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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1964-03-01 · 5 (Mayo, 1964) · p. Seite 12

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXVI (1964)
Issue
5 (Mayo, 1964)
Date
1964-03-01
Page
Seite 12 (sequence 12)
Language
German
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MAYO 1964 12 BO I. E TIN INFORMATI/ O David Ben Gurion.. schon dem spaeteren Generalstabschef Mosche Dajan anvertraut worden sein, der sein ueberragendes militaerisches Koennen acht Jahre spaeter in der Feldzugswoche auf der Sinai-Halbinsel bekanntlich eklatant unter Beweis gestellt hat, so stuende es heute besser um die Grenzen dieses Staates, wie sie auf Grund der Frontpositionen im Fruehjahr 1949 vereinbart worden waren. Wie zu erwarten war, setzten sich die hohen Offiziere, die damals fuer die Kriegs- Strategie verantworlich geivesen waren, entschieden gegen diese spaete Kritik zur Wehr. Gestuetzt auf unumstoessliche, laengst Geschichte gewordene Publikationen erinnerten sie Ben Gurion daran, dass er selbst es gewesen sei, der sie aus politischen Gruenden waehrend jenes Krieges mehrmals zur Ruecknahme der Truppen aus den vorderen Stellungen gezwungen habe. In seiner Antwort an sie machte er geltend, dass sich der Interviewer moeglicherweise private, am Rand von ihm gemachte Bemerkungen unter Ausser achtlassung seiner Pflicht zur Verschwiegenheit zunutze gemacht habe aehnlich, man sieht es, wie im Falle Sulzberger. Das Ganze aber machte er noch schlimmer, indem 'er jetzt gar hinzufuegte, nach seiner Meinung habe M. Dajan auf jeden Fall “von allen Generalstabschefs Israels, die ihm vcrangegangen waren, . die hervorragendste Eignung als Kommandeur von Kriegshandlungen”. GEGENSAETZE DER POLITIK UND — MENTALITAET Im Raetselraten nach den Beweggründen dieses wiederholten “Stossfeuers” sei zunaechst darauf ■ aufmerksam gemacht, dass Ben Gurions Nachfolger in der Aussenpolitik seit einiger Zeit wieder staerker auf die Karte des freundschaftlichen Wohlwollens der zwei angelsaechsischen Grossmaechte setzt. Sein Vorgaenger hatte die Akzente mehr auf das Frankreich de Gaulles gelegt und vielleicht auch auf die westdeutsche Bundesrepublik, die sich nach der in manchen Jerusalemer Regierungskreisen vertretenen Meinung unter Dr. Erhard leider distanzierter zu Israel bezieht, als es in der Aera Adenauer der Fall war. In Bonn scheinen die Bemuehungen um wirksame gesetzliche Massnahmen gegen die in Aegypten fuer Abdel Nassers israelfeindliche Aggressionsplaene arbeitenden deutschen Raketenkonstrukteure —nach dem hiesigen Eindruck— fatal ins Stocken geraten zu sein. Vom Praesidenten Johnson aber wurde Herr Eschkol offiziell ins Weisse Haus eingeladen, waehrend Ben Gurion mit den frueheren USA-Praesidenten, so oft er in Amerika war, immer nur “informell’’ Zusammentreffen konnte. (Schluss von .Seite 9) Auf einem anderen Blatt stehen die Komplimente, die er dem frueheren Generalstabschef ¡M. Dajan so unvermutet gemacht hat, der als Landwirtschaftsminister der jetzigen Regierung, seinem Chef Eschkol mehr als einmal mit eigenwilligen Verlegungen und Reden in die Parade gefahren ist. Von einer “Achse Ben Gurion - Dajan” zu sprechen, waere dennoch voellig uebertrieben: ja selbst, wenn