Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XXVI (1964)
- Issue
- 11 (Noviembre, 1964)
- Date
- 1964-11-01
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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NOVIEMBRE 1964 BOLETIN INFORMATIVO BESCHBETZE K VOR INSERI El Die in Stuttgart erscheinende Zeitung “'Christ und Welt” brachte unter dem Titel "Deren einziger Gott das Geld ist (Bedraengte Juden in der Sowjetunion)” einen Aufsatz von einem gewissen P. P. ueber die Situation der russischen Judenheit. Es ist gewiss interessant und lobenswert, wenn eine grosse deutsche Zeitung einen solchen Artikel abdruckt und so ihre Leser mit der schweren Lage der Juden unter dem Sowjetkommunismus vertraut machen will. Leider aber ist die, ohne Zweifel vorhandene gute Absicht durch die Art und Weise in welcher der Autor das Thema behandelt, voellig vereitelt, obwohl wir annehmen, dass dieser Vorwurf von dem Schreiber mit entruestetem Hinweis auf eine neuerliche Manifestation juedischer Ueberempfindlichkeit, zurueckgewiesen werden wuerde. Aber es ist der Ton, der die Musik macht und es scheint, dass bei P. P., sich ploetzlich die Feder vergaloppiert hat, denn Antisemitismus traegt man ja bekanntlich heute nicht. Wir zitieren: "Die Gruende fuer den Antisemitismus sind nicht nur in Russland, sondern auch in anderen Laendern vielschichtig. Stets treten die Juden in zwei sich gegenseitig steigernden Bindungen auf: als eigene Nationalitaet und als eigene Religionsgemeinschaft denen sie ueber alle Zeiten die Treue halten. Gekoppelt mit einer dank ihrer Tuechtigkeit und Intelligenz erworbenen geistigen und materiellen Position bilden sie einen Fremdkoerper. Trotz aller aeusseren Anpassung bleiben sie stets das "ganz andere Volk” voller Unnahbarkeit und scheinbarem Hochmut. Dieses Missverhaeltnis, dazu Neid, Minderwertigkeitsgefuehle und politische Taktik fuehren leicht dazu, sie bei passender Gelegenheit als Pruegelknaben zu benutzen”. Wenn wir von den ‘'schmueckenden” Adjektiven absehen, muessen wir als Leser also deduzieren, dass der Antisemitismus bedingt ist durch die Tatsache, dass die Juden eine eigene Nationaiitaet und Religionsgemeinschaft bilden eine geistige und materielle Position erworben haben und das “'ganz andere Volk” sind, voller Unnahbarkeit und scheinbarem Hochmut, dass also im Grunde genommen, die Juden den Antisemitismus provozieren. Wir haben diese Toene in den (vergangenen 1.000 Jahren zu oft gehoert, als das wir sie mit einem Achselzucken uebergehen koennten Und die Tatsache der eigenen Nationalitaet und Religion .etwas, was zwar Kirgisen, Uzbekhen und Kalmücken in der U. d. S. S. R. erlaubt ist; warum .sollte es uns verboten sein und warum sollte dies den Antisemitismus nicht nur in Russland sondern auch in t anderen Laendern erklaeren? Verstoesst diese Tatsache, die keineswegs den Prinzipien einer demokratischen, pluralistischen Gesellschaft, (und die U. d. S. S. R. legt Wert darauf, eine solche zu sein) widerspricht, gegen das monolithische Prinzip des Kommunismus, oder etwa gegen das... Fuehrerprinzip? Aber zitieren wir weiter: "Die mit dem Tode Stalins 1953 erfolgte pllmaehliche Liberalisierung ist aber, nach Meinung der russischen Juden, ihnen nicht in dem Masse zugute gekommen, wie anderen Nationalitaeten und Religionsgruppen. (Sie geben zwar zu, dass 1957 ein Rabbiner-Seminar seine Tore in Moskau oeffnete, 1959 sechs Buecher in jiddischer Sprache herausgegeben wurden und (1961 eine literarische Zweimonatsschrift erscheinen durfte”. Was bedeutet... “nach Meinung der russischen Juden”, und... “sie geben