Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XXVI (1964)
- Issue
- 1 (Enero, 1964)
- Date
- 1964-01-01
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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ENERO 1964 4 BOLETIN INFORMATIVO AUSZEICHNUNG EHRENAMTLICHER MITARBEITER Unter dem Protektorat des i s r a e lischen Botschafters Dr. Uri Naor, fand am Sonntag, den 8. Dezember, in den Raeumen der Botschaft ein Empfang zu Ehren der “Askanim” des Keren Hajessod statt. In seiner Begruessungsansprache wies Herr Dr. Naor auf die Rolle des Juedischen Nationalfonds beim Aufbau des Staates hin und erlaeuterte einige der grossen Aufgaben, die ihm in naechster Z u k u n ft bevorstehen. In warmen und freundschaftlichen Worten ehrte er die Rolle der ehrenamtlichen Mitarbeiter —“Askanim”—, die dem K. H. die Erfuellung dieser Aufgaben zu ermoeglichen helfen. Anschliessend ergriffen Frau Amelia de Filman, Praesidentin der Federación Sionista de Chile und Herr Israel Neeman, Sonder- Delegierter des K. H. das Wort. Sodann uebergab der Botschafter jenen Askanim, d e r en hervorragende und selbstlose Mitarbeit gewuerd i g t werden sollte, e i n kuenstlerisch ausgefuehrtes Diplom. Aus unserem Kreise erhielten die Herren Dr. Hans Reich, Adolfo Ebstein, Rabbiner Manfred Lubliner und Juan Aufrichtig (Valparaiso! unter f r e u n dschaftlichem Applaus aller Anwesenden ihre Ehrenurkunde. jgf- ABSCHLUSSFEIER DER RELIGIONSSCHULE Mit einer Chanukka-Feier, bei welcher die Zeugnisse und Praemien der Religionsschule zur Verteilung kamen, endete das Schuljahr 1963. Nach Verteilung der Zeugnisse durch Herrn Rabbiner Loewenstein erfreuten Filmvorfuehrungen, Darbietungen der Kinder, die von Herrn Sa- SPE lomön Maguenzo vorbereitet worden waren, und eine von der S. C. I. “B’ne Jisroel” gestiftete Bewirtung die Anwesenden. Die Veranstaltung stand unter der Leitung der Herren Rabbiner Loewenstein und Marcos Wisch. DE Wieder einmal koennen wir uns anlaesslich der Batheinem unserer Freunde fuer Mizwa seiner Tochter einen ein Geschenk zum Schmucke kostbaren Teppich geschenkt unseres Gemeindehauses und auf diese Weise ¡bewiesen, danken. welches Interesse er an der Arbeit unserer Gemeinschaft Herr Juergen Brady hat nimmt. LEHRVORTRAG Am 3. Dezember sprach vor hafte Unterhaltung bei weleinem interessierten Publieher der Wunsch geaeussert kum Herr Rabbiner Loewurde, derartige Veranstalwenstein ueber “Unsere Getungen oefters durchzufuehbette". Den Ausfuehrungen ren. des Redners folgte eine leb- MITTEILUNG DES DIREKTORIUMS Seit 1. Januar 1964 ist Herr Herrn Baruch erst im Rah- Alfred Baruch bei uns als men des Freitag-Abend-Got- Kantor taetig. Mit Ruecktesdienstes am 27. Maerz sicht auf die Ferien wird die 1964 stattfinden: feierliche Einfuehrung des BATH-MIZWA Wieder einmal konnte unsere Gemeinde das schon traditionelle Fest der Bath- Mizwa begehen. In der ueberfuellten Synagoge wurden im Verlauf eines zweiten Freitag-Abend-Gottesdienstes fuenf junge Maedchen zu “Toechtern der Pflicht”, die von Herrn Rabbiner Loewenstein im Verlaufe (des Jahres auf diese Zeremonie vorbereitet worden waren. Waehrend des Gottesdienstes, bei welchem der Damenchor der Gemeinde an hervorragender Stelle teilnahm, wurde zum ersten Mal das neue Gebetbuch benutzt, das vom Consejo Mundial de Sinagogas in Buenos-Aires fuer den Schabbat-Abendgottesdienst herausgegeben worden ist. Die Maedchen Daisy Alster, Miriam Brady. Yvonne Herz Elena Krön und Elizabeth Szenfeld wurden von Herrn Rabbiner Loewenstein eingesegnet, der in seiner Ansprache darauf hinwies, dass mit dieser Zeremonie die Ebenbuertigkeit der juedischen Frau dem Manne gegenueber, unter Beweis gestellt wird, eine Ebenbuertigkeit, die sie sich im Laufe der Geschichte durch beispielhaftes Leben und Hingabe an die grossen Ideale unseres Volkes, zu Recht erworben hat. In seinen Ausfuehrungen