sie einmal entstehen sollte, wuerden Herrn Eschkol daraus keine Schwierigkeiten erwachsen die er nicht bewaeltigen koennte. Zu betraechtlich ist das Vertrauen, das er sich mittlerweile hier im Inland und ebenso in weiten, massgebenden auslaendischen Kreisen verschafft hat. Und doch sei nicht ausser Acht gelassen, wie sichtbar sich Levy Eschkol in seiner Mentalitaet und in seinem Auftreten von dem grossen Mann unterscheidet, dessen Erbe;er verwaltet. Seine immer konziliante Bereitschaft zu geschmeidigen Ausgleichsloesungen ist in Israel schön so sprichwoertlich geworden, wie es Ben Gurions “Eingleisigkeit” in Denken und Handel seit vielen Jahren gewesen war. Das will nicht besagen, dass der jetzige Ministerpraesident dieses Staates nicht ebenfalls ein Mann ausgepraegter Grundsaetze ist, an denen fer nicht ruetteln laesst, wenn es ihm geboten scheint, und dass sich “der Alte” nicht haeufig genug als Meister der Kunst erwiesen hat, Menschen richtig anzufassen und geschickt zwischen Meinungen zu lavieren. Dennoch ist der eine im Wesenskern ein erstrangiger Taktiker, der andere ein Dogmatiker bis hart an die Grenze jenes Starrsinns, zu dem sich so prinzipientreue Naturen im Älter oft verhaerten. UNBEFRIEDIGTER T AETIGKEITSDRAN G — DAS HAUPTMOTIV Dennoch, das letzte Wort zum “Problem Ben Gurion” ist auch damit nicht gesagt. Stets entsteht ja ein Problem wie dieses, wenn sich bedeutende Persoenlichkeiten noch in ihrer geistigen und physischen Vollkraft zur Ruhe setzen. Sich damit abzufinden, dass sie ihren Taetigkeitsdrang ploetzlich nicht mehr wie vorher befriedigen koennen, stellt ihnen dann gewoehnlich eine offenbar fast uebermenschliche Zumutung. Kaempft nicht auch ein Adenauer in Deutschland —und er ist um mehr als ein Jahrzehnt aelter als Ben Gurion— heute staendig mit der Versuchung, seine Autoritaet geltend zu machen, um weiterhin Einfluss zu nehmen? Wer sich dieser Versuchung nicht entsagungsvoll genug zu entziehen vermag, lebt statt im Ruhestand vielmehr im Unruhestand. (Und David Ben Gurion, scheint es, macht von dieser Regel keine Ausnahme. FEINE MASS SCHNEIDEREI Manfred Engel Monjitas 825 Of. 204 Zwischenstock Fono 392430 Reichhaltige Auswahl erstklassiger Stoffe AUS DEM JISCHUW ERINNERUNGSFEIER DES AUFSTANDS IM WARSCHAUER GHETTO Anlaesslich des Jahrestages des Aufstands im Warschauei Ghetto, fand im Gemeindehaus eine von der Federación Sionista, Comité Representa* tivo und Unión Israelita Polaca organisierte Gedenkstunde statt. CHILE, SITZ DER FUSSA Bei der Tagung der juedis'chen suedamerikanischen Studentenverbaende (Fussal in Cordoba, Argentinien, wurde beschlossen, den Sitz der Leitung dieser Organisationen fuer das laufende Geschaeftsjahr nach Santiago de Chile zu legen. Zum Generalsekretaer wurde Herr. Radi Schilkrut vom CUJ (Santiago) gewaehlt. CENTRA-TAGUNG An der im Monat April stattgefundenen Sitzung des Kommittees der Centra in Montevideo nahmen in Vertretung Chiles die Herren IN MONTEVIDEO Dir. Hans Reich iund Kurt Hofmann, Praesident bezw. General-Sekretaer der “B’ne Jisroel” teil. PINCHAS SHAMIR IN SANTIAGO I Herr Pinchas Shamir, Sach . verstaendiger der Jewish Agency fuer Wirtschaftsfragen, . besuchte fuer wenige Tage Chile. 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