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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1964-11-01 · 11 (Noviembre, 1964) · p. Seite 15

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXVI (1964)
Issue
11 (Noviembre, 1964)
Date
1964-11-01
Page
Seite 15 (sequence 15)
Language
German
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INFORMATIVO 15 Achsel und ein Besuch senden eigenen >. ¡Das heisst, dass in Zukunft freier urd, nicht mehr nur Kennedys, sondern non seiner eigenen chkeit, Konzeption ne zu handeln. Das :h schon bald an dtiativen und auch a Mitarbeitern zeii denen Hubert sich von Verwaltungsexperten beraten laesst; der VIsionaer, der die Allianz fuer den Fortschritt konzipiert und der Administrator, der versucht, sie in die Praxis umzusetzen; der Lincoln, der die zweite Emanzipation der /Neger proklamiert und der langjaehrige Senator, der sie im /Senat durchpeitscht. IEI UND MINISTER MEIR: mehr fuer die Menschheit geleistet...” y, dieser hervorrarorkaemipfer aller chen Belange, der des Vizepraesidenleiden wird, gewiss utendste sein wird. esteht zwischen der >n Linie, die Kenne- :oerperte und der x gewiss keine scharpanz. Schliesslich Teerten sie die gleiche id bildeten i960 die ,me Liste, wenn . als Linker etiketmnedy den als konn Texaner angeseohnson bewusst zur ng jenes Teiles sel- .ehlerschaft ausgeatte, der an revolu- [ Neuerungen nicht rt ist. Doch ist ue- Unterschiede ihrer und Temperament u viel geschrieben um ns zu wiederhor geniale Ideologe erfahrene Politiker; n, der sich von Pro- und der Mann, der Die Frage, was von dem “Kennedysmus” in Reinkultur noch uebrig geblieben Ist, laesst sich dadurch schwer beantworten, dass einer seiner Vertreter —Robert Kennedy in New York— bei den Senatswahlen siegte und der andere —Pierre Salinger in Kalifornien— unterlag. Das ist aber auch mehr eine fast interne Angelegenheit der UJS.A.-Politik, der wahrscheinlich erst in vier Jahren, vor den naechsten Wahlen, eine groessere Bedeutung fuer die uebrige Welt zukommen wird. Einstweilen kann diese, soweit sie Europa heisst oder Lateinamerika oder Israel oder Vietnam, sich mit dem beruhigenden Gedanken begnuegen, dass die Welt in den Fugen bleiben wird und sich in Richtung Fortschritt drehen kann. In seiner sehr einfachen und treffenden Art hat dies Altpraesident Truman gut definiert: “Der gesunde Menschenverstand hat gesiegt”. . . MUSS SICH ALLEIS AENDERN Der vierte Regierungswechsel spielte sich in diesen Tagen vor unseren Augen ab. Weder die Bedeutung, die Bevoelkerung noch der Reichtum dieses Landes liefern Gruende dafuer, ihn in einem Atemzug mit den Regierungswechseln in Russland, England und dem Vereinigten Staaten zu nennen. Und trotzdem ist dies mehr als berechtigt. Vor allem einmal ist dies dei Fall aufgrund der Wuerde, mit der dieses feierliche Ereignis vollzogen wurde. Ein Praesident, der ging und ein Praesident, der kam, beide inmitten des Jubels und des Respekts ihrer Landsleute': das ist gewiss in der heutigen Welt kein alltaegliches Bild. Sodann die Tatsache, dass das neue Regime ein neues und kuehnes Konzeot repraesentiert, dessen Erfolg fuer die Route nicht nur dieses Landes, sondern ganz Lateinamerikas und vieler Entwicklungslaender entscheidend sein kann. Es ist gar keine Frage, dass man sich der Bedeutung dieses demokratischen Experiments weit ueber die Grenzen Chiles hinaus bewusst ist. Wie anders liesse es sich sonst erklaeren, das eine solche Anzahl von Delegationen hoechster Qualitaet und