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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1965-01-01 · 1 (Enero, 1965) · p. Seite 5

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXVII (1965)
Issue
1 (Enero, 1965)
Date
1965-01-01
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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ENERO 1965 BOLETIN INFORMATIVO 5 AUF DEM WEG ZUM BANKROTT? Die augenblickliche Sitzungsperiode der UN stand in ihrer nunmehr abgeschlossenen ersten Etappe fast ganz im Zeichen der rueckstaendigen Zahlungen. Die Sowjet-Union sowie die anderen Staaten des kommunistischen Blocks sind nicht nur zwei und mehr Jahresbeitraege schuldig, sondern haben auch zu den kostspie- 1 i g en Befriedungsaktionen im Kongo, Zypern und der israelischen Gasa-G r e n ze keinen Cent beigetragen. Laut Statuten hatten sie daher automatisch ihr Abstimmungsrecht einge'buesst, was sich bei der ersten Gelegenh e i t bemerkbar gemacht haette, wenn man einer solchen Gelegen heit nicht krampfhaft aus dem Wege gegangen waere. Die taktischen Umwege, die dabei unter Fuehrung des Presidenten der Sitzungsperiode, Alex Quaison- Sackey von Ghana und des staendigen Generalsekretaers U Thant eingeschlagen wurden, sind bekannt: man machte stillschweigend einen grossen Bogen um alle Abstimmungen, indem man das Thema entweder vertagte oder den jeweiligen Zankapfel in evensoviele Portionen schnitt wie drohende Esser ihre Meser wetzten. Ein typisches Beispiel fuer diese politische Vorschul-Arithmetik bietet sich in der umstrittenen Wahl eines der neu zu vergebenden Sitze im Sicherheitsrat. Als Kandidat der kommunistischen und einiger afro-asiatischen Staaten fungierte Mali, waehrend die Wes tmaechte —natuerlich mit Unterstuetzung der Araber— unbedingt den jordanischen Bock zur Pflege dieses Gartens des Weltfriedens bestellen wollten. Die Patentloesung: im ersten Jahr wird der eine, im zweiten Jahr der andere diesem wichtigsten Gremium der Weltorganisation a n g ehoeren. Es ist klar, dass U Thant das gewaltige Dilemma der UN auf die Dauer so nicht wird meistern koennen, denn dass aufgeschoben nicht aufgehoben bedeutet, trifft nun mal auch auf Probleme zu. Und ganz gewiss ist dies der Fall bei Problemen finanzieller Art, zumal wenn sie, wie er selbst dies ganz unverbluemt ausgesprochen hat, geradewegs zum Bankrott hinfuehren. Auf der anderen Seite lief er aber, wenn er — und vor allem seine amerikanischen Bankiers und Glaeubiger — den kommunistischen Wechsel protestiert haette, die gewiss nicht geringere Gefahr des politischen Bankrotts. Denn das und nichts anderes haette der eventuelle und angedrohte Boykott der Organisation seitens der Staaten des Ostblocks bedeuten koennen. Ob und wie es ihm gelingen wird, sein Schiff zwischen der Skylla des finanziellen und der Charibdis des politischen Zusammenbruchs hindurchzulotsen, wird sich wohl in den naechsten Monaten heraussteilen. Leider gibt es aber noch eine dritte Gefahr, die zwar nicht so fuer alle Welt sichtbar, niohtsdestotrotz aber genau so gross oder noch groesser ist, weil sie unaufhoerlich waechst und weil zumindest die Faktoren, die vielleicht die Macht und den Einfluss haben koennten, sie zu bannen, sich daran nicht interessiert zeigen. Es ist dies die Gefahr des moralischen Bankrotts. Er ist nicht so eklatant wie der gefuerchtete finanzielle oder der drohende politische Bankrott, aber seine Wirkung reicht weiter. Er zersetzt nicht den Stamm des Baumes oder seine Blaetter, sondern die Wurzeln. Die Mannoever selbst, mit denen man zugunsten einer der Grossmaechte praktisch die Verfassung der Organisation ausser Kraft gesetzt hat, dienen als trauriges Beispiel fuer das vielerlei Maass, mit dem in New York gemessen wird und von denen keines mehr so gross ist wie die Ideen der Atlantik-Charter oder so rein wie die Stimmung der