Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XXVI (1964)
- Issue
- 7 (Julio, 1964)
- Date
- 1964-07-01
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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JULIO 1964 BOLETIN INFORMATIVO Wiedersehen mit Israel Nach 2 1[2_ Monaten sitze ich wieder an meinem Schreibtisch.. Noch einmal ziehen vor meinem Auge die Erlebnisse meiner Reise vciueber. Ich will versuchen, an einigen Hoehepunkten meine Freunde im “Boletín Informativo” teilhaben zu lassen. Ich erlebe die 75 Tage noch einmal wie einen schoenen — viel zu schnellen — Film. Aber es gibt in ihm Momente, die man nicht vergisst. Ich sah nach 8" Jahren das Land, unsere Medinat Israel, wieder. Die Taeler und Berge, die Staedte und Do erfer, die Kibbuzim und Fabriken, sie standen alle schon 1956. Und doch war alles so ganz anders. Inzwischen ist alles gewachsen. Das Lana ist selbstverstaendlich nicht frei von Problemen, schweren Problemen. Welches Land hat kßine Probleme! Aber das Leben hat sich normalisiert. Ich brauchte nicht mlehr wegen Fleischmarken anzustehen. Es ist alles dain Huelle und Fuelle. Ueberall sieht man importierte Warenlager Ueberall sind Luxushotels gebaut worden oder sind gerade im Bau. Vor acht Jahren fehlten sie. Jetzt vermisst man Hotels fuer den Mittelstand. Die meisten Kibbuzim haben ihre Schwierigkeiten ueberwunden. Im Essaal, in den Wohnungen, in der Kleidung merkt man die positive Entwicklung Sie haben sich meist sehr entwickelte Industrieen zugelegt oder nehmen an der staendig zunehmenden To u r i s t i k durch Gaestehaeuser oder spezielle Restaurants teil. Gewiss, man hoert auch Beschwerden, Das gehoert vielleicht zu uns. Man muss sehr hohe Steuern zahlen. Aber jeder weiss auch, dass diese Steuern fuer die eige- Von Rabbiner Efeon¡ Loewenstein ne Sicherheit notwendig sind. Wir 'haben viele alte Freun de aus Santiago de Chile wiedergesehen. Leider nicht alte, das war aus Zeitmangel nicht mehr moeglich. Es sind zu viele geworden. Aber immer wieder spueren wir, mit welcher Liebe sie noch immer von unserer Gemeinde — ihrer B’ne Jisroel — sprechen Unser “B. I.” wird von vielen von der ersten bis zur letzten Zeile (falls sie noch spanisch koennen) gelesen. Sie alle uebergaben mir herzliche Gruesse fuer unsere Gemeinde. Ein besonders schoener Abend war die Feier des 85. Geburtstages von Frau Marie Hirschberg, die noch immer bewundernswert ruestig ist. Es versammelten sich alle Familienangehoerigen, die ihr geblieben sind und in Israel leben, nur vermehrt um die Generation der Urenkel. Wir fuehlten uns um viele Jahre zurueck versetzt. Es hat sich im Grunde nichts geaendert - nur sangen diesmal auch die Urenkelkinder im besten Deutsch. Ich freute mich, Frau Hirschberg versicherh zu koennen, dass das, was die Familien Hirschberg und Ehrlich fuer unsere Gemeinde bedeuten, unvergessen ist. Auch Wohlfahrtsminister Dr. Josef Burg und Prof. Dr. Ernst Simon waren unter denen, die zum Ausdruck brachten, wie sehr sie dia von der B’ne Jisroel geleistete Arbeit schaetzen. Wir hatten Gelegenheit viele “Ex-Chilenen” wiederzusehen, die nicht zu unserer Gemeinde gehoertem An einem herrlichen Fruehlingstag wurde in der Ebene von Scharon im Kibuz Chorschim in Gegenwart des chilenischen Botschafters in Israel, Herrn Eugenio Palacios, des Der Autor des Artikels, Herr Rabbiner Loewenstein, mit Herrn Coronel Aaron Charsina und Herrn