Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XXVI (1964)
- Issue
- 5 (Mayo, 1964)
- Date
- 1964-03-01
- Page
- Seite 11 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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MAYO 1964 BOLETIN INFORMATIVO 11 DIE SITZUNG DER ZIONISTISCHEN EXEKUTIVE Lamerchaw: Die Tagung der Zionistischen Exekutive, ist die letzte, die vor dem naechsten Zionistenkongress stattfindet. Sie stellt daher eine Brücke zwischen den Beratungen des 26. Zionistischen Kongresses und denen des für Dezember ds. Jahres bevorstehenden Zionistenköngresses in Jerusalem dar. Diese Sitzung wird die Hauptprobleme behandeln, vor denen die Zionistische Bewegung steht, um damit dem naechsten Kongress eine Richtung zu geben. Der Beginn dieser Tagung war durch eine gemeinsame Sitzung der Jewish Agency mit der Regierung gekennzeichnet. Die unaufhörlichen Angriffe des früheren Ministerpraesidenten auf die Zionistische Organisation konnten nur dazu führen, diese Bewegung zu schwaechen. Man muss sich jetzt mit Alijah-Problemen aus den freien Laendern besehaeftigen, da die andere Alij ah, die bisher gekommen ist, langsam versiegt. Auch die Erziehungsfragen i!m Sinne des Judentums stehen im Mittelpunkt der. zionistischen Beratungen in diesen Tagen Hebraeische Kulturarbeit ist eine Forderung, die man nicht übergehen darf. Jerusalem Post: Das Prinzip jüdischer Einheit erhielt diesmal mehr als nur einen Lippendienst, als die Regierung und das Plenum der Jewish Agency-Exekutive zu einer gemeinsamen Sitzung zusammengetreten waren. Diese Sitzung ging der Eröffnung der Tagung des Zionistischen Aktionskommitees voraus. Diese Tagung wird sich mit kulturellen Problemen des Judentums in der Diaspora zu i besehaeftigen haben. Es gibt einige Anzeichen, die darauf hinweisen, dass diese Tagung einen Wendepunkt sowohl für die Entwicklung des Zionismus überhaupt als auch in den Beziehungen zwischen Israel und der Diaspora darstellt. Der bedeutsamste Punkt aber liegt wohl in der Mitteilung der Regierung, dass sie die Absicht habe, die Plaene der Zionistischen Welt organisation für eine weit umfassende hebraeische und jüdische Erziehung zu unterstützen. Haboker: Die Zionistische Organisation arbeitet im Lande und im Auslande. Es gibt Menschen, die ihre Taetigkeit im Lande liquidieren oder mindestens drastisch einsohraenken wollen. Der Vorschlag Dr. Dow Joseph’s, die Betreuung der Einwanderung aus den wohlhabenden Laendern der Regierung zu übergeben, bildet einen Ausdruck dieser Tendenz. Die Zionistische Organi s a t i o n kann sich mit dieser Tendenz selbstverstaendlich nicht abfinden. Eine Zionistische Organisation, die in Israel nichts zu tun und nichts zu sagen haette, würde den wichtigsten Zweig absaegen, auf dem sie sitzt. Natürlich kann man Doppelarbeifen verhindern und die Durch¬ ESCHKOLS BESUCH IN WASHINGTON Dawar: Die offiziellen Mitteilungen über die bevorstehende Begegnung zwischen dem Presidenten der USA und dem Mihisterpraesidenten von Israel werden von der israelischen ©Öffentlichkeit!mit Befriedigung zur Kenntnis genommen werden. Wir hoffen, dass die Initiative des Praesidenten Johnson zu diesem Besuch und der Besuch selbst! zu einer weite ren Vertiefung der Freundschaft zwischen beiden Staaten beitragen werden. Die -beiden Besuche, welche der damalige israelische Ministerpraesident 1960 dem Praesidenten Eisenhower und 1961 dem Praesidenten Kennedy abgestattet hat, fanden zu einer Zeit statt, zu der unser Ministerpraesident auf Grund anderer Einladungen ohnedies in den USA weilte. Jetzt aberhat Praesident Johnson es für richtig gehalten, eine besondere Gelegenheit zu einem politischen Meinungsaustausch zu schaffen. Es. ¡handelt sich diesmal nicht um “das Löschen