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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1964-08-01 · 8 (Agosto, 1964) · p. [Seite]

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXVI (1964)
Issue
8 (Agosto, 1964)
Date
1964-08-01
Page
[Seite] (sequence 12)
Language
German
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12 POLETIN INFORMATIVO AGOSTO 1964 ESCHKOL UND DE GAULLE Al Hamischmar widmet seinen Leitartikel dem Besuch von Ministerpraesident Levi Eschkol in Frankreich. Die Zeitung gibt zu, dass die engen Beziehungen, die zwischen Israel und Frankreich bestehen schon eine Reihe von positiven Ergebnissen erwiesen und sich für Israel als aeusserst wichtig gezeigt haben. Dennoch muesse man unter keinen Umstaenden die Begriffe Freundschaft und Zusammenarbeit verwechseln. Dies habe sich u. a. auch bei der Entwicklung der Beziehungen erwiesen, die jetzt zwischen Frankreich und der westdeutschen Bundesrepublik bestehen. Frankreich hat seine Politik auf die Staerkung der freundschaftlichen Beziehungen mit Bonn gelegt, aus eigenen Interessen, bei Nichtbeachtung der Folgen die eine solche Haltung haben könnte. Das Resultat war, dass Paris auf diese Weise, wenn auch nur indirekt, das Wiedererstehen des deutschen Militarismus encouragiert hat. Deshalb müsse Israel genau wissen, wie weit es seine guten Beziehungen mit Frankreich treiben kann. Auch Lamerchaw versucht ein Fazit der Frankreich-Reise des Ministerpraesidenten zu ziehen und würdigt ebenfalls den Ausbau der guten Beziehungen mit Frankreich, der durch diese Reise ermoeglicht wurde. Eschkol habe durch seine beiden letzten Reisen, in die USA und nach Frankreich, wichtige politische Erfolge für sich und für Israel buchen können. Das sei jedoch nicht genug und von dieser Tatsache wird der Ministerpraesident sich sofort nach seiner Rückkehr ins Land überzeugen können. Eine grosse Anzahl von Problemen erwarte ihn hier, besonders auf innerpolitischer Ebene. U. a. werde er sich wieder den Auseinandersetzungen innerhalb der Mapei widmen müssen, die etwas abgeflaut waren, seitdem er seine seinerzeitige Note an den Min Hajessod-Kongress in Chulda gesandt hatte, die aber nunmehr wieder ernstere Ausmasse angenommen haben. Auch in der Frage des •■Maarach Chadasch”, der Bildung einer Einheitsfront der Arbeiterparteien für die bevorstehenden Histadruth. und Knessethwahlen, wird Eschkol jetzt, oder zumindest in absehbarer Zukunft eine Entscheidung faellen müssen. Weiter glaubt die Zeitung, dass der Ministerpraesident persönlich eine ganze Reihe von wirtschaftlichen Entscheidungen wird fassen und sie den Partei, und Staatsgrenzen wird aufzwingen müssen. Die Jerusalem Post erklaert. Eschkol habe aus Frankreich mitgebracht. was er dort erreichen wollte, naemlich feste Versicherungen, dass Frankreich weiter Israel unterstützen werde. Niemand zweifelte daran, dass keine Aenderung in den Beziehungen Frankreichs zu Israel eingetreten war. Abei die gegenwaertigen Bemühungen der Franzosen, sich wieder Positionen im Mittleren Osten zu schaffen u. die Wiederaufnahme der Beziehungen zu den arabischen Laendem führten natürlich zu Ueberlegungen. wie diese Politik sieh auf Israel auswirken könne. Nunmehr scheint klar dass Praesident de Gaulle und die anderen französischen Führer dem Ministerpraesidenten Eschkol versicherten dass in den Beziehungen Frankreich-Israel keine Aenderung eingetreten