Gruendungsversammlung 1945 in San Francisco. Aber auch die im folgenden rasch aufgezaehlten RUBÍ mi PRESENTE DEE VANO HAJIMIJ El 15 de Diciembre se efectuó la sesión de clausura del Kinus del Jinuj ante numerosa concurrencia y bajo la presidencia de don Kurt Loebel. Por aclamación quedó designado el nuevo Ejecutivo de la Educación Judía en Chile, siendo nominado Presidente del Vaad HajinuJ don Rubén Katz, hombre ligado desde hace muchos años a la institución, a la que ha dedicado desde los más difíciles cargos, lo mejor de sus esfuerzos. La siguiente es la nómina completa del nuevo Ejecutivo del Vaad Ha jinuj: Presidente1, Rubén Katz. Vicepresidente, Felipe Fliman. Vicepresidente, Elias Arón. Secretario General, Albraham Monastirsky. 1 Prosecrtario, Jack Singer. Tesorero, Marcos Pollak. Protesorero, Carlos Silberstein. I . ' i I Presidente Comisión Pedagógica, Felipe Fliman. Directores Ejecutivos: Meyer Berandt. Israel. Pollak, Isaías Pupkin. Leo Schwarzblatt y Emilio Weintraub. Directores: Leo de Jong, Bernardo Epstein, Hernán Fischman, Jaime Francos, señora Margot Gellerstein, Marcos Glisser, Julio Gomberoff, Carlos Hebel, Arón Kauffman, Luis Kobrinsky, Kurt Loebel, Joaquín Michel, José Mozes, Tomás Nagel, Adolfo Pupkin, José Rimsky, Hugo Rothfeld, Adolfo Schnitzer, , Saúl Segal, Samuel Wurgaft y Mateo Yudelevich. Revisores de Cuentas: León Fliman, Moisés Abeliuck y Nathan Gorodischer. De( la lista precedente se desprende, que del sector “B’ne Jisroel’ son miembros del Ejecutivo doña Margot Gellerstein y los señores Méyer Berant, Leo de Jong, Kurt Loebel, Joaquín Michel, Adolfo Schnitzer y Dr. Emilio Weintraub. Beweise fuer den moralischen Abstieg des Staaten- Parlaments stehen diesem ersten an symptomatischer Bedeutung keineswegs nach; dass sie wirklich symptomatisch sind, laesst sich schon daran ermessen, dass sie sich im Laufe eines einzigen Monats ereigneten: Der Chef des Beobachterstabs der NU macht Syrien fuer den schweren Grenzzwischenfall im November, wenn auch mit Zoegern und Vorbehalten so doch unmissverstaendlich, verantwortlich. Die Westmaechte schlagen im Sicherheitsrat vor, gewisse Aspekte der Grenzziehung daraufhin zu revidieren, da sie offensichtlich ueberzeugt sind, dass man einen arabischen Staat nicht verurteilen soll. Aber Russland findet auch einen solchen Beschluss noch zu neutral und legt sein Veto ein. So wird der sogenannte Sicherheitsrat immer mehr zu einem Organ, das Aggressionen ermuntert, statt sie zu unterbinden. Vielleicht aufgrund eben dieser Erfahrung .brechen die Jordanier einige Grenzzwischenfaelle vom Zaun. Resultat: Sie erhalten, wie bereits erwaehnt, einen gepolsterten Sitz im NU-Sicherheitsrat. In der Vollversammlung ergehen sich sage und schreibe neun arabische Redner in ihren alljaehr liehen ueblichen Hetzreden gegen Israel. Und mehr als hundert Delegierte, von denen man annehmen sollte, dass ein ganzer Teil recht intelligent ist, ueberhoeren und uebersehen geflissentlich den Widerspruch zwischen der unverbluemtgn Drohung, einen Mitgliedsstaat der UN zu vernichten und den Satzungen der Organisation, den Verpflichtungen ihrer Mitglieder oder vor allem den Plaedoyers und Vetos im Sicherheitsrat, die das Objekt dieser Drohungen und Angriffe selbst zum Angreifer stempeln sollen. Durch irgend einen Mechanismus kommt Malasien, ein Staat, der diesen Abenteurern der Weltpolitik ein Dorn im Auge ist, zu einem Sitz im Sicherheitsrat. Daraufhin droht Indonesiens Praesident Sukarno, dessen erklaertes Ziel die militaerische Vernichtung dieses seines Nachbarn ist, mit seinem Austritt. Ob er aufgrund der Wahl Jordaniens in das g 1 e iche Gremium glaubte, dass im Sicherheitsrat nur Angreifer sitzen duerfen und nicht auch ein Angegriffener oder ob ihm das Beispiel von Hitlers Austritt aus dem V o e 1 kerbund vorschwebte, das fuer ihn noch aus der Epoche