von Braenden”, oder um Ueberwindung von Krisen sondern um eine möglichst umfassende gemeinsame Betrachtung der Probleme unserer Region und von Wegen zur Lösung dieser Probleme. Haboker: Als Einleitung zu dem Besuch des israelischen Ministerpraesidenten im Weissen Hause ioder auch als ein weiterer Schritt in den Bemühungen. Washingtons, einp Regelung, im Midieren Osten zu erreichen, verkündete der amerikanische Aussenminister Dean Rusk, die USA würden alles tun, um den Frieden in dieser Zone herbeiführen zu können. Diese “Einmischung in die internen Angelegenheiten der Araber” war zu viel für das Regime in Kairo. Kaum waren die Worte Rusks veröffentlicht, als das aegyptische Regierungsorgan El-Gumurijah schon eine scharfe Reaktion brachte. Hazofeh: Die Mitteilung des amerikanischen Aussenministers, man werde weiterhin bemüht sein, den israelisch-arabischen Konflikt zu lösen, und eine allgemeine Regelung für den Mittleren Osten zu erreichen, bringt eine gewisse Erleichterung. Gerade angesichts der diplomatischen Offensive der Araber, die sich gegen Israel richtet, stellt diese Erklaerung einen gewissen Ausgleich dar. Auch andere hohe Repraesentanten der Vereinigten Staaten bemühen sich z. Zt., diese beruhigende Linie. Washingtons klar zu machen. Wir dürfen trotz allem in unseren Anstrengungen zur Wahrung unserer Sicherheit nicht nachlassen. ¡Washington mag im Mittleren Osten nur eine Front zweiten Ranges sehen, wir aber sind es, die sich mit den arabischen Staaten ¡direkt auseinanderzusetzen haben. In ungewöhnlicher Form setzte die arabische Propaganda-Aktion in allen Hauptstaedten l der Welt ein, um die arabische Stellungnahme zur israelischen Landeswasser-Lei tjing zu erklaeren. Es ist die Pflicht der israelischen Behörden, der Welt auch unsere Stellung unmissverstaendlich klarzumachen. führung von Aktionen rationalisieren, aber die jewish Agency darf aus dem Leben des Landes nicht verschwinden. Ministerpraesident Eschkol, der im Zionistischen A. C., zum ersten Mal als Ministerpraesident auftrat, brachte eine neue Nuance hinsichlich der Beziehungen zum Zionismus zum Ausdruck, als er von “uns Zionisten” sprach. Haarez: Bei Abschluss der gemeinsamen Sitzung der Regierung Israels und der Zionistischen Exekutive wurde eine Erklaerung veröffentlicht, in der es heisst: “Es wurde vereinbart, dass eine Bemühung zur Staerkung des zionistischen Geistes innerhalb des jüdischen Volks eine Aufgabe gemeinsamer Ver antwortung des Staates Israel und der Zionistischen Weltorganisation ist. Daher ist die Regierung an dem Aktionsprogramm der zionistischen Leitung in der Golah vital Interessiert ¡und wird zur Durchführung dieses Programms ihre volle Unterstützung gewaehren. Wenn die in den zionistischen Landesorganisationen in der Golah organisierten Kraefte sich zur Durchführung eines solchen Erziehungsprogramms aufraffen, so wird man mit Recht von einem “Wendepunkt” sprechen dürfen, und es ist zu wünschen, dass dieser Wendepunkt eintritt. Dies ist aber in erster Linie von diesen Kraeften in der Golah abhaengig und ohne sie ist die weitestgehende Hilfe der zionistischen Leitung in Jerusalem und der Regierung Israels von keinem grossen Nutzen. Dawar: Es ist jetzt allen Teilen der zionistischen Bewegung klar, dass sie ihre grössten Anstrengungen in den naechsten Jahren auf die zionistis che Erziehungsarbeit in der Golah richten muss. Mosche Schareth. sagte die treffenden Worte: “Der Zionismus hat den Staat Israel geschaffen und Israel ist verpflichtet, ,den Zionismus zu erneuern und zu staerken”. Israel muss eine entscheidende Rolle bei der zionistischen Offensive auf das Volk in der ganzen Diaspora spielen. Die Massen der Juden in der Welt haben zur Entwicklung des Staates Israel viel