Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XXVII (1965)
- Issue
- 1 (Enero, 1965)
- Date
- 1965-01-01
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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BOLETIN INFORMATIVO ENERO 1965 In einer kuerzlichen Ausgabe der Zeitschrift der Bibliothek der “Germania Judaica” in Koeln wurden unter dem oben stehenden Titel eine Anzahl von Aufsaetzen ueber die Situation der Juden im heutigen Deutschland (der BRD) veroeffentlieht. Eine Anzahl von Beschreibungen individueller Faelle von Juden, die entweder allein oder in Begleitung ihrer Familien nach Deutschland zurueckgekehrt waren, ergaenzte diese Artikel. Von besonderem Interesse ist dabei eine gruendliche soziologische Untersuchung, die Harry Maor ueber die juedischen Bewohner Deutschlands angestellt hat, eine Untersuchung die in vielen Aspekten die aufsehenerregende Reportage der Zeitschrift ‘‘Dr. Spiegel” ergaenzt und korrigiert. Maor stellt fest, dass die heutige juedische Gemeinschaft in der Bundesrepublik sich aus drei verschiedenen Gruppen zusammensetzt: a) Diejenigen, die das Nazi-Regime im Lande ueberlebte. b) Fluechtlinge aus den Laendern Osteuropa, hauptsaechliche fruehere D. P’s., die nach Ende des Krietes in Deutchland blieben, und c) Juden deutschen Ursprungs, die nach Kriegsende zurueckkehrten. UEBERLEBENDE UND D. P’S ( (Bezueglich der erstgenannten Gruppe schaetzt die Studie, dass etwa 15.000 von den Nazis als Juden qualifizierte Menschen der Krieg in Deutschland selbst ueberlebten. Von diesen waren ca. 28% Partner der sogenannten “Privilegierten Mischehen” d. h. derjenigen Mischehen, deren Kinder nicht als Juden erzogen worden waren. Etwa 23% waren juedische Partner von “Nicht— Privilegierten — Mischehen”, die also entweder keine Kinder hatten oder aber dnse ah Juden erzogen, weitere 18% waren entweder mit faisehen Papieren untergetaucht oder wurden von picht juedischen Verwandten oder Freunden versteckt. Nur etwa 8.000 dieser Ueberlebenden sind Mitglieder der neuen juedischen Gemeinden geworden, und etwa 3.000 von ihnen sind inzwischen verstorben, etwas was nicht verwunderlich ist, da ja schon 1945 das Durchschnittsalter dieser Gruppe 55 Jahre war. Der groesste Teil dieser Menschen hatte nur eine sehr lose Verbindung mit dem Judentum, und ohne die nazistische Verfolgung waeren sie wahrscheinlich keine Juden geblieben. Durch ihre ausserordentlich geri n g e n Kenntnisse und ihren Mangel an Interesse waren sie nicht in der Lage, viel zum Aufbau der neuen Gemeinden beizutragen, ganz besonders, nachdem praktisch kaum ein einziger juedischer Lehrer, Kantor oder Rabbiner unter ihnen war. Was die zweite Gruppe anbetrifft, muessen wir beruecksichtigen. dass nicht weniger als 450.000 fruehere Insassen von Konzentrationslagern nichtdeutscher H e rkunft, gegen Ende 1945 in Deutschland lebten. So paradox dies klingen mag ist es eine Tatsache, dass viele ueberlebende Juden aus Osteuropa vor dem in diesen Laendern virulenten Nachkriegsantisemitismus nach Deutschland, insbesondere nach Bayern, flohen, wo sie in der Auffangslagern der U. N. R. R. A. und spaeter der I.R. O. Asyl fanden. Diese JUDEN IM HEUTIGEN DEUTSCHLAND Zahl stieg immer mehr an und der Zensus vom Oktober 1946 zeigt, dass in den vier Besatzungszonen und in perlin 156.705 Juden lebten, von denen nicht weniger als 112.013 in den damaligen D. P. Lagern untergebracht waren. Wie schon “Der Spiegel” erwaehnte, verliess eine grosse Anzahl von ihnen die Lager um sich in Deutschland miederzufassen und ungefaehr 1.000 von ihnen heirateten bis 1950 nichtjuedische Frauen. Der Aufbau der neuen Gemeinden in Deutschland war zum groessten Teil das Werk dieser frueheren Displaced