fortfahrend, wies Herr Rabbiner Loewenstein darauf hin, dass das Heim, das Koenigreich der Frau, die Zelle ist, auf der die Zukunft des juedischen Volkes ruht, und dass diese Zukunft nur dann, wenn Frauen und Muetter sich 'ihrer Verantwortung bewusst sind, als gesichert betrachtet werden kann. Die ausserordentlich harmonische Feier, in der Herr Leo Horenczyk als Kantor fungierte, liess in allen Anwesenden den Wunsch zurueck, noch recht oft dei artigen Bath-Mizwoth beiwohnen zu AUS DEM PROTOKOLL DER SUZUIII. (Fortsetzung von Seite 3) staltungen a m Mittwoch Abend das (Repraesentanten und Direktoriums-Zimmer zur Verfuegung gestellt, und ausserdem fuer Dienstag Abend einer kleinen Gruppe, die Volkstaenze einuebt, tías Schulzimmer. Herr Munter hat dieses Angebot dankend angenommen. Ausserdem hat er mit uns die Frage eines Jugendfuehrers eroertert, ueber die wir uns ja schon in der letzten Repräsentanten - Sitzung unterhalten haben. Das Direktorium hat auf Grund eines Exposés der beiden Leiter unserer Jugendkommission beschlossen, dass ich waehrend meines Aufenthaltes in Israel durch Ruecksprache mit den zustaendigen Stellen feststellen soll ob das Engagement eines Jugendfuehrers im Bereiche der Moeglichkeiten unserer Gemeinde liegt. Weiterhin haben wir veranlasst, dass diejenigen erwachsenen Soehne unserer Mitglieder, die ueber eigenes Einkommen verfuegen, entsprechend den Bestimmungen unserer Statuten aus der Familienmitgliedschaft g estrichen werden. Die betreffenden Herren sind aufgefordert worden, selbstaendige Mitglieder der Gemeinde zu werden. Wir sind davon ueberzeugt. dass wir bestimmt beim groessten Teil von ihnen Verstaendnis und Zustimmung finden werden. Am 8. Dezember wurden im Rahmen eines Empfanges an .20 Askanim der Magbit, vom Botschafter Dr. Naor d i e Diplome ueberreicht, welche die Verleihung des Escudo der Medinath Israel bestaetigen. Aus unserem engeren Kreise erhielten diese Auszeichnung unser alter Freund Adolf Ebistein und ich, sowie Herr Rabbiner Lubliner, der im Aufträge der Federación Sionista die Magbit in Valdivia durchgefuehrt hatte, und Herr Juan Aufrichtig aus Valparaiso. Am letzten Sonntag habe ich die Gemeinde bei der Graduationsfeier des Vaad Hajinuj vertreten, bei der 50 Schueler, die bisher groesste Anzahl seit dem Bestehen des Instituto Hebreo, ihre Abgangszeugnisse erhielten. Es war eine ganz besonders schoene Feier, die auf jeden der ueber 1.000 Anwesenden einen tiefen Eindruck machte. Es waere ausserordentlich zu begruessen, wenn aus unserem Kreise ¡auch Eltern von Kindern, die das Instituto Hebreo nicht besuchen, an einer solchen Feier teilnehmen wuerden. Sie koenn» ten sich dann von dem dort herrschenden Geist ueberzeugen und wuerden bestimmt die Gewissheit nach Hause mitnehmen, dass sie ihre Kinder ebenso gut dem Vaad Hajinuj anvertrauen ^nennen wie englischen oder franzoesischen Schulen. Anlaesslich des Hinscheidens des Altbundespraesidenten Prof. Dr. Heuss, ueber dessen aufrichtige Freundschaft zum juedischen Volk wohl kein Wort zu verlieren ist, haben wir dem deutschen Botschafter kondoliert Auf persoenliche (Einladung des Botschafters habe ich zusammen mit Herrn Rabbiner Lubliner an dem von der Botschaft veranstalteten Trauergottesdienst t e i 1 g enommen. Ausserdem nabm ich teil an einem Empfang in der deutschen Botschaft zu Ehren der deutschen Wirtschaftsdelegation, die mehrere Wochen in Santiago war”. Berichte der Kommisionen; Es liegen keine Kommissionsberichte vor. Herr Michel informiert, dass die Kultus-Kommission sich in ihrer letzten Sitzung, mit der Frage der Dienstordnung fuer die Chasonim befasst hat. ' Erhoehung der Beitraegc ab il. Januar 1964: Herr Berliner erklaert, das Direktorium sei nach .eingehender Pruefung der Finanzlage der Gemeinde zu der Ueberzeugung gekommen, dass die Ein — und Ausgaben der S.C.I. nur durch eine Erhoehung der