekommen können, so sehr auch sein verlogener Volksaufklaerer und Propagandist den Rechenschieber drehte und wendete. Also wollte sich auch Nasser mit den in nazistischen und “volksdemokratischen” Kreisen üblichen 98-99% der Stimmen zur Wiederwahl als Praesident Aegyptens begnügen. In letzter Stunde muss er sich entschlossen haben, die Oeffentlichkeit mit 99,99% zu beglücken. Der Erfolg war, dass es selbst für “El Mercurio” etwas laecherlich erschien. Aber der Versuch, so missglückt er auch ausfiel, mit diesem innenpolitischen “Erfolg” eine seiner grössten aussenpolitischen Schlappen zu übertuenchen (schon wieder der Tuencher als Vorbild!) war klar. Eine Regierung, die schon als ehr- und wehrloses Opfer seiner Erpressungspolitik erschien, hatte “kehrt marsch” gemacht. Es mag für Israel kein Grund für spezielle Begeisterung sein, dass Deutschland sich zur Normalisierung der Beziehungen nur entschloss, um Nasser die wohlverdiente Ohrfeige zu erteilen. Aber für Nasser war und blieb es die Ohrfeige. Nun gut, er hatte mit dieser Gefahr gerechnet, entsprechende Vorkehrungen getroffen und prophylaktisch gedroht. “Alle arabischen Staaten werden...”, “die Einheit der Araber...”, “bis zum letzten Tropfen Oel...” und so weiter bla bla bla. Wie sehen die Tatsachen aus? Es steht mit der Einheit der Araber wie eh und je. Sie reicht aus für Drohungen und auch da vorzugsweise gegen das kleine Israel und nur in pharmazeutischen Quantitaeten gegen reiche Laender wie etwa die BRD. Die eilig in Kairo zu-* sammengetrommelte Konferenz der Arabischen Liga endete in einem klaren Fiasko. Weil die BRD mit Israel Beziehungen aufnimmt, sollen nach Nassers Pfeife gleich alle arabischen Botschafter nach Hause tanzen? Koenig Hassan von Marokko deftkt garnicht daran. Der alte Idriss von Libyen? Noch viel weniger, bei dem schwunghaften Handel, den er mit Deutschland treibt. Der Jemen? Ist mit sich selbst nicht einig. Tunesien? Für Bourgiba war das nur die Gelegenheit, Nasser und Ben Bellas Fuehrungsanspruch in der arabischen Welt noch mehr zu unterhoehlen, als diese es durch ihre eigene Masslosigkeit sich schon selbst eingebrockt hatten. Er ging so weit, im jordanischen Teil von Jerusalem Erklaerungen abzugeben, die für israelische Ohren fast gemaessigt und vernuenftie klingen. Weil man mit der BRD abbrechen “muss”, soll man Beziehungen zu Pankow aufnehmen- Koenig Hussein von Jordanien hört ploetzlich nicht gut. Der Scheich von Kuweit weiss nicht, wo Pankow liegt. Feisal von Arabien hat auch irr der Geographiestunde gefehlt, als das dran war. Libanon vielleicht, Hochburg des internationalen Fluchtkapitals? Auf diese rhetorische Frage erübrigt sich überhaupt jede Antwort, es sei denn, man ruft sich ins Gedaechtnis, dass die dortige Regierung, angesteckt von der Betrunkenheit der Nasserschen Scheinerfolge des Monats Februar und im Vertrauen auf die arabische Solidaritaet, sich dazu hinreissen liess, mit der Ableitung des Jordanwassers zu beginnen. Das israelische Aussenministerium tat gut daran, den jetzigen Gefrierpunkt der arabischen Einheit auszunutzen. um alle befreundeten Regierungen zu bitten, der libanesischen und syrischen Regierung zu erlaeutern, dass der Wasserdiebstahl einen Casus belli darstellt. Denn noch ist es Zeit, dass man sich in Beirut überlegt, wie man sich aus der Affaire zieht. Uebrig bleiben Irak und