Persons. Nicht nur waren sie, als Fremde, bsmueht, eirje Organisation aufzubauen, der sie sich zugehoerig fuehlen konnten, sondern viele von ihnen waren bewusste und religioese Juden. Von den drei vorher erwaehnten Gruppen, waren sie die einzigen, die Kinder hatten und den Wunsch hegten, diese juedisch zu erziehen. Eine wirkliche Gemeinschaft zwischen den frueheren deutschen Juden und den nun dort lebenden ist aber nicht erwachsen nicht nur wegen der verschiedenen Herkunft sondern auch deshalb, weil die ehemaligen deutschen Juden bleiben wollten, waehrend die anderen ihren Aufenthalt nur als ein zeitweiliges Asyl betrachteten. Soweit eine Verallgemeinerung moeglich ist, kann festgestellt werden, dass diese, wenn sie auch im deutschen Wirtschaftsleben prosperier t e n nicht versucht haben sich in das ¡soziale Leben des Land e s einzugliedern, sondern mit wenigen Ausnahmen, voellig isoliert leben. Ihre Zahl wird auf ca. 6.000 Personen geschaetzt. DIE RUECKWANDERER Die dritte Gruppe, dij Rueckwanderer, ist die zahienmaessig staerkste. Sie umfasst etwa die Haelfte der heute noch in Deutschland lebenden Juden, also mehr oder weniger 10 - 12.000. Der groesste Teil besteht aus aelteren oder alten Menschen, besonders denjenigen, die in ihren Emigrationslaendern nicht Fuss fassen konnten. Ungefaehr 45% dieser Gruppe ist fuenfzig Jahre oder aelter. Die meisten kamen aus wirtschaftlichen Gruenden nach Deutschland und leben von Wiedergutmachungszahlungen, die dort haeufig eine groessere Kaufkraft besitzen als'in anderen Laendern. Nicht wenige von ihnen sind sich jedoch unschluessig ob sie bleiben oder wieder fortgehen. Wie bekannt hat diese Rückwanderung ja gegen 1960 praktisch ein Ende genommen, teils weil diejenigen, die zurueckgehen wollten, dies schon getan hatten teils weil antisemitische Zwischenfaelle potentielle Rueckwanderer abschreckten. Der Artikel Maor’s schliesst mit einer eingehenden Analyse der verhandenen Ziffern ueber die augenblickliche juedische Bevoelkerung in Deutschland. Diese sind allerdings nicht absolut zuverlaessig, da viele der. “Rueckwanderer” ihre auslaendischen Paesse behalten haben und nur einen Teil des Jahres in Deutschland wohnen. Ein Teil von ahnen gehoert keiner Gemeinde an, von denen es nur 80 gibt, waehrend in 500 Staedten und Doerfern der BRD wieder Juden leben. EINE STERBENDE GEMEINSCHAFT Wie schon erwaehnt, gibt es wenig Kinder und junge Leute. Augenblicklich leben in der Bundesrepublik nur 400 Juden zwischen 16 und 20 Jahren. Von den Juden zwischen 21 und 30 ist fast keiner deutsch] uedischer Ab stammung. in 18 Gemeinden ueberschreitet der Anteil der 70 jaehrigen den der 20 jaelirigen erheblich. All diese Ziffern lassen die Schlussfolgerung zu, dass es kein Wiederaufleben des deutschen Judentums gibt und dass das Ende dieser Gemeinschaft nur noch eine Zeitfrage ist. (Aus einem Artikel im “AJR Information”). r. COMUNIDAD ISRAELITA DE VALPARAISO Feierliche llebergabe des Rohbaus der Der grosse, starke Glaube unserer Vorfahren hat das Wunder vollbracht. Die Tat loeste die Traeume ab. Wir wollen nicht mehr nur in der Erinnerung Juden sein, wehmuetig gedenken des wuerdigen Erew Schabbat des heiteren Purim, des patriar- Cihalisoh-sehoenen Seder im Hause der Grosseltern. Wir wollen, dass sich die Juedischkeit unserer Kinder nicht nur auf das Essen von “gefuelltem Haelsel, “Matzekloesschen” und “suesssaurem Karpfen” beschraenke. Deswegen haben wir die ersten Cthanuka-Kerzen in unserer im Werden begriffenen Synagoge angezuendet. Wir selbst wollen die altneuen Ideale unserer Religion wieder erleben und miterleben, damit das Leben einen Wert, unser Dasein einen Sinn hat. Viele, viele, haben Pionierarbeit geleistet, grosse