geholfen, obwohl ihr Beitrag gemaess ihren materiellen Faehigkeiten noch viel grösser haette sein können. Aber wir können darin noch nicht die Erfüllung unserer Wünsche sehen. Das jüdische Volk muss nationaler sein, zionistischer sein, eine staerkere Beziehung zu seiner Bestimmung als Volk, zu seiner Kultur, zu seiner nationalen Sprache empfinden und mit seiner Vergangenheit staerker verbunden sein. VIOLIN Clases a domicilio, niños - Principiantes, Profesor Orquesta Filarínónica Preguntar: Luis Thayer Ojeda 049-D Fono 50147 AUS DER ISRAELISCHEN PRESSE KEIN KRIEG UND KEIN FRIEDEN? Dawar: In der programmatischen Rede, die der aegyptische Staatspraesldent Nasser in Kairo hielt, widmete der aegyptische Staatschef nur verhaeltnismaessig kürze Absohnitte der Beziehung ZU Israel. In seinen drei Stunden dauernden Ausführungen sprach Nasser hauptsaechlich ueber wirtschaftliche Belange, baute aber, darin , weitgehend Ruestungsfragen ein. Interessant aber war es, dass Nasser im Grunde die israelische Position der Frage der Palaestinaflüchtiinge insofern bestaetigte, als er deutlich klarmachte, dass die Lösung dieses Problèmes keineswegs zum Frieden mit Israel führen werde. Bekanntlich bat man im Westen, hauptsaechlich aber in Washington stets die Ansicht vertreten, dass die Lösung des Flüchtlingsproblemes nicht nur eine menschliche Pflicht sei, sondern dass damit auch der Frieden zwischen den arabischen ¡Staaten und Israel naehergebracht werden würde. Nasser machte unmissverstaendlieh klar, dass auch die Lösung dieser Frage keinen Frieden mit Israel bedeute, dass der Kampf mit Israel, die letzte Auseinandersetzung, wie er sie nennt einen Tages kommen müsse. Wieder hat es sich erwiesen, wie gross die Gefahr in dieser Zone der Welt ist und bleibt. Die Haltung, welche die Weltmaechte dazu einnehmen, ist nur geeignet, die aggressiven Absichten der Araber noch zu unterstützen. Es bleibt eigentlich unverstaendlich, dass gerade die Sowjets die Angriffskraft Aegyptens noch verstaerken und dadurch im Grunde mit den deutschen Wissenschaftlern Zusammenarbeiten, Haboker ist der Ansicht, dass Köertig Hussein, der jetzt eine Reise nach den USA antrat,! glaubte dort nicht mit Kriegsdrohungen gegen Israel ankommen zu können, und es deshalb vorzog vor seiner Abfahrt befriedende Erklaerung en über die Absichten (der arabischen Staaten gegenüber Israel abzugeben, und seine UebefZeitgung aüszudrücken dass ein Krieg um das Jordan - Wasser | u n w a hrscheinlich sei, Die Gefahren eines Konfliktes haben sich in den Augen von Hussein im Laufe von 24 Stunden in Friedensaussiehten verwandelt. Dies jedoch nur weil der jordanische König die Reise nach Washington antrat, wo er glaubt mit friedlichen Erklaerungen besser ankommen zu können als mit Kriegsdrohungen. Die wirklichen Absichten der arabischen Laender seien jedoch in den drohenden Resolutionen der Kairoer Konferenz zum Ausdruck gekommen. Es sei Aufgabe der israelischen Stellen die Welt auf diese Plaene der arabischen Laender gegenüber Israel aufmerksam zu machen. Auch Hazofeh ist überzeugt, dass Hussein seine beruhigenden Worte nur sprach um im Weissen Haus, vor seinem Washington-Besuch, einen guten Eindruck zu machen. Zugleich jedoch zeigte die Erklaerung von König Hussein die relativ vorsichtigere und zurückhaltendere Haltung, die Jordanien gegenüber Israel einnimmt. Se invita a la Colectividad de habla alemán, al único concierto del gran jazan Leibele Schwartz de Nueva York en un programa de Canto litúrgico; Folklore judío: Canciones israelíes Domingo 24 de Mayo de 1964, a las 6.30 P. M. en el Salón de la "B'ne Jisroel" Av. Portugal 810 Las adhesiones se pueden adquirir a los miembros de la Unión Isr. Polaca y en la oficina de “B’ne Jisroel”.