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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1964-08-01 · 8 (Agosto, 1964) · p. [Seite]

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXVI (1964)
Issue
8 (Agosto, 1964)
Date
1964-08-01
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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4 BOLETIN INFORMATIVO AGOSTO 1964 DIE REPRAESENTANZ: Aus dem Protokoll der Sitzung vom 4.6.1964 Um 21 Uhr eroeffnet Herr Dr. Kiwi die Sitzung. Protokoll. Das Protokoll der Sitzung vom 5. Mai 1964 wird verlesen und genehmigt. Vor Eintritt in die Tagesordnung gibt Herr Dr. Kiwi dem Bedauern des ORepraesentanten-Kollegiums darueber Ausdruck, dass Herr Dr. Rosenbaum sich in den Ruhestand zurueckgezogen hat und erklaert, dass er hofft, ihn als Gast noch recht oft im Kreise der Repraesentanz zu sehen, die stets auf seine Worte mit groesster Aufmerksamkeit und Respekt gehoert hat. Bericht des Direktoriums. Herr Hofmann erteilt nachstehenden Vorstandsbericht, der ohne Debatte angenommen wird: “In dem Zeitraum zwischen der letzten Sitzung und heute konnten wir drei Neuaufnahmen verzeichnen, mussten jedoch auch 5 Todesfaelle beklagen. Das pirektorium hat begonnen, sich mit den Vorbereitungen fuer die Gottesdienste an den Hohen Feiertagen zu beschaeftigen, Wie Sie aus der Tagesordnung ersehen haben, ist ein besonderer Punkt der Behandlung aller mit den Hohen Feiertagen zusammenhaengenden Fragen gewidmet. Mit besonderer Freude koennen wir Ihnen (berichten, dass der am 29. Mai zum ersten Mal durchgefuehrte zweite Freitag-Abend-Gottesidienst ein ausserordentlich grosser Erfolg war. Mehr als 100 Gemeindemitglieder, in erster Linie Menschen der “zweiten Generation” mit ihren Kindern waren zu diesem Gottesdienst erschienen. der von Herrn Rabbiner Lubliner in 'besonders schoener Form abgehalten wurde. Unseren Dank verdienen ebenso die Herren Kantor Alfred Barucb und Herr Joaquin Rosenberg, wie auch die Mitglieder unserer Choere. welche viel zum Erfolg dieses Gottesdienstes bei trugen. Wir hoffen damit einen wichtigen Schritt auf dem Wege zur Erfassung unserer Mitglieder gegangen zu sein und werden das Moeglichste tun. um auch in Zukunft derartige Gottesdienste mindestens einmal im Monat abhalten zu koennen. So wird der naechste Gottesdienst am 3. Juli stattfinden und wir erwarten, dass es auch diesmal wieder ein Erfolg sein wird.; Unser verdienter Kassierer,; Herr Rosenbaum, der in den Ruhestand getreten ist, ist vom Direktorium in die Kul-:1 t u s-Kommission giewaehlt worden, Wir hoffen und sind sicher, dass er dort noch lange mit uns arbeiten wird. Dies ist umso begruessenswerter, als unser altbewaehrter Freund Herr H. Abramczyk, seine Alij ah antreten wird. Das Direktorium wird ihm zu Ehren am 21. Juli ein Essen veranstalten und ich nehme es als selbstverstaendlich an, dass alle Herren der Repraesentanz mit ihren Damen daran teilnehmen werden. Das traditionelle Schawuot- Lernen unid die Gottesdienste zu iSchawuot, insbesondere der Maski r-Gottesdienst, wurden wie jedes Jahr in wuerdiger Form unter Mitwirkung unserer Ohoere abgehalten. In diesem Zusammenhang moechte ich Ihnen bekanntgeben, dass unsere langj aehrige Solistin, Frau Dita Markus, sich von der Chorarbeit zurueckgezogen hat, da sie nach den USA auswandert. Wir danken ihr auf diesem Wege nochmals fuer ihre Mitarbeit und wuenschen ihr und ihrer Familie alles Gute in der neuen Heimat. i Wie in jedem Jahr wird auch dieses Mal die Kultus-Kommission eine Reihe von Lehrvortraegen veranstalten. Der erste davon wird am 30. Juni stattfinden und zwar spricht Herr Rabbiner Lubliner ueber das Thema “Das Gebet”, Berichte der Kommissionen. Herrn Abramacyk berichtet ueber die Taetigkeit der Kultus-Kommission. Es ist geplant einen Kinder — und Knabenchor, evtl, unter Mithilfe des Vaad Hajinuj zu bilden. Auch die Frage des taeglichen Minjan wurde jeroertert. Herr Ebstein war so freundlich, versuchen zu wollen, das Problem des Fehlens von Minjan-Maennern evtl, durch Mithilfe von Insassen des Altersheims zu loesen. Hohe Feiertage. Nach eingehender Debatte nimmt das Reparaesentanten - Kollegium, mit einer 'Stimmenthaltung, die Preise fuer die Eintrittskarten zu den Hohen Feiertagen an, die wie folgt festgesetzt werden: Erste Karte. Ei* 2b.