und kleine Spender halfen den Weg zu ebnen. Wir wollen nicht nur “Bauleute” bleiben, sondern wir wuensohen “Brueckenbauer” zu werden, die das “Damals” mit dem “Heute” gluecklich zu v e r binden verstehen. Der Vorstand der Kehilla, insbesondere ihr Praesident Boris Zeldis und Maenner wie Rabbiner Friedlaender, Leo Weglein, Dr. Roizblatt, Emmanuel Hirnheimer, Jacobo Blinder und andere mehr, wurden zu Vorkaempfem und Bahnbrechern auf diesem Gebiet. Ihnen allen, und auch unserem Vorbeter und dem Direktor der j u e d i s chen Schule, gebuehrt innigster Dank. Niemals werden wir diese selten-schoene Chanuka-Feier vergessen, das Jahr 5725, wo in Vina del Mar ein neuer Tempel geweiht wurde, wo als Symbol des Ruestfestes das Licht der Menora vom Dache strahlte, um den Mitbuergern der Stadt mitzuteilen, dass ein neues juedisches Gotteshaus entstehen wird... Die Weinrebe, die keine feste Stuetze hat, kriecht unnuetz ueber den Erdboden dahin und bringt keinerlei Fruechte. Unser Entschluss, unseren Kindern eine Stuetze zu errichten, hat Gestalt angenommen. Das Schulgebaeude ist im Werden, der Rohbau der Synagoge wurde bereits eingeweiht. Vielleicht lernen auch wir wieder in diesem Hause, dass unsere Seele sich aufs neue auf ihren ewigen Adel besinne, vielleicht koennen auch wir wieder lernen, im Tempel Labung von der Muehe und Plage des Alltags zu finden, so wie sie unsere Ahnen in ihrer bescheidenen ‘Schul” suchten und fanden. Aufgeruettelt wurden wir durch die Auffuehrung eines von Rabbiner Friedlaender verfassten Theaterstueckes: “Der Geist der Makkabaeer”. Die Schauspieler waren unsere eigenen Blinder, die uns in eindruecklichster Weise vor Augen hielten, dass ein Fuehrerschein, die Mitgliedskarte eines exklusiven Klubs, oder der Besuch eines “High- Society-College” kein Ersatz sein koennen fuer den inneren Halt und den aufrichtigen Stolz, den nur der empfinden kann, der die heroische Geschichte seines Volkes kennt. Juedische Ethik fuehrt zu sozialer Gerechtigkeit, gute Juden sind gute Buerger, im Rahmen der erhabenen Moral unserer heiligen Ueberlieferung. Auch der von uns allen hochgeschaetzte Botschafter der Medinat Israel, Dr. Uri Naor, durfte nicht fehlen. In b e w e gten Worten ueberbrachte er uns die Gruesse Zions a n 1 a e s slich dieser denk wuerdigen Chanuka- Feier. Er brachte zum Ausdruck, dass man nicht nur auf Wunder warten soll, sondern mithelfen muss, damit sie geschehen. So taten es einst die Makkabaeer und so tun es heute die Tapferen Israels. Auch der Bau eines Tempels und einer Schule in Vina ist ein Wunder, das Wirklichkeit wird, durch all die Menschen die mitgeholfen haben, die Menora des Ruestfestes zu entzuenden, Symbol des Lichts und des Wissens. Moege sich das Lichterwunder jedes Jahr auf’s Neue wiederholen, damit die Menora mit ihrem Lichte, einem Leuchtturm gleich, uns alle gluecklich die Klippen des Lebens umschiffen helfe. Dann sprachen alle die alte Bracha den Segensspruch, den ein Jude sagt, wenn er etwas Neues erwirbt: “Gelobt seist Du, Ewiger unser Gott, Koenig der Welt, der Du uns hast Leben und Erhaltung gegeben und uns hast diese Zeit erreichen lassen”. Eine seltsame Zufriedenheit war in unsere Herzen eingedrungen. (Ueber uns brannte hoch auf dem Dache das Feuer der Menora, und in uns das heilige Feuer der juedischen Renaissance... Erich Kaufmann PRODUCTOS DE CMurm& KectfuL SOMMIERES REVESTIDOS DE MANIO, VARIOS MODELOS CAMAROTES METALICOS SUPER SOLI DOS -VARIADOS V ATRACTIVOS COLOREE. ■ o t r -a » SOFA CAMA . CONVERTIBLE EN DOS CAMAS O EN UNA DOBLE. MODELO SIMBO EXCLUSIVIDAD DE COLCHONES RECORD EXIJALOS EN LAS MEJORES TIENDAS. VISITE LA EXPOSICION PERMANENTE EN LAS OUJAS 3237-FONO 499407 MEDIDAS ESPECIALES 599