Mannheim
Compact Memory

Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1964-01-01 · 1 (Enero, 1964) · p. Seite 6

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXVI (1964)
Issue
1 (Enero, 1964)
Date
1964-01-01
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
90% known words query
IRI
…/8553624-8559039-9194549--4086-8559045
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

BOLETIN INFORMATIVO ENERO 1964 6 TAG DER MENSCHENRECHTE DER ZUM FREUND GEWORDENE... (Schluss von Seite 5) Am io. Dezember fapd unter dem Patronat des Consejo de Mujeres Judías eine Gedenks tunde anlaesslieh des Tages der Menschenrechte statt, an der hervorragende Persoenlichkeiten der chilenischen und juedischen Oeffentlichkeit teilnahmen. Neben dem israelischen Botschafter, Herrn Dr. Uri Naor und S. E. dem Kardinal-Erzbischof von Santiago, Mons. Raúl Silva Henriquez, waren u.a. die Herren José Maza, Ex Praesident der Vollversammlung der N.U., Manuel Bianchi G., Vorsitzender der Interamerikanischen Kommission fuer Menschenrechte, Francisco Walker Linares, Sekretaer der Comisión Chilena de Cooperación Intelectual anwesend. Die Kollektivitaet war durch eine grosse Anzahl ihrer wichtigsten Re - praesentanten vertreten, darunter der Praesident des Comité Representativo, don Gil Sinay und Herr Isidoro Arensburg, Vize-Praesident der Federación Sionista. Nach Eroeffnung der Feier durch Frau Ana Albala-Lévy, ergriffen verschiedene Redner das Wort, um die Bedeutung des Tages zu wuerdigen. Dem Botschafter Israels, dessen Rede wir separat veropffentliehen (Siehe: Recte von Herrn Botschafter Dr. Uri Naor, anlaesslieh des “Tages der Menschenrechte’’: Als am lü. Dezember 1948 die Vollversammlung der Vereinten Nationen die Menschenrechts-Deklaration ,annahm, war der Staat, den in Chile zu vertreten ich die Ehre habe, gerade ein halbes Jahr alt. Er ist also eine Art gleichaltriges Kind der Vereinten Nationen wie jene Deklaration und das gibt unserer Beziehung zu dieser bedeutsamen Dekla r a t i o n eine besondere Note. Aber wenn wir beide, die Deklaration und der Staat Israel, formell auch erst im Jahre 1948 das Licht der Welt erblickten, so besteht schon seit tausenden von Jahren eine starke und enge Beziehung zwischen beiden. ¡Das juedisc-he Volk hat auf seinem langen Gang durch die Geschichte immer in der vordersten Reihe der Kaempfer um die Menschenrechte gestanden. Wir haben die Deklaration, lange vor dem Jahre 1948, auf dem Berge Sinai erh.\lten; juedische Propheten und Staatsmaenner haben die grossartigen, in der Deklaration niedergelegten Gedanken schon vor Jahrtausenden unseren Ahnen und unserem Volk als Leitmotiv mitgegeben. Wir fuehren das hier an, nicht vielleicht um irgendeinen Copyright - Anspruch anzumelden oder gar um uns ueberheblich selbst auf die Schulter zu klopfen — nein, wir sind lediglich stolz und gluecklich, dass diese Ideen und Gedanken nach langen und finsteren Irrfahrten durch die Jahrhunderte der ‘‘Wir muessen sie verwirklichen’’) folgte der Kardinal Mons. Raúl Silva Henriquez, der darauf hinwies, dass der alte Juedische Grundsatz “Du sollst Deinen Naechsten lieben, denn er ist wie Du”, all da»s beinhaltet, was die Welt heute im Rahmen des Kampfes fuer die Menschenrechte durohzufuehren bestrebe ist. Nachdem die Herren José Maza, Jorge Viteri, Leiter des Informationsbureau der CEPAL, und Julio Barrenechea, Premio Nacional de Literatura, gesprochen hatten, schloss