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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1964-11-01 · 11 (Noviembre, 1964) · p. Seite 6

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXVI (1964)
Issue
11 (Noviembre, 1964)
Date
1964-11-01
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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BOLETIN INFORMATIVO 6 NOVIEMBRE 1964 GOLD A ME IR... Kinder in Israel die Schule besuchten (700.000) als das Land im Jahre 1948 Einwohner hatte. Solch enorme Einwanderung bedingte natuerlich ausserordent liehe Investitionen und einen Kapitalaufwand, der leicht zu einer galoppierenden Inflation haette fuehren koennen, wenn Israel dieser Gefahr nicht durch eine strikte Rationierung, hohe Steuern und Massnahmen zur internen Kapitalsbildung abgeholfen haette. “Als wir anfingen, waren wir 700.000 Konsumenten und mussten alles importieren. Wir bekamen Anleihen und Unterstuetzungen und wir standen vor der Wahl diese Gelder entweder fuer Importe zu verwenden oder aber sie zu investieren, sie — wie einer unserer Wirtschaftler es ausdrueckte - zu pflanzen. Wir haben uns fuer das letztere entschieden, und wenn wir auch Jahre der aeussersten Ration ierung aller Gueter, von der Zwiebel bis zum Anzug durchmachen mussten, so hat uns der Erfolg endlich recht gegeben, Heute sind wir ein Land mit starken landwirtschaftlichen Ueberschuessen und unser Problem ist jetzt nicht mehr wie zu importieren, sondern unseren Export an landwirtschaftlichen - und industriellen Produkten zu erhoehen. Wir leiden nicht an Arbeitslosigkeit, sondern an Mangel an Arbeitskraeften und der Gefahr der Inflation, die nun einmal einen jeden wirtschaftlichen Aufschwung begleitet, versu c h e n wir durch Steuern, durch Anreiz zum Sparen und durch grosse interne, langfristige Anleihen, abzuhelfen. Wir haben zwar Probleme, aber im grossen und ganzen haben wir Erfolg gehabt”. che von Herrn Juan Aufrichtig in Vertretung der Delegierten der , Provinzgemeinden, ergriff Aussenminister Meir das Wort zu einer tiefschuerfenden Rede, in der sie auf das Besondere im juedischen Schicksal und in der Geschichte des juedischen Volkes hin wies. Ihre Worte gipfelten in dem Aufruf, Bruecken zwischen Israel und dem juedischen Volk in der Diaspora zu schlagen und sich der persoenlichen Verpflichtung, die jeder Zionist und jeder Jude Israel gegenueber hat, bewusst zu werden. “Wir sind ein Volk” — fuehrte die Rednerin aus. “ein Volk, das, ob in Israel oder in der Diaspora, einzig in der Geschichte der Menschheit dasteht, denn wir haben nicht, wie alle anderen, gleichartige Brueder in der Familie der Voelker der Welt, sondern einzig und allein uns selbst”. Im weiteren Verlauf ihrer Rede wies Aussenminister Meir darauf hin, dass das Ueberleben des juedischen Volkes nur durch die Pflege der gemeinsamen Kultur und Sprache gesichert werden koenne und erklaerte, dass Volk und Regierung Israels alles tun werden, um das Bewusstein dieser gemeinsamen Kultur zu foerdern und zu verstaerken. Nur wenn wir z u s a mmen dafuer arbeiten, kann der Kampf um den Weiterbestand des juedischen Volkes des Volkes der Propheten und der Hoffnung auf eine neue, bessere Welt, gewonnen werden”. Mit .einem Hinweis auf den offiziellen •Charakter ihres (Besuches und dem Wunsch, dass die Regierung, Frei, Chile ,und der juedischen (Gemeinschaft dieses Landes zum (Segen