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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1964-01-01 · 1 (Enero, 1964) · p. Seite 8

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXVI (1964)
Issue
1 (Enero, 1964)
Date
1964-01-01
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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8 BOLETIN INFORMATIVO ENERO 1964 Israelische Niederlage in der UNO Kritik an der Haltung der USA Haaretz schreibt im Zusammenhang mit der aussenpolitischen Rede Golda Mairs, in_der sie erklaerte, die israelische Delegation habe auf die Haltung der Amerikaner mit “Verwunderung und Aerger” reagiert: Wenn die Regierung Israels eine anti-amerikanische Politik führen würde, sokönnte man diese Beschwerde als einen Ausdruck akzeptieren, der die Grundlinie Israels staerkt. Es ist aber klar, dass . Israel die USA trotz des Verhaltens ihrer UNO - Delegation in der Flüchtlingsfrage als befreundete Macht betrachtet und daher müssen wir uns darüber klar werden, welches Gewicht wir der Haltung der USA in der Flüchtlingsfrage innerhalb des Gesamtsystems der i s r a e 1 i sch-amerikani sehen Beziehungen beimessen wollen. Wir sind ueberzeugt davon dass die Regierung Israels die Ansiedlung der Flüchtlinge in den arabischen Laendern auch weiterhin als einzige Lösung des Problems betrachtet und den Knessethbesehluss, der dies ausdrückte, nicht übersehen will. Wenn aber Begin Aussenminister waere, so würde auch er es für notwendig halten, von Mal zu Mal diesen Beschluss zu ergaenzen, in dem Sinne wie Golda Meir, welche sagte, das unsere Regierung niemals erklaert habe, “kein einziger Flüchtling” werde zurückkehren. Das aendert nichts daran, dass das Problem als ganzes seine Lösung ausserhalb des Gebiets Israels finden muss. Dawar: . Der M i n i s t erpraesident hatte diese Woche den Botschafter der Vereinigten Staaten auf die Besorgnis aufmerksam gemacht, mit der Israel die amerikanische Haltung in der Fluecht- 1 i n g s f rage betrachtet. In wieweit sich die Ansichten des Regierungschefs mit denen der breiten Oeffentlich keit in Israel decken, bewiesen die Leitartikel der israelischen Presse, die ansonsten so verschiedenartige Ansichten vertritt und sich hierbei darüber einig war, dass die amerikanische Haltung weder ehrenvoll noch gerecht, und zugleich unfreundlich gegenüber Israel ist. Die Form, in welcher die USA ihren Vorschlag einbrachten und durchsetzten, ist für uns weit enttaeuschender als die Tatsache des Beschlusses selbst. Es ist klar, dass dieser Beschluss der politischen Kommission auch automatisch von der Vollversammlung angenommen werden wird. Es wurde bereits erklaert, dass dieser Beschluss jede konstruktive Loesung verhindert, da Israel keine Verhandlungen auf der Grundlage des Para graphen 11 der hier genannt ist, fuehren wird. Der Beschluss, der nun an genommen : wurde, so schmerzlich er auch für uns sein mag. braucht keine besondere Sorge bei uns her vorzurufen. Aehnliche Beschluesse wurden auch beiden vergangenen 15 Beratungen ueber diese Frage gefasst. Eine nicht geringe Zahl von Laendern, beson ders aber die 19 Staaten, die einen Vorschlag auf direkte Verhandlungen zwi. sehen Israel und den Arabern einbringen wollten, ha. ben Verstaendnls fuer den Israelischen Standpunkt gezeigt. Lamerchaw; Das zweifelhafte Abkommen, welches die Amerikaner mit den Arabern getroffen haben, und das zur Annahme eines anti-israelischen Beschlusses in der UNO führte, hat in Isra'l grosse Enttaeusehung hervorgerufen, und die freundsc h a f tlichen Beziehungen zwischen Israel und den Ver einigten Staaten in Gefahr gebracht. Die Sorge Israels kommt nicht nur von dem Beschluss selbst her, sondern auch von der Form, in welcher die Amerikaner diesen Beschluss in der UNO durchbrachten. Die israelische Regierung hatte recht, als sie sich dazu entschloss, die israelischen Vertreter in der UNO gegen den Beschluss stimmen zu lassen, auch wenn sie dabei allein standen, Israel kann keinem Beschluss zustimmen, der nicht nur keine konstruktive Lösung des Flücht lingsproblemes zulaesst, sondern auch gegen die israelische Souveraenitaet gerichtet ist. BONN REDET MIT... (Schluss von Seite 7) die Aeusserungen des Bonner guten Willen, doch dessen ungeachtet bleiben die Ergebnisse höchst negativ. Gleichzeitig tritt hier wieder in Erscheinung, wie negativ die israelische Aussenpolitik sich auswirkt. Gleichzeitig j e d o ch behauptete Prof. Erhard, dass sich auch ohne offizielle diplomatische Beziehungen die W i rtschaftsbande zwischen beiden Staaten verstaerken könnten und eine politische Annaeherung möglich waere. Gewiss trifft dies insofern zu, als heute Westdeutschland der zweitwichtigste Kunde beim