der Praesident des Comité Representativo, Herr Gil Sinay die Versammlung. Er erkläerte, dass das Comité Representativo in den Jahren seiner Existenz stets den Schutz der Grundrechte des Individuums zu seine vornehmsten Aufgaben gezaehlt habe”. Aber nur dann wenn diese durch internationale Vertraege gesichert sind, werden die Grundsaetze der Menschenwuerde, fuer die das juedische Volk und seine Vertreter von Anbeginn an eingetreten sind, die rechtliche Fundamentierung erhalten haben, derer sie beduerfen, um zu ihrer vollen Wirksamkeit zu gelangen. “Mit einem Aufruf im Kampf fuer diese grosse Sache nicht nachzulassen, beendete der Redner seine Auszehrungen. Geschichte endlich zum Gemeingut der ganzen Welt geworden ,sind. Sie bilden das schoenste literarische' Meisterwerk dieses Jahrhunderts und werden, wenn sie einmal tatsaechlich ueberall verwirklicht sein sollten, den Anbruch jenes Goldenen Zeitalters bedeuten, von dem seit eh und je die grossen Dichter der Menschheit getraeurnt haben. Bis dahin liegt jedoch noch ein weiter Weg vor uns. Wenn jene herrliche Deklaration mehr als ein unübertreffliches literarisches Meisterwerk sein soll, dann muessen wir sie in muehevoller Arbeit, im grauen Alltag der Menschen und Voelker, Stueck fuer Stueck, Paragraph fuer Paragraph zu verwirklichen versuchen. Jeder Mensch und jedes Volk hat heute Chancen bei der UeoerSetzung der Deklaration in die Sprache der Wirklich k e i t mitzuwirken. Juedische Frauen haben seit den Urzeiten der juedischen Geschichte ein besonderes Verstaendnis fuer all ¡die Fragen gezeigt, auf die die Deklaration eine Antwort gibt. Es war darum eine gute Idee, dass der f'Consejo Chileno de Mujeres Judias” heute in einer Feierstunde den XV. Geburtstag der Deklaration so wuerdig begeht. Sie haben durch Ihre bisherige Arbeit gezeigt, dass Sie ehrlich bereit sind, Anteil an der Durchsetzung der Menschenrechte zu nehmen. Ich wuensche Ihnen darum auch fuer Ihre kuenftige Arbeit auf diesem Gebiete allen Erfolg! Amigo: IA COMISION DE MAGBII 5724 ÍE ESPERA HOY DEBES INSCRIBIR TU NOMBRE EN EL LIBRO DE LA SOLIDARIDAD HOY DEBES DEMOSTRAR TU IDENTIFICACION REAL CON MEDINATH ISRAEL. HOY DEBES CONTRIBUIR PORQUE NO NOS PODEMOS DAR EL LUJO DE POSTERGARLO; HOY NECESITAN! ALIYA, KLITA hí EDUCACION ¡ DE MAGBIT 5724| i! sie seinerzeit von “Mister-Israel”, dem frueheren Ministerpraesidenten David Ben Gurion eingeleitet lworden war, hatte bereits vor etwa einem halben Jahr zu 17 Vertraegen mit den jungen dortigen Staaten gefuehrt Darunter befanden sich schon damals drei Freundschaft spakte wie der, den Joseph Kasavubu am Schluss seines Besuches soeben unterzeic nnet hat, und echte Abkommen politischer Natur. Die Vereinbarungen land- I wirtschaftlichen Charakters! im Stil “Technischer Hilfe” sind Legion. Mehr als 2.000 israelische Landwirte, Lehrer, Experten aller nur denkbarer moderner Produktions und Verarbeitungstechniken sind in etwa zwei Dutzend dieser afrikanischen Laender taetig. Andererseits bilden sich Studenten, Praktikanten, Eleven von dort und auch Offiziersaspiranten in mindestens dem gleichen zahlenmaessigen Umfang hierzulande in Kursen aus, die gewoehnlich mehrere Monate dauern, in Einzelfaellen aber sogar einige Jahre. Von den Fallschirmjaegern Mobutu’s wurde schon gesprochen; an der Jerusalemer Universitaet studieren z.Zt. mehr als 150 junge Leopoldville-Kongolesen. Dazu treten die mannigfachsten Gemeinschaftsgrue