sei. Die Franzosen wiaren immer der Meinung dass sie, zur gleichen Zeit gute Beziehungen zu Israel und den Arabern unterhalten könnten. Dies haben sie auch den Arabern erklaert. Frankreichs Beziehungen gehen weit über Freundsohaftsbezeugungen hinaus. Die konkreten Verbindungen haben sich so ¡entwickelt, dass sie zu einem staendigen Bestandteil des Rahmens der Aussen, und Verteidigungs- Politik ' Israels wurden. Diese Verhandlungen sind schon zu einer Routine-Angelegenheit geworden. Der Besuch Eschkols in Frankreich spielt auch für die Innenpolitik eine Rolle, denn die erfolgreichen Zusammenkünfte mit Johnson und de Gaulle haben das Prestige Eschkols sehr gestaerkt. DIE TEL-AVIVER MESSE AUS DER ISRAELISCHEN PRESSE NASSER NACH BONN? Cheruth weist darauf hin, der sich bereit findet den dass Westdeutschland der Diktator Aegyptens mit allen erste Staat des Westens ist, Ehren in seinem Lande zu empfangen und ihn als offiziellen Gast zu betrachten, obwohl es in Bonn recht gut bekannt ist. dass Nassers Hauptziel die Vernichtung des ¡Staates Israel darstellt. Die Zeitung betont, dass augenscheinlich der Mord an im Vordergrund gestanden hatten, sondern die Messe - , „T.... _T ,_ weitgehend ein Instrument sechs Millionen Juden schon zur Volksbelustigung war. ,np,wmAhr op' Zugleich aber macht die Zeitung darauf aufmerksam, laengst nicht mehr das Gewissen der Deutschen belaste und stellt fest, dass es ischliesslich Israel war, das ¡durch seine Haltung West- Deutschland gegenueber in Jerusalem Post: Es gab vergrössern, so waere da- Wirtschaft keineswegs in eine Zeit in der man interdurch unsere politische Selbsolchem Masse, wie diesmal nationale Messen und Ausstaendigkeit staerker zum Stellungen für überholt hielt, Ausdruck gekommen. Was weil die Verkehrsmittel unsediesmal nicht gelungen ist, rer Zeit den Produzenten der muss bei der naechsten Mesganzen weit andere Wege des se ¡erstrebt werden. Die Mes- Kontaktek ermöglichten. In se soll eine staendige Ein- _____, der Nachkriegszeit jedoch richtung werden. Die Besudass" diese Messe auch ein sind wir Zeugen eines Wieeher der Messe können sich politisches Ereignis von grosderauflebens von Ausstellunvon unserer Faehigkeit oder ser Bedeutung darstelle, da ,entcheidendemb Masse ~mitgegen und Messen aller Art, unserer^ Unfaehigkeit im schliesslich jeder Staat, der Rolfen hat dien Namen die eine wichtige Funktion Vergleich mit anderen Staaan der Messe teilnimmt, sehr Deutschlands in der Welt im internationalen Handel ”®n Überzeugen, sodass diese genau wisse, dass er mit den wieder hochzubringen und Austeilung zu einem Studio Folgen des arabischen Boy- ¡nunmehr scheinen wir den für die Massen wird und der jj0tts zu rechnen haben muss. Lohn dieser unserer Anstren- Einwohner des Landes eine £)je ausserordentliche Erhoegungen zu erhalten. Bilanz ziehen kann. hung der Zahl der Staaten, Haaretz betont, dass Er- Dawar betont in seinem die heute an der Tel-Aviver hard davon sprach, er wuer- Leitartikel. dass es sich bei Messe teilnehmen, beweist, de sich freuen den aegyptider diesjaehrigen Tel-Aviver wie sehr der arabische Boysehen Staatspraesidenten erfüllt. 