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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1964-08-01 · 8 (Agosto, 1964) · p. [Seite]

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXVI (1964)
Issue
8 (Agosto, 1964)
Date
1964-08-01
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German
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BOLETIN INFORMATIVO AGOSTO 1964 8 AUF DER NEUEN STRASSE ZUN TOTEN MEER Von Herbert Freeden (Jerusalem) Im Sommer 1961 fuhren wir zum ersten Mal nach Arad. Damals' war ein schwueler Chamsintag und das Thermometer kletterte auf ueber 50 Grad im Schatten. Von der Beerschewa-Dimona-Chaussee zweigten wir ab - an eine Stelle, an der ein Wegweiser optimistisch voraussagte : “Zum Zentrum des Arad Gebietes”. Die Autobusse ruettelten und schuettelten auf der unebenen, alten Wegspur, die noch aus der Zeit der Roemer stammt Die Einfoermigkeit der Steppe, inur hier und da von den schwarzen Zelten der Beduinen und ihren Herden unterbrochen, erinnerte an Szenen aus der Bibel, um die Quelle herum läge r t e n Mensch und Tier, und es bedurfte nur einer Fahrt von ein paar Stunden, um zu wissen, was Wasser hier: bedeutet. Auf einer Anhoehe — von Westen kam ein kuehlender Wind und nach Osten blickte man auf das Tote Meer — wurde der Grundstein fuer die neue Stadt Arad gelegt, ein Name, der aus der Bibel bekannt ist. Schon damais spielte Arad eine gewisse “verkehrstechnische” Rolle, denn der Koenig von Arad versperrte den Kindern Israels den Weg so dass sie eine viel laengere Route ueber Transjordanien und Jericho nehmen mussten (Deut 21, 23). Das Beduerfnis fuer ein neues Wohnzentrum in die sem Teil des Landen war offensichtlich. Bisher lebten die Arbeiter der Potasch — Werke, die aus klimatischen Gruenden in der Toten — Meer — Senke nicht untergebracht werden koennen, in Dimona und Beerschewa, die 55, bzw. 95 km. von Sodom entfernt sind, waehrend Arad in einer Entfernung von nur 26 km. liegt und deshalb eine viel bequemere Basis bietet. Darueber hinaus hat es den Vorteil, dass; es, auf einer Anhoehe von 640 Meter ueber dem Meeresspiegel, verhaeltnismaessig kuehl ist. Sodom liegt 400 Meter unter dem Meeresspiegel, sodass der Gesamthoeben unterschied zwischen Arad und demToten Meer ueber 1.0C0 Meter betraegt. Damals, vor drei Jahren, waren nicht mehr als ein Schild da und ein paar Arbeits-Baracken,- heute sitzt man in der schattigen Arkade des Zentrums von Arad, trinkt eisgekuehlten Fruchtsaft und wenn man dann in das Auto steigt und zum Toten Meer will, dehnt sich vor einem das schwarze Band der Strasse, die sich in kuehnen Serpentinen die Berge hinabwindet und vor kurzem dem Verkehr ue bergeben worden ist. Diese Werk ist nur mit der Chaussee nach Sodom vergleichbar. Obwohl die Luftlinie nieht mehr als 12 km. ist, betraegt die eigentliche Laenge der Strasse 26 km., denn sie ist so geschickt angelegt, dass es trotz des starken Gefaelles von ueber 770 Meter an keiner Stelle Kurven gibt, die auch fuer einen kleinen Wagen zu steil waeren. Nichts auf der 15 Meter breiten Strasse, mit ihrer dunklen glatten Oberflaeche erinnert daran, dass hier weit ueber eine Million Kubikmeter von Stein und Geroell gesprengt und fortgeschafft werden mussten, um dem Strassenbett Platz zu machen. Luftdruckbohrer wurden an verschiedenen Stellen bis zu einer Tiefe von 20 Metern eingerammt, und ueber 100 Tonnen von Sprengstoff mussten in diesem Kampf gegen die Wueste eingesetzt werden. Bei einer einzigen Sprengung vor ca. einem Jahr wurde in einem Tag 20.000 Tonnen von Fels und Gestein losgerissen, um das letzte Stueck zum Toten Meer frei zu legen. An jeder Wende der Chaussee oeffnen sich neue Perspektiven und immer wieder erscheint in den wechselnden Farben des Tages das Tote Meer, im Hintergrund die malerischen Berge von