—, zweite Karte, E? E9 15.—, dritte Karte, EP 6.—, jede weitere Karte, EP 3.—•, Jugendliche EP 1.—, Nichtmitglieder. EP 75.—, Jugendliche, EP 5.—. * Verschiedenes. Nach laen-!gerer Aussprache ueber veraschiedene aktuelle Fragen ■wird die Sitzung um 22 Uhr ¡geschlossen. NEUE MESA DER REPRAESENTANZ Da die Herren Dr. Benno Kiwi und Federico Leiser, Vorsitzender bezw. 2. Vorsitzender des Repraesentanten-Kollegiums wegen laengerer Abwesenheit von Santiago ihre Aemter zur Verfuegung gestellt hatten, waehlte die Repraesentanz in der Sitzung vom 23. Juli 1964 an ihre Stelle einstimmig die Herren Dr. Germán Lehmann und Adolfo Ebstein. REORGANISATION DES DIREKTORIUMS Am Stelle von Herrn Heimann Abramczyk der seine Alijah angetreten hat, wurde Herr i Adolf Schnitzer in der Sitzung des Repraesentanten-Kollegiums vom 23. Juli 1964 einstimmig j zum Mitglied des Direktoriums gewaehlt. AUS DEM JISCHUW FEIERSTUNDE FUER JABOTINSKY Am 14. Juli fand im grosmann sang Herr Kantor Oreen Saal der “B’ne Jisroel” land das El Mole Rachamim. bine Feierstunde statt, die Anschliessend sprach der von der Federación Sionista, erste Sekretaer des israelidem Comité Representativo sehen [Botschaft, Herr Itiel und der Revisionistischen Pann. Danach ergriff das Partei anlaesslich der Ue- Wort der Vorsitzende des berfuehrung der sterblichen Wirtschafts-Departament der Reste Wladimir Jabotinsky’s Federación (Sionista, Herr hach Israel, veranstaltet Max Epstein, dessen Ausfuehwurde. rungen eine Ansprache von Nach Eroeffnung der Feier Herrn Dr. Hans Reich gedurch Herrn Miguel Weitzschaeftsfuehrendem Praesidenten des Comité Rapiresentativo, folgte. Nach verschiedenen künstlerischen Darbeitungen von Mitgliedern des Betar, schloss der Praesident der Revisionistischen Partei, Herr Isidore Arensburg die Feier, der in seinen Ausführungen eingehend die Persoenlichkeit des dahingeschiedenen zionistischen Fuehrers wuerdigte. PROFESSOR BAMBERGER IN CHILE Anfang Oktober wird der b e k a nnte Wissenschaftler und Publizist, Professor Fritz Bamberger, der in Mission der Centra .die Gemeinden Suedamerikas besucht, in Santiago weilen. , Herr Professor Bamberger, geboren in Frankfur am Main und Professor der Philosophie an der Hochschule fuer die Wissenschaft des Judentums in Berlin, emigrierte 1939 nach den Vereinigten Staaten, wo er an der Chicago University und am Hebrew Ejnion College, Jewish Institute of Religion lehrt. Er war von 1956 bis 1961 Leiter der Zeitschrift “Esquire”. Herr Professor Bamberger wird in Santiago ueber Fragen der juedischen Erziehung sprechen. Ueiber das weiter Programm von Herrn Professor Bamberger wird in der naechsten. Ausgabe eingehend berichtet „ werden. Forum der Federación -- Sionista Unter den Auspizien der Federación Sionista de Chile fand am 8. Juli ein Forum ueber Probleme von Alijah und Klitah statt, an dem Sachverstaendige der IJewish Agency teilnahmen. Professor Lomnitz in Kalifornien ' Prof. Cinna Lomnitz, Direktor des Geophysischen Instituts der hiesigen Universitaiet wurde von der Universitaet von Berkeley (Kalifornien) mit einem Forschungsauftrag betraut. Jubilaeum der Banco Israelita Mit einem Cocktail in Anwesen heit hervorragender Persoenlichkeiten der chilenischen Oeffentlichkeit, beging