Beitraege.ab 1. Januar 1964 ausgeglichen werden koennen. Die allgemeine Erhoehung der Spesen, Gehaltserhoehungen, Engagement eines neuen Kantors usw. machen diese Erhoehung unumgaenglich notwendig. Das (Direktorium schlage deshalb, in Uebereinstimmung mit der Finanzkommission, vor, die Beitraege ab 1. Januar 1964 zu erhoehen. Herr Ebstein schliesst sich, in seiner Eigenschaft als Sprecher der Finanzkommission den Worten von Herrn Berliner an und weist darauf hin, dass nach den Statuten die Repraesentanz — obwohl dies bisher immer der Generalversammlung ueberlassen geblieben sei — berechtigt und verpflichtet ist, die Beitraege festzusetzen. Die Finan zkommission schlaegt eine Erhoehung der Am. 22. Dezember fand die Graduation des sechsten Gymnasialjahres des Vaad Hajinuj statt. 50 Maedchen und Jungen, die groesste Zahl seit Bestehen des Instituto Hebreo, empfingen ihre Diplome. An der ausserord e n 11 i c h eindrucksvollen Feier nahmen ueber 1.000 Personen, darunter Herr Botschafter Dr. Naor teil, welcher dem Sohn unseres Gemeindemitgliedes Mayer Berant, Miguel Berant, ein Diplom ueber seine Teilnahme am letzten Bibelwettbewerb in Israel ueberreichte. Mindestbeitraege von E° 5, auf E° 8 vor. Herr Dr. Kiwi verliest den einschlaegigen Paragraphen der Statuten. Herr Dr. Lehmann weist darauf hin, dass sich (niemand der Notwendigkeit einer Erhoehung verschliessen wird. Er regt jedoch an, dass, um Haerten zu vermeiden, Kuenftig ein Weg gesucht werden soll, um die Beitraege den Einkommen entsprechend zu staffeln. Die Herren Leiser und Simonson schliessen sich den Ausfuehrungen von Herrn Dr. Lehmann an. Nach eingehender Debatte, an der alle Herren des Repraesentanten - Kollegi ums teilnehmen, beschliesst die Repraesentanz einstimmig, den Monatsbeitrag ab 1. Januar 1964 um E° 3, zu terhoehen. Um entsprechende Erhoehung der Beitraege sollen auch diejenigen Mitglieder gebeten werden, die schon jetzt einen erhoehten Beitrag zahlen, Antraege auf Ermaessigung sollen wohlwollende Beruecksichtigung finden. Es wird beschlossen, diese Massnahme den ¿Mitgliedern durch Rundschreiben und Veroeffentlichung im Gemeindeblatt bekannt zu geben. Ebenfalls beschliesst das Repraesentanten - Kollegium einstimmig die Finanzkommission zu bitten, sich mit der Frage der Moeglichkeit einer Staffelung der Beitraege zu befassen. Die Finanzkommission wird ermaechtigt, zu diesem Behufe andere Gemeindemitglieder zu kooptieren. Z. 0. [m Laufe des Monats Dezember weilte Herr Botschafter Dr. Uri Naor in Valdivia. Es ist dies das erste Mal, dass Valdivia vom diplomatischen Vertreter Israels in Chile besucht wird. Im Rahmen einer Feier, bei welcher den Kindern Geschenke der Kollektivitaet ueberreicht wurden, beendete die Escuela N.o 207, República de Israel, das Schuljahr 1963. W.I Unser Arbeitsjahr geht zu Ende, die Ferien beginnen. Inzwischen ist auch die Gruppenarbeit beendet und es wurden kleine Abschiedsfeste gefeiert, die, wie gewohnt, vollen Erfolg brachten. Gruppe Golda Meir verabschiedete Frau Edith Goldschmied, die mit einem Stipendium nach Deutschland reist; Gruppe Hannah Maisei, gleichfalls mit einem gelungenen Bunten Nachmittag, beschloss ihre diesjaehrige Arbeit. Schliesslich feierte ihren letzten Arbeitstag die Gruppe Henrietta Szold, zu welchem Zwecke die Chaveroth in liebenswuerüiger Weise von unserer Frau Trude Loewenstein in ihr besonders schoenes Haus geladen wurden. Wir danken ihr auf diesem Wege nochmals fuer alle ihre Aufmerksamkeiten. Inzwischen beginnt unsere Sammelarbeit fuer den Kinder-Ferientag in Israel, und wir bitten Sie aHe instaendig, liebe Wizoschwestern und liebe Freude, die Sammlerin zu unterstuetzen und reichlich zu geben. Sie alle kennen den Zweck. . Und nun wuenschen wir allen unseren getreuen Chaveroth und Chaverim angenehme und erholsame Ferien und ein gesundes neues bürgerliches Jahr. KURZ GEFASST