gereiche, schloss die Rednerin ihre Ausführungen, die von langanhaltendem, nicht endenwollendem Applaus begruesst wurden. IM KREUZFEUER DER PRESSE Trotz des ausserordentlich anstrengenden und aufreibenden Programms, das genuegt haette, auch einen ¡juengeren und nicht so angespannt taetigen Menschen voellig zu erschoepfen, liess Aussenminister Meir es sich nicht nehmen, den Dialog mit der chilenischen Presse, den sie auf dem Flughafen begonnen hatte, im Rahmen einer Pressekonferenz fortzus e t z e n. Nachdem Herr Botschafter Naor sie den zahlreich erschienenen Vertretern von Presse, Radio, Film und Fernsehen vorgestellt hatte, befand sich die Aussenministerin Israels bald im Kreuzfeuer der Fragen, die sie, mit einer Ausnahme, praezise und sachlich beantwortete. Diese Ausnahme, ueber die Frau Minister Meir sich nicht aeussern wollte, war — wie konnte es anders sein — die Frage der 'Beziehungen Israels zu seinen Nachbarstaaten . die zu eroertern, wie sie erxlaerte, einem Gast Chiles, das freundschaftliche Beziehungen sowohl zu Israel wie auch zu den arabischen Laendern unterhaelt, nicht anstehen wuerde. Ihr einziger Kommentar war der Wunsch dass es bald moeglich ¿ein moege die grossen Energien und Mittel die augenblick fuer militaerische Zwecke verwandt werden, dem friedlichen Aufbau iZuzufuehren. Mit besonderer Freude beantwortete sie dagegen die Fragen der anwesenden Pressevertreter bezueglich der israelischen Beziehungen zu den jungen Nationen Afrikas. Sie betonte die besonders freundschaftlichen Bande, die Israel mit all diesen Voelkern verbinden, nicht nur auf formell-diplomatischem, sondern auch auf praktischem Gebiet. “Die israelische Regierung ist davon ueberzeugt, dass unsere Politik auf den Grundprinzipien der Freundschaft und der Brüderlichkeit allen Voelkern gegenueber .beruhen muss, einer Freund schaft die ihren Ausdruck in der praktischen Mitarbeit an der Loesung der uns gemeinsamen Probleme findet. Die Tragik der heutigen Situation ist, dass die Welt geteilt ist, nicht nur politisch und ideologisch, sondern, weit schlimmer in reiche und in arme Voelker. In einer solchen Welt kann es weder Glueck noch Frieden geben und wir betrachten es daher als unsere vordringliche Aufgabe dabei zu helfen, diese unhaltbare Situation zu aendern”. Weitere (Fragen bezogen sich auf die Massnahmen der israelischen Regierung um die Masseneinwanderung zu kanalisieren und eine, katastrophale Inflation zu verhindern. Um die Groesse dieses Problems zu verstehen, muss man wissen, dass bei Schulanfang 1964 mehr Nach eingehender Unterhaltung ueber einer Reihe weiterer Fragen (Siehe: “Goida Meir oeffentlich und privat”), beendete Frau Aussenminister Meir die Pressekonferenz mit warmen Worten des Dankes an Volk und Regierung Chiles fuer die Aufnahme der israelischen Delegation zur Regierungsuebernahme durch Praesident Frei “Wir wuenschen dem chilenischen Volk und seiner Regierung den groesstmoeglicbsten Erfolg in dem Unterfangen, die Wohlfahrt des Landes und die Brüderlichkeit unter den Bewohnern un’d mit allen Laendern der Welt zu foerdern”. Das waren die Schlussworte. EINE AUSGEFUELLTE WOCHE Reichhaltig, um nicht zu sagen fast unmoeglich zu bewaeltigen, war das Pensum, welches die Aussenministerin Israels in der kurzen Woche ihres Aufenthaltes noch abwickelte. Um nur einiges zu erwaehnen: Am 5. November besuchte sie das Heim fuer verwahrloste