die Banco Israelita den 20. Jahrestag ihrer Gruendung. Rabbinerseminar in Argentinien An der Eroeffnung des Rabbinerseminars in Buenos Aires und der daran anschliessenden Konferenz des lateinamerikanischen Rabbinerverbandes, nahm in Vertretung der Gemeinde Herr Rabbiner Egon Loewenstein teil. (In unserer naechsten Ausgabe werden wir eingehend ueber die Feierlichkeiten berichten). Kulturarbeit in der Provinz Im Auftrag der Federación Sionista besucht Herr Rabbiner Lubliner die Gemeinde Valdivia. Israelische Auszeichnungen Fuer ihre hervorragende Arbeit zur Foerderung dec. Beziehungen zwischen Chile und Israel wurden verschiedene Persoenlichkeiten unseres Jischuw seitens der israelischen Regierung durch die Verleihung des Escudo der Medinath Israel ausgezeichnet. Aus unserem Kreis bebefinden sich unter ihnen der Praesident der Gemeinde. Herr Dr. Hans Reich und Herr Adolf Ebstein. In gleicher Weise wurde auch Herr Juan Aufrichtig (Valparaiso) geehrt. Empfang beim Aussenminister Der israelische Botschafter Herr Dr. Uri Naor wurde vom Aussenminister, Excmo. se¬ ñor Julio Philippi empfangen, mit dem er eine eingehende Aussprache ueber die israelischen Mee rentsalzungsprojekte pflegte. Rösch Haschama Das Jahr, das hinter uns liegt, brachte fuer Israel eine Zeit relativer Ruhe und Stabilitaet. Waehrend die Einwanderung wiederum eine beachtliche Iloehe erreichte, stand die gesamte Entwicklung des Landes im Zeichen einer ausgesprochenen wirtschaftlichen Konjunktur und es bestehen reale Aussichten dafuer, dass auch im kommenden Jahr dieser guenstige Entwicklungsprozess seine Fortsetzung finden wird. Im militaerisch-politischen Bereich haben j nicht wenige diesem Jahre mit einer gewissen! Sorge entgegengeblickt — war es doch das Jahr, j in dem die neue grosse Leitung in Betrieb gej nommen werden sollte, die einen Teil des Jorj dan-Wassers aus dem Norden in den durstigen i Sueden bringt. Die letzte Phase des Baues die- | ser Leitung, die an sich auch eine beachtliche technische Leistung bildet, war von den lauten Drohungen der arabischen Staaten begleitet gewesen, die jedoch in keiner Weise die Regierung Israels einzuschuechtern vermochten. Waehrend des ganzen Jahres lief der gegen Israel gerichtete arabische Nervenkrieg auf hohen Touren und es besteht aller Grund fuer die Annahme, dass er auch im kommenden Jahre seine Fortsetzung, wenn nicht gar Verstaerkung finden wird. In einem Nervenkrieg kommt es letzten Endes darauf an, wer die staerksten und ruhigeren Nerven besitzt. Wir koennen in dieser Hinsicht sowohl in Israel wie auch in den Judenheiten der Welt, der Zukunft mit Zuversicht entgegenblicken. Allerdings sollten wir niemals unsere Augen vor der harten Realitaet verschliessen, vor die uns dieser Nervenkrieg stellt. Wenn er nicht eines Tages zu einer wirklichen Gefahr fuer die Sicherheit und Existenz Israel ausarten soll, dann muessen wir auch weiterhin das Abschrekkungspotential der israelischen Verteidigungskraefte auf hoechstem Niveau halten. Die Einhaltung dieses ersten Grundsatzes unserer Existenz in Israel ist die wichtigste Aufgabe der Regierung und der Bevoelkerung des Staates Israel. Sie werden ihn auch im kommenden Jahr umso wirkungsvoller einhalten koennen, wenn ihnen auf den anderen Gebieten, bei der Entwicklung des Landes, die Mitarbeit des treusten, Bundesgenossen Israels in der Welt, naemlich des juedischen Volkes, gesichert bleibt. An der Schwelle des neuen Jahres entbiete ich allen juedischen Institutionen und Vereinigungen und der gesamten juedischen Bevoelkerung dieses Landes meine herzlichsten Gruesse und alle guten Wuensche fuer eine weitere ruhige und friedvolle Entwicklung. Dr. URI NAOR Botschafter Israels in Chik

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