Niveaus bis an dies Ende der Weit reisten? Bei dem Bankett, das er zu ihren Ehren gab, beantwortete Praesident Frei diese Frage: “Unsere Laender koennen den Boden fuer ein universelles Zusamentreffen abgeben, wo sich ein friedlicher, offener und bruederlicher Dialog durchfuehren laesst. Das mag ein Tra.um sein, aber es sind die Traeume, die die Geschichte bewegen”. Und er fuegte hinzu: “Athen verfuegte ueber ein winziges Territorium und eine Bevoelkerung, die nie ueber 450 000 Einwohner hinausging; Israel und Judaea, arm, klein und bedraengt von grossen Imperien an seinen Grenzen, haben mehr fuer die Menschheit geleistet als maechtige Nationen, die oftmals durch das Gewicht ihrer eigenen Kraft gehemmt waren”. Es ist gewiss kein Zufall dass der Praesident bei dieser feierlichen Gelegenheit darauf hingewiesen hat, wie sehr sein weitgespannter geistiger Horizont von dem Licht, das von Jerusalem ausgegangen ist —und ausgeht— erleuchtet ist. Er ist ein religioeser Mensch und fuehlt als solcher, wie er dies einer Abordnung aus unserer Mitte versicherte, leibhafte Anteilnahme am religioesen Inhalt der jued’ sehen wie .ieder anderen Religionsgemeinschaft. Er lernt begierig an den Quellen der Geschichte: daher seine uneewoehnliche Anspielung auf unsere Vergangenheit. Und er ist ueberzeugt. dass das moderne Israel in vielen Aspekten richtungweisend sein kann fuer die Loesung der gewaltigen Probleme, die sich vor ihm auftuermen: mit seiner landwirtschaftlichen Erfahrung, in der Urbarmachung der Wueste, im Wohnungsbau, mit dem Einsatz der Wissenschaft, mit seinen vorbildlichen Kooperativen, mit den demokratisch-sozialistischen Methoden und Zielen, die auch die seinen sind. Die besonderen Aufmerksamkeiten, die er Frau Aussenminister Golda Meir in den Tagen ihres Besuches erwies —man kann sie nicht erwaehnen, ohne auch auf die spontanen Sympathiekundgebungen des Volkes hinzuweisen: “Viva Israel, Viva Golda” rief die tausende Menschen zaehlende Menge auf dem Weg vom Kongress zur Kathedrale am 3. November—, sind daher wirklich mehr als nur Protokoll. Auch die Presse des Landes ist sich dieser Tatsache absolut bewusst und so zielten die Fragen ihrer Reporter bei der Presse- Konferenz groesstenteils in Richtung der technischen Zusammenarbeit. “Wenn man hier glaubt”, lautete die bescheiden formulierte Antwort der Frau Minister, “dass man mit Hilfe unserer Erfahrung die Fehler, die wir gemacht haben, wird vermeiden koennen, dann werden wir uns gluecklich sohaetzen, diese unsere Erfahrung zur Verfuegung zu stellen”. Muss man noch hinzufuegen, wie gluecklich wir Juden in Chile uns schaetzen duerfen, dass die neue Regierung des Landes, mit dem dynamischen, modernen und konstruktiven Kriterium, das sie beseelt, von dem Wert dieser Erfahrung fest ueberzeugt ist? ATSCHEKA GOLDA MEIR OEFFENTLICH UND PRIVAT —‘'Wir sollten viel oefter an die Zeit vor der Staatsgruendung zurueckdenken, Unter den britischen Delegierten zum Regierungswechsel in Chile traf ich einen Diplomaten, dessen Vater in den dreissiger Jahren Mitglied einer Mandatskommission war. Zu einer entscheidenden Sitzung konnte Mosche Scharett —damals noch Mosche Sckertok— nur einen Platz auf der Galerie bekommen, weil er eine Pressekarte hatte. Unser Aussenminister als Zuschauer auf einer Konferenz, die ueber unsere eigene Zukunft entscheiden sollte!”. —.O.— —“Ich kann nicht versprechen, dass wir Frieden haben werden fuer immer. Wir wuenschen es, wir hoffen es und wir arbeiten dafuer. Aber ich kann versprechen, dass es keinen Pogrom mehr geben wird. Schlimmstenfalls Kampf, aber Pogrom nicht, das nie wieder”. —.O.