Syrien. Irak, weil Aref zu beschraenkt ist, um sich eine von Nassers verschiedene Politik vorzustellen. Und Syrien, weil man vor lauter chauvinistischer und pseudorevolutionaerer Demagogie und vor Hass gegen Nasser schon nicht mehr weiss, wie man ihn noch übertreffen soll. Ben Bella ist ein Kapitel für sich. Seine Politik kann man keineswegs am Masstab arabischer Machttraeume allein messen, sie ist ebenso Funktion der Sowjet-Strategie, des Kampfes um die Hegemonie in Afrika, wie vor allem seines pathologischen Narzissmus, der ihn nach und nach in den tödlich gehassten Feind all seiner ehemaligen Kameraden, Mitstreiter und Verbündeten gemacht hat. Dass daher auch für ihn d.er berechtigte Zweifel gilt, ob sich im Ernstfall einer auf den anderen wuerde verlassen können, versteht sich von selbst. Jedenfalls hat es wieder einmal genügt, dass eine Regierung gegen die arabischen Einmischungen, Drohungen, Provokationen und Erpressungen Front macht, um für alle Welt das einzig wirksame Rezept zu revalidieren. Man darf sich nicht ins Bockshorn jagen lassen. Man soll sie nicht gar zu ernst nehmen. Dann ist alles nur halb so schlimm. Als der chinesische Premier Chou En Lai fuer einen Tag in Kairo weilte, gab er auf dem Flugplatz die ue - bliche Erklaerung von den ‘‘israelischen Expansionsge- Iuesten" und vom Kampf gegen Imperialismus und Kolonialismus ab. Normale Reisende muessen eine Zollerklaerung abgeben. Diplomaten verlangt man die obenerwaehnte ab. Sie scheint rituellen Charakter zu tragen. Ritual, Dogma, Religion liegen bekanntlich jenseits von Logik. Manchmal, wie in diesem Fall, liegen sie aber in direktem Widerspruch zur Logik und dann lohnt es sich, einige Worte daran zu verschwenden. Was die aggressiven Absichten anbetrifft, so genuegen da sehr wenige. Israel hat immer seine Absicht bekundet, seine Waffen nur zur Verteidigung seiner Lebensinteressen zu gebrauchen. Nasser dagegen hat genau so oft offen erklaert, die Absicht zu hegen, Israel zu zerstoeren. Wenn Chou En Lai behaupten will, dass man in der Politik seine Absichten oft verschleiert, ja, sogar das Gegenteil von dem behauptet, was man vorhat, so muss er seine Gruende und Erfahrungen haben. Er koennte daher, von sich auf andere schliessend, Israel boeswillig unterstellen, aus diplomatischen und moralischen Gruenden friedliche Absichten nur zu heucheln. Bei seinem Freund Nasser kann er noch nicht einmal das, da bei aller Perversitaet niemand aggressive Absichten vorgibt, wenn er friedliche im Schilde fuehrt. Um aber von den Absich¬ VERJÄHRUNGSFRIST 9. Juli 1945.— Wenn unbekannt bleibt, wo man wohnt, ist man heute unauffindbar. Man ist verschollen. Man aehnelt Tolstois Lebendem Leichnam. Das wird sich so mancher zunutze machen, der die V e r g e ltung fuerchtet. Er bringt sich um und lebt weiter. Nichts ist leichter. Er taucht in einem Dorf auf, hat keine Papiere, luegt sich einen belanglosen Namen und Lebenslauf zusammen, und schon ist der Schinder und Henker, der er war, mausetot. Statt seiner, den man richten, wenn nicht gar h i n r i c hten wuerde, existiert ein andrer, eih freundlicher Mann, der heiraten und Kinder schaukeln wird, obwohl er verheiratet und ein Moerder ist. Vielleicht wird ihn, ingendwann einmal, einer erkennen, eins der uebriggebliebenen Opfer, und wird schreien: ‘‘Das ist er!''