Kinder des Cuerpo de Carabineros, nachdem sie vorher an einem Almuerzo Campestre, das der Aussenminister, S. E. H;rr Gabriel Valdés gab, teilgenommen hatte. Am Abend des gleichen Tages war sie bei einem Bankett anwesend, das die Vorsitzenden der auslaendischen Delegationen zu Ehren des Praesidenten der Republik im Palacio Cousiño gaben. Am Sonntag Vormittag traf sie mit dem Direktorium des Instituto Chileno-Israelí de Cultura zusammen, um alsdann an dem grossen Essen teilzunehmen, mit dem sie die Kollektivitaet ehrte, und bei dem ueber 400 Personen zusammenkamen. Der Praesident der Republik empfing Frau Aussenminister Meir in einer Sonderaudienz, in deren Verlauf sie ihm nochmals die besten Wuensche von Volk und Regierung des Staates Israel zum Ausdruck brachte, und ihm und seiner Gattin Geschenke des israelischen Staatspraesidenten ueberreichte. Nachdem Frau Meir am Montag noch die juedische Schule, von der sie sich ausserordentlich beeindruckt zeigte, und die Escuela República de Israel besucht hatte, verliess sie Santiago, neuen Verpflichtungen, neuen Arbeiten entgegen, waehrend wir noch lange von den Eindruecken des Besuches dieser aussergewoehnlichen Frau, der Vertreterin der Medinath Israel, zehren werden. H. E. VIERTES PETROLEUMFELD ENTDECKT Ein viertes Oelfeld wurde in Nim Am mit der Entdekkung einer Oelschicht gefunden. Der neue Oelbrunnen befindet sich in einer Entfernung von sieben km suedwestlioh vom Bror Chajil- Erdoelfeld 20 km suedlich vom Kochaw-Erdoelfeld. Das Oel des neuen Brunnens wurde bei. Bohrungen der Lapidoth-Gesellschaft in einer Kreideschicht entdeckt. Bei den Bohrungen in Bror Ach wurde eine neue Oelschicht von 30 Meter gefunden. (“Canfit”) DRITTE RECHOWTH KONFERENZ Die dritte Rechowoth-Konferenz, in deren Mittelpunkt das Thema “Fiskalische und monetaere Probleme in den Entwicklungslaendern” stehen wird, soll 1965 stattfinden. Eine Reihe fuehrender Fachleute auf diesem Gebiete haben ihre Zusage bereits erteilt. Die Eroeffnung dieser Konferenz wird am 9. August in der Hebraeischen Universitaet in Jerusalem stattfinden, und sie wird dann in Jerusalem und in Rechowoth bis zum 18. August 1965 fortgesetzt werden. (“Canfit”) NEUE ELAL AUSLONDSVERTRETUNGEN Die bereits bestehenden 36 Bueros der El Al Gesellschaft in allen Teilen der Welt wurden um eine weitere Anzahl zusaetzlicher Bueros vermehrt, darunter ein solches in Boston, Venedig und Stockholm. Auch in San Francisco, Westberlin und an einer Reihe anderer Orte sollen zusaetzliche Vertretungen eingerichtet werden. Daneben wird El Al in weiteren sechs Staedten von befreundeten Firmen vertreten, so in Nicosia, in Rhodos, in Genf und an anderen Plaetzen. (“Canfit”) ABKOMMEN MIT MADAGASKAR Ein Abkommen ueber eine tausch von acht Millionen wirtschaftliche Zusammenar- Dollar zwischen 'beiden Laenbeit zwischen Israel und der dern, sowie eine Beihilfe Is- Republik Malagasch (Madaraels fuer die Entwicklungsgaskar) wurde in Jerusalem plaene von Malagasch vor. unterzeichnet. Das Abkommen sieht einen Warenaus- (“Canfit”) I I Das bestsortierlesle Kindermodenhaus Santiagos Exklusive Modelle fuer Kinder bis zu 12 Jahren Eigene Werkstatt daher Verkauf zu Fabrikpreisen Baby Ausstattungen. Die komplette Linie in Badeanzuegen fuer Kinder und Erwachsene CATALINA und COLE Providencia 2003 — Ecke Pedro de Valdivia — Santiago

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