1962 wurden auf der Tel- Aviver Messe, die mit einem Ueberschuss abschloss, Geschaefte in einem Umfange von 40 Millionen IL abgeschlossen. Es ist kaum zweifelhaft dass die diesiaehriae Messe um ein Ereignis hankott gegen Israel im Grunde Nasser als Gast in Bonn zu Messe diesen Betrag verdopüelt, das in erster Linie ge- Schiffbruch erlitten^ hat_ und begruessen, Waehrend es peln wird. Die Zahl der Staaten mit eigenen Pavillons ist fast doppelt so gross wie vor zwei Jahren, die Ausstelschaeftlichen Cha r a k t e r traegt und sich mit wirtschaftlichen Belangen beschaeftigt. Die Zeitung weist darauf hin, dass vor zwei diese Tatsache ist sehr zu begrüssen. In aehnlichem Sinne aeusserte sich auch die Zeitung ‘Omer”, die ebenfalls den nicht gelungen ist, in irgendeiner Form eine Massnahme gegen die Taetigkeit deutscher Wissenschaftler in Aegypten, geschweige denn »in A/.ut<ö Jahren, bei der vorigen Tel- Beginn der Tel-Aviver Messe ein Gesetz dagegen herauszu- EUIlgS lacCIie Um cl lll c Ainvpr TVTprkp C'.l'£ r'V) n pft nnrt folprt. nnrl ’hpo-riira.cit’. Virirvcypn Hi.',,1 ■ ■vn f.rpffpn V, 1 grosser. , Man kann aber diese Messe nicht nur unter kommerziellen Gesichtspunkten betrachten, sie hat auch eine politische Bedeutung, da sie den Glauben an gesunde Handel sbeziehungen zum Ausdruck bringt und einen Aviver Messe Geschaeft und feiert und begrüsst DER WEG JABOTINSKYS bringen bezw. ¡zu treffen. Zu gleicher Zeit, waehrend er ¡der Freude ueber die Moeglichkeit eines Staatsbesuc h e s des aegyptischen Die Messe erinnert daran, dass Jordanien früher seine landwirtschaftlichen Erzeugnisse an die jüdischen Staed- Jerusalem Post weist danicht vergessen, dass viele , , , . _ . . , , rauf hin. dass Jabotinsky der nationalen Werte, auf Staatschefs in Deutschland ebenso wie Herzl aus einer die wir heute stolz sind, aus Au£druck gibt, erklaert der nicht mehr volljüdischen dem Bereiche der Propaganwestdeutsche Bundeskanzler, Umgebung kam. Beide hatda stammen. Das Volk Israel er wuensche freundschaft- D ,oof . ten vom System des Gastvolakzeptierte in den vierziger nc"e Beziehungen zu Israel, Protest gegen den arabische kes ,geiernt beide hatten die Jahren die Persönlichkeiten Haarete , aber man Boykott darstellt, der den Gedanken ihrer Umwelt als Führer, die Jabotinsky kann dieser Erklaerun? anfreien Strom des mternatioübernommen. Die Zionisten, als grösstes Hindernis auf geslchts der Haltung, die der nalen Handels behindert. die aus assimilierten Famidem Wege zur Erreichung der Bundeskanzler mit seiner lien stammten, wollten die Ziele des Zionismus ansah. ReSierung eingenommen hat, Juden lehren, ebenso aktiv Aber auch in den Jahren nar sehr schwer Glauben wie andere Voelker Vorzügeschwerster Kaeranfe sahen senenken. hen und sich nicht auf Gedie Zionisten der Diasraora in -.— — - te verkaufte, dass der Hafen bet und fromme Hoffnung zu Jabotinsky einen bedeutenden nismus kam. weil dies die Bevon Haifa auch arabische beschraenken. Jabotijiskys zionistischen Führer. Der powegung eines aufrechten Ju- Laender bedienen sollte und Verehrung für das Militaer litische Streit erfuellte ihre dentums ist, kaempfte er als dass die Plaene für das Tote w.ar ein Teil seiner Haltung, Herzen mit Trauer, denn sie Redner und Schriftsteller ge- Meer und für die Jordan-Bedie damals als “nicht jüerkannten, dass Jabotinsky gen die Knechtschaft der Aswaesserung ursprünglich für disch” angesehen wurde. Er auch in den Jahren des similanten. Der Schriftsteller ganz Palaestina gedacht sah ein> dass eine Nation in Rückganges seiner Kraft und Journalist, der ein hergewissen Momenten nicht mehr als ein blosser Parteivorragendes Russisch schrieb auf die