zwar zu”... “Nach , Meinung...”, kann doch nur besagen dass die Tatsachen damit nicht uebereinstimmen, dann ist der ganze Artikel unnoetig und es geht ,den Juden in Russland glaenzend, oder aber es stimmt, dann ist diese qualifizierende Einschraen kung zum Mindesten ueberfluessig. Und dies, "sie geben zwar zu... ” kann doch auch nicht anders, als den Leser, der von der wirklichen Situation keine Ahnung hat auf den Gedanken bringen: “Aha, die Juden sind zwar der Meinung, aber sie geben doch immerhin zu... also wird die ganze Angelegenheit nicht weiter wichtig sein”. Ist das etwa die Absicht? Nach dem Vergiessen einiger Kroko dilstraenen, endet dann der Artikel des bewussten P. P. Und wir beenden unseren Kommentar mit dem Gedanken; "Herr, ibeschuetze uns vor unseren Freunden, vor unseren Feinden koennen wir uns selber schuetzen”. E. SERVICIO RELIGIOSO November Kislew Sonnabend, 21. 16. Sonnabend, 28. 23. Sonntag, 29. 24. Dezember Sonnabend, 5. 30. Tewet Sonntag, 6. 1. Montag, 7. o Sonnabend, 12. l'. Dienstag, 15. 10. Sonnabend, 19. 14. Sonnabend, . 26. 21. Sidra: Wajischlach 1. Buch Moses: 32,4 - 36.43 Obadja: 1,1 - 21 Sidra: Wajeschew Neumondsweihe 1. Buch Moses: 37,1 - 40,23 Arnos: 2,6 - 3,8 1. Abend Chanuka Sidra: Mikez 6. Tag Chanuka 1. Buch Moses: 41,1 - 44,17 IV. Buch Moses: 7,42 - 47 IV. Buch Moses: 28,9 - 15 Secharja: 2,14 - 4,7 1. Tag Rosch Chodesch 2. Tag Rosch Chodesch 7. Tag Chanuka 8. Tag Chanuka Sidra: Wajigasch 1. Buch Moses: 44,18 - 47,27 Exechiel: 37,15 - 28 Assara BTewet Sidra: Wajechi 1. Buch Moses: 47,28 - 50,26 1. Buch Koenige: 2,1 - 12 Sidra: Schemot 2. Buch Moses: 1,1 - 6,1 Jesaias: 27,6 - 28,13 - 29,22 - 23 MORGENGOTTESDIENSTE STATT KARTEN Fuer die vielen Beweise herzlicher Anteilnahme beim Hinscheiden meines geliebten Mannes, Vaters und Bruders JUSTO ADLER sagen wir allen Freunden und Bekannten unseren aufrichtigen Dank. Im Namen der Hinterbliebenen FO ADLER Oktober 1964 Residencial Irene Schreiber j Viña del Mar I 3 Norte 834 Fono 84095 j Comida de Primera Clase : Baño privado Abierto de 24 Diciembre ¡ Reserva en Santiago Fóno 392 354 Sonn. u. staatl. Feiertage Wochentags Schabbat In der Chanuka-Woche (30. November - 7. Dezember ausser Schabhat und Sonntag) ABENDGOTTESDIENSTE 8.00 Uhr 7.30 Uhr 9.00 Uhr 7.15 Uhr STATT KARTEN Fuer die in so besonders innigem und grossen Ausmass erwiesenen Beileidsbezeugungen beim ploetzlichen Ableben unseres geliebten Mannes und Vaters DR. FRANCISCO SPITZER L. moeehte ich auf diesem Wege allen Freunden, Bekannten und Patienten meinen tief empfundenen Dank aussprechen. Im Namen der Familie SUSANA de SPITZER Santiago, November 1964. ANDRES und EVI Wochentags, alltaeglich Freitag, 20. November Freitag, 27. November Freitag, 4. Dezember Freitag, 11. Dezember Freitag, 18. Dezember Freitag, 25. Dezember 19.30 Uhr 19.15 Uhr 19.30 Uhr 19.30 Uhr 19.30 Uhr 19.30 Uhr 19.30 Uhr Anzeigen Annahme fuer das Schabbat Mincha Ausgang 21 11 28 11 5.12 12.12 19.12 26.12 19.30 20.05 19.30 20.11 19.30 20.18 19.45 20.24 19.45 20.29 19.45 20.33 Boletín Informativo Nueva York 52 of. 412 Tel. 87765 erster Abend Cha- Sonntag, 29. November, 19.30 Uhr nuka — Gottesdienst mit Ansprache. Nach dem Schabbat-Morgengottesdienst, Lebrv.ortraege unserer Herren Rabbiner. Freitag, 4. Dezember 20.30 Uhr — zweiter Gottesdienst unter Mitwirkung unserer Choere. GOLDEN AGE CLUB Chanukoh Feier Montag, den 7. Dezember um 1/2 5 Uhr in den Raeumen Av. Portugal 810 Am Freitag, den 4. Dezember, 20.30 Wir findet in ,der Synagoge, Avda. Portugal 810, ein Zweiter Freitag - Abend - Gottesdienst mit Mitwirkung unserer Choere statt.