— —"Nasser hat den anderen arabischen Herrschern in Alexandrien gesagt, dass sie noch nicht stark genug sind, uns anzugreifen. Unsere Aufgabe bestehtdarin, ihn dazu zu zwingen, bei dieser Einsicht zu verweilen: noch nicht. Morgen noch nicht, uebermorgen noch nicht, solange sie glauben, uns angreifen zu sollen: noch nicht”. —.O.— —“Unser Kernreaktor ist fuer friedliche Zwecke bestimmt : Entsalzung des Meerwassers, Erzeugung elektrischer Energie und wissenschaftliche Zwecke. Die Vereinigten Staaten sind an dem Projekt beteiligt und die Internationale Atomenergie - Kommission in Wien wird informiert. Natuerlich kann es eine Explosion geben: aber es wird eine Explosion der gruenenden Natur inmitten der Wueste sein”. — O.— —"Es ist nichtimmer angenehm, die Juden ausserhalb Israels an ihre Pflichten zu erinnern; es ist auch vielleicht nicht immer angenehm, sie zu erfuellen. Sie gehoeren aber zur gemeinsamen Aufgabe der Aufnahme neuer Einwanderung. Die Juden, die in Israel leben, * Hü! * . *I§|: Aue*?;* BLUMEN FUER DIE FRAU MINISTER Bei ihrer Ankunft in Los Cerrillos uebergab eine Delegation der Escuela República de Israel Aussenminister Meir ,ein Bukett. brauchen keine Hilfe. Die Hilfe gilt den Neueinwanderern, die ohne Gepaeck, ohne Ruestzeug, oft ohne Gesundheit ankommen. Und da wir hoffen, dass noch viele kommen werden, dass sie noch lange kommen werden, da wir instande sein wollen, auch die russischen Juden eines Tages mit offenen Armen zu empfangen, darum wollen wir diesen Dialog, diese Zusammenarbeit und diese Sozitaet mit Freunden fortset- ’7on” — O — —“Soll man sagen, dass es Laender gibt, aus denen die Juden nach Israel gehen wollen und nicht duerfen und Laender, aus denen sie gehen duerfen und nicht wollen?”. — O.— —"Ich war an einem Seder Abend in der Synagoge der Hauptstadt eines Landes, in dem die Juden nicht das Glueck haben, sich so frei zu versammeln wie hier in Chile. Die Synagoge war ueberfuellt und tausende von Menschen wohnten dem Gottesdienstvon der Strasse aus bei. Nie werde ich vergessen, wie beim "leschana haba bijeruschalajim” das Gebaeude bis in seine Grundfesten erzitterte”. —.O.— —“Eine der grossen GMahren der modernen Zivilisation ist die der Landflucht. Ein Volk, das sich ernaehren will, muss eine, starke Lancibevoelkerung haben. Wir haben sie dank der Tatsache, dass Land und Stadt sich einen aehnliohen Lebensstandard leisten. Selbst fuer die kleinste Siedlung gibt es Schulen, kulturelle Moeglichkeiten und aerztliche Betreuung”. — O.— —"Die kollektivistischen Siedlungen haben dabei eine entscheidende Rolle gespielt. Das ist keine prinzipielle oder ideologische Frage, sondern eine praktische. Der individuelle Siedler waere in der Wueste, an der Grenze, auf den Bergen verloren gewesen. Der Kibbuz und der Moschaw konnten sich behaupten, moderne Produktionsmethoden finanzieren und sich verteidigen”. —.O.— —"Imperialisten nennen unere Feinde uns Das Rezept stammt aus den 30er Jahren: den groessten Unsinn nur lange genug zu wiederholen, damit etwas haengen bleibt, wenigsten bei den Duemmsten. Imperialismus! Wir hegen keinen groesseren Wunsch, als dass die anderen uns in Ruhe lassen — O — —"Israel hat seine WTues(e im Sueden und Chile hat sie im Norden. Das ist die einzige Diskrepanz, die ich bei soviel Freundschaft und Ucbereinstimmung hier angetroffen habe”.

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