Mannheim
Compact Memory

Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1964-01-01 · 1 (Enero, 1964) · p. Seite 9

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXVI (1964)
Issue
1 (Enero, 1964)
Date
1964-01-01
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
90% known words query
IRI
…/8553624-8559039-9194549--4089-8559048
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

6 entity mentions

ENERO 1964 BOLETIN INFORMATIVO GUENSTÏGE ENTWICKLUNG DER TÛTEN-MEER WERKE Die neue Fabrik zur Erzeugung von Pottasche des Toten-Meer-Werkes wird termingemaess bis April 1964 aufgestellt, montiert sein und anlaufen koennen. Die Produktion an Pottasche im Jahre 1983 belief sich auf 170.000 bis 180.000 Tonnen und wird 1984 63 mit der Produktionsaufnahme des neuen Werkes auf 360.000 bis 370.000 Tonnen steigen. Trotz der Verdoppelung der Produktion müssen nur um 15% mehr Arbeitskraefte eingestellt werden. Die neuen Arbeiter wurden vorsichtig ausgewaehlt und - erhalten in einem dreimonatlichen Kurs entsprechende Ausbildung. Sie werden in Arad wohnen. Auch der zweite der grossen Staudaemme für die riesigen Verdampfungsbecken wird terminmaessig zu Ende des Jahres fertiggestellt sein Von den insgesamt 45 Kilometer Staudasmmen sind damit 30 Kilometer fertiggestellt. Der Bau der grossen Staudaemme mit den Verdampfungsbecken allein erfordert einen Geldaufwand von IL 75 Millionen. Das neue Pottaschewerk ist nach den modernsten Prinzipien erstellt und er. moeglicht auch die Erzeurung von Pottasche in einer Form, die das Bestreuen der Felder damit vom Flugzeug aus errnoealicht, was bisher nicht moeglich war. Die gesamte erhoehte Produktion kann bereits als verkauft angesehen werden, 50% davon gehen nach ¡Europa, die restlichen 50% nach Asien und Suedamerika. Die p.roesseren zum Versand kommenden Mengen erfordern auch einen groesseren Einsatz an Eisenbahn waggons und an Lastautos, wie auch besondere Anlagen in d'-n Haefen von Haifa und Eiüat zum schnellen Verladen.; Auch die Fabrik für die Erzeugung von Brom am Toten Meer, wie die von Bromiden in Beer Schewa arbeiten zur vollen Befriedigung und die Absatzmoeglichkeiten haben sich verbessert. Die Erzeugung von Tafelsalz ist angelaufen und es sind auch Exportmoeglichkeiten dafür gegeben. Für das Geschneit.sjahr 1933 /64 kann mit einem um etwa 1 /2 Million Pfund gestiegenen Gewinn gerechnet werden. Der Export belief sich auf 6 Millionen Dollar. (“Canfit”) UEBER 2000 AKADEMIKER Unter den Einwanderern der letzten Jahre nimmt der Anteil der Akademiker mehr und mehr zu, und sie bringen dem Lande in der Zeit des wirtschaftlichen Aufschwunges wesentlichen Nutzen. Die Einwanderung der Akademiker begann in groesserem Umfange ab 1957. Bis Ende 1962 kamen über 7800 Akademiker ins Land, die sich folgendermassen auf die verschiedenen Berufsgruppen verteilten; Aerzte und Zahnaerzte 2100, Ingenieure 2066. Apotheker 600, Juristen und Nationaloek onomen 1060. Künstler und Schriftsteller 75, Wissenschaftler 60, Lehrer und Philologen 800, andere (akademische Berutsgruppen 412. Im Jahre 1963 ' (bis Ende September) wanderten weitere 471 Akademiker ein: 132 Aerzte, 151 Ingenieure, 36 Apotheker, 49 Juristen und Naticnaloekonomen, 25 Journalisten, 42 Lehrer, 21 Künstler, acht Wissenschaftler und sieben Angehoerige anderer akademischer Berufsgruppen. Aus Lateinamerika kamen bis zum Ende des Jahres . 