Waffen verzichten fuehrer war. und in Kreisen berühmt war, kann. Für ihn war eine Ar- Cherut: Mit Herzklopfen die in der russischen Kultur mee mit “Unabhaengigkeit” erwarten heute die Bürger verwurzelt waren, wurde zum gleichbedeutend. Die “Jerudes Staates Israel die Anenergischsten und begabtelem Post” geht dann auf den kunft der Saerge Seew Jabosten Kaem.pfer gegen die historischen Streit zwischen, tinsky und seiner Gattin. Tendenzen der Assimilation. Jabotinsky und der zionisti- Nicht nur Zehntausende sei- Er foesass die Faehigkeit, sehen Bewegung ein und ner Schueler wollen ihm die allein seinen Weg zu ¡gehen meint, es sei gut. dass die Naletzte Ehre erweisen und wenn ¡er glaubte, dass dies tion bereit sei, das Andenken nicht nur alle die, welche sich (der richtige Weg war. Dies an dieses Ringen zu begraseiner erinnern, sondern das (bewies er. als er den Gdud ben und Jabotinsky ins Land ganze Volk, auch die (Soehne Ivri im Rahmen der britiz u rü c kzub r in gen, damit er der jungen Generation, desehen Armee errichtete, der mit den anderen Führern der nen es nie vergoennt war, sich an der Befreiung Erez Nation seine ewige Ruhe finihn persoenlich kennenzuler- Israels von den Tuerken beden kann. Er leistete seinen nen. teiligte. Beitrag zu Staerke und zum Mit Sehnsucht erwarten Das Blatt schildert weiter Selbstvertrauen unseres Voldie Buerger des Staates in den Anteil Jabotinskys an der ges gemaess seinen Auffasallen ihren Lagern und Verteidigung der Jerusalemer _. , , , . sungen, und die Geschichte Stroemungen die Heimkehr Altstadt bei den Unruhen ApKp'rci-rrUft^ un® tec5?1‘^:n(f wird ihm einen , Ehrenplatz Jabotinskys nach 24-jaehri- 1920, als er an der Spitze eioi ho I-aeI t gebracht hat, ¡n ¿er Entwicklung unseres ger vorlaeufiger Ruhe in einer Gruppe von Kaemptfern weicne rnese Industrie in is- Volkes verleihen. nem Grabe in der Fremde, die Mauer durchbrach, und raei entwickeln können. Haarez schreibt, Jabotins- Hazofeh: Jabotinsky war schliesslich seine Rolle als Haboker: Wir müssen ky habe vielleicht in vollenglanzvoll als Redner Politiker, der für den Judenauch die objetiven Schwaedetster Form den Typ des Schriftsteller, Organisator Staat kaempfte und den Plan chen dieser Messe feststellen zionistischen Führers ver- und als kuehner. mutiger der Evakuierung Polens Wenn es ihren Organisatoren körpert, dessen Kraft im ge- Mann des oeffentlichen Ledurch die Juden aufstelite. mit Hilfe unserer Aussenposprochenen Wort, im Schreibens. Ein Mensch, der nicht Das Publikum empiaengt litik gelungen waere, die Zahl ben und Ueberzeugen des in einer traditionell-juediheute den Sarg Jabotinskys der jungen Staaten, die sich Gegners lag. Kurz, er war der sehen Umgebung aufgewach- und seiner Gattin mit ehrenan dieser Messe beteiligen, zu Propagandist. Wir sollen sen ist, sondern der zum zio - dem Schweigen. waren. Cheruth: In einer Zeit in der die Vertreter der Araber der Welt kriegerische Erklaerungen gegen Israel abgeben, erhaelt die Internationale Handelsmesse in Tel- Aviv eine grosse politische Bedeutung, die nicht geringer ist als ihre wirtschaftliche. Der amerikanische Pavillon zeigt deutlich, die Wandlung in der Haltung des Auslands uns gegenüber. Der amerikanische Pavillon ist. der Industrie der Zukunft, der Electronic Industry, gewidmet, die auch die Industrie unserer Zukunft ist da die neue

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