n d u ng e n israelischer Unternehmungen mit afrikanischen, ob ihre Regierungen nun als Mitfinanziers dahinterstehen oder nicht. So entstand in Ghana der “Schwarze Stern” eine Schiffahrtslinie, die jetzt ¡von einheimischen Kraeften allein weiterbetrieben wird, und in Monrovia, der liberianischen Hauptstadt, wurde neben einem Hotel ein hochmodernes Krankenhaus von der “Liberian Construction Corporation” gebaut, deren Initiator und Partner eine Tel- Aviver Firma ist. Landwirtschaftliche und handwerkliche Genossenschaften, Ausbildungsfarmen i n Huelle und Fuelle sind in Togo, in der Central-Afrikanischen Republik usw. von jungen Israelis im Auftrag der Histadrut (der allg. Gewerkschaft), den < Kibbuz-Bewegungen und/oder des Landwirtschaftsministeriums g eschaffen worden. Die Afrikaner nehmen diese Hilfe umso bereitwilliger in Anspruch, als sie wissen, dass sie ohne “kolonialistische” Hintergedanken gegeben wird. So wird die Teilnahme inlaendischer Firmen an wirtschaftlichen Gemeinschaftsgruendungen israelischerseits davon abhaengig gemacht, dass sie sich daran mit hoechsten 40% des Gruendungskapitals beteiligen, um der Gefahr von Ueberfremdungen zu begegnen, und sich von vornherein dazu verpflichten, sich vom afrikanischen Geschaeftspartner spaeter auskaufen zu lassen, wenn er finanziell und nach der Fachkenntnis seiner Angestellten, Vorarbeiter usw. —mit israelischer Hilfe— dazu herangereift ist. IM WETTSTREIT MIT KAIRO Schwierigkeiten, die dennoch nicht ausgeblieben sind, gingen mitunter zwar auf das Konto des ueberempfindlichen Argwohns der Afrikaner gegen den “weissen Mann“, den ihnen auch der juedische Staat in ihre Laender entsendet. In Accra (Ghana) kam es einmal zu parlamentarischen Zwischenfaellen dieser Art. Haeufiger aber trugen sie rein politisches Gepraege. Ein Dorn im Auge ist diese ganze israelische Hilfspolitik der Sowjetunion, die ihre eigenen expansionistischen Fernziele im (ehemals) “Dunklen Erdteil” verfolgt, und —in Ausnahmefaellen— auch Interessenten der alten, westlichen Kolonialmaeclite. Vornehmlich aber treten als Gegenspieler die mit Israël verfeindeten Aegypter auf. Die drei Afrikabesuche der Aussenminister iGolda Meir (1959, 1961, 1963), und eine Rundreise, die der verstor bene Staatspraesident Jizchak Ben Zwi vor anderthalb Jahren durchfuehrte, haben den Widerstand Abdel Nassers noch verschaerft. Entsprechende Beschluesse gelang es ihm, erst auf der Casablanca - Konferenz i m Januar 1981 durchzusetzen, und im letzten Februar auf der Afro-Asiatischen Solidaritaetstagung in Moshi, Tanganyika. Joseph Kassavubu hat sich konsequent von diesen Versuchen ferngehalten, ¡einen Keil zwischen den Staat Israel und das heutige Afrika zu treiben. Sein Kongo gehoert zu den jungen afrikanischen Staaten, die den Israelis die Treue auch in schwierigen Situationen auf den Tagungen der United Nations ¡gehalten haben. Israel andererseits hat es seinen Freunden u.a. damit vergolten, dass es sich den Tadelsvoten und Sanktionsantraegen gegen das südafrikanische Apartheid-Regime regelm a e s s i g angeschlossen hat. ANZEIGEN ANNAHME für das BOLETIN INFORMATIVO Nueva York 52 - Of. 412 - Tel. 87765 Die Buecherstube Carlos Neumann R. Buch und Zeitschriftenharedlung, Fachbuchbesorgung, Modezeitschriften in grosser Auswahl Agustinas 869, Local “I” Pasaje Imperio - Tel. 393602 "WIR MUESSEN SIE VERWIRKLICHEN...”

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.