1962—1924 Akademiker, und bis September 1963 134 Akademiker aus diesem Gebiete. Die Sochnuth |bemüht sich, die Akademiker vor allem im Norden des Landes, in Jerusalem und im Negev einzugliedern. (“Canfit”) NACHAL-SIEDLUNG EINGEWEIHT Eine Nachal-Gruppe von Mitgliedern des Haschomer Hazair feierte in Anwesenheit des Ministerpraesienten, Levi Eschkol, und anderer Persoenlichkeiten ihre Ansiedlung im Dreieck in der Naehe des arabischen Dorfes Um el Fachern. In seiner Ansprache vor etwa 1000 Gaesten gab der Ministerpraesident der Hoffnung Ausdruck, dass die israelische Jugend auch zur Errichtung von industriellen Ansiedlungspunkten schreiten werde. Die neue Siedlung “Me.i- Ami” erstreckt sich auf 4500 Dunam, von denen 1000 vom Keren Ka.iemets %ur landwirtschaftlichen Bearbeitung vorbereitet wurden. Juden aus Miami, Florida, stellten dem Keren Kajemeth die notwendigen Gelder zur Verfügung, um die Ansiedlung der Jugendlichen zu ermoeglichen. I i | Antilopan’iider, Staubwedel fuer Autos, Haenger fuer Roecke I und Blusen und alle Artikel fuer Hausreinigung, i O. MASSA Honjltas 685 : Gemeindemitglieder 10% Rabatt m IHM JISCHUW Fuer wenige Tage weilte in Santiago Herr Nahum Kurnas, Repraesentant der neunten internationalen Messe von Tel-Aviv, der mit den entsprechenden chilenischen Kreisen lieber ihre eventuelle Beteiligung an dieser Ausstellung: konferierte. Es besteht die Moeglichkeit,;dass Chile sich durch die Corto, Corporación de Ventas de Salitre y Yodo und verschiedene grosse Firmen an dieser Ausstellung vertreten iaesst. In den letzten Wochen des Jahres 1963 wurden verschiedene wichtige Kulturveranstaltungen durchgefuehrt. So sprach im Salón de Honor der Universidad de Chile, Professor Francisco Walker Linares ueber seine Ein-, druecke in Israel, und am 2. Dezember gab Herr Professor Miguel Adler des archaeologischen Instituts von Viña del Mar in der Sala Valentín Letelier eine Uebersicht ueber die Entwicklung der hebraeischen Literatur. —O— Herr Berl Frimer, Mitglied des Aktionskomittees der Sochnuth und Generalsekretaer der Poale Zion in den USA wurde von der Exekutive der Federación Sionista empfangen. —O— Bei grosser Publikumsbeteiligung fuehrte der Mercaz Letarbut Israel, gemeinsam mit der Mapam, den Film “Operation J” vor, der die Massenausrottung des europaeischen Judentums durch die Nazis zum Thema hat. —O— ln feierlicher Sitzung gedachte die Federación Sionista de Chile und das Comité Representativo de la Colectividad Israelita de Chile des ermordeten Presidenten der U.S.A., John Fitzgerald Kennedy, dessen Persoenlichkeit von den Presidenten beider Institutionen, Frau Amelia de Fliman und Herrn Gil Sinay eingehend gewuerdigt wurde. . -ooo- Die Federación Sioninsta de Chile hat beschlossen, ihre Statuten einer Revision und eventuellen Abaenderung zu unterziehen. Zu diesem Zweck wurde eine Kommission gebildet, die bereits mit der Arbeit begonnen hat. -ooo- Auf einer der letzten Sitzungen des Zentral-Kommites' der Magbit Wurde das Ehrengericht der Kollektivitaet konstituiert. —-ooo-— Im Verlauf der Gedenkfeiern anlaesslich des Todesstages von Salomón Sack uebergab der bekannte Schriftsteller Julio Barrenechea, Vorsitzender des eigens zu diesem Zweck zusammengestellten Preisrichter-Kollegiums die Praemien im literarischen Wettbewerb Salomón Sack. Die Preistraeger sind die Herren Mauricio Sescovich, Amiti Pilovsky, Enrique Neiman und David Pilovsky. KUNST UND HTCBA1UR j KRITISCHER WELTBETRACHTER (Vor 15 Jahren starb Alfred Kerr) Auf einer Reise starb in Hamburg vor 15 Jahren, am 30. Dezember 1948, der Theaterkritiker und Literaturnistoriker Alfred Kerr, nachdem er wenige Tage zuvor, am 25. Dezember, das 81. Lebensjahr hatte vollenden koennen. In England seit 1937 ganz daheim, war er nur nach Deutschland gereist, um wieder einmal einige grosse Theaterauffuehrungen zu erleben. In Breslau war er .1867 zur Welt gekommen, und sein ursprünglicher Name war Kempner.' Er hatte Germanistik studiert und sich frueh dem Journalismus und der Theaterkritik zugewandt. Als Dreissigjaehriger gab er in der ersten Sammlung “Das neue Drama”. Wertungen bekannt, die Aufsehen erregten. 