Moab. Dieser Fahrweg zum tiefst gelegenen Ort der Erde wurde in dreijaehriger Arbeit durch die Berge gehauen, mit einem Kostenaufwand von 1,8 Millionen Dollar. Dem Bau gingen Vorbereitungen voraus, die sich die neuesten Methoden von Vermessungen auf Grund von Luftaufnahmen zunutze machten. Das Arbeitsministerium und der Keren Kajemeth, der fuer den groessten Teil der eigentlichen Konstruktionsa r b e i t verantwortlich ist teilten sich in das Werk. Die Strasse verkuerzt die Entfernung zwischen Beerschewa und Sodom um 50 km. und wird dadurch zur Hauptverkehrsader zwischen dem Toten Meer und den industriellen Zentren des Landes, insbesondere fuer die Transporte von Phosphat/ Brom, Magnesium und Salz zu den Haefen von Ashod, Tel-Aviv und Haifa. Das ist der gegenwaertige Gewinn dieser Strasse. Tn absehbarer Zeit wird ihr jedoch noch eine weitere Bedeutung zukommen, denn sie ist als ein wichtiges Verbindungsglied in der geplanten z w ei t e n Ueberlandstras.se nach Eilath gedacht, die — ohne Beerschewa zu beruehren — ueber Arad und Sodom durch die Arawa fuehren wird, eine strategische Alternative zwischen dem Mittelmeer und dem Roten Meer, ein zweiter “Ueberland- Suezkanal”. UNO - Uniersiueizung fuer Forschungszentrum Eine Zuweisung von rund 1 Million Dollar vom UN- Sonderfonds wird für die Errichtung eines Zentrums für angewandte Forschung des Technion investiert werden, und die Israel Regierung wird weitere IL acht Millionen auf fünf Jahre zur Verfügung stellen. Wie Technion Praesident Raw Aluf J. Dori erklaerte, ist der Entschluss zur Errichtung dieses neuen 'Zentrums am Technion besonders zu begrüssen. Der Technion- Praesident fügte hinzu, dass industrielle Forschungen für die Wirtschaft des Landes wesentlich sind, und dass das neue Zentrum einen bedeu- Es wird auf dem Technion- Campus untergebracht sein. Die Zuweisung des UN- Sonderfonds wird für die Erwerbung von Instrumenten, für die Einstellung auslaendischer Experten und die Ausbildung israelischer Wissenschaftler in Ucbersee verwendet werden. Die Zuweisung der Regierung Israels von acht Millionen IL, die sich über fünf Jahre verteilt, wird andere Ausgaben decken. Ein zusaetzliches Budget wird für die Erweiterung der vorhandenen Laboratorien der israelischen Bergbauindustrie verwendet werden. Zu Beginn wird sich das Zentrum voraussichtlich mit Forschungen auf dem Gebiet der Chemie, der Plastikstoffe, der Lebensmittel-Verarbeitung und Kunstfasern befassen. (“Canfit”) 120.000 Touristen im Halbjahr tenden Fortschritt der angezent bedeutet 120.000 Touristen kamen in den ersten sechs Monaten ins Land, was einen Anstieg der Touristik um sechs Prowandten Wissenschaft in Israel bedeute. Das neue Zentrum wird eine unabhaengige Institution, an der die Regierung, die Vereinten Nationen und das Technion wie auch andere Institutionen beteiligt sind. Ein amtliches Communiqué setzt die Zahl der Touristen, die im Juni ins Land kamen, auf 18.935 gegenüber 23.350 im vorhergehenden Monat fest. Die Abnahme der Touristenziffer im Juhi war kleiner als vorgesehen, sagte ein Sprecher des Statistischen Zentralamtes. Von den Touristen kamen im Juni 4163 über den Hafen Haifa und 11.759 im Flughafen Lod an. Im Juni haben 11.200 Einwohner das Land verlassen. gegenüber 6800 im Mai. Diese Ziffer ist grösser als es sonst saisongemaess bedingt ist. (“Canfit”) mm WM, mM mm. tipli mM ■y¿A'/s/.S.VS/. -M. ' - ilt?; lliÄlSl Hi 1IÉÉÍ: V % I® - _ mm SsSP** m&M s; wm mm wm Wm mm wm. Wm Hit! mm wm mm. Nur die Berge Moabs, das Tote Meer, und Sand und Stein sind die Landschaft des Gebietes von Arad. Neue Wohnzentren entstehen laengs der Strasse. Arad, der seit 1961 im Bau befindliche Mittelpunkt des Bezirks, ist im ¡Begriff, ¡sich in eine ibluehende Stadt zu verwandeln.

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