Oscar Sapolinsky vom Hauptbureau des K.K.L., bei der Einweihung des Gedenkwaldes. ehemaligen Botschafters Israels in Chile, Herrn Eliezer Doron und Gattin, der Familie Drapkin und vieler einstmaliger Mitarbeiter unseres Jischuw ein Gedenkwaid fuer die unvergessenen Isaac Drapkin und Gerardo Preminger sowie Alejandro Loewy Papa gepflanzt. Coronel Aaron Charsina nahm namens des israelischen Heeres an dieser Feierstunde teil Die Anwesenden wurden von Herrn Oskar Sapolinsky, dem Direktor der lateinamerikanischen Abteilung des K. K. L. herzlich begruesst. Nach Beendigung der Ansprachen wurden d i e Gedenksteine enthuellt. Schliesslich konnten wir vor Abfahrt des Autobusses nach Tel Aviv die zahlreichen Bekannten aus Chile begruessen. Es waren doch schoene > und aktive Jahre, die wir gemeinsam unserem Jischuw gewidmet haben. Aber ich will nicht nur vom Wiedersehen mit Menschen berichten Wir erlebten auch die Feierlichkeiten aus Anlass des Jom Haazmaut wieder. Vor acht Jahren sahen wir die Parade in Haifa. Damals waren es die Disziplin und die Praezisiön der Haganah, die uns begeisterten. 8 Mysteres — Duesenflugzeuge die kurz zuvor aus Frankreich gekommen 1 waren. Hessen kein Auge trocken. Allaf hatten wir nur den einen Wunsch, dass diese niemals zu Kriegszwecken benutzt werden muessten. Dieses Jahr fand die Parade in Beer Schewa, der Hauptstadt des Negew, statt. Sie war eine klare Demonstration der. Macht und Sicherheit des israelischen Militaers. 220 Flugzeuge flogen ueber uns hinweg. Darunter 48 Mirage Ueberschallkampfmaschlnen, die mit 2.400 km. Stundengeschwindigkeit hinwegbrausten. Sie mussten ueber den Tribuenen steil auffliegen, um nicht an dis israelische Grenze zu kom - men 300 Kampffahrzeuge und 2 500 Soldaten aller Wafffengattungen fuhren und marschierten an den Tribuenen mit den Ehrengaesten und 150.000 Zuschauern vorueber. Der Jom Haazmaut stand im Zeichen des Gedenkens an .die Alijah Bet. Die Tribuenen waren mit 40 Ankern der Boote und Schiffe geschmueckt, die seinerzeit an der illegalen Alijah teilgenommen haben. Beer Schewa selbst erkannten wir nicht mehr wieder. Vor 8 Jahben war es ein kleines Dorf mit einem Buerohaus, einem Hot:l und 3 Wohnblocks mit etwas 3.000 Ein wohnern. /J;eute ist die Hauptstadt des Suedens ein e entwickelte Industriestadt! mit mehr als 40.000 Bewohnern. Sie zeigte sich an diesem Festtage mit Fahnen und Girlanden in ihrem schoensten Festgewand, unwillkuerlich nxuessen wir waehrend dieses machtvollen Aufmarsches der israelischen Armee an die Urzeit unserer Geschichte denken. Vor 4.000 Jahren lebten in diesem Teile des Landes unsere Urvaeter Abraham, Isaac und Jacob und zogen mit ihrem Klan und Viehherden durch dieses Staetten. Wie gross war unser Leid in diesen vier Jahrtausenden, wieviel Traenen wurden vergossen, bis wir die Erfuellung der an sie ergangenen Verheissung in unseren Tagen erleben durften! FORTSETZUNG FOLGT Boeing720B O-AÖOH * z ir r T M a jv s a ɿͿ3gjíg esseecf fisesBPfr trjg.* Pliegen Sie lieber Boeirfg 720'B Oder Lufthansa? Entscheiden Sie sich für das Flugzeug oder die Fluggesellschaft? Falsch gefragt! -Denn die besten Flugzeuge sind nicht besser als die Fluggesellschaft von der sie geflogen werden. Wichtig ist, wie das Flugzeug geflogen wird und welche Bodenwartung es erhält. Wenn Sie diese Überlegung anstellen, dann muss die Antwort heissen - sowohl Boeing 720-B als auch Lufthansa