. Vielleicht. Es wird ein Zufall sein. Wenn er ein tuechtigor Moerder war, hat er dafuer gesorgt, dass kein Zeuge uebrigblieb. Erich Kaestner: Notabene 45. Ein Tagebuch. Cecilie Dressler- Verlag, Berlin, 1961. ten zu den Tatsachen ueberzugehen; fuehrt Israel einen Aggressionskrieg mit Napalbomben und Giftgas und 40.000 Soldaten im Jemen? Oder fuehrt ihn Nasser? Finanziert und organisiert Israel die barbarische Rebellion im Kongo? Oder Nasser? Der Widerspruch zwischen Wirklichkeit und Phrasen ist zu eklatant, um sich zulange dabei aufzuhalten. Wo er weniger auf der Hand liegt, ist bei dem Gerede vom Kolonialismus. Chou En Lai und Breshnev und Nasser und Ben Bella haben von der sozialistischen Bewegung des vergangenen Jahrhunderts ein paar Phrasen geerbt —oder besser gesagt, gestohlen—, mit denen sie die Gemueter gewaltig verwirren. So die zum Klischee erstarrte Behauptung. Kampf fuer den Sozialismus, gegen den Imperialismus, fuer den Fortschritt, fuer die Selbstbestimmung der Voelker, das seien alles Synonime. Es geht damit wie mit den beruehmten drei Gaben —Nationalsozialismus Intelligenz und Anstand—, die de r liebe Gott den Deutschen mit der Bedingung auf den Weg mitgab, dass ein Einzelner nur zwei davon haben koenne. Wenn naemlich diese Regierungen sozialistisch sind, dann ist Sozialismus kein Fortschritt. Die ersten Apriltage brachten in Santiago zwei wunderbare Illustrationen zu diesem Thema. Die eine m der Ausgabe Jahrgang II N.o 89 der Illustrierten ‘‘Flash”, die auf sechs Seiten ganze 11 Bildbeweise von dem in arabischen Laendern ueblichen Sklavenh a n d e 1 bringt. Eine andere Wochenschrift, die noch bis vor kurzem das Monopol unter den illustrierten Zeitungen zu haben schien, haette dies wohl aus Ruecksicht auf die Kommunisten oder auf ihre in antisemitischen Zuschriften spezialisierten Leser nicht gebracht. Aber i n “Fiash” erschienen sie, die graphischen Zeugnisse vom Sklavenhandel in den Laendern des “Antikolonialismus” und des “Sozialismus” nasserscher Machart. Die andere Illustration erscheint ln dem Film "Perro Mundo II”. Ein britischer Offizier, vermutlich aus Aden, konfrontiert arabische Sklavenhaendler mit einer Gruppe Kinder. Die Kinder waren mit Marterinstrumenten verstuemmelt worden, um sie so, als bemitleidenswerte Invaliden besser zum Betteln schicken zu koennen. Dem britischen Offizier schien es fast uebel zu werd e n. Dem Kinobesucher auch. Aber auch unter der Gefahr, der Sympathien mit dem Kolonialismus berichtigt zu werden, konnte sich wohl kein denkender Mensch der Idee erwehren: So sieht Nassers Fortschritt aus, so sein Sozialismus. Die Englaender sollen Aden aufgeben, wenn moeglich, mit den Stimmen der Mehrheit in der ONU. Damit dann niemand mehr die Anklage der verstuemm eiten Kinder gegen ihre Peiniger, der Sklaven gegen ihre Herren und Haiendler entgegennehmen kann. Damit sie niemand mehr fotografiert und filmt. Das hemmt naemiich die chinetsisch-russisch-arabische Version von ’’Sozialismus” und ’’Fortschritt”. Oh. Phrase, dein Name ist arabisch... ATSCHEKA PRODUCTOS DE Coichorw. SOMMIERES REVESTIDOS DE MANIO. VARIOS MODELOS CAMAROTE» METALICOS SUPER SOU DOSVARIADOS Y ATRACTIVO» COLOREÓ. •-O- »Mil i>- V V -V M AC- -V SOFA CAMA .CONVERTIBLE EN DOS CAMAS O EN UNA DOBLE MODELO ‘SIMBO’ EXCLUSIVIDAD OE COLCHONES RECORD. EXIJALOS EN LAS MEJORES TIENDAS. 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