Ankauf unserer Zitrusfrüchte ist. Doch d. Stellungnahme der Westdeutschen in der Frage des gemeinschaftlichen Marktes kann nicht gebilligt werden. Cheruth: Die Erklaerung des deutschen Bundeskanzlers regt uns nicht besonders auf, denn wir sind an der Her Stellung diplomatischer Beziehungen zwischen den beiden Staaten nicht interessiert. Es schmerzt uns nur dass die Haltung der Mapei- Regierung und ihrer Mitiaeu. fer mitschuldig an dieser Ohrfeige von Leuten geworden ist. die so tun, als haetten wir ein Drittel ihres Voi kes^ ermordet, waehrend es umgekehrt der Fall war. Was uns aufregt, ist vielmehr die Passivitaet, mit der sich die Staatsführung Israels zur T a e t i gkeit der deutschen Wissenschaftler in Aegypten bezieht, einem unheimlichen Treiben, das uns bedroht, und dem man in Bonn trotz aller angeblich in Vorbereitung befindlichen gesetzlichen Massnahmen offenbar nicht entgegenzutreten bereit ist. LECHE EVAPORADA IDEAL S ES DE NESTLÉ 5 ...MERECE FE. VDN AUSSEN GESEHEN: «!!E BI JilOIL IN SIEGO Dl CHIII Die Gemeinde “Bne Jisroel” in Santiago de Chile beging in diesen Tagen das Jubilaeum ihres 25 jaehrigen Bestehens. Aus diesem Anlass fanden eine grössere Reihe von Veranstaltungen statt und erschien eine sehr schöne, interessante und vielseitige Ausgabe des Boletín Informativo, des staendigen Gemeindeblattes. Viele Jahre haben wir die Entwicklung und die segensreiche Arbeit dieser Gemeinde mit grossem Interesse beobachtet und bei verschiedenen G e 1 e g enheiten über die Taetigkeit des Vorstandes und der Rabbiner berichtet, zuletzt im An. Schluss an den Kongress der Centra, der im Oktober 1962 in der chilenischen Hauptstadt stattgefunden hat. Diese Gemeinde als Einheitsgemeinde gegründet, hat trotz mancher Schwierigkeiten, mit denen jede Institution besonders in ihren Anfangsjahren zu rechnen hat, sehr bald eine rasché und wahrhaft jüdische Entwicklung genommen, da ihre Mitglieder, und vor allem die für das Schicksal der G e meinde verantwortlichen Maenner, vom Geist echter Tradition und jüdisch-nationalen Wollens getragen waren. Die früheren Presidenten, die Herren Siegmund Freudenthal (1938 — 1946), Dr. Joseph Hirschberg (1946 bis 1952) und Dr. Siegfried Landau (1952 — 1962) haben in diesem Sinne ihre Gemeindeführung auf gefasst. Besonders stark hat Dr. Landau mehr als 10 Jahre hindurch das Leben der Gemeinde als seine eigene Lebensaufgabe betrachtet und diese Gemeinde zu einer wahren Volksgemeinde gemacht. Der jetzige Praesident Dr. Hans Reich, ein Mann von Weitblick und Tatkraft, setzt diese schon eigene Gemeinde-Tradition der Bne Jisroe: in Santiago mit seiner ganz persönlichen Note fort und verbindet damit ein Stück ferner Galut sehr lebendig mit dem pulsierenden Leben in Israel. Die 1400 Familien, die heute in, dieser Gemeinde organisiert sind, bilden eine grosse Familie, die vom Geist der Einheit getragen ist und sich bemüht, über alle Differenzierungen hinweg das Gemeinsame unseres Volkes und Lebens zu unterstreichen. Ein Wort sei auch über di« Rabbiner dieser Gemeinde gesagt, die in einer vorbildlichen Arbeit das wesentliche Fundament für die geistige Arbeit der Gemeinde für das juedische Alltagsleben und für die Erziehung der Kinder wie die Heranbildung der Jugend gelegt haben. Beide Rabbiner, die Herren Egon Loewsnstein und Manfred Lubliner, sind als “junge Maenner” zur Gemeinde gekommen und haben ihre besten Jahre dieser Arbeit gewidmet. Unermüdlich haben sie an der Verwirklichung der selbst gestellten Lebensaufgabe gewirkt, aber immer versucht, über den eigentlichen Kreis ihrer rabbinisehen Taetigkeit in der Gemeinde die Verbindung mit dem gesamten chilenischen, lateinamerikanischen und darüber hinaus mit dem Weltjudentum aufrecht zu erhalten. Beide Rabbiner waren und sind wackere Mitstreiter für die Grösse und den Aufbau Israels, echte Zionisten in des Wortes politischer, aber auch) tiefster Bedeutung, die unser jüdisches Leben nicht als einen Selbstzweck dieses Augenblicks betrachten, sondern als die grosse historische Sendung unseres Volkes zu allen Zeiten. So haben in diese Gemeinde, wie es sein soll, Rabbiner und Vorstand zusammengewirkt und ein Werk geschaffen, das an die grosse Tradition des deutschen Judentums anknüpft und in harmonischer Form Vergangenheit mit Zukunft verbindet. Gurt Wilk Semana Israelita (Buenos Aires) vom 13. September 1963 FEINE MASS SCHNEIDEREI Manfred Engel Monjitas 825 Of. 204 Zwischemstock Fono 392430 Reichhaltige Auswahl erstklassiger Stoffe Der Ferien wegen ANZEIGENSCHLUSS fuer die MAERZNUMMER am 15. Februar Vom 17.-27. Februar bleibt die Anzeigen - Annahme geschlossen. Nueva York 52 OS. 412 - Tel. 87765

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