seiner Kollaboration mit der japanischen Besatzungsmacht von Bedeutung sein mag, ist nicht bekannt. Es ist auch nicht von Bedeutung. Was dagegen wichtig erscheint, ist die diplomatische Demarche U Thants, die dazu bestimmt war, Herrn Sukarno von seinem Vorhaben abzubringen. Der hoechste Funktionaer der NU muss eine solche Regierung bitten, in der NU zu bleiben! Wie lange ist es her, dass derartige Staatsoberhäupter noch Indianertaenze vor Freude darueber auffuehrten, in der NU zugelassen zu werden? Fuenf Jahre, zehn Jahre? Bei einem solch rapiden Abrutsch auf dem moralischen Toboggan kann r --Eh MONATSSPIEGEL es nicht mehr lange dauern, bis kein Mensch mehr etwas dabei findet, wenn Nasser, Sukarno oder Ben Bella ihre politischen Gegner in Koffern direkt im Postamt der NU aufgeben. An hervorragender stelle unter den Delegierten, die in dieser Umgebung und Atmosphaere wahrlich nicht zu beneiden sind, stand als Chef der israelischen Delegation der Vize-Premierminister Abba Eban. Es eruebrigt sich, seine Rede mit Praedikaten zu belegen, da das “B. I.” imstande ist, sie an anderer Stelle dieser Ausgabe in extenso wiederzugeben und jeder Leser dadurch selbst'in die Lage versetzt wird, sich ein Urteil zu bilden. Nur ein Aspekt soll hier hervorgehoben werden, da er eine Wendung in der israelischen Aussenpolitik beinhaltet. Und zwar besteht diese in der Feststellung, dass Israel zu Verhandlungen mit den arabischen Staaten bereit sein wird, sobald diese als Vorbedingung die israelische Souveraenitaet und Integritaet anerkennen werden. Um den Schritt zu ermessen, den man ging, um diese Position einzunehmen, die bei jedem anderen Staat bescheiden oder selbstverstaendlich anmutet, muss man an die Debatten der vergangenen Jahre zurueckdenken. Die Araber pflegten damals wie heute mit irgend einem Vorwand auf irgend eine “Verurteilung” Israels zu draengen: weil die Unruhe, weil das Jordanwasser, weil die Heiligen Staetten und meistens, weil die Fluechtlinge. Israel hielt all dem entgegen, dass die Tendenz der Weltpolitik in Streitigkeiten zwischen Nachbarn ganz allgemein auf die Ermunterung direkter V e r h andlungen zusteuert. Konsequenterweise sollten also die NU keine “Verurteilungen” aussprechen und Beschluesse fassen, aus denen doch nichts wird, wie dies bei Repatriierungsplaenen der Fluechtlinge und anderen freundlichen Einladung e n zu israelischem Selb stmord vorauszusehen war, sondern die beiden Parteien zu direkten Verhandlungen auffordern. Was Israel anbetrifft, so stellte man immer wieder fest, ist man zu Verhandlungen ohne vorherige Bedingungen bereit. Diese Haltung scheint nun etwas steifer, reservierter, kuehler geworden zu sein. Man ist weiter verhandlungsbereit, aber man erwartet als Voraussetzung erst einmal ein minimal zivilisiertes Benehmen der Gegenseite. Im Rahmen der Gesamtproiblematik mag ein solcher Stellungswechsel nicht sehr drastisch anmuten. Manch einer mag ihn sogar uebersehen haben, vor allem wenn er ausser acht laesst, dass nicht nur das militaerische, sondern auch das politische Mannoeverfeld Israeli nicht sonderlich breit ist und daher auch die auf engem Raum durchgefuehrten Bewegungen Aufmerksamkeit verdienen. Es ist auch wahr, dass keine unmittelbaren praktischen Auswirkungen daraus entstehen werden, da die Araber so oder so, zivilisiert wie man verlangt oder unzivilisiert wie sie sich benehmen, noch nicht zu Verhandlungen bereit sind. Aber schon die Tatsache, dass Israel nicht mehr a priori bedingungslos zu diesem oder jenem sich bereit erklaert, deutet auf einen Zuwachs an Selbstbewusstsein und Staerke. Was inmitten des moeglichen finanziellen, des drohenden politischen und des mit Pauken und Trompeten v o 11 z o genen moralischen Bankrotts gewiss ermunternd ist. ATSCHEKA ACCO — Die Staedte der Kreuzzuege

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