1917 erschien die “Welt im Drama”, die bereits viele der besten Theaterkritiken Kerrs enthielt. Die Theaterkritik wurde von ihm zur Zeit— und, im letzten Sinne, zur Menschheitskritik erhoben. Alfred Kerr ist zwischen 1900 und 1933 einer der fuehrenden Theaterkritiker Deutschlands gewesen, anfangs heim “Tag” und danach beim “Berliner Tageblatt”. Die Theaterkritik erhielt durch ihn eine ganz eigene Note und Form; sie wurde eine Art Kunstgattung. Er war ein scharfer Kritiker und Foerderer junger Talente, sowohl unter Schriftstellern als auch unter Schauspielern und Regisseuren, denen ei oftmals half, sich durchzusetzen. Doch mindest ens du- Haelfte seiner schriftstellerischen Arbeiten bezieht sich nicht auf das Theater. In der Zeit von 1904 bis 1917 erschienen die beiden Baende “Die Welt im Licht”, eine zusammenfassende Schilderung von Weltreisen die er seit jungen Jahren unter-' nommen hatte. Schon 1903 hatte er Palaestina bereist und war von der Landschait und den Heiligen Staetten tief beeindruckt worden. Im Kapitel “J e r u s c h a lajim” (“Welt im Licht”, 1. Band) spuert man den Juden mit Sehnsucht im Herzen heraus, und juedische Empfindungen kommen in diesem Reisebericht;zum Durchbruch. Auch andere Reisebuecher der Zwanziger Johre wie “Yankeeland”, “New York und London”, “Oh, Spanien”, zeigen Kerr als feinen Beobachter. Nicht unerwaehnt sehn die vielen literarischen Essays, in denen das umfassende Wissen des Autors Bewunderung abringt. Unmittelbar nach dem “Reichstagsbrand”, rechtzeitig gewarnt, war Alfred Kerr ‘schwarz” ueber die tschechische Grenze gegangen, ueber Prag und Paris spaeterhin nach London. Im Exil schrieb er, in (Erinnerung an den gemordeten Freund, ein Rathenau-Buch und ein anderes, das er die “Diktatur des Hausknechts” nannte. Er brach mit seinem Jugendgefaehrten Gerhart Haupt - mann, der sich, wie er es ausdrueckte, “dem braunen Gesindel an den Hals geworfen hatte”. Als Goebbels, den er als “krummer Kruemel” Gezeichnete, ihm die Staatsbürgerschaft aberkannte, schrieb er den Nazis folgende Verse ins Stammbuch “In Deutschland doch im Hitlerland Wird mir die Heimat aberkannt Da sag’ ich (vor allen Dingen Nur Goetz von Berlichingen. Ich kann nicht finden, dass Ihr mir Pein schafft, Ich fuehle bloss, Jetzt bin ich Eure schofle Gemeinschaft Loa. Die Welt ist schoener in jei dem Fall Fern von diesem Hyaenenstall Deutschland, kein winselndes Abschiedsweh, Liebe Dich doch wie eh und jeh. Bin aus Dir (nicht von Dir) verbannt, Wende den Fuss nun anderswaerts Bist Du dereinst nicht Hitlerland, Drueck ich Dich wieder ans hoffende Herz. Jetzt, bis Euch die Ohren klingen Nochmals. Goetz von Beriichingen. Schliesslich; Ein Irrer, ein Krueppel und ein Sadist Belehren uns, was Rasse ist” Kerrs zweite Frau war die Tochter des juedischen Staatssekretaer Weismann, die ihm eine Tochter, Debora, schenkte, die heute eine weltbekannte Filmschauspielerin ist. Curt Wilk I REGALOS ILSE ¡ i Pasaje Matte pot Ahumada! I Kiosko 362 Geschenkarfikel j ■ '■I#*-*!*- . j j Jeglicher Art j I j zu billigsten Preisen j I ILSE KRUEGER-STERN j

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.